Gibt es Babys die keine Beikost wollen? Müssen Flaschenkinder mit 6 Monaten Beikost bekommen? Viele

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Beitrag von bw1975 28.02.06 - 15:02 Uhr

Hallo,

Mein Sohn wird nächsten Montag 6 Monate alt!

Ich habe 4 Monate gestillt, nun bekommt er Prenahrung, die er super verträgt, ihn sättigt etc...Er schläft durch, wiegt ca. 7,5kg bei geschätzten 68cm und ist mopsfidel. Trinkt ca. 850ml pro Tag!

Bei der letzten Untersuchung meinte der KiA ich kann ihm jetzt Beikost geben, weil wenn ich nicht mehr stille, kann ich ihm auch Brei geben#kratz!
Das ist doch so ganz auch nicht richtig, oder doch?

Ich habe am 7.3. U5 und da will dann der Arzt wissen ob ich schon mit Brei angefangen habe, da ich dies wohl nicht tun werde, brauche ich gute Erklärungen#augen

Nun ja mein Sohn hat dann auch mal eine Zeitlang nach meinem Essen geschaut und so habe ich ihm mal etwas Reisflocken mit seiner Premilch verrührt und ihm gegeben (etwa vor 2 Wochen), er hat aber das Gesicht verzogen und gewürgt! Habe es dann auch gelassen.

Nun habe ich es gestern nochmal versucht und es war dasselbe! Er hat dann den Mund zu einem Strich gemacht;-)

Muss ein Flaschenkind Beikost bekommen?
Was ist wenn er keinen Brei mag? Gibt es das?
Essen Babys wenn sie wirklich bereit für Beikost sind, sofort mit Lust und Laune los?#gruebel

Ich sag schonmal #danke
Lieben Gruß bw

Beitrag von nicmarkump 28.02.06 - 15:12 Uhr

Hallo bw,

ich würde nicht grad mit Brei oder Reisflocken anfangen. Melina bekommt, seit sie 6 Wochen alt ist die Flasche. Und nach dem 4ten Monat habe ich dann mit Karotten und Kürbis angefangen. Mittags 4-6 Löffelchen und danach die Flasche.

Das klappt bislang ganz gut.

Ich glaube nach 6 Monate reicht die Dauermilch nicht aus. Sie brauch da Eisen und andere Mineralien. War glaub ich irgendwie so.

Liebe Grüße Nicky

Beitrag von kleineute1975 28.02.06 - 15:25 Uhr

HI

ja so langsam ab dem 6. Monat mußt du schon anfangen weil die Eisenvorräte die sich dein Kind während der SChwangerschaft angesammelt hat, gehen langsam zu Ende...

Fange erst mit Karotte an ein paar Löffel wenn er nach 3 Tage mehr will gib ihm ein Gläschen danach Karotte Karottel usw. mit Reisflocken würde ich nicht anfangen das kommt später im Abendbrei....

Klar es kann sein, das ein Kind am Anfang den Brei nicht mag, immer wieder versuchen......

LG Ute

Beitrag von bw1975 28.02.06 - 15:36 Uhr

Hallo,

aber stillen länger als 6 Monate ist doch auch okay! In der Flaschenmilch ist doch Eisen zugesetzt! Verstehe ich nicht#kratz in Möhre, Kürbis etc. ist doch kaum Eisen???!!

Ich wollte mit dem Abendbrei anfangen, hatte dies auch schonmal als Frage hier gestellt, da wurde gesagt das sei okay.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&id=319282&pid=2096960&bid=36

Also kann es schon sein dass das Kind zunächst den Brei abscheulich findet und sich dann dran gewöhnt??? Das erscheint mir irgendwie so falsch, er soll doch mit Begeisterung essen und nicht "sich drangewöhnen"#schmoll

Ich werde noch etwas abwarten, glaube ich!

Danke für deine Antwort!

Beitrag von bibo1978 28.02.06 - 15:47 Uhr

Hallo!

Man sollte erst nach dem vollendeten 6. Lebensmonat mit Beikost anfangen. Vorher ist das gesamte Verdauungssystem noch zu schlecht entwickelt und wird mit jeglicher Beikost überlastet.
Karotten werden oft empfohlen als erstes, sind aber eigentlich gar nicht so toll, denn sie wirken oftmals verstofend, machen leicht wund und sind allergen. D.h., nicht unbedingt auf Karotten selber, sondern es sind vielmehr die sog. "Kreuzallergien", die leicht ausgelöst werden (das sind dann Allergien auf Stoffe, die ähnlich "gebaut" sind wie Karotten).
Besser ist es mit Fenchel, Kürbis oder Pastinake anzufangen.
Klassischerweise fängt man mit der Mittagsmahlzeit an.

Leider haben Kinderärzte nicht viel Ahnung von Kinderernährung, die haben ihr Wissen meist von den vertretern der Babynahrungsfirmen wie Nestle, Alete und Co. Und da die ja verkaufen wollen, geben sie das ihrer "Kundschaft" auch entsprechend weiter. Im Studium wird Kinderernährung nur angekrazt.

Das mit den Eisenvorräten etc. stimmt so auch nicht.
Solange gestillt wird bzw. Flaschenmilch (und hier spreche ich ausschließlich von Premilch!) gefüttert wird, und zwar nach Bedarf, erhalten die Kinder alle Nährstoffe, die sie brauchen. Und zwar grundsätzlich in optimaler (MuMi) oder annähernd optimaler (Pre) Zusammensetzung.
In anderen Kulturen wird ja z.B. auch ein ganzes Jahr lang oder länger voll gestillt - die Kinder gedeihen deshalb nicht schlechter und fehlen tut ihnen auch nichts.
Ein Baby wird nicht umsonst im gesamten ersten LJ "Säugling" genannt - und nicht "Löffeling" ;-)

So und dann wegen dem "Essen wollen":
Wenn Dein Kind nicht bereit ist für Beikost oder einfach nicht essen will oder den Löffel nicht akzeptiert...was willst Du dann machen?
Man sagt doch so schön: Man kann das Pferd zur Tränke führen, es aber nicht zum Trinken zwingen.
Und die Kleinen nehmen sich, was sie brauchen - sei es über die Milch oder per beikost.
Ein Kind verhungert nicht vor vollen tellern. Man kann es anbieten (im entsprechenden Alter), aber sollte das Kind nicht zwingen, sonst erreicht man nur das Gegenteil.

Übrigens habe ich hier auch so eine Kandidatin:
Melli ist 10,5 Moante alt und wir haben bisher sage und schreieb 1 Mahlzeit ersetzt. mehr will sie einfach nicht! Sie kneift den Mund zu. Also bekommt sie die restlichen 3 Mahlzeiten ihr Fläschchen und bekommt immer mal wieder was anderes angeboten. Aber ohne Zwang. Es fällt mir zwar auch manchmal schwer, das zu akzeptieren, aber es bleibt einem ja letztlich nichts anderes übrig.
Und sie ist übrigens fit und fidel, aktiv und gedeiht wunderbar. Ein ganz "normales", fröhliches (meistens) Mädchen.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: Mach' ir da mal keinen Stress - es ist 1. noch zu früh mit beikost anzufangen und Dein Kleiner hat Dir das ja auch schon gezeigt. Gib' ihm so lange Milch, wie ihr es BEIDE für gut empfindet. Alles andere wird sich im Laufe der Zeit einspielen. (Ich kenne kein Grundschulkind, dass sich nur per Milchflasche ernährt! ;-))

LG, Steffi mit Melli

Beitrag von bw1975 28.02.06 - 16:01 Uhr

#danke, ich galube genau das wollte ich nochmal hören.

Besonders das "Stillargument" ist ja wirklich gewichtig! Ich lasse dem Kleinen und mir jetzt erstmal unsere Ruhe und er wird mir dann schon zeigen wenn er etwas anderes will!

Mir persönlich ist die Flasche mehr als recht, ist so schön kuschelig und noch nciht so "erwachsen";-)

Gruß bw

Beitrag von bibo1978 28.02.06 - 16:58 Uhr

Genau!

Und übrigens: Es sind gar nicht so wenige Kinder, die erst weit nach dem 6. Lebensmonat überhaupt bereit sind für Beikost. Man sieht/hört/liest das nur leider selten.

Das ist wie mit dem Durchschlafen - das machen ja viele Kinder angeblich auch schon sooo früh - und in der Realität sieht's dann oft ganz anders aus. Aber das traut sich dann keiner so Recht zuzugeben...

Also: macht weiter so und lasst Euch nicht verunsichern! Auch, wenn das manchmal scwherfällt - gerade wenn Kinderärzte irgendetwas sagen... (aber die sind ja wie schon geschrieben gerade in Bezug auf Babyernährung auch nicht gerade die Schlauesten!)

#liebdrueck

LG, Steffi