Vegetarier - Kind später auch vegetarisch ernähren?

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Beitrag von ioqui69 28.02.06 - 16:49 Uhr

Hallo an alle Vegetarier unter Euch,

habt Ihr Euch schon Gedanken darüber gemacht, ob Ihr Eurer Kind später auch vegetarisch ernähren wollt? Natürlich ist es noch eine ganze Weile hin bis es soweit ist, aber mein Mann und ich sind uns nicht einig darüber. Er ist selbst nicht Vegetarier und möchte nicht, dass unser Kind rein vegetarisch ernährt wird. Ich selbst bin mir nicht ganz sicher, denke eigentlich, dass es durchaus möglich ist, das Kind mit einer vernünftigen veg. Ernährung groß zu ziehen. Zumal wir zu Hause so gut wie gar kein Fleisch kochen...

Wie denkt Ihr darüber?

Bei der Gelegenheit: hat jemand von Euch Buchtipps zum Thema veg. Ernährung in der Schwangerschaft und fürs Kind?

LG,
Ioqui (16.SSW)

Beitrag von nanumela 28.02.06 - 16:53 Uhr

Ich würde mein Kind nicht vegetarisch ernähren! ..aber am besten wäre wohl du sprichst mit einem kinderarzt darüber.

alles gute für deine rest #schwanger schaft

manu

Beitrag von pfirsichring 28.02.06 - 16:55 Uhr



Hallo,

ich zähl auch nicht zu den extremen Fleischfressern aber ich weiss das Fleisch für die Enticklung später eine Rolle spielt. ES enthält wichtige Nährstoffe. Ich weiss auch das viele Vegetarier mit Nahrunsergänzung arbeiten, was ich für ein Kind nicht so toll finde.


Gebt Eurem Kind das, was es möchte und "zwingt" ihm nicht eine Ernährung auf. Wenn es Fleisch möchte, dann gebt ihm Fleisch und ich glaube kaum das ein kleines Kind nicht mal Hunger auf ein Schnitzel hat ;-)

Grüße
Denise

Beitrag von ioqui69 28.02.06 - 16:59 Uhr

Hallo,
also ich zwinge meinem Kind bestimmt keine Ernährung auf, wenn ich es vegetarisch ernähre. Ich möchte es nur eben gesund ernähren, mit allen Nährstoffen, die es braucht, ist ja wohl klar. Und ein Kleinkind kann bestimmt noch keine Gelüste auf Fleisch haben.


Gruß,
Ioqui

Beitrag von jova79 28.02.06 - 17:03 Uhr

Hallo,

wir haben genau die gleiche Situation, ich bin (schon fast immer) Vegetarierin, mein Freund isst Fleisch. Ich selbst werde meinem Kind kein Fleisch geben, weil ich es zB auch gar nicht kochen kann und mich überhaupt nicht auskenne, aber ich habe beschlossen dass es nicht vegetarisch essen soll wenn es ganz klein ist, auch weil mein Freund das nicht will. Außerdem soll es nicht wirklich gut sein kleine Kinder ganz vegetarisch zu ernähren. Aber da gehen die Meinungen auseinander.
Unser Kind bekommt also Fleisch, Wurst usw vom Vater, zumindest ab und zu. Später kann es selbst entscheiden.

Schwierige Entscheidung...

Viele Grüße #blume
jova79

Beitrag von ae74 28.02.06 - 16:58 Uhr

Hallo Du,

also ich bin selbst seit 16 Jahren Vegetarier, hab also mit 16 Jahren aufgehört Fleisch zu essen.
Also ich werde unser Kind nicht vegetarisch ernähren wollen. Von meiner tiefsten Überzeugung würde ich es schon am liebsten, aber ich bin mir nicht sicher, ob ihm bei der Entwicklung nicht doch etwas fehlen wird. Für mich ist es okay, Eisentabletten zu holen, aber für mein Kind möchte ich es eigentlich nicht. Abgesehen davon würde ich es sowieso nicht durchgesetzt kriegen, da der Kindspapa und der Rest der Familie Fleischesser sind....
Ich möchte meinem Kind selbst die Entscheidung überlassen. Wie gesagt, für mich kommt es nicht in Frage, dass ich wieder Fleisch, Fisch oder Geflügel essen werde, aber ich finde, das Kindchen soll das selbst bestimmen. Ich weiß zwar noch nicht genau, wie das genau funktionieren soll, weil ich wohl kein Fleisch zubereiten kann/werde, aber das muß dann halt der Papa machen :-)

Alles Gute für Dich und Deine restliche Schwangerschaft.

LG,

Andrea + #baby 39. SSW

Beitrag von dirndl1 28.02.06 - 17:02 Uhr

Hi, also ich bin selbst kein Vegetarier, daher vieleicht nicht ganz neutral. Aber man liest immer wieder, dass man Kleinkindern keinen (und zwar gar keinen) Gefallen mit einer vegetarischen Ernährung tut, da sie für ihr Wachstum besondere Bedürfnisse haben und die mit rein vegetarischer Kost nicht befriedigt werden können. Es kann zu Mangelerscheinungen kommen. Nach meinem Gefühl kann man vieleicht auf Fleisch noch verzichten aber auf keinen Fall auf Fisch!!!!! Lass doch Dein Kind selbst entscheiden ob es Fleisch mag oder nicht. Eine Freundin von mir (Vegetarierin) hats ihrem Sohn immer wieder angeboten, er wollte kein Fleisch, also hat sich s eh erledigt. Aber Fisch isst er gern. Meiner ißt alles. ALLES. Gemüse, saure Gurken, Asiatisch und Oliven. Find ich auch gut, schön abwechslungsreich. Ich laß ihn alles probieren.
LG, Dirndl 25.SSW + Paul 19 Mte.

Beitrag von feinst82 28.02.06 - 17:00 Uhr

Hallo!

Ich würde mein Kind auch nicht vegetarisch ernähren, jedenfalls in den ersten Jahren nicht.
Es braucht doch die ganzen Nährstoffe, oder?

Ich kenn mich da auch nicht so gut aus, wenn dein Kinderarzt sagt, es geht, warum nicht?

LG Doris 30.SSW

Beitrag von tudun 28.02.06 - 17:03 Uhr

Hi;-)
Falls Du Dein Kin vegetarisch ernähren möchetst würde ich auf jeden fall mit Deinem Arzt darüber sprechen!!! Vor allem Eisen wird über Rindfleisch den Kindern geliefert und das müsstest Du, wenn die eigenen Reserven, die das Kind noch hat und übers Stillen von Dir bekommt, ersetzten. Am Besten würde ich mit Homöphaten oder Heilpraktiker darüber sprechen-informieren!!!
Viel Glück noch#liebdrueck

Gruß
Dunja+Phil(3j)+37SSW

Beitrag von spruin 28.02.06 - 17:28 Uhr

also ich würde dem Kind auf jeden Fall Fisch geben, dass ist dann zwar nicht rein vegetarisch aber ich finde es ist eine gute Alternative und viiiel gesünder als Fleisch aber mit den gleichen und noch viel zusätzlichen Vitaminen. Ausserdem wird der Fisch zum Glück nicht mit so viel Drogen und Antibiotikum vollgepumpt wie es bei dem meisten Fleisch ist.

Sabrina 27 SSW

Beitrag von nina03 28.02.06 - 17:32 Uhr

Hallo!

Bei meinem Sohn hat mir meine Kinderärztin sogar geraten, ihn, solange ich stille, vegetarisch zu ernähren wegen großer Allergieneigung. Ich hab dann nach dem Abstillen (und bei meiner Tochter schon früher) immer Milch abgepumpt und seinen Brei damit angerührt. Ab 10 Monate hat er dann Fleisch bekommen und es etwa 1 Monat lang auch gegessen. Seitdem spuckt er mir jedes Fleisch aus und ist 4 1/2. Bisher war sein Hb-Wert immer klasse, allerdings mussten wir kürzlich Blut abnehmen lassen, und da kam raus, dass sein Eisendepot zu niedrig ist. Jetzt kriegt er Kräuterblut in der Hoffnung, das reicht, um ihn wieder aufzupeppen. Allerdings hat unser Junior immer Wurst gegessen. Ich habe von meiner Kinderärztin einen Artikel aus einer Fachzeitschrift bekommen, der sich mit dem Thema befasst. Da stand, vegetarisch sei o.k., wenns wirklich dem alten Vorurteil von Grünkernbratling zu Mittag und Vollkornbrot mit Schnittlauchquark zum Frühstück entspricht. Absolut nicht o.k. sei eine vegane Ernährung. Red doch mal mit deinem zukünftigen Kinderarzt.

Alles Gute!
Nina

Beitrag von karinbrigitta 28.02.06 - 17:46 Uhr

Hallo Ioqui,

ich bin als Vegetarierin aufgewachsen, weiß also, was das heißt, kein Fleisch zu essen.

Ich kann nur sagen: Mir hat es an nichts gefehlt, ich war immer kerngesund, bis auf Kinderkrankheiten natürlich und mal ein bisschen Fieber oder so, aber ich war eher gesünder als andere in meinem Alter. Kann auch an meiner Konstitution liegen, weiß nicht. Wir sind vier Geschwister, und wir haben alle kein Fleisch und auch keinen Fisch gegessen. Das ging von meinem Vater aus. Meine Mutter hat sich alle drei, vier Wochen mal ein Stück Fleisch gebraten. Wir haben halt viel Soja-Produkte gegessen, ziemlich gesund, Vollkornbrot, selbstgemachte Brotaufstriche, viel Quark, Milch usw., und natürlich viel Gemüse, Obst und Salat. Bis auf meine Schwester, die in der Pubertät tatsächlich mal Eisenmangel hatte, hatten wir anderen drei keinerlei Probleme! Ich kann dir allerdings nicht sagen, ob wir bei der Babynahrung Fleisch bekommen haben.

Zu der Bemerkung: Jedes Kind will mal ein Schnitzel, kann ich nur sagen: ich habe mich davor total geekelt. Wurst, Fleisch, Fisch - ich fand es widerlich. #:-%

Fleisch habe ich dann das erste Mal mit 12, 13 Jahren gegessen, aber nur sehr wenig. Jetzt esse ich ganz normal Fleisch, allerdings nicht sehr viel, und ich könnte immer noch wochenlang ohne. Aber mein Mann mags halt gern. Ich esse es aber nicht ihm zuliebe, sondern weil ich es auch will. Aber mein einer Bruder ist wieder Vegetarier geworden, aus religiösen Gründen (Osho-Anhänger).

Ich denke, du kannst ein Kind auch vegetarisch gesund ernähren. Ich bin das beste Beispiel. Meine beste Freundin ist übrigens mit ihrer Schwester auch vegetarisch aufgewachsen, und auch ihnen ging es blendend.

Wahrscheinlich wird dir aber jeder Arzt sagen, dass es furchtbar schädlich ist. Ich würd sagen, mach es so, wie du meinst - Vegetarismus heißt ja nicht Mangelernährung, wie viele das meinen. Aber wenn du dich besser fühlst, deinem Kind Fleisch zu geben, dann tu es.

Alles #klee

Karin+#ei 14. SSW

Beitrag von ioqui69 28.02.06 - 17:59 Uhr

Hallo Karin,

vielen Dank für deine Antwort. Bin froh, dass hier auch mal jemand ist, der mein Anliegen nicht gleich verteufelt, von wegen: das Kind bekommt nicht alles Nährstoffe, wenn es kein Fleisch bekommt.. (Wobei ja nicht alle Antworten so waren)
Ich selbst esse ab und an auch Fisch und werde das bei meinen Kind auch anbieten.... Habe ja noch lange Zeit, mich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und muss bei meinem Mann wohl noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten..(schwieriger wird's dann wahrscheinlich später bei den Omas ;-))

LG,
Ioqui

Beitrag von ximaer 28.02.06 - 17:46 Uhr

Hallo,
sich während der Schwangerschaft vegetarisch zu ernähren, ist nicht zu empfehlen. Zumindestens Fisch sollte einmal wöchentlich gegessen werden.

Während des ersten Lebensjahres braucht ein Kind nicht unbedingt Fleisch, danach dann aber schon. Man sollte dem Kind dann später auch selbst die Wahl lassen, ob es sich vegetarisch ernähren möchte oder nicht - das ist keine Entscheidung, die die Eltern ihm abnehmen sollten.

Grüße
Suse 40. SSW

Beitrag von tagesmutti.kiki 28.02.06 - 18:09 Uhr

Hi,

Also ich würde dir empfehlen mit einem Kinderarzt darüber zu reden. Ich bin kein Vegetarier und werde es mit ganz großer Sicherheit nie werden, dafür schmeckt mir mein "Fleisch" viel zu gut.

Ich weis nur das man dem Kind keine Essgewohnheit von sich selbst "aufdringen" sollte. Biete deinem Kind alles an Möglichkeiten an. Auch Fleisch, Fisch, Ei, Wurst.....! Wenn dein Kind diese Gerichte nicht mag braucht es die ja nicht zu essen aber wenns ihm schmeckt lass es essen!! Wie sonst soll es vernünftig essen lernen??? Es gehört nunmal dazu und im Fleisch sind nunmal Nährstoffe die das Kind braucht. Ich weis nicht wie sich ein Vegetarier die Nährstoffe holt ob es da Zusatzpräperate gibt aber wenn sind die sicherlich nicht gut für Kinder!!

Lass dein Kind entscheiden!!!!

LG KiKi und Lainie SSW 31+6

Beitrag von pollerkermit 28.02.06 - 18:26 Uhr

Hallo,
ich bin selber seit über 10 Jahren Vegetarier, auch mein Mann ist nur noch ein paar Mal im jahr Fleisch, wenn es sich halt so ergibt. Meine Werte in der SS sind immer in Ordung und auch mein FA hatte an meiner vegetarischen Ernährung nichts auszusetzten. Das Sie ausgewogen sein sollte, versteht sich von alleine.....

Trotzdem werde ich mein Kind nicht rein vegetarisch ernähren, weil das m.E. eine Entscheidung ist, die es irgendwann selber treffen soll...nach RS mit meiner Hebamme werde ich versuchen, alle vegetarischen Gerichte frisch für die Kleine zuzubereiten und dann ca. 2 mal pro Woche auf fleischhaltige Gläschen zurückgreifen, da mich die Zubereitung zu große Überwindung kosten würde - Abschmecken würde schomal garnicht gehen...

Ich hoffe, dem Kind so eine vernünftige Alternative bieten zu können, mal ganz abgesehen davon, daß die zukünftigen Großeltern auch ganz große Fleischesser sind und das Kind bestimmt gerne mit dem ein oder anderen Stück Fleisch verwöhnen werden.
Solange es Ihr schmeckt, freut es mich.....

Liebe Grüße,
Doro (30 SSW)

Beitrag von monique_15 28.02.06 - 20:00 Uhr

Hallo Ioqui,

ich kann dir jetzt zwar gerade keine Studie zitieren, aber ich hab mich mit dem Thema schon öfter befasst. Fazit: Vegetarisch ernährte Kinder leiden KEINERLEI Mangel.
Vorausgesetzt, du hältst dich an eine ausgewogene vegetarische Kost; dazu muss man halt vielleicht auch mal in ein schlaues Buch gucken oder so.

Mein Mann und ich sind sowas wie 98-Prozent-Vegetarier ;-), d.h. es gibt nur alle paar Monate mal, wenn wir Heißhunger drauf haben, ein Stück Leberwurst oder ein Schweinesteak- aber dann bitte nur aus dem Bioladen.

Wer schon kleine Kinder mit Wurst aus dem konventionellen Supermarkt füttert, muss sich klar sein, dass er da Geschmacksverstärker, Stabilisatoren, Farbstoffe und nicht zuletzt Hormone und Antibiotika zum Einsatz bringt :-%. Was daran gut sein soll für die kindliche Entwicklung...? #kratz

Ich habe meine Tochter aber von Anfang an NICHT vegetarisch ernährt. Sie durfte immer frei wählen, was sie will. Auch in ihre Gemüsebreie habe ich hin und wieder Fleisch gerührt.
Heute ist sie 3 1/2, und sie mag, wie fast alle Kinder, sehr gerne Würstchen. Dabei ist es ihr aber schnuppe, ob es eine Sojawurst ist oder ein Wiener Würstchen. Was sie nicht mag, ist pures Fleisch. Das kaut sie stundenlang und schiebt es von einer Backe in die andere - und spuckt es dann meistens aus. Fisch lehnt sie auch ab. Gerichte mit wenig zerkleinertem Fleisch mag sie ganz gerne (also mit Speckwürfelchen oder mit Hackfleisch) - aber ich glaube, eine große Fleischesserin wird sie nie werden.
Sie ist jedoch kerngesund und für ihr Alter extrem groß und fit. Sie ist sehr selten krank.

... So, und nun hab ich doch noch ein Zitat gefunden:
"Skepsis schlägt vegetarischen Eltern vor allem im Hinblick auf die Versorgung mit Eisen entgegen. Wenn Sie einige Grundregeln beachten, ist es jedoch nicht schwierig, die Eisenversorgung Ihres Babys sicherzustellen. Eisen tierischer Herkunft ist zwar leichter verwertbar, aber in genügend pflanzlichen Lebensmitteln ist reichlich Eisen enthalten, das durch die Kombination mit Vitamin C-haltigem Obst und Gemüse für den Körper ebenfalls problemlos zu verwerten ist. Machen Sie es sich deshalb zur Regel, bevorzugt eisenhaltige Lebensmittel (z.B. Hirse, Amaranth, Hafer, Grünkern und andere Getreidesorten, getrocknete Aprikosen, Datteln, Pflaumen, Rosinen, Fenchel, Schwarzwurzeln, Möhren, Spinat, Brokkoli, Petersilie, Rote Bete, Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Naturreis, Tempeh, Mandelmus, Sesammus, Traubensaft, Zuckerrübensirup) zu verwenden, nach jedem Gemüsebrei ein paar Löffel Vitamin C-haltigen Obstbrei als Nachtisch zu geben und Getreidebreien möglichst eine Vitamin C-haltige Zutat (z.B. Petersilie, Orangensaft, Kiwi oder Sanddornmus) beizumengen. Zahllose kerngesunde ovo-lakto-vegetarische Kinder auf der ganzen Welt beweisen, dass sich die Mär vom Eisenmangel mit ein bisschen Grips bei der Ernährungszusammenstellung jeden Tag aufs neue widerlegen lässt. "
Das stammt von der Seite http://www.vegetarisch-einkaufen.de/Serv/ITxt/Kinder/kinder.html

Also dann: #mampf

Lieben Gruß, Monique

Beitrag von cocomiss 01.03.06 - 05:28 Uhr


Hallo Ioqui,

Du hast zwar schon jede Mange Antworten bekommen, aber ich muss auch noch kurz meinen Senf zum Besten geben. Wie die meisten hier bin ich gegen eine fleischlose Ernährung bei Kindern.
Ich bin seit knapp 16 Jahren Vegetarierin und zwar strenge (anfangs - mit 9 Jahren- allergiebedingt, kam später erst die Überzeugung hinzu). Dennoch war für mich recht früh klar, dass ich im Falle einer Schwangerschaft meinem Kind zuliebe sämtliche Prinzipien lockern würde. Als ich meinem Frauenarzt davon berichtete, riet er mir allerdings energisch ab, da es (wie bei einer der Vorrednerinnen) ein zu hohes Allergierisiko gäbe. Das ist nun allerdings nicht zu pauschalisieren, denn wenn Du gar nicht allergiebedingt Vegetarierin wurdest (oder keine strenge vegetarische Diät hälst), muss das nicht sein. Bei Fisch ist das wohl anders, weshalb ich diesen auch probierte, gleich danach aber wieder ausbrechen musste - nieieieieieieieieieieieieieieieieiieieiei wieder!!!!! :-%
(Prinzipiell sind halt Milchprodukte superwichtig, weshalb man sich auch definitiv nicht vegan ernähren sollte, wenn man schwanger ist.)
Abgesehen davon habe ich aber auch nicht das Problem, kein Fleisch zubereiten zu können. Normalweise (also nicht schwangerschaftsübel) koche ich meinem (absolut fleischfressenden!!!) Mann feischhaltige Speisen (ohne Abschmecken!) und bin auch sonst mächtig tolerant! Soll halt jeder sehen, wie er das mit sich vereinbaren kann.
So, nun aber zu Kindern: In der Anfangszeit (beim Stillen oder Zufüttern), können die Babys sowieso noch kein Fleisch verdauen (nur die Aminosäuren und andere Nährstoffe, die werden aber "rausgezogen (?) wie beim Stillen - bin da jetzt nicht total firm, sorry). Es ist also egal, ob die Eltern Vegetarier sind oder nicht! Später ist das aber sehr wohl wichtig!!!, auch wenn im Einzelfall ein vegetarisch ernährtes Kind mal völig gesund durchs Leben kommt (es wird nicht gleich dran sterben oder so, weil es chronischen Fleischmangel hat. Das ist ja Quatsch, aber "förderlich" ist es eben auch nicht). Man bedenke nur, dass wir Größeren uns unsere Aminosäuren, die wir eben durch die fleischlose Ernährung nicht bekommen, z.B. durch asiatisches Essen (chin. Gemüse/Gewürze) kompensieren und das willst Du ja einem/r Einjährigen hoffentlich nicht verabreichen?! ;-)
Außerdem habe ich für mich noch ein nicht unwichtiges Gegenargument gefunden: Wenn wir nunmal davon ausgehen, dass Menschen rein biologisch gesehen Fleischfresser sind (kann man ja noch an den Zähnen sehen, dass es evolutionsbiologisch eben so ist, ob man sich dagegen später zu Wehr setzt oder nicht!), dann möchte ich meinem Kind die Möglichkeit geben, selbstbestimmt zu entscheiden wie es leben mag. Sollte es mir mit, keine Ahnung, vielleicht mit 8 Jahren mitteilen, dass es vegetarisch leben möchte, bitteschön, wenn es merkt, dass es sich geißeln muss und lieber wieder Fleisch essen mag, auch in Ordnung (ist ja vermutlich sogar so, dass sie zu Fleischessern werden, gerade weil sie so erzogen wurden. In meiner Trotzphase hätte ich das aus Rebellionszwang jedenfalls durchaus so gehandhabt!). Ich will jetzt niemanden hier angreifen (um Gottes willen, ich kenne ja keinen persönlich!), aber speziell in meinem früheren Pubertäts-Freundeskreis, kannte ich einige echt "militante" Vegetarier, die ach so tolerant, jeden schief ansahen, der eben nicht mitzog. Das finde ich echt blöd, zumal gerade diese dann völlig inkonsequent Lederschuhe anhatten und kleine Fischchen aßen, als wären das keine Tiere. Tja, einige von denen essen wieder maßlos Fleisch, andere sind gleich zu Veganern mutiert (Entschuldigung, war jetzt aber auch intolerant #hicks) und haben leider kranke Kids.
Naja, so schlimm ist es nicht, ich wollte natürlich nur mein Argument unterstreichen, dass ich finde, Kinder sollten (meiner Meinung nach aber nicht zwingend völligst antiautoritär, obwohl dieser Begriff auch schon wieder übelst negativ konnotiert ist; ich hoffe aber, Du weißt, was ich meine!) zu selbstbestimmten Menschen erzogen werden.
Mmh, das war jetzt ja recht lang (das passiert halt morgens gegen 5.30 Uhr, wenn man chronischen Schlafmangel hat) und hat hoffentlich etwas zu Deinen Überlegungen beigetragen! Liebe Grüße jedenfalls und viel Spaß noch in der Kugelzeit!

Coco & co (ab morgen in der 11. SSW)

Beitrag von antonina1976 10.11.06 - 11:11 Uhr

ich wüßte nicht welche Nahrstoffe dem Kind fehlen würden, wenn das Kind kein Fleisch bekommt. Das Fleisch hat ja fast gar keine Vitamine... Die ein paar Mineralstoffe, die im Fleisch sind kann man ja auch aus den Pflanzen bekommen.

Ich bin überzeugt, dass man ein Kind nicht nur vegetarisch sondern auch vegan gesund ernähren kann...

Beitrag von s_a_m 10.11.06 - 12:08 Uhr

Liebe Grüße
Sabine

Das vegetarische Baby. Gesunde Ernährung von Anfang an (Irmela Erckenbrecht)

So schmeckt's Kindern vegetarisch (Irmela Erckenbrecht)


http://www.vegetarierbund.de/nv/nv_1999_1__Vegetarische_Ernaehrung_von_Kindern__Silke_Hermann,_Claus_Leitzmann.htm

http://vegetarierbund.de/nv/nv_1999_1__Vegetarische_Ernaehrung_in_der_Schwangerschaft__Ulrike_Heins,_Claus_Leitzmann.htm