Mahngebühr

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von mupfellucy 16.03.06 - 12:43 Uhr

Hallo, Ihr Lieben!

Uns flatterte gestern leider eine Mahnung ins Haus, weil wir die Überweisung verpennt haben.

Sind denn 10% Mahngebühr zulässig? #kratz Ich finde das echt n bißchen happig! Hab jetzt einfach die offene Forderung ohne Mahngebühr überwiesen. Oder kann das Ärger geben?

Liebe Grüße,
mupfellucy

Beitrag von regeane 16.03.06 - 13:06 Uhr

Hi Du!

da steht doch sicher "sollten sie bereits bezahlt haben, ist diese mahnung hinfällig" oder so was drauf, oder? wenn ja, dann habt ihr halt erst nach der überweisung die Mahnung erhalten ;-) War ja sicher kein Einschreiben, oder?

Liebe Grüße,
Regeane mit Ronja (*30.10.2005)

Beitrag von ma7schi 16.03.06 - 13:09 Uhr

Auf Privatmahnungen, also Versandhäuser usw., ist bei der 1. Mahnung keine Mahngebühr zulässig.

M.

Beitrag von maeuschen06 16.03.06 - 13:58 Uhr

Hallo,

erst mal sind Mahnungen von Versanhäusern keine Privatmahnungen! Mahngebühren dürfen aber bereits bei der ersten Mahnung verlangt werden, bei mehr als 10 Euro hätte ich aber Bedenken (es sei denn, der angemahnte Betrag ist sehr hoch).

lg

Beitrag von ma7schi 16.03.06 - 14:00 Uhr

Das sehe ich anders.

Es sind Privatmahnungen im Gegensatz zu Mahnungen vom Finanzamt, Bußgeldstelle, Krankenkasse usw.

M.

Beitrag von maeuschen06 16.03.06 - 16:05 Uhr

#kratz Wieso ist Versanhaus privat, aber Bußgeld nicht? Das hat doch nichts mit Firma, Unternehmen etc. zu tun? Die mußt du doch auch privat bezahlen, wenn du Privatmahnung so definierst.

Vielleicht stehe ich ja auch auf der Leitung. #gruebel

Beitrag von ma7schi 16.03.06 - 18:27 Uhr

Es gibt den Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Forderungen.

Forderungen vom "Staat" sind öffentlich. Alle anderen privat.

Es hat nichts damit zu tun, dass du sie privat bezahlst, sonder es ist ausschlaggebend, wer sie erhebt.

Ich hoffe, ich habe es richtig erklärt.

M.

Beitrag von flocke123 16.03.06 - 15:48 Uhr

Hallo,

aaalsooo, es kommt - wie so oft - auf den Einzelfall an.

Normalerweise sind Mahnkosten als Verzugsschaden nur dann ersatzpflichtig, wenn bereits Verzug bestand. Dies ist der Fall, wenn
a) die Rechnung bereits eine kalendermäßig bestimmbare Zahlungsfrist auswies (also ein festes Datum, nicht innerhalb von 3 Wochen o.ä.) oder
b) Du bereits eine Mahnung erhalten hattest.

Dh. wenn in der Rechnung keine Zahlungsfrist stand, ist die erste Mahnung sozusagen "frei".

Weitere Mahnungen mußt Du bezahlen. Ob die Mahnung Dir zugegangen ist oder nicht - wie das weiter oben geraten wurde, den Zugang abzustreiten - , ist unerheblich. Der Gläubiger muß nur nachweisen, daß eine Mahnung erstellt wurde.

Ob Kosten von 10 % zulässig sind, kann ich nicht beurteilen. Es kommt auf den Gesamtbetrag an. Normalerweise liegen die Pauschalen bei 5,00 EUR; der Gläubiger kann aber auch nachweisen, welche Kosten ihm tatsächlich entstanden sind (Personalkosten, Porto, etc.).

Ich würde mir aber da keine Gedanken machen: Normalerweise sind die Gläubiger zufrieden, wenn wenigstens die Hauptforderung beglichen ist und geben dann Ruhe (so handhabe ich das auch).

Ich würde jetzt erst mal abwarten, ob da noch was kommt.

VG
Susi

Beitrag von nick71 16.03.06 - 18:12 Uhr

Zunächst würde ich mal nur den Rechnungsbetrag (also ohne Mahngebühr) überweisen. Die meisten Rechnungssteller sind schon zufrieden, wenn sie überhaupt ihre Rechnung bezahlt bekommen...bei der heutigen Zahlungsmoral auch kein Wunder ;-) Wenn die auch noch die Mahngebühr unbedingt haben wollen, werden sie sich schon wieder melden.