Nee, bin ich ne blöde Mama :-(

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von pittjes 28.02.06 - 11:59 Uhr

Hallöchen.

Manno, ich bin in der letzten Zeit garkeine liebe Mama, finde ich. Mein Sohni ist jetzt 5 und ein wirklich liebes Kerlchen. Nur ich bin irgendwie unausstehlich, find ich selber. Manchmal steh ich neben mir und denke "Hallo, einfach mal durchatmen, dann ists gleich wieder besser"... abba nee, ich mach dann da nen Affenzirkus und schimpfe und schreie. Ich weiß auch nicht: wo sind meine guten Nerven geblieben?

Klar, ich gehe arbeiten, aber "nur" zwei Tage in der Woche. Und ich bin beileibe keine Hausfrau, die an den restlichen Tagen der Woche ihr Heim auf Hochglanz bringt. Nein, ganz im Gegenteil, ich habe fast jeden Tag auch mal ein, zwei Stunden für mich. Zum lesen, zum fernsehn oder so. Ehrlich, ich kann wirklich nicht sagen, dass ich supergestreßt bin. Klar könnte ich mal Urlaub gebrauchen - der letzte ich drei Jahre her - aber wer könnte das nicht?

Ich denke immer, mensch, was haben wir doch Glück gehabt, so ein wunderbares Kind bekommen zu haben. Klaro, der ist ein richtiger Junge, macht viel Mist und wird in letzter Zeit immer wilder, aber das gehört wohl dazu. Aber er ist ein Kind, der hat nie schlechte Laune. Er ist kein Morgenmuffel und meckert auch an meinen Arbeitstage nicht über das frühe Aufstehen (6.00 Uhr). Er ist eben ein sonniges Gemüt. Er lacht viel und gerne, er schmust gern, er ist ein bisserl ein Mamakind *grins* und überhaupt recht pflegeleicht.

Tja, warum frag ich mich dann, warum bin ich dann manchmal so doof. Mich nerven diese Kleinigkeiten: abends sag ich bestimmt 5 Mal, er soll nun zum Zähneputzen gehen, ich komm ja sofort. Dann das gleiche mit dem Schlafi-Anziehen. Ich rede und rede und Sohni macht und macht was Anderes. Ich könnte viele solcher Sachen aufzählen, doch der Fakt an der Geschichte ist: mir geht vieles zu langsam, ich hab dann auch keinen Bock mehr. Gerade Abends. Mir hilft es dann garnicht "mir in Gedanken gut zuzureden", nein ich bin dann einfach sauer. Und Sohni guckt mich dann immer so an..... hurgh, ich will das doch garnicht!!

Mein Mann ist ähnlich so gestrickt wie ich. Ich kann mir auch hundertmal sagen: es ist ein kleines Kind und kein "Befehlsempfangsroboter", aber trotzdem, in der Knallsituation knalle ich, da gibt es nichts.

Was mach ich denn nur? Oder ist das "normal"? Oder wie oder was?

pitti-lise-grübel-mama

Beitrag von nico13.8.03 28.02.06 - 14:17 Uhr

Grins

Mir geht es auch manchmal so wie dir,liegt woll daran das wir mal so richtig gefördert werden wollen und nciht nur imemr Kind und Huashalt gehe auch nur 2mal die Woche arbeiten,und reg mich über kleinigkeiten auf,hab mir jetzt einen ausgleich besorgt gehen 2mal die woche frühs zum Fitnes da reagiere ich mich dan ab.Grins.
Wir müßen daran denken wir machen uns sos elber das Leben schwer,hihih
Kopf hoch,das geht vorbei

B ysagt niki und Nico

Beitrag von gafrta 28.02.06 - 18:08 Uhr

Hallo,

du sprichst mir aus der Seele, das könnte ich auch sein. Das denke ich ist normal. Mir geht es auch oft so, dass ich zu ungeduldig bin und ausraste.
Ich bin eben auch ein ungeduldiger Mensch und wenn ich mich 5 oder 10 mal wiederholen muss dann werde ich auch ganz schön wuschelig :-)
Aber man sagt ja nicht umsonst - ein Kind verändert die ganze Welt und das ganze Leben.
Und überleg mal, so schön es auch ist - ein Kind zu haben (es gibt wirklich nichts schöneres) eine Mehrfachbelastung ist es auch.
Ich sehe es an mir - meine Kleine wird jetzt 3 Jahre alt und ich gehe nebenbei noch Teilzeit 120 Stunden im Monat arbeiten - Haushalt und etliche Erledigungen nebenbei - da ist schon Planung und einigermassen gutes Durchhaltevermögen angesagt.
Ist auch kein Wunder - dass man hierbei öfter ausgepowert ist. Aber wie gesagt - glaube das geht vielen Müttern so wie Du

LG Tanja #huepf

Beitrag von gunillina 01.03.06 - 10:13 Uhr

hallo,
man du sprichst auch mir aus der seele!!!
und ich muss sagen, das tut gut, wenn man weiss, man ist nicht die einzige, die mit ihren eigenen grenzen und nerven zu kämpfen hat. und hier in den foren kriegt man dann ja oft zu hören, dass man doch gaanz locker und verständnisvoll bleiben soll, und die kinder sind ja daran nicht schuld etc. das wissen wir doch alles, aber es ist echt schwer, die nerven zu bewahren, wenn alles drunter und rüber geht! ich habe einen dreijährigen, extrem trotzigen kleinen piraten und eine kleine neun monate alte maus. wenn beide quengeln, dann ist bei mjir alles vorbei... dann denke ich echt: warum kann der "große" nicht einfach mal "funktionieren" oder den ernst der lage erkennen??? aber er ist na klar noch zu klein, um so vernünftig zu sein. ich habe einen "ausgleich", der jeden mittwoch abend stattfindet: die super nanny. auch wenn ich das alles total schrecklich finde, die kinder werden bloßgestellt, wir glotzen uns private szenen anderer familien an etc.: wenn ich einen abend lang soetwas gesehen habe, wie eltern ihre kinder anbrüllen, wie kinder nach liebe schreien und wie sie die nciht bekommen, dann weiss ich wieder, was ich an meinem leben und meinen kindern habe (momentan während der woche ohne mann - so als zusatzbelastung), und kann wieder ganz gelassen in die nächsten tage gehen.
vielleicht ist das inkonsequent und blöd, aber wenn es mir den umgang mit meinem eigenen frust hilft (und eigentlich bin ich ja nur deswegen so genervt), dann ist es auch okay, mal die super-nanny anzusehen, denke ich...;-)
also, weiterhin viel kraft und mut zur gelassenheit wünscht dir eine mitleidende...
gunilla