Gestorben vor vier Wochen

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von schnuffi23 27.02.06 - 22:19 Uhr

Einen schönen guten Abend,

ich weiß einfach nicht mehr weiter. Heute vor vier Wochen also am 27.01.06 habe ich meine Zwillinge Lina und Lucas still zur Welt gebracht.
Nur momentan weiß ich einfach nicht mehr weiter, mein Mann verschließt sich so sehr, der läßt einfach nichts an sich ran, obwohl ich genau weiß das es ihm nicht gut geht. Ich brauche auch mal wen mit dem ich reden kann doch momentan rede ich mit einer Wand!!!

Ich habe so eine Angst vor dem 16.04.2006, dem ET Termin von Lina und Lucas, ich weiß einfach nicht wie ich Ostern überstehen soll.

Wünsche allen hier viel Kraft und alles Gute#kerze#liebe#kerze

Mit lieben Grüßen Schnuffi

Beitrag von laleluna 27.02.06 - 22:25 Uhr

Hallo Schnuffi,


ich weiß es gibt in diesem moment keine tröstenden Worte, kein das wird wieder ich kann auch nicht sagen es wird besser. Denn das zählt im MOment nicht - lass dich einfach nur ganz feste #liebdrueck #liebdrueck #liebdrueck

dich fest umarment
Laleluna

Beitrag von tasmanian 28.02.06 - 08:18 Uhr

hallo schnuffi,

so einen schicksalsschlag ertragen zu muessen ist das schlimmste...da ist es schwer die richtigen worte zu finden, die ein wenig trost spenden koennen und vor allem kraft fuer die bevorstehenden tage.

da einen partner zu haben der dich unterstuetzt ist ganz wichtig und wertvoll...ich denke er leidet auch...nur eben auf seine art...aber das macht es nicht leichter fuer dich. #schmoll

hast du eventuel eine gute freundin oder ein familienmitglied mit dem du dprechen kannst...und zwar nicht nur ein zweimal sondern jedesmal, wenn dir danach ist (also jemand der eben nicht denkt, einmal drueber reden und dann wirds schon wieder)..? :-(

oder versuch es doch mal auf webseiten/foren die sich damit beschaeftigen....es kann wirklich helfen, wenn man mit menschen spricht/schreibt...denen es genauso geht...(so seiten wie etwa: leben-ohne-dich.de oder schmetterlingskinder.de etc)

mehr faellt mir jetzt leider auch nicht ein...ausser dir allles gute und alle kraft der welt zu wuenschen fuer die bvorstehenden tage #liebe

lg
jana #liebdrueck

Beitrag von bunny2204 28.02.06 - 08:21 Uhr

Hallo Schnuffi,

ich kann dich gut verstehen, hab im Juli meinen Sohn tot geboren....

Ich kann dir nicht viel sagen...aber es wird wieder besser...

Ich hatte auch furchtbare Angst vor dem ET, aber es war dann gar nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte. Wir waren am Grab unseres Sohnes und haben ihm eine "Geburtstagsgeschenk" gebracht.

Ich wünsche Dir alles erdenklich gute.

Liebe Grüsse, Bunny #hasi + #stern chen Florian

Beitrag von candycan 28.02.06 - 09:29 Uhr

Hallo Schnuffi,

es tut mir schrecklich leid, was dir passiert ist. Ich habe meinen Sohn am 16. 02. still geboren.

Auch ich habe sehr gelitten und leide immer noch. Bei uns war es ähnlich. Mein Mann hat sich total verschlossen, nicht mit mir darüber geredet.

Gestern war dann unser Pastor, unter anderem ein guter Bekannter, bei mir. Und obwohl ich nicht besonders gläubin bin, hat er mir in vielen Sachen die Augen geöffnet.

Als mein Mann gestern nach Hause kam, habe ich eine Kerze angezündet und gesagt." Rede mit mir, ich bin verzeifelt. WEr soll mich verstehen, wenn nicht du? Lass uns bitte zusammen Abschied nehmen und zusammen weiter machen."

Und er hat geredet. Zum ersten Mal so richtig. Seitdem geht es mir besser und ihm wohl auch. Das alles waren schlimme Erlebniss, aber es wird jetzt definitv weiter gehen.

Wenn du reden magst, kannst du mich gern per PN kontaktieren.


Gruß
Candy

Beitrag von silo_71 28.02.06 - 20:06 Uhr

Liebe Schnuffi,

nachdem ich deine Zeile gelesen hatte, saß jetzt eine ganze Weile vor dem Rechner - wollte dir schreiben, aber irgendwie wusste/weiß ich gar nicht so genau wie ich beginnen soll....ich denke, dass es anderen vielleicht auch so geht. Du hast etwas schreckliche erlebt. So schrecklich, dass es auch mir fast die Sprache verschlagen hat. In Gedanke drücke ich dich, denke an dich, wünsche dir ganz viel Kraft und zünde für Lina und Lucas zwei Kerzen an.
Deinem Mann geht es vielleicht ähnlich. Es fehlen ihm die Worte. Vielleicht formt er sich die Worte im Moment in seinem Kopf zusammen und lässt diese einfach noch nicht raus. Vielleicht braucht er einfach noch ein wenig Zeit.
Vielleicht magst du ihm einfach mal ein paar kurze Zeilen schreiben...dass du traurig bist, wovor du Angst hast, was du dir wünschst, eine Umarmung, Trost, ein Gespräch...vielleicht gibts du ihm diesen Zettel, bevor du zum Spazieren gehst oder so, dann kann er in Ruhe lesen, was du geschrieben hat. Kann seinen Gedanken freien Lauf lassen und vielleicht kommen dann die Worte auch besser über die Lippen.
Ich wünsche ich ganz besonders, dass ihr es schafft gemeinsam zu reden. Euch gegenseitig Kraft zu geben und zu stützen. Denn niemand kann euch so gut verstehen, wie ihr euch selbst und gegenseitig. Ihr habt das Gleiche erlebt - Lina und Lucas verbinden euch und gehören zu euch.
Einen wirklich guten Tipp kann ich dir nicht geben. Vielleicht ist es auch völliger Blödsinn was ich geschrieben habe. Und passt irgendwie gar nicht. Ich denke jedenfalls fest an dich und wünsche dir viel Kraft.

Besonders liebe Grüße, Silke