Bericht MSN, Halbe Rente f. Kinderlose. ANSEHEN !!!

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von kathrin83395 16.03.06 - 13:24 Uhr

http://focus.msn.de/finanzen/versicherung/sozialexperten-fordern_nid_26257.html

Das is echt ne Frechheit hoch drei !!!
Was können wir dafür ???

Kathrin

Beitrag von lottamia 16.03.06 - 13:33 Uhr

da hast du recht! ich finde das auch eine frechheit. selbst wenn man sich, aus welchen gründen auch immer, dazu entscheidet keine kinder zu kriegen (das kann hier wohl keiner nachvollziehen, aber so was gibt's), dann kann man diese leute nicht dafür bestrafen. die renten sind jetzt schon ein witz und dann noch weniger. die spinnen doch total!!!!

Beitrag von maeuschen06 16.03.06 - 13:49 Uhr

Hallo,

mal abgesehen von der Höhe der Rente, finde ich den Ansatz sehr gut. Du hast recht, wir können nichts dafür, wenn wir kein Kind bekommen. Aber dafür können wir mehr arbeiten, mehr zur Seite legen, bekommen eine höhere Rente etc. und das ohne was für die Zukunft des Staates zu tun.

Das ganze muss man objektiv sehen. Ein Paar ohne Kinder hat zwei Vollzeitjobs = viel Rente, ein Paar mit Kind(ern) hat nur einen Vollzeitjob und höchstens einen Teilzeitjof = wenig Rente. Das kann es nicht sein. Insofern finde ich die Idee gut.

Und wenn keiner mehr Kinder bekommt (und viele entscheiden sich bewußt dafür!), dann geht es im Staat gar nicht weiter. Dann bekommt auch keiner mehr eine Rente.

lg

Beitrag von silke321 16.03.06 - 14:43 Uhr

Vielen Dank für Deinen Beitrag. Bin ganz Deiner Meinung! #pro

Besitzanspruchsdenken führt bei der Rentendebatte kein Stück weiter. Denn wo nix ist, ist auch nix mehr zu verteilen.


LG,
Silke

Beitrag von lumpi76 16.03.06 - 15:09 Uhr

Hallo Maeuschen,

ich kann dir da im Grunde auch nur zustimmen.

Ich war z.B auch nicht Streiken (arbeite im öffentlichen Dienst) wegen der 40 Std. Woche....
Wäre zwar auch froh nur 30 std. arbeiten zu müssen und das doppelte zu verdienen. Aber wo nix mehr ist, kann man auch nichts wollen.
Und bevor unser Unternehmen privatisiert wird, damit noch mehr Jobs verloren gehen, ich 40 std. arbeiten muß und kein Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld bekomme......da beiß ich doch lieber in den sauren Apfel und sag ja zur 40 std. Woche

Das ist jetzt zwar eine andere Baustelle als das Rententhema, aber im Grundsatz ähnlich. Und mal ganz ehrlich: wir bekommen doch eh keine staatliche Rente mehr und wenn dann nur ein kleines "Gnadenbrot"...

Liebe Grüße
Lumpi

Beitrag von silke2007 16.03.06 - 14:49 Uhr

Hallo,

da mein Mann und ich zu den 2 Mio!!!! Paaren gehören, die ungewollt Kinderlos sind, ist diese Aussage eine absolute Frechheit.

Ich hatte darauf dem CDU-Abgeordneten Norbert Geis eine Mail geschickt, mit dem Hintergrund, das wenn ich kinderlos bleiben sollte auch noch doppelt bestraft werden.

1. wir bekommen die Behandlung nicht ersetzt = Vollzahler
2. absetzen von der Steuer = nicht möglich lt. Finanzbeamter
3. Zuschlag zur Pflegeversicherung = da über 23 und kinderlos nochmal 0,5% Steuern rauf (korrigiert mich, falsch nicht richtig)

Somit wird, falls ich mal keine Kinder haben sollte, auch jetzt nichts für meine Rente machen kann. Wir bezahlen im Moment ca. 600€ Kosten für unseren Kinderwunsch.

Als Antwort kam:

Sehr geehrte Frau ......,

es geht darum, daß die Mütter, die daheim bleiben und ihre Kinder erziehen, am Ende nicht benachteiligt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Norbert Geis MdB


Ich würde die Benachteiligung bewusst in Kauf nehmen, wenn ich dadurch Kinder hätte.

Ich bin soooooo wütend.

LG, Silke

Beitrag von maeuschen06 16.03.06 - 16:33 Uhr

Hallo,

ich kann deine Verzweiflung gut verstehen, geht mir ja nicht anders. Aber du tust sehr wohl was für deine Rente. Im Gegensatz zur Mutter, die mehrere Jahre zu Hause ohne Verdienst und damit ohne Einzahlung in die Rente sitzt, zahlst du in die Rentenkasse ein. Damit geht es dir in der Rente besser, als der Frau mit Kind(ern). Um nichts anderes geht es dabei.

Das du zusätzlich im Moment nichts ansparen kannst, da alles für den Kiwu draufgeht ist blöde, aber was kann denn eine Mutter ansparen? Auch nichts!

Insofern geht es dir (vom unerfüllten Kiwu abgesehen) finanziell besser, als Müttern. Das will der Staat ausgleichen und das finde ich richtig. Das hat doch mit Bestrafung nichts zu tun.

lg

Beitrag von wulla 16.03.06 - 15:06 Uhr

Ich muss ganz ehrlich sagen .... ich fühle mich durch die Tatsache keine kinder bekommen zu können behindert oder zumindestst krank ... und soweit ich weiß darf das keinem Menschen zum Nachteil sein.

Was bedeutet denn bitte "eigene Kinder" in dem Beitrag. Da Adpoption für uns mehr als einen Gedanken wert ist ... würde mich das mal interessieren. da Adoptivkinder ja genau so viel kosten.

Was ist denn mit Singeles, Meschen, die einfach anderweitig krank sind (z.B. Krebs haben und genschädigende Behandlungen hinnehmen mussten) - so wie das da geschildert ist ... ist es einfach undurchdacht.

außerdem was haben Sozial- und Finanzexperten denn noch nicht vorgeschlagen ... und was davon wurde umgesetzt ... das kannst du doch an einer Hand abzählen! Nicht wird so heiß gegessen wie es gekocht wird! Wulla