seltsame Frage: Sperma mit Blut!?

Archiv des urbia-Forums Liebesleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von anonymous_girl 16.03.06 - 09:41 Uhr

Hallo,

ich habe mal eine eher ungewöhnliche Frage.
Gestern als ich mit meinem Partner das volle Programm durchgezogen habe, ist er etwas zu früh und nicht in mir gekommen. Dabei fiel uns auf, dass im Sperma Blut zu sehen war.
Hat jemand auch schonmal sowas erlebt und wenn ja was könnte das sein?
Er meinte das es kurz wehgetan hat. Es schein auch nicht äußerlich zu sein. Jedenfalls keine Spur davon. #kratz

Danke schon mal..

Betty

Beitrag von bluehorizon6 16.03.06 - 09:44 Uhr

Es kann sein das innerlich ein Äderchen geplatzt ist.

Auf jeden Fall beobachten ob der Urin auch gefärbt ist und sich das Sperma noch einmal anschauen.

Wenn die Färbung weiter erkennbar bleibt bitte sofort
zum Doc.

BlueH6

Beitrag von takam 16.03.06 - 09:43 Uhr

Kann es sein , daß da irgenwas gerissen ist ??

Vielleicht sollte er mal zum Arzt gehen ;-)

Beitrag von stefan1966 16.03.06 - 09:45 Uhr

Hallo Betty,

ich habe einmal bei Netdoktor nachgeschaut:

Bei der Blutbeimengung zum Sperma handelt es sich in den meisten Fällen um eine entzündliche Veränderung im Bereich der Samenbläschen. In sehr seltenen Fällen ist eine Blutbeimengung zum Sperma jedoch ein erstes Zeichen eines bösartigen Tumors im Bereich der Samenbläschen. Weitere mögliche Quellen der Blutung können Entzündungen der Prostata (Vorsteherdrüse), der Harnröhre und der Harnblase sein. Außerdem sollte immer die Möglichkeit einer Verletzung im Rahmen des Geschlechtsverkehrs in Betracht gezogen werden. In jedem Fall ist eine baldige und genaue urologische Abklärung anzuraten, da die Blutbeimengung zum Sperma theoretisch auch aus der Blase oder aus der Harnröhre stammen kann. Zur Abklärung ist eine Harnuntersuchung obligat.

Weiters ist eine rektale Untersuchung der Prostata (Abtasten der Prostata durch den Enddarm) und eine Zystoskopie (Blasenspiegelung) Standard. Zur weiteren Routineuntersuchung gehört ein Ultraschall der Prostata und der Samenbläschen, am besten ein rektaler Ultraschall. Als zusätzliche diagnostische Möglichkeit steht eine Magnetresonanzuntersuchung (MR) von Prostata und Samenblasen zur Verfügung.

Anhand der aufgelisteten Untersuchungen wird es in der Mehrzahl der Fälle möglich sein, die Ursache der Blutbeimengung zum Sperma festzustellen und einen Tumor auszuschließen. Die Behandlung erfolgt bei Entzündungen mit dem entsprechenden Antibiotikum sowie abschwellenden entzündungshemmenden Medikamenten.

Sollte ein Tumor der Samenblasen nachgewiesen werden, ist eine operative Behandlung notwendig. Sollte bei der urologischen Untersuchung eine andere Blutungsquelle gefunden werden, etwa ein Blasentumor, ist natürlich die Ursache der Blutung entsprechend zu behandeln.

LG

Stefan (der Arzt, dem die Frauen vertrauen) #cool

Beitrag von anonymous_girl 16.03.06 - 10:00 Uhr

Wow hätte nicht gedacht das es so viele Ursachen gibt :-(

Also 1 Tag beobachten und dann zum Arzt schicken, wenn es nicht besser wird..

Danke auf jeden Fall, jetzt nehme ich die Sache gleich ernster!

Betty

Beitrag von sweethart 16.03.06 - 10:02 Uhr

Hallo, mein Freund hatte das vor 2 Jahren auch. Er hatte eine Entzündung der Prostata. Er soll mal zum Arzt gehen und das abchecken lassen. Bei meinem Schatz war damals zusätzlich das Problem, dass er ab und zu n paar tröpfchen Pippi in seinen Shorts hatte und das Blut im Sperma war auch und es hat ihm auch beim "Abfeuern" weh getan...

Beitrag von manuela_davidsen 16.03.06 - 10:43 Uhr

Ab zum Arzt, wozu ist er (hoffentlich) krankenversichert. Das Problem lässt sich hier nicht lösen und ist mit Sicherheit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
LG
Manu