Jetzt schon Trotzalter oder will Er mich nur testen?

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von hellmi 28.02.06 - 13:56 Uhr

Hallo Zusammen

Ich brauch mal eure Hilfe. Mein Kleiner wird jetzt im März 2 Jahre alt. Momentan fordert Er mich ziemlich heraus. Er macht bestimmt meistens das Gegenteil von dem was ich sage. Z.B. gestern. Wir waren am Abendessen und Er stochert ewig mit der Gabel in meinen Teller. Ich erst einmal dann zweimal usw. gesagt (ruhig) Er soll es sein lassen. Er voll auf Durchzug. Als nach der sechsten Ermahnung immer noch nicht passiert ist habe ich total die Fassung verloren und Ihn ziemlich angeschrien. Er total erschrocken und hat natürlich gleich losgeheult. Aber dann hat er sein Essen gegessen ohne murren. Mir hat es dann auch ziemlich leid getan das ich so ausgetickt bin aber irgendwann kannst nicht mehr wenn Du Ihm den ganzen Tag was vorbeten mußt damit Er wenigstens einmal hört. #augen Kann das jetzt echt schon das Trotzalter sein oder was ist das?
Danke schon mal für Antworten.
Ach ja es ist noch schlimmer wenn der Papa da ist. Da hört Er ja gleich null, aber mein Mann sagt auch nichts immer muß ich dann ran. :-[

Lg Kerstin Und Lukas *24.03.04

Beitrag von hen71 28.02.06 - 14:42 Uhr

Hallo Kerstin,

jaja, ;-), auch wenn's einem selbst nicht zum Lachen zumute ist:
Das ist schon das "Trotzalter"- nicht umsonst heißt diese Phase hier in England (wo ich lebe), "the terrible twos".

Deine Konsequenz ist schon richtig- Schreien nicht optimal, aber verständlich. Dich samt Teller auch ruhig räumlich von dem Kleinen entfernen, damit er merkt: inakzeptables Verhalten hat Konsequenzen.

Und: Es nicht persönlich nehmen! (Damit kämpfe ich immer) Dein Sohn will seine Grenzen testen und wissen- nur, dass er halt Deine/Eure gleich mittestet#augen.

Und: Dein Mann soll bloß nicht Dir alles überlassen- beim Erziehen müssen beide Eltern so weit das geht an einem Strang ziehen- sonst fruchtet's wenig- das merkt das Kind, sucht sich Schlupfwege, trickst Euch irgendwann gegeneinander aus usw.- sie sind ja nicht blöd, unsre Kleinen;-); plus: Du willst ja auch nicht immer "die Böse" sein, bzw. den Schwarzen (Erziehungs-)peter zugeschoben bekommen.

Gutes, wünschenswertes Verhalten unbedingt würdigen, z.B. wenn er dann aufhört, in Deinem Teller zu stochern oder, noch besser, wenn er beim nächsten Mal gar nicht auf die Idee kommt, ihn unbedingt dafür loben!

Für sehr störendes, destruktives Verhalten: mit Konsequenzen konfrontieren, z.B. Distanz schaffen ("time out"/"Auszeit", bis er sich gebessert hat), es ihm erklären, gegebenenfalls Entzug von Privilegien.

Gute Tipps für die erste Hochtrotzphase ( ungefähr zw. 1 1/2 bis 2 1/2 Jahren, mit Variationsbreite natürlich), hat auch:

Dr Christopher Green, Unser Kleinkind. Mit Liebe, Verständnis und Konsequenz durch die Jahre 1-4. 2001 (bei Goldmann erschienenen, 10 Euro, glaube ich).

Viel Geduld und Kraft wünscht
Caroline

(mit Konrad *28.05.2003, Arthur *08.12.2004 und "Terzinchen", 19.SSW)


Beitrag von sandra7.12.75 01.03.06 - 06:43 Uhr

Hallo

Willkommen in der Realität;-).Ich habe bisher 3 Zicken und die fordern mich wirklich raus.Bisher war meine kleine 2 Jahre noch ganz lieb aber mittlerweile#kratz.Da hilft nur Konzequent bleiben.Auch wenn es schwer ist.

lg

Beitrag von prinzessin1976 01.03.06 - 20:40 Uhr

Ja ja das sind sie unsere Kleinen!!!!;-)
Dass Du konsequent bist ist gut allerdings würde ich beim nächsten mal keine 6x vorwarnen sondern 3x oder sogar nur 2x! Denn je übersichtlicher die Regeln und konsequenzen der Eltern sind desto wirksamer sind sie!
Auch würde ich versuchen ruhog zu bleiben und ihm einfach nur dei Konsequenzen durch sein Verhalten ruhig klar machen und dann durchsetzen wenn er sein verhalten nicht ändert! Wenn Du aber trotzdem mal mit den Nerven blank liegst und ab und zu mal laut wirst wird der Kleine davon keinen Schaden davon tragen sondern erfahren dass Du auch nur ein Mensch mit Gefühlen bist!

Beitrag von noway 02.03.06 - 19:22 Uhr

Hi!

Ich habe 2 Kinder (1 und 3 Jahre) Sie testen immer ihre Grenzen mal mehr und mal weniger. Konsequenz hilft bei uns, dann hat man auch mal eine Weile, wo sie merken, daß es auch schön sein kann, daß sie gleich hören, aber diese momente sind leider kürzer, als die Konsequente Strecke. Es hilft auch es den Kindern zu erklären. Dann verstehen sie es. Warum soll er nicht herumstochern? Vielleicht war er auch in Gedanken und deshalb so erschrocken!? Meine Große zieht auch alles gern in die Länge, aber wenn ich Ihr sage, daß sie dann zwei Geschichten aussuchen darf, oder mir helfen darf, wenn ich was machen will, dann bekommt sie den Anspron. Auch der Kleine 1 1/2 Jahre will mithelfen und will alles erklärt haben und freut sich, wenn wir ihn dann loben.

Dani