Würde ich vom Tod meines Vaters erfahren?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von meileinstein 28.02.06 - 15:01 Uhr

Meine Mutter ist vor einem Jahr gestorben und mein Vater ist jetzt der Meinung, er müsse ein komplett neues Leben anfangen. Aus diesem Grund hat er den Kontakt zu meinen Kindern und mir abgebrochen. Zu dieser Zeit bahnte sich gerade die Beziehung mit einer Frau an.

Da wir keine einzige gemeinsame Kontaktperson haben (mein Vater ist mit allen zerstritten) stelle ich mir die Frage was passieren würde, wenn er plötzlich stürbe. Wer würde mich wann informieren, wenn es seine (möglicherweise) neue Lebensgefährtin, die mich ja gar nicht kennt, nicht tut? Könnte sie ihn nach ihren Wünschen beerdigen?

Beitrag von eifelsonne 28.02.06 - 15:57 Uhr

Wenn die zwei verheiratet wären, könnten sie das, ja!

Beitrag von gh1954 01.03.06 - 00:29 Uhr

Was nicht zum Schaden der Eingansposterin wäre, denn eine Beerdigung, mag man sie auch noch so schlicht halten, ist immens teuer.

Und wenn der Vater keinen Kontakt mehr wünscht, dann soll doch jemand anders die 5000 Euro blechen.

Beitrag von anila 28.02.06 - 21:45 Uhr

"Wer würde mich wann informieren"
wahrscheinlich das nachlaßgericht. frage doch mal an in eurem amts- oder landgericht.

Beitrag von heike74 01.03.06 - 13:15 Uhr

Hallo Meileinstein,

dein Vater ist nicht mit der neuen Frau verheiratet, richtig? Dann ist sie im Todesfall wie eine Fremde, nur dass sie das Recht hat, die gemeinsam bewohnte Wohnung weiter zu bewohnen.
Du (und ggf. deine Geschwister, so vorhanden) bist dann Erbin deines Vaters. Das Nachlassgericht wird dich ausfindig machen und informieren. Du hast dann die Gelegenheit, das Erbe anzutreten oder auszuschlagen (die Frist weiß ich nicht mehr aus dem Kopf, sie beginnt zu laufen, wenn du vom Erbfall erfährst).
Die neue Freundin könnte deinen Vater also auch nicht einfach beerdigen, sie hat noch nicht mal ein Mitspracherecht, wie und wo.
Ausnahme: Dein Vater würde ein Testament machen und die neue Freundin als Erbin einsetzen. Auch in diesem Fall würdest du informiert vom Nachlassgericht, da du mindestens pflichtteilsberechtigt bist (ob du etwas willst oder nicht, sei dahingestellt, ich beschreibe hier mal nur die Fakten).
Tipp: Schreibe deinem Vater eine Karte zu Ostern. Dann weiß die "Neue" zumindest, dass es dich gibt (und wenn du den Absender ordentlich schreibst, auch wo du wohnst). Ich habe deine Geschichte etwas mitverfolgt und bin mir bewusst, dass dir das sicher schwer fällt, aber vielleicht ist es doch ein gangbarer Weg.

LG, Heike