Wie wird das bei Euch laufen?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sabberschnute2107 27.02.06 - 21:42 Uhr

Hallo, meine kleine ist jetzt 20 Monate und kommt 2007 in den Kiga. Die drei Jahre war ich dann zuhause bei der kleinen, mein alter Betrieb stellt mich (wenn überhaupt) nur für 40 Stunden ein, ich denke die anderen Betriebe haben inzwischen auch alle 40 stunden. Den Haushalt erledige ich zu 100 % auch was das Kind betrifft. Mein Mann möchte auch dass ich nach den drei Jahren wieder voll arbeiten gehe und die kleine den ganzen Tag in den Kiga geht #schmoll, im Moment gehe ich noch zweimal die Woche Fitness das kann ich dann doch auch vergessen. Wie soll das werden bei vierzig Stunden ich muss dann von 8.00 bis 17.00 Uhr arbeiten, die kleine holen den Haushalt machen usw. was ist wenn die kleine mal krank ist (kommt doch oft im Kiga vor), früher musste ich schon betteln um spontan mal einen Tag frei zu bekommen:-[, welcher Arbeitgeber akzeptiert das? Die kleine muss ja dann schon um 07.30 im Kiga sein. Wenn ich mit meinem Mann drüber reden möchte sagt er Du willst ja gar nicht arbeiten das hätte ich nicht gedacht und bei seinen Kollegen ist das normal da sind die Kinder sogar schon nach sechs Wochen nach der Geburt in einer Tagesstätte abgegeben worden und er muss sich immer verteidigen dass ich die drei Jahre daheim bin usw. :-(ich kann mir dass noch nicht vorstellen wie soll denn das alles klappen vorallem in der Arbeit da muss man schon kämpfen wenn man zehn Minuten mal früher gehen möchte oder so oder zehn Minuten zu spät kommt das ist aber in allen Betrieben so die machen doch keine Ausnahme wenn man ein Kind hat. Wie macht ihr das?#kratz Mein Mann arbeitet 80 Kilometer weit weg fährt früh um sieben los und kommt auch um halb sechs oder so erst heim. Die Oma ist ja jetzt schon überfordert wenn sie ein bis zweimal Nachmittag aufpasst während ich ins Fitness gehe...ich mach mir echt Sorgen wie das dann geht. Irgendwie wird mir schon ganz mulmig sie auch den ganzen Tag gar nicht bei mir zu haben. Wie geht es Euch dabei? Ausser bei denen die natürlich nicht arbeiten gehen müssen oder das zweite haben.
Danke fürs zuhören! #danke

Beitrag von prinzessin1976 27.02.06 - 22:11 Uhr

Das ist meine Persönliche Sicht der Dinge aber bitte nicht persönlich nehmen!!!

Also ich arbeite 2/3 und bin Alleinerziehend! Das reicht mir vollkommen aus! Habe einen Tag frei inder Woche an dem ich den Haushalt mache und mal was für mich tun könnte(wozu ich aber meist nicht komme!) Ich bringe dann meinen Kleinen in die Krippe und gehe nach hause und frühstücke in Ruhe! Dann gründlich den haushalt machen, Duschen und schon ist es wieder Zeit den Kleinen abzuholen!!

Ich habe zwar einen Ganztagsplatz für meinen Kleinen aber hole ihn meist direkt nach seinem Mittagsschlaf ab! So bleibt uns noch der NNachmittag zum einkaufen, spieln, für die Turngruppe (1x wöchentlich) u.s.w

Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen 40 Std. zu arbeiten, gute Hausfrau und Mutter gleichzeitig zu sein!
Für mich habe ich eine gute Mischung gefunden und kann in alllen 3 Bereichen mein bestes geben.(was ich mir nicht vorstellen kann ist dass man bei so einer Stundenzahl an Arbeit bund getaner Arbeit zu Hause zusätzlich noch Zeit und Lust auf eine Rolle als Ehefrau hat!?
Mein Kind hat durch den Krippenalltag grosses Sozialverhalten entwickelt und ist sehr selbständig geworden. was gerade als Einzelkind ja sehr wichtig ist!

Ich könnte mir auch nicht vorstellen mein Kind um 7 abzugeben und mehr als 10 Stunden täglich in Fremdbetreuung zu geben! Was habe ich dann noch von meinem kind bzw meiner Familie?????
(da ist es egal ob mein Kind 2 oder 10 Jahre alt ist!!!)
Aber gerade wenn die noch Klein sind sollte man sie nicht von Heute auf Morgen in eine (wenn auch noch so gute ) Einrichtung stecken!
Wozu habe ich dann ein Kind in die Welt gesetzt? Um es dann Abends 1-2 Stunden zu hüten: Abendessen, Zähneputzen, Nachtgeschichte und ab ins Bett? Schlaf brauchen die Kleinen eh viel also lange wach bleiben ist nicht drin! Müssen ja schliesslich Morgens wieder früh raus!

Ich für mich habe meine Priorität auf meine Familie gesetzt! Auch wenn ich alleine mein Kind erziehe und somit eine sehr kleine Familie habe!!! Mein Kind geht vor allem anderen! Auto? Nicht so wichtig! Häufiges Ausgehen? Nicht so wichtig! Urlaub? Nur zu Bekannten und Verwandten(da spart man das Hotel!) ... Alles nicht so wichtig! Hauptsache man hat Zeit für sich, sein Kind und FGeld um zu Leben!
Mein Berufsleben gibt mir Selbstvertrauen und das Gefühl noch anderwertig gebraucht zu werden ausser zu Hause! Das ist schön!!! Zusätzlich bringt es noch ein wenig Geld rein!!!;-)
Ohne diese Arbeit wäre ich wohl auch weniger zufrieden!!! Das heisst eine unzufriedenere Hausfrau udn Mutter!

Was Deinen Mann betrifft würde ich ihm die Konsequenzen mal vorhalten:

Vollzeit würde bedeuten dass er 50% des Haushaltes mitmacht!!!! Du hast vielleicht weniger Fahrzeiten aber dafür noch die Kleine!!! Braucht ihr das Geld denn so dringend? Versucht doch einfach eure Prioritäten umzulegen!?

Wie schon erwähnt ist dies meine persönliche Einstellung! Wenn Familien es anders handhaben ist das ihr Ding nur die Kinder tun mir in manchen Fälle ganz schön leid!

Also ich hoffe Du schaffts es auf Dein Bauchgefühl zu hören denn den hast Du ja scheinbar sonnst hättest Du hier ja nicht reingeschrieben!:-)#pro


Beitrag von pauline7 27.02.06 - 21:52 Uhr

Hallo,

ich verstehe dich sehr gut und ich bin auch mal gespannt wie das klappt, wenn unsere Tochter 2007 in den Kindergarten kommt und ich wieder arbeite, doch eins weiss ich ganz genau, ich gehe keine 40 Std. arbeiten und würde mein Mann das von mir verlangen wäre das ein Scheidungsgrund, denn wenn er ein Kind in die Welt gesetzt hat um es dann den ganzen Tag abzuschieben, bitte, aber ohne mich! Lass dir das mal durch den Kopf gehen. Und das Du 3 Jahre Elternzeit beantragt hast, zeigt nur wie verantwortungsbewusst Du bist!!!
liebe Grüsse
Diana

Beitrag von zaubertroll1972 27.02.06 - 22:21 Uhr

Hallo,

Du schreibst daß Dein Mann wil daß Du wieder voll arbeiten gehst. Ich frage mich da ob auch zählt was Du willst oder Du immer genau das tust was Dein Mann möchte. Gut, wenn Ihr das Geld dringend braucht, Du gut verdienst...das wäre ein Aspekt. Aber wenn Ihr auch gut auskommen würdet wenn Du nur halbtags arbeiten würdest, verstehe ich nicht wiso Du das dann nicht tust oder tuen kannst.
Daß Dein Mann im Haushalt keine Aufgaben übernimmt, bzw. Du Dich alleine um das Kind kümmerst ist eine andere Sache. Auch da bin ich für Absprachen und dafür daß auch der Mann hilft und teilweise mal Kinderbetreuung übernimmt.
Mein Sohn kommt am 1.08. in den Kindergarten. Ich habe 3 Jahre Elternzeit beantragt aber gehe wieder stundenweise in meinem alten Job arbeite seitdem der Kleine 7 Monate alt ist. Eigentlich gehe ich ganz gerne, ich komm wieder unter andere Menschen ( nicht nur Mütter ) und freue mich über mein eigenes Geld was ich habe. Ich gehe arbeiten wenn mein Mann frei hat ( 24. Std. Dienst bei der Feuerwehr und dadurch immer mal ein oder zwei Tage dazwischen frei ). In der zeit kümmert sich natürlich mein Mann um unseren Sohn und macht auch Dinge im Haushalt, die ich ihm vorher gesagt habe ( Kleinigkeiten wie Wäsche, Spülmaschine und saugen. Anderes mache ich lieber selber. ).
Anders kann ich mir das auch gar nicht vorstellen und vollzeit möchte ich auch gar nicht mehr arbeiten. Dafür habe ich ja meinen Sohn und auch noch genug anderes zu tun.
LG Z.

Beitrag von orchidee1998 28.02.06 - 10:39 Uhr

Hallo,

also wenn Du und Dein Mann BEIDE Vollzeit arbeitet, dann seit ihr auch BEIDE für die Organisation des Familienlebens zuständig.
Spricht 50% der Kinderbetreuung und des Haushalts wird von Deinem Mann erledigt. Alles andere wäre für mich ein Scheidungsgrund!!!

Ich arbeite seit unsere Tochter 1 1/4J. ist wieder Vollzeit. Wir arbeiteten Zeit versetzt, das heißt derjenige der sie Morgens nicht wegbringt, bricht 1 Stunde früher zur Arbeit auf und holt sie dafür am späten Nachmittag ab. Derjenige der sie wegbring, kommt dementsprechend abends erst später nach Hause. Wer die Kleine abholt ist auch zuständig fürs Einkaufen (nur Kleinigkeiten, den Großeinkauf machen wir alle zusammen am Wochenende) und für die Zubereitung des Abendessen.
Einmal die Woche kommt für 4 Stunden eine Haushaltshilfe - mit zwei vollen Verdiensten sollte man sich diesen Luxus auf jeden Fall leisten. Der Rest wird von uns beiden zwischen durch und am Wochenende gemacht oder bleibt liegen - das ist weit häufiger der Fall.

Wenn unsere Tochter krank ist beibt der zu Hause, bei dem es beruflich gerade besser passt - unterm Strich ist mein Mann in den letzten 1 1/2 Jahren genauso häufig mit ihr zu Hause geblieben und zum KiA gegangen wie ich.

Einmal die Woche gehe ich abends direkt nach der Arbeit zur Gymnastik und komme, dann immer erst nach Hause, wenn die Kleine schon schläft. Zum Ausgleich bringe ich sie dann immer am nächsten Morgen zur Kita. Mein Mann hat ebenfalls einmal die Woche einen festen Termin, da läuft es dann genau umgekehrt.

Am Samstagmorgen darf mein Mann ausschlafen und ich stehe mit der Kleinen um 7 Uhr auf und Sonntags ist es genau umgekehrt.

Ich will nicht behaupten, dass es einfach ist, wenn beide Vollzeit arbeiten. Wichtig ist, dass man gemeinsam Prioritäten setzt und auch mal 5 gerade sein lässt. Das heißt bei uns abends bis zur Schlafenszeit ist unsere Tochter einfach die Nummer eins: wir schmusen, spielen, basteln, lesen oder toben mit ihr - Aktivitäten an denen sie nicht beteiligt ist z.B. Internet surfen, mit Freunden telefonieren etc. finden dann nicht statt - das können wir alles machen wenn sie schläft. Wenn die gewaschene Wäsche mal 4 Wochen ungelegt im Korb herumdümpelt, dann ist das einfach so.

Gruss Claudia