hilfe, stillprobleme - bin verzweifelt!!

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von pebbles26 28.02.06 - 22:06 Uhr

hallo,

vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?! also ich habe seit ca. 3 -4 wochen ein stillproblem mit meinem sohn tim (4 monate), und zwar macht er jedesmal beim trinken ein mordstheater nach 2 - 3 minuten, obwohl ich eigentlich noch genug milch habe, aber ich habe das gefühl, es kommt ihm nicht mehr schnell genug od. viel genug ?! Er trinkt dann auch nur maximal 5 minuten (insgesamt an beiden brüsten!! dazwischen ist aber auch immer geschrei) er zieht und schluckt zwar mächtig schnell, aber ich kann mir eben nicht vorstellen, dass das reicht (oder doch?! bin total ratlos).... könnte gerade echt heulen, ich meine es ist ja nicht so, dass tim sehr schmächtig ist, er scheint auch nicht an gewicht zu verlieren oder so, aber es geht halt jetzt schon seit 4 wochen so, dass er total das theater macht wenn´s ums trinken geht.. ich hatte ja auch vor mind. 6 monate voll zu stillen, allerdings ist es momentan so, dass weder tim noch ich mit der situation zufrieden sind, es ist einfach alles andere als harmonisch, so sehr ich das stillen auch geniesse bzw. seit knapp 3 - 4 wochen eben nicht mehr geniesse ... ehrlich gesagt bin ich drauf und dran evtl. doch fläschchen zu geben.. (was er aber auch verweigert ) hat mir jmd von euch einen tip was ich tun kann? ich kann mir wirklich nicht erklären, was mit meinem kleinen schatz gerade los ist, allerdings glaube ich nicht an einen schub, da es dafür schon zu lange geht unentschlossen und auch für eine phase scheint es mir doch schon zu eingefahren zu sein...

vielen dank schonmal

lg

pebbles m. tim (geb. 21.10.05)

Beitrag von maimuni 28.02.06 - 22:31 Uhr

Hm,
also wirklich helfen kann ich dir leider auch nicht, hoert sich kompliziert an. Aber warum probierst du nicht einfach deine Milch abzupumpen und ihm dann deine Milch im Flaeschen zu geben. Falls er das auch nicht akzeptiert kann es vielleicht sein das du etwas isst was ihm nicht passt? Oder raucht jemand in deiner Umgebung? Bist du koerperlich mehr belastet als sonst? Es kann viele Faktoren haben. Hab mit meinen Kleinen Junior 3 Monate auch ab und da schwierige Tage beim stillen. Hatte erst kuerzlich ein Problem, wollte die Suessigkeiten und Saefte in meiner Ernaehrung weglassen und stell dir vor meine Milch ging zurueck und er meckerte den ganzen Tag. Na ja wuensch Dir viel Glueck und Kopf hoch, versuch relaxed zu bleiben denn wenn es dir zu sehr auf den Nerven zehrt bekommt das dein Kleiner als erster mit.

Beitrag von sparrow1967 28.02.06 - 22:52 Uhr

Vielleicht schießt deine Milli auch zu schnell raus, so dass er mit dem Schlucken gar nicht recht nachkommt?

Versuch doch einfach mal, vor dem Stillen entwas auszustreichen, so das der erste Druck weg ist...

Unser Junior trinkt manchmal nur 5 minuten an einer Brust und es reicht ihm.


sparrow & Moritz*19.11.05

Beitrag von barbarella1971 28.02.06 - 23:36 Uhr

Ich hab eher das Gefühl, er kommt mit Schlucken kaum nach und ertrinkt fast in der Milch. Dafür würden auch die 2-3 Minuter sprechen wo es ja anfangs noch gut geht. Dann kommt der Milchspendereflex und er muss schlucken schlucken schlucken...
Meine Tochter hatte auch einige Wochen so ein Schreiverhalten beim Trinken. Andocken - abreissen - andocken - abreissen... Und sie hat auch nur 5-10 Min. getrunken und war rund und prall wie ein Würstchen dabei...
Ich kann Dir nur raten, durchzuhalten und zu hoffen, dass sich die Milchmenge bald auf den Bedarf Deines Kindes einstellt. Bei mir war das der Fall, ohne dass ich was getan hätte. Ich hab mir da gar nicht so viele Gedanken dazu gemacht. War halt so. Und dann kam eine lange Zeit, wo wir das Stillen richtig genossen haben.
Mit Ausstreichen, Pfefferminztee etc. hab ich keine Erfahrung, könnte aber eine mögliche Massnahme sein.

Liebe Grüsse, Barbara

Beitrag von me.mom 01.03.06 - 22:20 Uhr

hallo pebbles,

vielleicht tröstet es dich, dass ich momentan was ganz ähnliches mit meinem sohn erlebe, und der ist 3 wochen jünger als deiner - du hast das problem jetzt seit 3/ 4 wochen ...
schließ einen schub nicht aus. der berüchtigte 19. woche-schub wirft seien schatten angeblich schon ab der 15./ 16. woche voraus und typisch ist, dass die kinder schlechter trinken, so dass viele mütter annehmen, ihre milch reiche nicht mehr. das kann durchaus einige wochen dauern. das buch "oje, ich wachse" hilft mir immer wieder über solche "zappel-schrei-fuchtel-verschluck-wütendwerd" phasen ;-)hinweg.

alles gute,
nike

Beitrag von zea 02.03.06 - 12:59 Uhr

hallo pebbles,

ich kann dich gut verstehen. wir hatten (und haben immer noch ein bisschen) auch solche probleme beim stillen. kurz angesetzt, gebrüllt, weggedreht, wieder nen schluck genommen... - ein kraftakt für beide. und du hast recht, das ist nicht befriedigend! bei mir kam dann in einer brust noch ein milchstau dazu, knoten an verschiedenen stellen. schlimm. hier meine tipps :-)

im halbschlaf stillen (ich hab meinen kleinen auch mal tagsüber aufgeweckt und nachts ging es eh ohne probleme - ist das vielleicht bei dir ähnlich?)

so wenig ablenkung wie möglich (kein fernseher, bei mir ist sogar mein mann immer raus gegangen, am besten abdunkeln)

so schwer es klingt: geduldig sein und ihn nicht zum trinken zwingen (wenn ich schon den tränen nahe war und dachte, jetzt trinkt er wieder nichts und ich muss abstillen, gings manchmal)

immer wieder pausieren und bäuerchen machen lassen (zwar auch nicht entspannend, aber vielleicht braucht er das ja, wenn er so hastig saugt?)

da du nicht weißt, ob zu viel oder zu wenig milch nach 2,3 minuten kommt, setz doch einfach mal ab (auch wenn ihm das wahrscheinlich nicht gefällt!) und schau durch ausstreichen, ob viel kommt/spritzt oder nicht, dann kannst du vielleicht besser darauf reagieren. bei mir wars so, dass es ihm manchmal zu lange dauerte, bis der milchspendereflex einsetzte und er wütend wurde, dass nicht genug kommt (dann mein tipp: vorher brust wärmen oder anpumpen). wenn es andersrum ist, ist es einfacher. einfach absetzen und ausspritzen lassen (hatten wir auch schon, den strahl ab ich eine tasse :-) und dann wieder anlegen, am besten im liegen stillen, da hast du mehr bewegungsfreiheit.

ich hatte dann auch angst, er bekommt zu wenig flüssigkeit. aber es ist wirklich so, wie alle (bei mir eine stillberaterin) sagen: sie nehmen sich, was sie brauchen. seit ein paar tagen trinkt felix (bei nur schwachem gezeter) wieder richtig viel und ich bin seit drei wochen wieder etwas beruhigt!!

halt durch! ich wünsch dir, dass es sich bald wieder ändert..

liebe grüße,
zea und felix (14 wochen)