Schlaganfall

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von red_fire 27.02.06 - 21:28 Uhr

Hallo,

ich habe gehofft so schnell nicht selber hier schreiben zu müssen.
Aber manchmal kommt das schneller als man will.

Meine Schwiegermutter hatte heute Nacht einen Schlaganfall . Ich bin richtig fertig und kann an nichts anderes mehr denken. ich habe zu ihr ein super Verhältnis um so mehr nimmt mich das alles mit.

Nicht zu wissen was alles auf uns zu kommt , was mit ihr wird, bleiben schäden oder wird sie wieder "fast" wie früher...alles steht noch in den Sternen. Und keiner weiss was noch passiert.

Vielleicht hat jemand auch sowas in der Familie erlebt und kann mir ein wenig erzählen , was auf einen zukommen kann(gerne auch über meine VK) , würde mich freuen , wenn mir jemand Mut machen kann oder Erfahrungen.

Red_Fire

Beitrag von salizyl 27.02.06 - 21:51 Uhr

hallo red_fire!
erst einmal tut es mir sehr leid, was deiner schwiegerma passiert ist!
leider kann man wirklich nicht wissen wie der schlaganfall verläuft, aber da du sagst, dass es heute nacht passiet ist, gehe ich davon aus, dass sie sofort ins krhs ist und alle sofortmaßnahmen ergriffen worden sind!
deshalb ist se gut möglich, dass mit der richtigen physio und viel unterstützung der familie deine schwiegerma auch wieder völlig gesund wird!
ich drück dir und deiner family die daumen!
lg salizyl

Beitrag von red_fire 27.02.06 - 22:08 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Sie kam heute früh gegen 6 Uhr ins KH , aber in der Nacht war er. Sie hat ihren Lebensgefährten nicht wach gemacht und er hat nichts mitbekommen, sonst wäre sie eher ins KH gekommen. Sie hat die "syntome" nicht wahrgenommen bzw. nicht realisiert. Erst als sie früh aufstand und Kopfschmerzen hatte und der linke arm taub war wurde der Notarzt gerufen. Bis jetzt weiss noch keiner wie es ihr geht und ob die Op schon vorrüber ist. Ich werde die nacht heute bestimmt nicht schlafen.

Beitrag von salizyl 27.02.06 - 22:35 Uhr

ist es denn sicher, dass es ein schlaganfall ist? und bist du die sicher, dass sie operiert wird?
es gibt nämlich vorstufen eines schl, die nennen sich TIA oder PRINT und sind vorrübergehende vollständig reversible ausfälle, d.h dass sie wieder völlig gesund wird. allerding ist danach die gefahr einen schl zu bekommen viel höher.

wg der op:meistens ist damit ein öffnen des verschlusses in der arterie gemeint, was mittels eines "drahtes" geschieht, der in die arterie eingeführt wird, also nicht so eine richtige op. oder aber man gibt den pat. ein medikament, was den thrombus auflöst.

ich hoffe, ich hab es verständlich ausgedrückt, was ich damit nur sagen wollte, ist dass es nicht so schlimm sein muß wie du befürchtest. lt deinen schilderungen bin ich mir sehr sicher, dass deine schwiegerma wieder gesund wird!

lg salizyl

Beitrag von red_fire 27.02.06 - 23:11 Uhr

Hallo,

im KH stellte man die Diagnose nach den ersten Untersuchungen , das es ein Schwerer Schlaganfall war. Es war ein Gerinsel in der Hauptader im Kopf . Das die OP war /ist ist sicher, ihre Tochter war da.

Ich habe den ganzen Vormittag gegoogelt und alles gelesen was mit schlaganfällen zu tun hat, auch die Vorstufen und die Folgen. Ist ja alles dabei , aber wenn man das alles liest , bekommt man nur noch mehr Angst.
Morgen fahren ihre 3 Kinder ins KH hoffe das es nicht all zu schlimm wird.

LG
Susi

Beitrag von salizyl 28.02.06 - 19:20 Uhr

hallo susi!

wie geht es dir, aber vor allem, wie geht es deiner schwiegermutter?

lg nina

Beitrag von red_fire 01.03.06 - 19:50 Uhr

Hallo Nina,



Danke das du nachfragst. Mir geht es nicht besser/anders als wie vor 2 Tagen. Meine Schwiegermama steht immernoch unter Narkose und das wird noch eine ganze weile so bleiben. Bis die Ärzte sicher gehen koennen das keine Nachblutungen im Gehirn kommen,sie hat einen schlauch im Kopf damit wird das Gehirn überwacht.
Und der Arzt meinte auch , das zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Enseitige Lähmung bleiben wird. Was sonst noch alles dabei kaputt gegangen ist , kann man mit sicherheit erst frühstens in 6 Monaten sagen. Wenn man sie irgendwann wieder aufwachen lässt , muss sie auch schnellstmöglich zur Rhea.
Also momentan koennen wir nur hoffen , das keine Blutungen kommen oder sonst noch was schlimmes passiert.

Diese Ungewissheit frisst einen auf , nicht zu wissen was noch alles auf uns zu kommt oder was noch mit meiner Schwiegermama passieren kann.

lg
Susi

Beitrag von salizyl 01.03.06 - 21:20 Uhr

hallo susi!

es tut sehr mir leid, dass es doch soo schlimm gekommen ist. ich hab so gehofft, dass es nur ein leichter schlaganfall ist. vielleicht kannst du ja mal um überhaupt die zeit etwas zu überbrücken nach bobath googeln. das war ein ehepaar, was sich ausführlich mit der reha von schlaganfallpatienten befaßt hat. ich weiß nicht ob was im internet ist, ist nur so ein einfall.

ich hoffe wirklich, dass deine schwiegerma schnell wieder aus dem koma erwacht und wünsche dir und deiner familie viel kraft und durchhaltevermögen.

ganz liebe grüße
nina

Beitrag von red_fire 01.03.06 - 23:04 Uhr

Hallo Nina,

soll ich dir mal was sagen .... bevor ich deinen Beitrag gerade gelesen habe , habe ich nach dem Bobath-Konzept gegoogelt. Und auch interessantes gefunden.Ist ja das was am meisten angewant wird bei schlaganfallPatienten. Richtig interessant und alles ausführlich erklärt.

Und , meine Schwiegermama ist nicht im Koma , sie steht unter Narkose. In 2-3 Tagen wollen sie sie eventuell aufwachen lassen und gucken wie sie sich verhält....wenn sie sich zu sehr aufregt wird sie wieder in Nakose versetzt. ic hoffe so , das sie wach bleiben darf , um so eher kann mit der Rhea begonnen werden.

Heute haben sie das Herz untersucht, alles in ordnung und der Bluzucker ist auch ok ...also rein vom Körperlichen ist alles ok , bis auf die Lähmung , ob die sprache auch gelitten hat kann man noch nicht sagen. Und so richtig koennen sie auch nicht sagen woher der Schlaganfall kam, was die Uhrsache war.

Ich/wir hoffen noch alle sehr , das es doch nicht so schlimm ist wie die Ärzte sagen. Sie war immer eine Frau in Action , viel unterwegs und und und .... das wird richtig hart , wenn sie merkt was mit ihr ist.

LG
Susi

Beitrag von salizyl 02.03.06 - 15:28 Uhr

hi susi,

das hoffe ich auch!

es ist glaube ich total schwierig, nicht zu verzweifeln, wenn man plötzlich merkt, dass nichts mehr so ist wie zuvor.
ich hoffe, dass ihr alle das verkraftet!
wie alt ist deine schwiegermutter eigentlich?

gruß
nina


Beitrag von red_fire 02.03.06 - 16:58 Uhr

Hallo,

sie wird im April 58 .

Ja , das mit dem Verzweifeln stimmt, jetzt warten wir alle auf den Tag , wo die Ärzte sie aufwachen lassen wollen um zu schauen , was passiert und wie sie reagiert.

LG
Susi

Beitrag von schmusi_bt 28.02.06 - 08:00 Uhr

Hallo Red_Fire,

Mein Mann hatte zwar keinen Schlaganfall aber vor 2 Jahren eine Hirnblutung . Er wurde operiert, lag danach eine Woche im Koma. Sein Kurzzeitgedächtnis war ganz weg, er erkannte keinen mehr und wusste auch nicht mehr wer er selber ist. Seine Linke Körperhälfte war gelähmt. Insgesammt lag er 3 Monate im Krankenhaus in Bayreuth in der Hohen Warte...und mir viel geduld und viel Training und auf jeden Fall jede Menge Liebe hat er es wirklich geschafft wieder ein ganz normales Leben zu leben. Heute sieht man von dem Ganzen nur noch eine Narbe am Kopf, die ihn Gott sei Dank nicht stört. Er hatte nochmal grosse Glück und das wünsche ich Deiner Schwiegermutter von ganzen Herzen.

Ich bete für Euch mit...

Schmusi mit Max und Felix
die froh sind ihren Papa wieder zu haben !

Beitrag von red_fire 02.03.06 - 09:37 Uhr

Hallo,

sorry das ich erst jetzt antworte. Ich danke dir.das du auch an uns denkst.
Was deinem Mann passiert ist , ist auch schrecklich,aber Got sei dank hat er alles überstanden und kann sein Leben weiter geniesen,gerade auch mit den Kindern.
Ich hoffe meine Schwiegermama kann das auch in 2 Jahren von sich behaupten....

LG
Susi

Beitrag von schmusi_bt 02.03.06 - 14:58 Uhr

Hallo Susi,

Wir hatten damals erst ein Kind, der Kleine hat alles mitbekommen, aber es war auch wenn es eine schlimme Zeit für uns war ab und zu auch sehr schön. Hört sich zwar sehr komisch an , aber meinem Mann haben sie damal keine Chance gegeben ...er würde auf jeden Fall was zurück behalten...ausser einer Grossen Narbe am Kopf ist nichts zurück geblieben und die stört ihn Gott sei dank nicht ! Mit deiner Schwiegermama gehts sicher auch wieder Bergauf...

schmusi mit max und felix

Beitrag von jolina2003 04.03.06 - 12:30 Uhr

Hallo
Also ich denke das sie wieder ganz gesund wird denn es war ja schnell hilfe da und es war nur einer oder?

Mein dad hatte mehrere und lag drei oder vier tage in der wohnung voll unterkühlt und so wir haben ihn dann gefunden,er liegt jetzt drei wochen schon im KH und seine linke seite ist gelähmt er kann nicht mehr richtig sprechen man versteht nur ein paar wörter er wird nie wieder laufen können sein gehirn ist ziemlich heftig geschädigt(also stammhirn ist auch stark betroffen).
Er muss jetzt wieder essen und trinken lernen er bekommt jetzt eine neurologische früh reha und danach kommt er ins pflegeheim,wir können ihn nicht zu uns nehmen da wir alle kleine kinder haben und nicht 24std. da sein können.
Hoffe du bekommst jetzt nich nochmehr angst,denn man hat gute chancen wenn man inerhalb von 6 stunden ärztlich versorgt wird.

Also viel #klee,es wird schon gut gehen!!!

LG Marina

Beitrag von red_fire 04.03.06 - 22:50 Uhr

Hallo,
ja es war nur 1 Schlaganfall...naja nur ist gut gesagt einer reicht ja auch schon aus.


Es war ein schwerer Schlaganfall...Mittwoch musste sie operiert werden , weil der Druck im Gehirn heftig anstieg . Man rasierte den ganzen Kopf und es wurde ein Teil der schädeldecke entfernt , damit das Gehrin platz hat , falls der druck wieder ansteigt.

Es sind keine weiteren schäden entstanden,durch den druck.

Sie will aber auch nicht aufwachen, 2 Versuche wurden schon gemacht und wenn sie nicht bald aufwacht , dann wirds immer schwieriger . Es liegt zum grössten Teil also an ihr , wie lange wir noch bangen müssen.

Ich war sie heute besuchen und es war schrecklich , hätte sie wiedererkannt. Würde nicht der Name auf dem Monitor stehen ,wären mein mann und ich wieder raus und hätten gedacht wir haben uns im Zimmer geirrt.

Ich würde alles dafür geben das sie endlich aufwacht und auch reden kann.

Sie bekommt 4 Infusionen und wird beatmet , mir sind die Tränen gelaufen ohne ende. Haben abwechslend ihr hand gehalten und gestreichelt .. ab und zu bewegten sich ihre Augen(weiss nicht ob es was zu bedeuten hat)...

Wir hoffen jetzt alle und versuchen positiv zu denken.

LG und danke für deine Antwort.

Susi

Beitrag von erna1083 05.03.06 - 11:42 Uhr

Hallo red fire

Also meine Mutter hatte mit 32 einen Schlaganfall, erst einen kleinen, den bemerkte sie als ihre 2 finger kribbelten, sie musste sofort ins krankenhaus, da wurde ihr dann kontrastmittel gespritzt um zu schauen und nachzugucken, dabei hat sie dann den 2 großen schlaganfall bekommen.Es war schrecklich (tut mir leid)
sie hat von ihrem geburtstag nichts mitbekommen, sie war linkseitig gelähmt, war innerlich irgendwie leer.
Nach und nach kam meine mummi wieder zurück mit viel training viel liebe und einer kur.
heute fast 8 jahre später :
Sie kann alles wieder, ist wieder fast die alte.
Sie hat nur manchmal ein paar motorik probleme.muss aber weiterhin medikamente nehmen, markumar und kortison (glaube heissen so)

Aber ich bete jeden Tag das es der Liebe gott so gut mit ihr gemeint hat und ihr ne 2 chance gegeben hat.

Drücke dir ganz doll die daumen und wünsche dir viel kraft für die nächste zeit.

Gruß erna

Beitrag von red_fire 05.03.06 - 19:33 Uhr

Hallo erna,

danke dir für deine Antwort. Das gibt mir wieder einwenig Hoffnung, das auch meine Schwiegermama es auch schafft. Es tut gut auch mal positive verläufe zu hören und nicht immer nur schlechte.


LG
Susi