Heiraten

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von saschma84 16.03.06 - 15:29 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

uns zwar habe ich nur eine kurze Frage: was bedeutet heiraten für Euch?
Also mir ist es ehrlich gesagt schon sehr wichtig einfach weil ich finde, dass es auch nach Außen hin zeigt, dass man ( bzw. auch Frau zu einander stehen ) Nun ist mein Freund erst seit kurzer Zeit geschieden und sagt er will unter keinen Umständen heiraten, denn zum Glück brauch man ja auch keinen Trauschein etc. etc. Naja ich frage mich nur, wenn er es schon einmal gemacht hat, warum nicht bei mir, oder ist die Liebe nicht so groß bei ihm???? Wart ihr auch schon mal in einer solchen Situation?

Beitrag von blondie_baerchen 16.03.06 - 15:35 Uhr

Hallo Saschma!

Bei mir war die Situation genauso, mein Freund hatte sich gerade von seiner Frau getrennt als er mich kennengelernt hat. Weder zusammenziehen noch heiraten war da ein Thema für ihn. Das mit dem zusammenziehen hat er sich nach 8 Monaten anders überlegt, war aber immer noch der Meinung, dass er nicht mehr heiraten müßte.... Irgendwann ging die Aussage dann zu "Wenn ich nochmal heirate, dann Dich" bis hin zu "Mit Dir will ich alt werden und deshalb möchte ich Dich heiraten". Und am 06.06.06 ist es nun soweit!!! #freu Wir sind dann 4 Jahre und 4 Monate zusammen.

Wie lange seid ihr denn bereits ein Paar? Hat er vielleicht einen "Scheidungskrieg" erlebt und deshalb Angst?

Liebe Grüße

Beitrag von morielle 16.03.06 - 15:46 Uhr

Ich seh das nicht so eng mit dem heiraten.
Wenn ich meinen Partner liebe und mit ihm mein Leben verbringen will, ist das schön. Aber warum mit Trauschein? Wer garantiert mir denn, dass ich in 5 Jahren immer noch so darüber denke? Es gibt so viele Menschen, die unglücklich verheiratet sind und da nicht wieder rauskommen. Bist Du lediglich liiert, kannste "einfach" einen Schlussstrich ziehen. Bei vielen Paaren, die ich kenne, ist es auch so, dass sie nur aus finanziellen Gründen (Baby unterwegs) geheiratet haben. Auch erscheint mir es wieder "in Mode" gekommen zu sein, zu heiraten. Und wie immer gilt: Man muss nicht jeden Trend mitmachen. Irgendwo hab ich jetzt mal gelesen "NRW hat die größte Scheidungsrate in Deutschland. Fast jede zweite Ehe wird geschieden" ... nee danke! Nich für mich :-)
LG A.

Beitrag von anyca 16.03.06 - 15:57 Uhr

Ich denke, das ist eine Sache des Lebenskonzepts. Klar kann man auch ohne Trauschein glücklich (oder unglücklich ...) zusammenleben, keine Frage. Und wer gerade eine Scheidung hinter sich hat, sollte das wohl auch erst mal verarbeiten, statt sich sofort in die nächste Ehe zu stürzen.

Ehe heißt für mich: Nicht mehr das Hintertürchen im Blick haben, nicht mehr "mal sehen, im Moment ist es ja ganz nett, aber wer weiß was nächstes Jahr ist", sondern die Aufgabe, gemeinsam das Beste draus zu machen.

In den längeren "nichtehelichen" Beziehungen in meinem Umfeld ist meist doch einer von beiden eher unglücklich mit der Tatsache, daß der andere nicht heiraten will. Und spätestens nach Kind Nr. 2 wird dann in der Regel doch geheiratet ...

Wenn ich wirklich all das anstrebe, was Ehe heißt (dauerhafte Beziehung, füreinander Einstehen etc.), wieso dann nicht heiraten? "Geht doch auch ohne" wäre für mich ein etwas schwacher Grund, da würde auch bei mir ein Gefühl von "er steht eben doch nicht so wirklich zu mir" bleiben.

Es ist halt was anderes, ob mein Partner mir nachts nach ein paar Glas Wein und gutem Sex "Du bist die Frau meines Lebens" ins Ohr flüstert, oder ob er sich vor Staat und Kirche, Freunden und Verwandten zu mir bekennt!

Beitrag von morielle 16.03.06 - 16:02 Uhr

Dasser sich zu Dir bekennt hilft Dir auch nichts, wenner mit Deiner Schwester, Freundin oder ähnliches inne Kiste hüpft, wenn nach ein paar Jahren und Kindern die Luft aus der Ehe is ...

Hab nix gegen Deine Einstellung, aber ich findse bissel naiv, weißt. Eine Ehe ist ein Grund ... aber kein Hindernis.

LG A.

Beitrag von anyca 16.03.06 - 18:25 Uhr

Schiefgehen kann alles im Leben. Soll ich erst gar nicht zur Schule gehen, weil ich ja auch mit Studium arbeitslos sein kann? Kann mich ja auch gleich auf Hartz 4 verlassen ...

Soll ich erst gar kein Haus bauen, weil es ja abbrennen könnte? Kann ja auch gleich im Zelt wohnen ...

Wenn jemand von vorneherein mit der Einstellung "Bloooß nix investeren / riskieren, es könnte ja schiefgehen" an eine Beziehung rangeht, dann bin ich eben im Gegenzug auch nicht bereit, viel zu investieren! Und damit sind die Chancen auf eine langfristige, erfolgreiche Beziehung wohl schon deutlich gesenkt ...

Beitrag von smash79 16.03.06 - 16:01 Uhr

Ich bin in der selben Lage wie Dein Freund.

Bin seit Dez. 04 geschieden, und nun wieder in einer sehr glücklichen Beziehung #freu Mein Schatz war noch nie verheiratet und kann mich darum nicht richtig verstehen, warum HEIRAT #schock für mich ein Tabuthema ist.

Hochzeit, Brautkleid, Eheringe, Standesamt, Kirche, Flitterwochen, da rollen sich bei mir die Zehennägel hoch :-%

Wenn man schon mal so eine grosse Enttäuschung erlebt hat, dann hat man Angst, dass sowas nochmal passiert, und man versteckt sich im Schneckenhaus #schmoll

Das hat mit den Gefühlen für den Partner gar nichts zu tun, nur weil ich ihn nicht heiraten will heisst das noch lange nicht, dass ich ihn nicht liebe #augen

Wir sind auch erst 1/2 Jahr zusammen und wer weiss, vielleicht ändere ich meine Meinung irgendwann, aber ich für mich brauche dafür einfach noch viel, viel Zeit, die mein Schatz mir auf jeden Fall geben wird....

Beitrag von maeuschen06 16.03.06 - 15:58 Uhr

Hallo,

ich kann gut verstehen, dass er nicht noch mal heiraten will. Beim ersten Mal ist man noch blauäugig und hat Hoffnungen, aber wenn es schiefgeht fehlt einfach der Mut fürs zweite Mal.

Außerdem ist er erst kurz geschieden, dass muss er erst mal verarbeiten. Ihr seid ja auch sicher noch nicht so lange zusammen.

Wartet mal vier, fünf Jahre, dann seht ihr es vielleicht anders. Und, was macht es für einen Unterschied? Zueinander stehen kann man auch ohne Trauschein, bzw. sich nicht unterstützen als Ehepartner. Das macht doch keinen Unterschied.

lg

Beitrag von kruemlschen 16.03.06 - 17:08 Uhr

Hallo Saschma,

mein Freund hat sich vor etwas mehr als 3 Jahren getrennt wir sind nun knapp 20 Monate zusammen, seit November 05 ist er geschieden. Anfangs war es für ihn auch unvorstellbar jemals wieder zu heiraten, lang hat diese Erkenntnis aber nicht gedauert, denn im Dezember hat er mir einen Heiratsantrag gemacht. #freu

Du siehst, dass heißt also gar nichts!

Für mich bedeutet zu heiraten der ganzen Welt "zu besiegeln" dass wir zusammen gehören und versuchen werden so lange wie irgendmöglich glücklich zu sein.
Es ist einfach das Gefühl, die Liebe mit einem "Vertrag" zu besiegeln. Sicherlich könnten wir genauso glücklich sein ohne zu heiraten, wir machen das einfach, weil wir es sehr schön finden!

Dir alles Liebe

Krüml #mampf

Beitrag von kathrincat 16.03.06 - 18:32 Uhr

ich wollte auch nie heiraten, habe es aber nach fast 8 jahren dann doch gemacht. lass ihn zeit. er liebt dich auch ohne hochzeit.

Beitrag von manavgat 16.03.06 - 20:46 Uhr

Heiraten ist ein Vertrag, der jederzeit von einer 3ten Partei (nämlich unserem Gesetzgeber) geändert werden kann und zwar ohne, dass die betroffenen Vertragsparteien hier ein Mitspracherecht hätten.

Gruß

Manavgat