Ist das Schlafenlernen immer mit Kampf, Druck und Tränen verbunden??? Bitte um Erfahrungen und Tips

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Beitrag von juju79 28.02.06 - 09:58 Uhr

Guten Morgen Zusammen:-D,

nun muss ich euch doch mal um Hilfe bitten und unsere Schlafprobleme schildern.

Mein Sohn ist nun bald 8 Monate alt und an das Durchschlafen ist in keinster Weise dran zu denken.#heul

Meist kommt er um 20.30 ins Bett und ist auch wirklich Hundemüde. Kuschelt mit uns im Ehebett und schläft das relativ schnell ein.#freu
Dann tragen wir ihn in sein Bett, welches auch im Schlafzimmer ist.
Leider hat er ungeheure Probleme in den Tiefschlaf zu finden.
Meist wacht er ne halbe Stunde später wieder auf und will die Brust, danach schläft er gleich wieder und die nächste 1-2 Stunden kann es sein dass er alle 10-20 min kommt um den Schnuller wieder haben zu wollen.

Meist kommt er in der Nacht dann noch ca.alle 2 Stunden um entweder gut oder wenig an der Brust zu trinken oder er will in unser Bett oder der Schnuller fehlt.

Nun höre ich überall, dass es bei ihm wohl Gewohnheit in diesem Alter sein muss und ich dagegen etwas unternehmen muss.
Ich sehe deshalb Behandlungsbedarf, da Elias schon 2 Stunden nach dem Aufstehen wieder Müde zu sein scheint
Tägsüber schafft er es nicht länger wie eine halbe Stunde am Stück
Meist sind es über den Tag verteil 1,5 Stunden.
Morgens um 8-8.30 ist für ihn dann die Nacht zu Ende

Nun habe ich es Nachts dann auch mit Wasser versucht und das Geschrei war groß. Er schreit so bitterlich bis er die Brust bekommt.

Da Ferber für mich nicht in Frage kommt, stellt sich die Frage was tun?!?
Darauf Vertrauen, dass es sich bald gibt??
(Wollte eigentlich, wenn er 1 Jahr alt ist auch abgestillt haben)

Oder ist es wirklich so, dass ich ihm dann die Brust nicht geben sollte und ihn tagen sollte bis er dann vor Erschöpfung und Weinen einschläft???

Das erste Mal will er die Brust halt schon 1 Stunden nach seinem Brei und saugt mich auch leer
Muss aber dazu sagen, dass er nicht mal die halbe Menge ist ( 100 ml Milch mit 9 g Hirse angerührt isst er nicht leer)

Wie geht es nun weiter mit dem Schlafen??

Danke fürs zulesen und eure Tips

Liebe Grüße, Julia und Elias (0907.05)

Beitrag von magdalena70 28.02.06 - 10:09 Uhr

Hallo Julia,
würde zusehen, daß er tagsüber genügend ißt bzw. trinkt (auch an der Brust).
Das häufige Trinken an der Brust, so wenige Schlucke... das kenne ich auch von meiner ersten Tochter. Die Ferber-Methode ist natürlich nicht immer die passende Methode, aber Du könntest ja abgemildert vorgehen. Nur würde ich wirklich nachts nur stillen, wenn es wirklich Hunger oder Durst ist. Bei Deinem Sohn scheint das aber mehr Gewohnheit zu sein, so wie Du das schreibst (und wie ich das ja auch selbst erlebt habe). Als Alternative könntest Du immer wieder beruhigend mit ihm reden, streicheln, da sein...evtl. auch rumtragen. Aber in dem Fall nicht stillen. Zunächst wird er sicher lautstark protestieren, wird mit der Zeit aber verstehen, daß nachts nun mal gerade nicht nuckeln angesagt ist. Wichtig ist, daß er mit diesem "Frust" (für ihn ist es das erstmal ja) nicht alleine ist. Ein Kind in dem Alter kann das lernen, auch Dein Sohn. Viel Glück dabei und bald gute Nächte
Claudia

Beitrag von felix_bobbel 28.02.06 - 10:10 Uhr

hay julia, erstmal n festes druckerle von mir...
uns gehts auch so leon hat allerding gerdae auch einen pseudogrupp da schläft er wenn re schläft doch endl mal 2-3 stuinden...
also leon 6 1/2 mo hat den ganzen febr nachts alle 1- manchmal sogar 3/4 stunden BUSEN verlangt manchmal wollte er wirklich richtig deftig trinekn hat er dann auch und manchmal blos kurz in mund und fertig schnuller nimmt ernicht kindr können nicht anders als jammern und weinen wenn was fehlt ich halte uch nix von der methode es gibt nehml baby und knder die dinge anders verarbeiten. manchmal haben sie albträume woher weis ich dnen wenns baby schreit ob es nicht doch ein traum ist und ich in nur aus der situtaion aushelfen soll? dann schreien lassen das ist n albtraum für mich also auch wir erwachsenen haben doch unterchiedl schafphasen rituale bedürfnisse lieber gebe ich busen und in w2-10 min ist der schlaf wieder da für den kleinen natürlich. für mich leide rnciht da ich oft einschlafproblem habe... aber langsm vertraue ch daruf das es irgendwnn besser wird leon brauch hakt nachts irgendetwas worn er sich halten kann stell dir vor ein kleines baby schreit nach MAMA und sie kommt nicht- der fühlt sich wie ertrinken alleine im OZEAN also höre auf dein herz und nicht auf den egosimus unseres schlafbedürfnisses manchmal würd eich auch am liebsten ihn schrieebn lassen und den raum verlassen aber das weinen ist so erbärmlich und ich halte durch denn es ist schööööön morgens aufzuwachen und der kleine greift rüber zu mir und will mch knuddeln...

alles gute bitte schreibfehler nicht beachten ich schreibe recht schnell und leon hängt an mir 11000 druckerle und tu deinem kind nicht so eine#heul foltermethode #schockan...

Beitrag von felix_bobbel 28.02.06 - 10:12 Uhr

nochmal was LEON hat übrigens in dennen 4 wochen jetzt n mächtigen #freuschub gemacht er hat 2 zähne #hicksinnerhal einer woche bekommen und hat das krabbelngelernt da siond mir solche nächte schon mächtig erklärlich

und jetzt hat er eben noch diesen pseudokrupp #schockauszubadenn....
machnaml kann auch eine ernärhungsumstellung die schlafgewohnheiten v#blaerändern weil sich eben auch die verdauung ändert---

Beitrag von vonni1974 28.02.06 - 11:07 Uhr

Das Problem kenne ich nur zu gut. Alles fing an als meine Kleine 6 Mon. alt wurde. Erst ca. 3 mal in der Nacht, das steigerte sich dann bis zu 15 mal in der Nacht als sie 1 Jahr alt wurde.

Wir haben lt. Kinderarzt eigentlich selbst Schuld daran gehabt, was sich später auch wirklich bestätigte. Wir haben es eigentlich zu gut mit ihr gemeint.

Als meine Kleine 1 Jahr alt wurde habe ich zu meinem Kinderarzt das es nicht mehr normal sein kann das mein Kind bis zu 15 mal in der Nacht wach wird. Ich möchte sie gerne mal durchchecken lassen. Die Ärztin wollte wissen wie unser Abendritual aussieht.

Wir haben ihr erklärt das unser Kind immer ganz lieb in unserem Arm oder in unserem Bett einschläft und wir sie dann vorsichtig in ihr eigenes Bett bringen. Sie ist noch nie alleine in ihrem Bett eingeschlafen. Die Ärztin lachte und sagte wir brauchen unser Kind nicht durchchecken lassen, sondern sie muß einfach nur lernen alleine in ihrem Bett einzuschlafen, dann legt sich das Problem von ganz allein. Sie sagte auch das unser Problem genau zu dem Zeitpunkt angefangen hat, wo die Kleinen Nachts anfangen ihre Umgebung zu erkunden.

Wir waren die größte Feinde vom schreien lassen, das kannst Du mir glauben, aber wir waren nach 6 Monten keine Menschen mehr.
OK wir haben es versucht, aber erst nachdem sie um 22:00 Uhr nicht auf unserem Arm eingeschlafen war. Wir haben sie ins Bett gelegt. 7 Min hat sie geschimpft, aber nicht wirklich geschrien, dann hat sie tief und fest geschlafen, durch bis früh um acht, wir konnten es nicht glauben. Nächsten Abend haben wir sie um 19:30 Uhr ins Bett gelegt. Wieder 7 Min dann war Ruhr und wieder DURCH geschlafen bis um acht. Wir könnten selbst gar kein Auge zu machen weil wir immer dachten das kann dich nicht sein und sind städig nachsehen gegangen. Nächsten Abend hat sie nur noch 20 Sek geweint, dann war Ruhe und durchgeschlafen. Jetzt geht sie Abends ohne Probleme in ihr Bett und schläft echt durch.
Die Ärztin sagte, wir hätten auch ein Schock für die ganze Nacht wenn wir auf der Wohnzimmerchouch einschlafen und im Schlafzimmerbett aufwachen würden.
Wir würden der Kleinen damit keinen gefallen tun wenn sie immer auf unserem Arm oder in unserem Bett einschlafen würde.

Beitrag von hen71 28.02.06 - 12:59 Uhr

Hallo,

ich wollte Dir nur mal für Deinen Erfahrungsbericht danken. Ich freu mich über jeden Bericht, der nicht der z.Zt. herrschenden Ideologie entspricht und letztlich mindestens so zum Wohl des Kindes ausfällt- und nebenbei zu dem nicht zu vernachlässigenden Wohl der Eltern!- wie die Aspekte der gerade propagierten (in den Medien, von vielen sogenannten "Experten", oft auch in diesem Forum usw.) Ideologie als da wären:
-Stillen ist IMMER das beste, für Baby und Mutter
-ein Baby gehört ausschließlich zur Mutter, wehe, die erlaubt sich, den Bezugskreis zu erweitern
-Babys sollten am besten im Ehebett schlafen
-Babys nichts "beibringen", das ist doch noch viel zu früh, das lernt alles schon von selbst
-Babys auf keinen Fall schreien lassen

usw. usw. Der geschriebene und ungeschriebene Katalog ist lang und dick und macht uns das Leben weder leichter, noch das unsrer Kinder erfüllter.

Was Du beschrieben hast, die schmerzliche Einsicht ("wir waren ja keine Menschen mehr"), aber von einer aussenstehenden Person, Eurer Ärztin, mit Erfahrung und Wissen zum Glück überzeugend vermittelt, ist ja nichts anders als- im Gegensatz zu vielen anderen Mythen und Moden, die gerade in Umlauf sind und uns Müttern das Leben absolut unnötig schwer machen, "Erfahrungswerte", dass:

-bereits Babys feste, zuverlässige Rhythmen in ihrem Leben brauchen, die ihnen gerade die vielbeschworene Sicherheit und Geborgenheit vermitteln- Rituale wie Einschlafgeschichten, Gebet, Singen sind unschätzbar wichtig! Möglichst jeden Abend das Gleiche- was für uns eventuell eintönig und "banal" erscheint, schätzen Kinder sehr wohl!

-einem Baby/Kind es überhaupt nicht schadet, seinen eigenen, festen Platz in seinem eigenen "Reich", dem Baby-/Kinderbett zu haben- auch Babys brauchen Grenzen und einen sicheren Bezugsort

-ein Baby braucht kräftige Eltern, die auch zu ihrem Schlaf kommen und ihre Nerven dann nach Erfordernis einsetzen- es braucht keine sich verzehrenden, Märtyrerhaften Eltern (was wären denn das auch für Vorbilder?!), die sich für ihr Kind und aus einem falsch verstandenen Helfer- und Liebesbegriff heraus aufopfern. Liebevolle Zuwendung, aber keine sich aus einem falsch verstandenen "Alles abnehmen, jeden Frust und jedes Hindernis aus dem Weg räumen" zugleich "überschüttende" Liebe, die die Babys/Kinder, falls das zu einem Dauerzustand wird, letztlich in ihrer Selbständigkeit erstickt

-viele Probleme "hausgemacht" und oft jahrelang im Umlauf sind und das alte Sprichwort leider oft stimmt: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr". Es ist mit viel mehr "Kampf, Druck und Tränen" verbunden, Kindern bestimmte Dinge wieder abzugewöhnen oder ihnen zu einem späteren Zeitpunkt etwas ganz Neues anzugewöhnen (z.B. bestimmte Umgangsformen, Respekt vor dem Eigentum andrer usw.), als wenn man damit rechtzeitig beginnt (z.B. "danke" und "bitte" sagen im Zuge des Sprechenlernens)

-Babys/Kinder sind auf Erwachsene total angewiesen- sie brauchen unsre "Lernhilfen" und "-stützen"- das ist im Sozialverhalten etwas ganz anderes als im körperlichen Bereich das "Laufenlernen", das im Gegensatz dazu wirklich "von selbst", nach einem inneren Bauplan, abläuft

-das Baby muss sich auch der Familie anpassen, nicht (nur) die Familie dem Baby- ich glaube nicht, dass früher alles schlechter war (auch nicht alles besser)- ich glaube auch nicht, dass früher, als Kinder viel mehr "nebenher" liefen, nicht so im Zentrum wissenschaftlicher Untersuchungen (und Mütter, falls etwas schief/falsch lief, gleich am Schuldpranger) und mütterlicher Nabelschau standen, alle Kinder emotional verwahrloster, unglücklicher, in ihrem Selbst unsicherer, psychopathischer usw. waren als heuzutage, wo jeder Kleinigkeit (vom richtigen Schnullertypus bis zur richtigen Nahrung) eine potentiell fatale Spätfolge untergejubelt wird.

Ich nehme mich übrigens bei keinem dieser Punkte aus- ich kenne das alles sehr gut- nur stinkt's mir gewaltig und ich möchte, so gut das geht, etwas ändern.

Vielleicht sollte ich wirklich langsam ein Buch darüber schreiben, weil mich unsre heutige Einstellung zu Kindern- die statt glücklicher, selbstbewusster usw., vor allem eher egoistischer, tyrannischer, zugleich vernachlässigter und verwöhnter, weniger sozialkompetent, weniger erzogen usw. heranwachsen- sehr, sehr beschäftigt; denn die Grundlagen dafür legen wir alle- wir alle sind Gesellschaft.

So, jetzt habe ich mich wirklich in diesem Forum unpopulär gemacht, aber "hier stehe ich und kann nicht anders", nach all dem, was ich bisher erlebt, beobachtet und gelesen habe.

Liebe Grüße, auch wenn für Dich der Beifall vielleicht aus der falschen Ecke kommt.#augen..,
von Caroline

(mit Konrad, *28.05.2003- Arthur, *08.12.2004 und "Terzinchen", 19.SSW)

Beitrag von magdalena70 28.02.06 - 19:33 Uhr

Hallo Caroline,
Deinem Beitrag stimme ich grundsätzlich zu, war ja auch ein grundsätzliches Statement von Dir ;-)
Bei meinem ersten Beitrag in dieser Diskussion hatte ich mich auch recht allgemein gehalten. Doch nun möchte ich doch etwas ausholen.
Als unsere erste Tochter ein halbes Jahr alt war, stand ich des Nachts ungefähr 15mal auf, da sie weder alleine einschlafen noch durchschlafen konnte. Klar, ja, hausgemacht. Als "gute Mutter" war ich bisher beim kleinsten Pieps Gewehr bei Fuß gestanden und bin mit ihr auf die Wohnzimmercouch (damit sie nur ja nicht bei uns im Bett schlafen sollte) zum Stillen! Als ich schließlich des Nachts Alpträume aufgrund meines Schlafmangels hatte, war ich reif für die Ferber-Methode. Nach drei fast durchgeschrieenen Nächten (natürlich sind wir in festen Zeitabständen zu ihr gegangen), hat sie endlich im eigenen Bett durchgeschlafen - allerdings mußten mein Mann und ich aus dem Schlafzimmer ausziehen, weil unsere Tochter dann beim kleinsten Geräusch wach wurde und schrie wie am Spieß. Das ging über Monate. Spätfolgen außer diesen gab es sonst keine, aber allein das war schon hart genug. Dennoch blieb ja auch keine Alternative - Märtyrer wollten wir auch nicht werden :-)
Unsere zweite Tochter schlief dann zunächst bei uns (bis drei Monate, danach gut im eigenen Bett), ich stillte sie nach Bedarf und sie schlief nach wenigen Wochen fast durch. Dann jedoch bekam sie ständig Infekte und es war damit vorbei. Sie hat fast bis zu ihrem ersten Geburtstag gebraucht, bis sie wieder durchschlafen konnte. Geschafft haben wir es, als sie endlich einmal eine längere Zeit gesund war mit einer Art "abgemilderten Art" der Ferber-Methode. (Wir haben sie nie so lange schreien lassen und länger beruhigt, das hat dann eben länger gedauert bis es wieder klappte.) Sie schlief von da an gut und hatte keine Probleme bei unseren von Schritten knarzenden Parkettböden! Ich bin bis heute davon überzeugt, daß wir etwas bei ihr kaputtgemacht hätten, wenn wir ihr "auf die harte Tour" gekommen wären. Im nachhinein stellte sich nämlich auch heraus, daß die ständigen Infekte durch eine Fehlhaltung vor und während ihrer Geburt ausgelöst waren und sie dafür auch einer längeren Behandlung bei einer Physiotherapeutin und Osteopathin bedurfte. Ich bin heilfroh, mich damals auf mein Bauchgefühl verlassen zu haben.
Nun haben wir seit neun Wochen eine dritte Tochter und diesmal bin ich einfach von Anfang an ganz gelassen davon ausgegangen, daß ein Baby alleine einschlafen schließlich schon im Bauch können mußte. Und sie hatte auch keine geburtsbedingten Fehlhaltungen und Infekte. Also habe ich nur für die passende Umgebung gesorgt, d.h. warm und eng eingepackt und mit Widerstand ums Köpfchen. Aus praktischen Gründen kam sie von Anfang an zu uns ins Bett (so kann ich im Liegen stillen und dabei weiterschlafen - sie trinkt seeeehr lange!) und sie hat gerade am Anfang die Nähe, die sie (noch) braucht. Der Erfolg ist, daß sie nun schon nachts sechs Stunden am Stück schläft, dann trinkt und danach neben mir ohne weitere Hilfe drei, vier Stunden weiterschläft. Abends schläft sie auch nicht an der Brust ein. Sie will vielmehr einfach eine frische Windel, etwas auf den Arm, bis sie ruhig atmet und dann lege ich sie hin. Meist schläft sie ohne Beschwerde ein, manchmal weint sie etwas, aber nur kurz. Manchmal schreit sie auf dem Arm und wenn ich sie dann hinlege, schläft sie sofort! Sie wollte nur endlich ihre Ruhe haben - auch vor mir ;-)
Langer Rede kurzer Sinn: Es gibt kein Patentrezept, wie es konkret aussieht, Kindern etwas zuzutrauen. Das hängt sehr von der familiären Situation, Einstellungen, Werten und den bisher gemachten Lern-Erfahrungen sowie der Konstitution des Babys bzw. Kindes ab, damit es weder unter- noch überfordert wird.
Viele Grüße
Claudia

Beitrag von hen71 28.02.06 - 20:44 Uhr

Hallo Claudia,

Du schilderst ja in Deinem Beitrag sehr schön und ausführlich, wie unterschiedlich das "Schlafenlernen" stattfinden kann- und schreibst damit auch gegen jede Kategorisierung an. (Dass übrigens kranke Kinder andere Unterstützung und Schlafhilfen seitens der Eltern brauchen, ist doch selbstverständlich, oder?).

Nichts anderes versuche ich auch: Gegen Kategorisierungen anzuschreiben- und meine eigenen Erfahrungswerte weiterzugeben.

Leider finden in den populären Büchern/Ratgebern, selbst auf den Leserbriefseiten der FAZ, starke Kategorisierungen statt wie Kindererziehung mit allem drumherum heutzutage zu erfolgen hat. Bestandteile dieser Ideologie habe ich ja in meinem vorherigen Beitrag genannt.
Ganz vereinfachend gesagt: Nach der ersten "strengen" Hälfte des 20.Jhd., die es mit Disziplinierung etc. völlig übertrieben hat, vor allem in einem- damals, nicht heute!- "obrigkeitsgläubigen" Land wie Deutschland, setzten sich seit den 50er Jahren (da kam auch die sogenannte "bonding theory" zwischen Mutter und Kind erst auf) die gegenteiligen Theorien durch, bishin zum "Kinder sich selbst überlassen" in den späten 60er und 70er Jahren-
Erzíehung wurde zum Schimpfwort. Dass man meistens bei einer (aus den Zeitläuften bestimmt verständlichen) Gegenbewegung oft das "Kind mit dem Bade ausschüttet", wurde leider übersehen.

Wir sollten uns alle bewusst sein, dass es keine unverrückbaren Wahrheiten sind, denen wir folgen (auch ich nicht!), sondern bestimmte von Erfahrungswerten genährte Ideologien- die sich in 50 Jahren wieder grundlegend geändert haben mögen.

Ich schreibe bewusst so allgemein und grundsätzlich, weil für mich die Probleme vom Schnuller übers Schlafenlernen bishin zu späteren Pubertätsdiskussionen über "Heimkommenszeiten" wirklich grundsätzlicher Art sind- und damit gesellschaftlicher und nicht nur individueller Art, sondern gesellschaftlich eingebettet (also nicht nur: "jedes Kind ist anders", sondern : Warum haben wir denn z.Zt. gerade DIESE Probleme, warum wird z.Zt. gerade die Individualität jedes einzelnen Kindes so betont usw.).

Und eh sich mein Hirn vor Formulierungen noch ganz verknotet, hör ich lieber damit auf.

Viele liebe Grüße an Dich und Deine drei Töchter#blume,
und Gute Nacht und guten Schlaf ;-),
von Caroline

(und stellvertretend von Konrad und Arthur, die nebenan vorsichhinschnorcheln- sie sind Frühinsbettgeher, so gegen 18./18.30- stehen dann aber auch früh wieder auf#gaehn- zwischen 6/6.30...und wir natürlich mit)


Beitrag von magdalena70 01.03.06 - 11:43 Uhr

Hallo Caroline,
für diesen so schönen Austausch mit Dir möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
Du beschreibst die Erziehungsthemen auf einer soziologischen Ebene und hast da sehr interessante Fragen gestellt.
Aufgrund meines Berufs sehe ich das Ganze von der psychologischen Seite ;-) . Ja, im Endeffekt treffen wir uns da wieder, wo es darum geht, eben nicht irgendwelchen Ratgebern oder gesellschaftlich vertretenen Ansichten blind zu folgen.
Daher auch u.a. meine ausführliche Schilderung des Schlafenlernens unserer mittleren, damals kranken Tochter. Mir ist wichtig, daß jede Mutter (bzw. Eltern generell) ihrem gesunden Instinkt folgt und da kann auch ich keine allgemein gültigen Ratschläge erteilen. Verantworten und ausbaden müssen alle Eltern ihre Erziehungsentscheidungen letzten Endes selbst.
Herzliche Grüße und alles Gute für Dich, die Geburt, das Baby und nicht zuletzt die beiden "großen" Brüder
#klee
Claudia

Beitrag von ayshe 28.02.06 - 11:28 Uhr

hallo,

hört sich so ähnlicvh an wie bei uns damals.


also meiner meinung nach hat es absolut nichts mit gewohnheit zutun, sondern mit bedürfnis.
ebenso kann niemand schlafen "lernen" bzw. eibringen, genauso wenig wie laufen und sprechen.
auch schlafen muß reifen, kommt von allein.
und letztlich hatte es bei meiner tochter auch rein gar nchts mit der beikost zutun, sie hat viel gegessen, wollte abber nachts trotzdem unbedingt stillen, weil es
ihr einfach wichtig ist.
also viel beikost bringt ein kind nicht zum durchschlafen.


##
Oder ist es wirklich so, dass ich ihm dann die Brust nicht geben sollte und ihn tagen sollte bis er dann vor Erschöpfung und Weinen einschläft???
##
ich würde immer stillen!!!
ich sehe keine grund, es nicht zu tun.


meine tochter war in dem alter, und den damit verbundenen ungalublichen entwicklungen, auch immer gleich wieder wach, wollte stillen, ich rannte abends dauernd zu ihr, bis ich mich selbst hinlegte.
dann wurden aber die zeiten langsam immer länger und länger, aus 15 minuten, wurden 30, dann 45, dann 1 std.
heute schläft sie erstmal 2-3 std, bis sie sich medldet, wenn sie sich überhaupt meldet und nichtkomplett durchschläft.
gut, es hat gedauert, sie ist heute 22 monate alt.
aber es läuft und wes gab keine enttäuschten tränen, keinen terz, nein nichts.


also, wenn du geduld hast, dann solltest du ihm einfach geben, was er braucht und nicht verweigern.


lg
ayshe

Beitrag von reggie76 28.02.06 - 15:01 Uhr

Hallo Julia!

Ich kann es dir so sehr nachfühlen, wie es dir geht.
Meine Tochter Olivia ist jetzt reichlich 8 Monate und wir haben auch große Probleme mit dem Schlafen. Nachdem sie die ersten 3 Monate nachts super durchgeschlafen hatte (dafür tags nur immer mal 10 min. wegen ständigen Bauchschmerzen), kam sie ab dem 4 Monat alle 2 Stunden und die letzten 2 Monate ist es immer schlimmer geworden, sie wacht meist jede Stunde mind.1x auf und weint, am Abend schläft sie erst nach x-mal reingehen, trösten, Schnulli rein etc. ein, wacht nach der halben Stunde auf und will teilweise Spaß ("wawawa, lach und quietsch")oder ist halt total wach, das raubt einem so die Kraft (die man eigentlich für den Tag braucht). Mit dem häufigen Stillen nachts bin ich erst stutzig geworden, als Olivia nach mehrmaligem nächtl. Stillen am Morgen plötzlich keinen Hunger hatte#kratz, das kann ja wohl nich wahr sein:-[; also hab ich meine letzten Kraftreserven mobilisiert und hab sie (hatte 23Uhr noch an der Brust getrunken) dann in der Nacht, als sie nach der Brust verlangte mit in mein Bett genommen, mich an sie rangekuschelt und sie mit Schnulli und viel Nähe immer wieder zum einschlafen gebracht. Nach 4 von mir so halbdurchwachten Nächten (ich lieg da ja ziemlich verkrümmt und kann nicht tief schlafen) haben wir es geschafft, dass Olivia erst 6.30Uhr wieder an der Brust trinkt (letzte Mahlzeit vor Mitternacht.
Oh je schreib ich viel#bla.
Jedenfalls denke ich auch, dass es wichtig ist, dass Elias in seinem eigenen Bett schläft, aber du solltest ihm nicht beide Sachen gleichzeitig "verweigern" (Brust + Elternbett), sondern mit einer Sache anfangen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Milch braucht, es ist sicher Gewöhnung und sicher auch für Elias nicht so gut, da er dadurch ja nachts auch nicht richtig zur Ruhe kommt.
Von dem Schreien lassen (jedenfalls länger als 3-4min., nachdem man schon x mal beruhigt hat),halte ich auch nichts, daher versuche ich ihr Nähe und Sicherheit zu geben, rede aber auch mal ernst mit ihr (den Tonfall, nicht die Worte, versteht sie sicher).
Letztendlich muß jeder seinen eigenen Weg finden, es sind alles nur Vorschläge.
Ich drücke dir jedenfalls ganz dolle die Daumen, dass es bald besser wird:-):-)!!!
Liebe Grüße von Reggie mit Olivia (17.06.05)

Beitrag von juju79 28.02.06 - 15:47 Uhr

Hallo Reggie,

danke dass du dir die Zeit genommen hast und mir deine Erfahrungen geschieldert hast :-)
Es ist schön zu wissen, dass man nicht als einzigste das Problem hat.

Wie liefen diese 4 Tage dann ab?
Denn für mich stellt sich die Frage, was tun, wenn er nicht mehr aufhört zu weinen ? :-(
Ich habe es schon mal versucht, nach dem Erwachen ihm nicht gleich die Brust zu geben und habe ihn in den Arm genommen.
Er hat bitterlich geweint. Das war mir echt zuviel.
Hat Olivia richtig geweint?
Und wenn ja was hast du dann gemacht?

Liebe Grüße, Julia

Beitrag von knuffel38 28.02.06 - 20:50 Uhr

Liebe Julia !

Laß dich erstmal feste #liebdrueck !

Unser kleiner Julian ist auch am 9.7.2005 geboren !!#freu

Wir haben das Bettchen von Julian im 5. Monat in sein Zimmer gestellt, und ich muß sagen seitdem schläft er viel besser und länger.(19.00-6.30-stillen- 6.45-8.30)

Was auch wohl stimmt ist, wenn die Lütten im Arm einschlafen dann zu Bett gelegt werden und sich dann erschrecken wenn sie wach werden und allein sind.#schmoll

Ich weiß es ist hart, aber versuch Ihn satt und wach in sein Bettchen zu legen.

Viel Kraft wünschen Andrea +#baby