kind "teilen"

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von ninjanin 15.03.06 - 11:11 Uhr

hallo

mein freund und ich haben uns getrennt und mittlerweile geht es uns relativ gut damit. unsere tochter ist 15 monate alt.

mein freund war immer schon ein sehr engagierter vater, der smilla oft und lange allein betreut hat. das möchte er natürlich auch nach der trennung tun. nur bedeutet das seit der trennung natürlich, dass smilla bei ihm ist, bei ihm übernachtet. sie ist etwa drei tage und nächte die woche bei ihm.

das fällt mir oft nicht leicht, ihr manchmal auch nicht. trotzdem denke ich, dass ihr die intensive beziehung zum vater eigentlich gut tut und selber bin ich auch froh, zeit für mich zu haben.

ich habe oft das gefühl, mit dieser 50:50-lösung allein zu sein, meist übernehmen die mütter ja das kind und der vater schaut mal am wochenende vorbei. gibt es hier noch andere, die ihr kind wirklich "teilen"? und wenn ja, wie geht es euch und euren kindern damit?

ninjanin

Beitrag von xxaniaxx 15.03.06 - 12:44 Uhr

genauso sollte es sein!

Vorbildlich!!!!#freu#blume

Beitrag von manavgat 15.03.06 - 13:16 Uhr

Leider kenne ich nur Kinder, die durch diese Hü-und-Hott-Regelung völlig durch den Wind sind.

Meiner Meinung nach braucht ein Kind ein verlässliches ERstzuhause, um sich geborgen fühlen zu können. Alles andere gleicht einem Zigeuerleben.

Gruß

Manavgat

Beitrag von xxaniaxx 15.03.06 - 14:18 Uhr

da stimm ich dir überhaupt nicht zu!

kinder verkraften ein ständiges hü und hott besser als überhaupt kein kontakt oder nur erbärmlicher ich seh dich alle 2 wochenende Kontakt.

Endlich mal ein Vater der zum Kind steht....würde ich mir wünschen....

ania

Beitrag von sweetlady0020 15.03.06 - 20:38 Uhr

Huhuuuu Ania,#blume



Hier























schieb Dir was von meinem Mann rüber:

Liebervoller Vater, zahlt pünktlich und gut, will sich kümmern, darf es aber nicht, sondern nur mal alle zwei Wochen von 10 bis 18 Uhr und an dem Freitag dazwischen von 15 bis 19 Uhr. Mehr erlaubt sie nicht......

Gibst mir dafür was von Dir, für sein Ex? :-p #huepf


Sie weiß nämlich gar nicht wie gut sie es hat. (Ich glaub sie wünscht sich in so einer Situation wie Du zu sein (macht jedenfalls den Eindruck))


Liebe Grüße

Janine#klee

Beitrag von luis1 15.03.06 - 19:40 Uhr

schön, dass du eine meinung hast.

aber ein zigeunerleben ist das sicherlich nicht.

hättest dir diesen satz verkneifen können, dann wäre dein beitrag für die fragende bestimmt qualifizierter gewesen.
#bla

Beitrag von sweetlady0020 15.03.06 - 14:11 Uhr

Hallo Ninjanin,

ein ganz dickes #pro#pro#pro an Euch beide, dass das so gut funktioniert. Die Kleine braucht Euch Beide, egal ob zusammen oder nicht.

Das es Dir nicht leicht fällt, kann ich durchaus verstehen, aber tuh Dir und Deinem Kind den gefallen und mach das nicht kaputt. Wenn er ein guter Vater ist, dann nimm ihm nicht die Zeit, die er mit seiner Kleinen hat. Er braucht die Püppi sicher genauso wie Du und die Kleine braucht ihn.

Suche Dir in der Zeit einen Ausgleich, so das Du nicht stets und ständig daran denken musst. So würde es Dir leichter fallen.

Liebe Grüße

Janine#klee

Beitrag von frida67 15.03.06 - 14:20 Uhr

Hört sich ja erstmal sehr gut an. Allerdings finde auch ich, dass der ständige Wechsel dem Kind schon eine Menge abverlangt. Wenn Du schreibst, ihr fällt es auch manchmal schwer - puh!

Letztlich müsst Ihr beide einfach sehen, dass es ihr gut dabei geht. Bei meiner Tochter war es so, dass sie auch im frühen Alter regelmäßig beim Vater übernachtet hat - so ca. alle 2 Wochen. In der Zeit dazwischen hatte er sie einmal die Woche den ganzen Tag und ist öfters am Abend vorbei gekommen, um sie mit ins Bett zu bringen.

Dies ist alles sehr eingeschlafen als sie etwas größer wurde, weil er eine neue Beziehung eingegangen ist und mehr seinen eigenen Interessen nachgehen wollte.
Es war recht schwer, Ihr das zu erklären, ohne dass sie sich vom Vater zurückgesetzt fühlte. Da habe ich manches Mal schon gezweifelt, ob das alles so richtig war. Heute schläft sie ab und zu beim Papa, findet das dann auch völlig in Ordnung.

Viele Grüße
Frida

Beitrag von mica2406 15.03.06 - 18:31 Uhr

Hi!
Das halte ich für die beste Lösung für ein Kind. Dass Du damit "allein" bist stimmt nicht ganz. Dass Du ein seltenes Exemplar bist, liegt daran, dass viele Eltern ihre persönliche Verletztheit über das Kindeswohl stellen. Ein Kind braucht beide Eltern! Und so wie es die bekommt verkraftet es das auch.
Am wenigsten belastend ist sowas, wenn ihr möglichst nah zusammenwohnt...
LG und weiter gutes Gelingen!

Beitrag von tweety74 15.03.06 - 19:01 Uhr

hallo!
mein sohn sieht seinen papa jedes 2. WE von freitagnachmittag bis sonntagabend, jeden mittwochnachmittag und an den mama-WE auch noch einen nachmittag. ansonsten lebt mein kleiner bei mir.
rein rechnerisch ist das eine 22:78 lösung mit der wir alle soweit gut klarkommen.

lg tweety

Beitrag von marie68 16.03.06 - 08:56 Uhr

guten morgen,

der sohn(heute 12 j.) meines mannes war 5 jahre lang jedes WE bei uns + jeden mittwoch und "natürlich" in den ferien so wie feiertags.mein mann ist damals extra im gleichen ort wohnen geblieben damit der kleene kommen und gehen kann wie er es möchte.
im august 05 ist er ganz zu uns gezogen(die gründe lassen wir mal...)
sie nimmt leider ihr besuchsrecht sehr selten in anspruch und telefonieren ist auch nicht so oft.
der vater meines sohnes (auch 12) interessiert sich auch schon über 1 jahr nicht mehr für seinen sohn,obwohl er ihn auch sehen dürfte wann er wollte...aber er hat ne neue freundin und sie mag kinder allgemein nicht so dolle.
beide jungs kommen sehr gut klar damit und nach aussagen beider wollen sie auch das es so bleibt wie es ist.
immer wieder mal versuchen mein mann und ich den zweien ihr anderes elternteil "schön zu reden",aber das bringt nichts.inzwischen sind sie alt genug und bilden sich ihre eigene meinung.

Beitrag von kaeseschnitte 18.03.06 - 20:21 Uhr

hallo ninjanin
ja, hier. allerdings kann ich dir noch keinen erfahrungsbericht abgeben, da wir erst grad damit starten. ich finde es gar nicht toll. allerdings vor allem, weil der kleine (19mt) 5 tage die woche in der kita ist und ich ihn eh schon so wenig sehe. und jetzt dann "so wenig/2". meine befürchtung ist die von manavgat, nämlich dass es zu viel ist für ihn, neben der ganzen krippenzeit. allerdings kann ich von meiner seite her im moment überhaupt nix dran ändern (auch wegen der finanziellen mehrbelastung). mal sehen, wie es wird...
ich habe versucht, mich bei fachleuten zu erkundigen. ich habe unterschiedliche antworten erhalten. die mütterberaterin meint, dass das kleinkinder schon hinkriegen, wenn eine regelmässigkeit und zuverlässigkeit drin ist. eine andere dame, die ich übers internet kontaktiert habe, war da sehr skeptisch. sie meinte, das entspräche mehr dem bedürfnis der eltern als demjenigen der kinder, die sehr wohl ein festes zu hause bräuchten. dann habe ich noch mit einem zürcher forschungsinstitut, das im kleinkindbereich tätig ist, kontakt aufgenommen. die meinten, das müsse man individuell anschauen und hänge von so vielen faktoren ab, dass man keine pauschale aussage treffen könnte. sprich: ich bin so schlau wie vorher...#schmoll
ich wünsche euch, dass es bei euch gut klappt und eltern und kind zufrieden sind damit. ich für meinen teil werde noch einige zeit brauchen, um mich damit anfreunden zu können...
liebe grüsse
kaeseschnitte