Scheiß Mutter, armes Kind.

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von kitty_cat 27.02.06 - 23:29 Uhr

Hallo alle miteinander.
Muß was aus der Seele reden denn das Trage ich nun seit einem Monat. Wir waren vor einem Monat im KH weil mein Kle Fieberkrampf gehabt hat. Ein fast 4 Monate altes Baby wurde reingelegt mit uns ins Zimmer wegen Bronchitis. Das Kind konnte kaum atmen. Die Mutter war ganz aufgebracht und meinte sie will heim und möchte nicht dort bleiben, weil sie das so belastet. Das war eine junge Mutter (23J)aber das ist keine Entschuldigung. Der Vater (37J) meinte zu ihr daß sie bleiben soll, aber sie hilt nur abstand. Ich dachte na was is das denn?
Das Kind war in der ganzen Zeit ziemlich liebesbedürftig und wollte in den Arm gehalten werden. Die Schwestern waren bereits schon im Streß aber ab und zu schauten sie nach ihm, nahmen auch nachts zu sich. Mann sah aber an wie gestreßt sie waren. War aber auch ganz süßes Kind, hat bereits sooo süß gelacht und die Schwestern waren voll hingerissen.
Am nächsten Tag tauchte sie so um 12 auf und meinte oh Gott mein Mann muß mir noch Klamotten bringen. Dann wollte sie essen, das Kind hatte aber auch Hunger. Da wir runter gehen mußten und Essen hollen, haben wir uns abgewechselt. Sie meinte zu ihrem Kind " Ach mensch, kannst Du mal doch ruhig sein, mußt du die mama so ärgern" Und wollte schon gehen. Ich meinte "Hey möchtest Du nicht mal das Kind füttern?" Sagte sie "Kannst Du mal das machen? Kannst beim liegen die Flasche reinstecken, so mache ich das immer". Nö, meinte ich, ich möchte ihn halten. Mein Sohn hat geschlaffen.
Halbe std später kam sie, hat ihn gar nicht mal angeschaut, war immer noch wach. Hat gegessen, stand auf und sagte nur "Hey ich gehe mal eine rauchen, ist das OK. " Ich war schon gereizt und sagte nur "Ist mir doch egal was Du tust.
Ich bin froh daß ich an dem Tag gegangen bin, ich hätte das nicht ausgehalten. Ich hätt ihr was gepfiffen, was mir vielleicht gar nicht so leid getann hätte. Nicht ein mal hatte sie das Kind im Arm und die ganze Zeit nur mecker mecker.
In der ganzen Zeit war mein Kind so froh daß ich bei ihm war, hat mich nicht mal alleine gelassen, immer zu an mich geklammert ( so ist er wenn er wirklich krank ist )und ich hätte mir gar nicht anders vorgestellt. Die Kinder brauchen doch so viel aufmerksamkeit wenn sie krank sind und das noch als Baby.....
Ich denk die ganze Zeit an das Baby und denk nur, warum hat er das nur verdient. Mein Vater hat mich besucht und er der so ruhig ist, hat bös den Kopf geschüttelt. Wie kann man so eine Mutter sein???
Sorry wollt nur mal ausheulen
Gruß
Kitty

Beitrag von tay71 28.02.06 - 07:10 Uhr

guten morgen Kitty #tasse,

ich war vor einem Jahr mit meiner Maus im Krhs. und habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Beide Kinder lagen wegen Brech-Druchfall mit Austrocknung.

das Kind war 9 Monate und lag die ganze Zeit nur im Bett. wenn sie unruhig wurde, wurde ihr ein Tuch über den Kopf gelegt, damit sie einschläft und ruhig ist. wenn sie geweint hat, hat ihre Mutter nur rumgejammert, was sie denn machen könne und sie könne es doch nicht immer auf dem Arm nehmen. Sie müsse sich doch selber helfen und alleine einschlafen usw.

sie jammerte immer *Ach, Schätzchen, werd´doch wieder gesund* aber mal ihr Kind auf dem Arm nehmen oder sich beschäftigen, war nicht drin.
Meine Tochter war damals 14 Monate und ich musste den ganzen Tag gucken, dass sie nicht zu laut spielt, weil ja das arme Schätzchen immer schlafen sollte.

Am einlieferungstag hab ich sie nur auf dem Arm gehalten, weil es ihr so schlecht ging. aber es gibt leider auch solche Mütter, die sowas nicht einsehen.

hat auch wirklich nichts mit dem Alter zu tun. Diese Mutter war 40.
LG
Tanja mit Jasmina (26 Monate)

Beitrag von wirbel77 28.02.06 - 07:50 Uhr

Hallo,

Deinen Unmut kann ich druchaus verstehen. Doch Deine Überschrift finde ich etwas gewagt bzw. recht niveaulos.

Grüsse
Eva

Beitrag von kitty_cat 28.02.06 - 23:33 Uhr

Hallo Eva
Ich weiß es ist wirklich unpassend. Nur mußt Du bedenken, mich bringt nicht vieles aus der Fassung, aber noch nach einem Monat steht mir immer nocht in meinem Gedächtnis fest. Ich kann das nicht los werden. Alle die mich besucht haben waren fassungslos. Vor allem wenn ich ein weinendes Kind im Zimmer habe und die Mutti knutscht draußen mit ihrem Mann rum bei einer eine Std raucherpause. War grad entlassen als ich sie dort gesehen habe. Mir tat das so weh. Ich hab keine andere Worte. Tschuldigung.
Marina

Beitrag von cocoskatze 28.02.06 - 08:05 Uhr

Hallo!

Ja, es mag erschreckend auf dich gewirkt haben, dennoch solltest du die Frau nicht verurteilen.

Sie war wohl mit der gesamten Situation vollkommen überfordert!

Und zum ständig anwesend sein, bei einem Baby, kann ich dir nur folgendes sagen:

Meine Tochter war im Alter von 7 Wochen, 10 Tage lang im Krankenhaus, weil sie eine Sepsis hatte.

Mein Mann hatte in dieser Zeit eine Woche lang Nachtschicht, und wir hatten noch ein 4-jähriges Kind zu Hause..................wie hätte ich die Nächte in der Klinik verbringen sollen???

Es ist einfach, vorschnell zu urteilen, aber nicht immer klappt alles "nach Plan".

Simone

Beitrag von kitty_cat 28.02.06 - 23:29 Uhr

Hallo Simone
Ich hab nicht vorzeitig verurteilt. Es ist natürlich mehr passiert als ich geschrieben habe, dafür bräuchte ich jedoch paar Std. Die Mutter ist Arbeitslos und der Mann der suppi mit dem Kind umging war ganztags arbeitstätig. Ich habe sie vorher gefragt warum sie nicht bleibe, sie meinte nur das KH kümmert sich supper um das Kind und sie kann das gar nicht ansehen wie ihr Kind da lag. Das problem ist, sie hatte ständig besuch von ihren Freunden und diese waren ganz schon laut, dafür hatte sie ja Zeit. Mein Kind hat am einem Tag nur 7 Std geschlaffen, da die Weiber nur beim Lachen waren. Aber ich sag Dir nur eins nicht ein mal hatte sie das Kind auf den Arm, nicht ein mal redete sie auf das Kind ein. Das tat mir so weh wie das Kind geschrien hat und mein Sohn 24 Monate mußte auch mitweinen denn er kann es nicht ertragen wenn jemand weint.
Gruß
Kitty

Beitrag von cocoskatze 02.03.06 - 08:23 Uhr

Weißt du, bei uns war es damals so, daß mein Mann kein einziges Mal ins Krankenhaus kam, weil er es einfach nicht ertragen konnte, unsere Süße dort liegen zu sehen, verkabelt und mit Zugang in der Kopfvene.

Es hat ihm fast das Herz gebrochen, obwohl er sonst nicht so zart besaitet ist.

Er konnte es einfach nicht, und ich habe vollstes Verständnis dafür, daß jemand zugibt, mit einer solchen Situation überfordert zu sein.

Für mich war es Streß pur, denn ich mußte morgens um 7.30 h den Großen in die KiTa schaffen, um meine Tochter um 8.00 füttern zu können.

Ich war den ganzen Tag im KH, bis auf die Zeiten, indenen der Große weggebracht oder abgeholt und versorgt werden musste.

Es durfte niemand anders als die Eltern auf die Intensiv-Station, folglich hatte ich niemanden, der mich mal "ablösen" konnte.

Und da ich auch nicht von Luft existieren kann, konnte ich nicht ständig bei meinem Kind am Bett sitzen, was sich bei einem Säugling im Grunde auch erledigt, denn in dem jungen Alter schlief mein Kind ja die meiste Zeit.

Und bei allem Verständnis für die Aufopferung mancher Menchen hier, es ist mir nicht möglich, 12 Stunden auf einem unbequemen Stuhl zu hocken, und einem schlafenden Kind zuzusehen ;-)

Simone
(die bereits nach 3 Tagen Krankenhaus nur noch fertig mit den Nerven war!)

Beitrag von etti68 28.02.06 - 08:41 Uhr

Egal welchen Stress ich zuhause habe, wenn mein Kind krank ist, ist das Priorität Eins. Und wenn ich nicht mal in der Lage bin, während der Zeit im Krankenhaus mich richtig, um so ein kleines Würmchen zu kümmern und ihm Geborgenheit zu geben, dann sehe ich schon eine Vernachlässigung.

Ich verstehe nicht, wie man dieses Verhalten, aus welchen Gründen auch immer, in Schutz nehmen kann, vielleicht ist der Ausdruch scheiß Mutter zu krass. Wenn ich die Geschichte so erlebt hätte, würde ich auch zu krassen Ausdrücken neigen.

Mann sollte daran denken, wieviel Kinder vernächlässigt werden. Kinder brauchen Liebe und Geborgenheit, und wer das nicht geben kann, sollte auf Kinder verzichten.

Martina

Beitrag von 7of10 28.02.06 - 08:47 Uhr

Hallo,

oh man, das kommt mir so bekannt vor.... als meine Kleine geboren ist, lag bei mir im Zimmer so eine von der gleichen Sorte, die fast den ganzen Tag unterwegs war (rauchen, essen gehen mit Mann und Kindern etc). Das Kind hat so geweint und ich habe dann dagesessen mit 2 Babys im Arm, meinem und ihrem.Alles reden hat nicht geholfen. Hat ihre Kleine mal geweint, kamen so Sprüche "das kannste gleich vergessen, dass ich Dich jetzt rumschleppe, dass Du es nur weisst" usw..... :-( hat mich das mitgenommen!!!! könnte noch 20 Episoden von dem Weib erzählen.
Nee, was gibt es herzlose Menschen und was können einem die kleinen Menschlein, die sowas als Mama haben, leid tun :-(

So. Nun ruft aber mein eigenes kleines Menschlein nach mir ;-)

LG
Katja und Alina (*15.03.05)

Beitrag von kabama44 28.02.06 - 09:53 Uhr

Hallo Ihr alle zusammen ,

habe recht aufmerksam die Beiträge gelesen .

Meine Meinung dazu ist folgende :
Wer ein Kind ungewollt bekommt , kann dann sicherlich nicht das gleiche empfinden , wie eine geplante Schwangerschaft . Sicher das ist kein Argument . Auch gibt es Frauen , die einfach nicht so lieben können , wie wir alle anderen . Diese haben sicher keine Liebe in ihrer Kindheit empfangen und woher sollen sie dann wissen wie es ist . Natürlich könnte ich auch auf die Palme gehen , wenn ich so ein liebloses Verhalten mitbekomme , aber auf der anderen Seite , verstehe ich es auch . Ich bin dann eher der Typ , der mit so einer Mutter redet , ohne Emotionen , meistens erfährt man Dinge , da schüttelt man den Kopf .
Also nicht gleich verurteilen , redet mit den Frauen , die es nicht so gut können wie wir .

lieben Gruß , und bleibt so gute Mütter , und mischt euch ein .
Kabama44

Beitrag von kitty_cat 28.02.06 - 23:37 Uhr

Hallo Katja
Wie hast Du so was verarbeitet. Ich kanns immer noch nicht. Bin eigentlich nicht so ein Jammerlappen. Es ist so vieles passiert und mich kriegt noch ein Zittern. Nicht nur daß mein Kind Fieberkrampf hatte und das Fieber nicht runter ging aber dann mußt Du noch mit so was fertig werden.
Weiß nicht. Ich kanns einfach nicht verstehen
Gruß
Kitty

Beitrag von zoltan76 28.02.06 - 11:31 Uhr

Tja, zu der Sorte der "scheiß" Mütter gehöre ich dann wohl auch.

Mein Sohn ist chronisch krank und war das erste Mal mit 4 Monaten im Krankenhaus.
Letztes Jahr (Winter 2004/2005) war er dreimal im Krankenhaus und einmal im Sommer. Jeweils 7 bis 10 Tage.

Zu der Zeit bin ich noch voll arbeiten gegangen und hatte noch keinen Urlaubsanspruch. Meine Tochter ging bis 16.30 Uhr in die Kita, danach habe ich sie von der Arbeit aus abgeholt, zu Bekannten oder meinem Männe auf Arbeit (!) gebracht, bin dann für 2 Stunden zu meinem Sohn ins KKH und MUSSTE dann wieder nach Hause, weil ich mich um meine "Große" ja auch noch kümmern musste.

Warum?

Ganz einfach, mein Männe (ist nicht der leibliche Vater) geht 12-16 Stunden täglich arbeiten und hat danach einfach nicht mehr den Elan, noch großartig essen zu kochen, die Kleine zu baden usw usf.
Meine Familie lebt 500 km entfernt. Da konnte ich sie also auch nicht hinbringen.
Und bei ihrem leiblichen (Über-)Vater brauche ich in solchen Situationen garnicht fragen. Zumal er auch 250 km entfernt wohnt.

So, und deshalb bin ich jetzt eine schlechte Mutter? Nur weil ich mich leider nicht so vierteilen kann, wie ich es manchmal möchte? Na herzlichen Dank!

Im übrigen bin ich auch ein Mensch, der mit (aufgrund schlechter Erfahrung) sehr,, sehr schlecht mit Krankenhäusern umgehen kann. Ich reisse mich zwar meinen Kindern zu liebe zusammen, bin aber auch froh, wenn ich wieder raus bin. (Im Gegensatz zu meinem Sohn dem die Kinderstation absolut klasse gefällt #kratz )

Ich muss Cocoskatze rechtgeben. Es klappt eben nicht immer alles nach Plan und daran sollten manche Leute vielleicht auch mal denken.

Was mir noch so auffällt, Du "hackst" hier so schön auf der Frau rum, aber wo war denn der Vater des Mäuschens?
Toll, er hat gesagt, sie solle dableiben und das war`s. Damit hat er seine Pflicht und Schuldigkeit getan oder was?
Er sollte die Mutti jawohl am Besten kennen und hätte ja dann auch sagen können, dass er im KKH bleibt .-p
Aber wenn Männer sich "drücken" ist das ja OK...

@ etti68
>>Egal welchen Stress ich zuhause habe, wenn mein Kind krank ist, ist das Priorität Eins. Und wenn ich nicht mal in der Lage bin, während der Zeit im Krankenhaus mich richtig, um so ein kleines Würmchen zu kümmern und ihm Geborgenheit zu geben, dann sehe ich schon eine Vernachlässigung.<<

Wenn ich das richtig interpretiere, habe ich also meinen Sohn (grob vielleicht sogar?!?) vernachlässigt, weil ich nicht immer da war. Richtig?
Hätte ich aber nicht meine Tochter genauso vernachlässigt, wenn ich sie (4 Jahre) "alleine" zu Hause gelassen hätte?

>>Kinder brauchen Liebe und Geborgenheit, und wer das nicht geben kann, sollte auf Kinder verzichten.<<

Glaub mir, liebe Martina, nur weil ich nicht ständig bei meinem Sohn war, liebe ich ihn mit Sicherheit nicht weniger!!!

Natürlich kommt es immer auf die Situation an und manche Frauen sind wirklich überfordert oder auch einfach zu Faul, aber es wäre schön, wenn deshalb nicht alles sofort über einen Kamm geschert wird und vielleicht auch mal (evtl. bei der betreffenden Person selbst?!?) hinterfragt wird, WARUM das so ist.

Liebe Grüße

Angy

Beitrag von petraschua 28.02.06 - 15:21 Uhr

Hallo Angy!

mag ja sein dass nicht alle Mütter es schaffen, aus welchen Gründen auch immer, bei ihren Kindern im KH zu bleiben, wenn man dann aber dort ist sollte das Kind doch an erster Stelle stehen, oder nicht? Oder ist Dir dann Rauchen und Essen auch wichtiger als Dein Kind zu trösten? Nein, oder?
Und darum ging es im Beitrag eben, um nix anderes.

Das Baby meiner Freundin war auch 5 Tage im KH und sie ist bei ihr geblieben. Sie muss zwar nicht arbeiten, hat aber noch 2 andere Kinder von 2 und 4 Jahren. Abends war der Papa zuhause und tagsüber waren sie im KG oder bei mir.

Wenn meine Kinder krank sind mache ich auch alles menschenmögliche um sie gesund zu pflegen. Alles was in meiner Macht steht. Und wenn Du arbeiten musst und aus diesem Grund nicht bei Deinem Kind sein kannst steht das auf einem anderen Blatt. Wenn es Dir aber doch möglich ist kümmerst Du Dich in dieser Zeit dann nicht intensiv?
Und nur wenn Du diese letzte Frage mit nein beantworten musst bist du auch in meinen Augen eine schlechte Mutter,sonst nicht!

Ich hab da leider auch kein Verständnis und solche Kinder tun mir leid. Wenn eine Mutter da schon überfordert ist wie siehst denn da in Extremsituationen aus?

Gruss!
Petra

Beitrag von zoltan76 28.02.06 - 16:35 Uhr

Hallo Petra!

Natürlich tue ich auch alles in meiner Macht stehende um meine Kinder zu pflegen.
Allerdings habe ich selber auch ab und zu psychische "Probleme" und KANN mich dann nicht so um meine Kinder kümmern, wie ich es will. Es fehlt ihnen dann natürlich an nichts "elementarem", aber trotzdem bin ich dann oft in Situationen überfordert, die eigentlich nichts schlimmes an sich haben. Anders sieht es in Extremsituationen aus. Da bin ich grundsätzlich, egal wie es mir geht, die Ruhe selbst und die Aufregung kommt erst hinterher.

Was ich aber eigentlich mit dem vorigen Posting sagen wollte, ist das was Tina vorhin geschrieben hat:

>>Allerdings kann man auch nicht sagen, wieso sie sich so verhält (Überforderung / Stress / psychische Probleme/ kein Bock?). Manchmal brauchen solche Mütter oft selber Hilfe, warum auch immer. <<

Und das ist der Punkt. Warum kann man solche Mütter nicht einfach ansprechen und evtl Hilfe anbieten (die muss ja nicht immer wer weiss wie aufopfernd sein, sondern z.B. einfach mal den Tipp geben, sich mit dem Kinderarzt, Jugendamt oder sonstwas zu unterhalten...), statt das Ganze einen Monat in sich "rein zu fressen" um sich dann im Forum auszuheulen, wo doch keiner weiss, warum die Mutter so gehandelt hat.

So, nu muss ich wieder zurück zu meinen Geistern, bevor die ganze Küche angemalt ist ;-)

Liebe Grüße

Angy

Beitrag von petraschua 28.02.06 - 21:46 Uhr

Hallo Angy!

Ja, Du hast vollkommen recht mit dem was Du schreibst. Auch meine Freundin ist stark depressiv und manchmal durch ihre Krankheit stark überfordert aber die Kinder versucht sie als letztes darunter leiden zu lassen was aber manchmal auch nicht ausbleibt. Sie ist eine gute Mutter in meinen Augen und muss sich manches mal ganz schön zusammen reißen.
Ihr wäre aber nie eine Zigarette oder ein Essen wichtiger als ihr Kind und das ist der springende Punkt. Wenn sie jetzt sagen würde: ich schaffe dieses oder jenes nicht so im Moment wäre es in Ordnung. Ich denke nicht dass ein Baby unbedingt Schaden nimmt wenn die Mama mal nicht da ist aber wenn sie da ist sollte sie sich auch Mühe geben.
Ich hoffe du verstehst was ich meine! Ich denke aber schon. Ich kanns im Moment nicht so ausdrücken wie ich es fühle, sorry!

ich bin halt ein echtes Hasenherzchen was Kinder betrifft und traurige kleine Gesichtchen machen mich einfach verrückt. Wir sind gerade in der Wartezeit für ein Pflegekind und ich bekomme durch andere Pflegeeltern viele schlimme Sachen von richtig armen Menschlein mit und wahrscheinlich bin ich deshalb ein wenig empfindlicher.
Schönen Abend noch!
Petra

Beitrag von zoltan76 28.02.06 - 22:37 Uhr

Hallo Petra!

Natürlich, ich verstehe genau was Du meinst! Mir geht es auch oft so, dass ich einen Gedanken klar im Kopf habe, aber die Worte die ich schreibe einfach nur ein Wirrwarr sind ;-)

Mir wäre eine Zigarette oder so auch nie wichtiger als meine Kinder. Aber man kann den Leuten eben nur vor den Kopf gucken und nicht hinein.
Deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass es vielleicht effektiver gewesen wäre, wenn die Ursprungsposterin, die Mutti (oder eben die Scheiß Mutter) direkt angesprochen hätte, statt jetzt hier ein Posting zu eröffnen.
Weder der Frau und am allerwenigsten dem Kind, sind jetzt und hier noch zu helfen.
Natürlich wäre es schön, wenn dieser Thread vielleicht dazu führt, das der ein oder andere vielleicht auch mal hinterfragt, WARUM eine Situation so ist, wie sie ist.

Ich drücke Dir (Euch) ganz doll die Daumen, dass das mit Eure, Pflegekind ganz bald klappt, damit ein kleines Kinderherzchen wieder aufblühen kann!

Liebe Grüße

Angy

Beitrag von hen71 28.02.06 - 19:51 Uhr

Hallo Angy,

danke für Deinen Beitrag.
Wir (dh wir Frauen, Mütter!) sollten wirklich nicht alles über einen Kamm scheren.
Wir würden unser aller Leben etwas erleichtern und eine Menge Schuld- oder Überheblichkeitsgefühle etc. in den Gulli jagen, wenn wir nicht ständig gegenseitig nach der "schlechtesten" oder "besten" Mutter suchen würden.

Wer hält eigentlich diesen ständigen Wettbewerb am Leben? In wessen Interesse ist das denn?
Mehr machen als unsre eigenen Kinder liebevoll erziehen- so gut wir das können - und bei (in jeder Frau anderem Blick) himmelschreiendem Unrecht eingreifen - diesen Mut brauchen wir auch- können wir nicht.

Liebe Grüße,
Caroline

Beitrag von etti68 28.02.06 - 20:25 Uhr

Liebe Angy,

wer richtig lesen kann ist klar in Vorteil. Es geht nicht, um die Zeit die man mit den Kind verbringt, sondern um die Zuneigung, die man dem Kind gibt. Tut mir leid, das Leben ist nicht immer einfach, deswegen kann ich kein Kind so achtlos behandeln. Man kann und muß einem Kind auch Zuneigung und Geborgenheit geben, wenn man arbeitet, Millionen andere Frauen machen das auch. Wie gesagt es zählt nicht die Quantität sondern die Qualität.

Ich bin immer noch der Meinung, Mutter (und natürlich auch Väter) sollten in der Lage sein, gerade ihren Kinder in diesen Situationen ihre ganze Liebe zu zeigen, gerade wenn sie nur 2 Stunden am Tag Zeit haben.
Deswegen ist diese Mutter so wie sie hier geschildert wurde für mich eine Scheiß-Mutter.

Und bitte erwarte hier kein Mitleid für dich, dein Betrag war doch sehr melodramatisch und Ich-bezogen. Zumal ich dich nie angegriffen habe.

Beitrag von zoltan76 28.02.06 - 21:03 Uhr

1.) Habe ich nie irgendwo behauptet, dass Du MICH angegriffen hast.

2.) War der Beitrag weder melodramatisch noch Ich-bezogen, sondern einzig und allein dazu gedacht, Dir (und anderen) vielleicht auch mal eine andere Sichtweise aufzuzeigen.

3.) Habe ich nicht gesagt, dass ich das Verhalten von der Mutter in Ordnung fand, sondern nur, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass Du hier "rumheulst", statt ihr -und wenn es nur mit ein paar Worten ist- ein wenig Hilfe zu geben.
Auch ein verbaler Tritt in den Allerwertesten kann Hilfe sein!!!

Beitrag von zoltan76 28.02.06 - 21:05 Uhr

>>dass Du hier "rumheulst", statt ihr -und wenn es nur mit ein paar Worten ist<<

Entschuldige, meinte natürlich nicht Dich, sondern Kitty damit!

Beitrag von kitty_cat 01.03.06 - 00:07 Uhr

Hallo Zoltan
Natürlich habe ich versucht ihr so viel wie möglich zu helfen. Ich habe sie essen lassen und das Kind selber gefüttert. Als sie ständig rauchen war, war ich die jenige die das Kind getröstet hat. Ich habe auch mit ihr geredet und nach ihrem Leben erkundigt, habe auch versucht ihr Tips zu geben, ganz vorsichtig. Deshalb habe ich auch geschrieben, daß sie eine junge Mutter ist und recht unerfahren. Aber irgend wie hatte sie das alles nicht interessiert. Je mehr ich um ihr Kind gekümmert habe in der Zeit als mein Sohn entweder beschäftigt war mit Fernseher oder geschlaffen oder der Papa und Großeltern ihn besuchten, desto mehr war das für sie selbstverständlich daß ich die Nanny bin. Glaube mir ich habe sie nicht vorzeitig verurteilt. Umso mehr verurteilst Du ein wenig mich. Ich heule nicht rum, mich nimmt das mit, vor allem da ich bereits mein erstes Kind verloren habe als er genau so alt war wie das Baby im KH. Was glaubst Du was für eine Bedeutung gibt es mir meinen Sohn auf der Welt zu haben und was es mir antut wenn ich so was sehe. Das kannst Du nicht verstehen.
Kitty - Marina

Beitrag von kitty_cat 28.02.06 - 23:52 Uhr

Hallo Angy
Ich verurteile Deine Situation überhaupt nicht. Ich denke wenn ich Arbeiten würde dann würde ich warscheinlich auch nicht die ganze Zeit haben, da bleiben können. Da sagt man ja nicht.
Ich habe die Frau kennengelert und bildete mir dann mein Urteil. Die Frau ist Arbeitslos hat auch nie gearbeitet, ihr Mann arbeitet Vollzeit und war nach der Arbeit da und hat das Kind dann rumgetragen und gekuschelt, hat ihn gefüttert und das Kind auch gewickelt. Die Frau stand nur daneben.
Anscheinend hast Du nicht sorfältig mein Beitrag gelesen. Es ist nicht nur der Fakt daß sie nicht da geblieben ist, daß mich so wütend macht, sondern wie sie mit dem Kind umgegangen ist.
Anderer Beispiel: Sie nahm ein Tuch und legte auf die Seite vom Kopf und legte die Flasche so hin. Die Flasche fiel um als das Kind das Kopf bewegte. Sie schimpfte los. "Ach mensch kannst Du nicht mal still halten und trinken jetzt ist alles naß?" Darauf hin legte sie die Flasche zurück und setzte sich zurück und schaute MTV. Da das Kind bronchitis hat, mußte er so husten. Darauf hin meinte sie nur "Ach es ist ok er hat sich nur verschluckt" Sek. später hat sich das Kind übergeben.
Kannst Du wirklich Dich mit der Frau vergleichen? Ich kann viele Geschichten erzählen aber meine Finger werden nur taub#kratz
Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, daß man sein Kind nicht ein mal halten kann? Bist Du denn so? Glaube ich nicht.
Gruß
Marina

Beitrag von lastpegasus 28.02.06 - 11:58 Uhr

Moin Kitty,

das ist echt schlimm, was du mitbekommen hast. Sowas finde ich einfach nur grausam!

Natürlich darf man nicht alle Mütter oder Väter, die ihre Kinder alleine im KH lassen, über einen Kamm scheren. Manchmal klappt es vielleicht wirklich nicht so wie man eigentlich will.

Aber in diesem speziellen Fall denke ich, dass die Mutter ziemlich egoistisch war!

>>> Die Mutter war ganz aufgebracht und meinte sie will heim und möchte nicht dort bleiben, weil sie das so belastet. <<<

Das sagt doch alles. Sie sagt nicht, sie KANN nicht wg. Arbeit oder weil vielleicht noch ein zweites Kind zuhause auf sie wartet und sie braucht, sie sagt sie WILL nicht. Das ist ein sehr großer Unterschied!
Und auch wenn ich schlimme Erfahrungen mit einem KH gemacht hätte ... wenn ich die Zeit habe dann bleibe ich bei meinem Kind im KH und kümmere mich um mein Kind! Denn egal wie schlimm die eigenen Erfahrungen gewesen sein mögen, mein Kind braucht mich dann wenn es im KH liegt, vor allem wenn es noch so klein ist! Da hat man dann seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zurückzustellen und dem Kind die Angst zu nehmen! :-[
Das hat sie nicht gemacht. Von daher finde ich den Ausdruck "Scheiß Mutter" gar nicht mal so abwegig, vielleicht etwas krass ausgedrückt, aber ich glaube ich hätte ihr noch schlimmer die Meinung gegeigt, wenn ich das mitbekommen hätte. Sie ist einfach nur unreif!
Und das Kind kann einem leid tun. #schmoll
Mal ehrlich ... sie will es doch noch nicht mal füttern! #schock Und dann noch rauchen, rauchen, rauchen ... was zum Teufel ist denn bitte schön wichtiger? Dem Kind die Angst nehmen und zeigen, dass die Mama da ist und auf es aufpasst damit es sich sicher fühlt oder rauchen?
Ich denke die Antwort liegt klar auf der Hand! Bei sowas geht das Kind eindeutig vor! #baby
Denn wer poppen kann, der sollte auch die Verantwortung für sein Kind übernehmen können, auch oder gerade wenn es im KH liegt (wenn man die Zeit dafür hat)!! :-[

VG,

Alraune mit Jason (*22.09.2003)

Beitrag von wakatobi 28.02.06 - 13:16 Uhr

Hallo Kitty!

Ich finde das Verhalten der Mutter auch sehr unverständlich. Ich war selber im Krankenhaus als mein Kleiner 4 Monate alt war und ich hätte mein Kind damals nie und nimmer alleine lassen können.
Allerdings kann man auch nicht sagen, wieso sie sich so verhält (Überforderung / Stress / psychische Probleme/ kein Bock?). Manchmal brauchen solche Mütter oft selber Hilfe, warum auch immer.

Gruß, Tina