Kinderwunsch und Medikamente?

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von maranoelle 16.03.06 - 16:03 Uhr

Hallo Ihr,

ich bin neu hier und habe gleich eine Frage: Wie geht Ihr mit dem Thema Medikamente etc. um während der "Produktionsphase"?

Ich bin sehr unsicher, denn mein Frauenarzt riet mir neulich von einer Cortisonspritze ab, wenn ich nicht ausschließen könnte, ob ich schwanger bin (und wann kann man das mal ... doch nur, wenn man gerade seine Tage hat).

Einem Kind zuliebe würde ich es in Kauf nehmen, zu "leiden", aufgrund einer evtl. möglichen Schwangerschaft allerdings ist es schwierig, z.B. bei Heuschnupfen und Migräne nicht zu Schmerzmitteln zu greifen.

Wie handhabt Ihr das?

Im Moment wünsche ich mir nämlich eher, daß ich nächste Woche pünktlich meine Tage bekomme, damit ich mir endlich mein Cortison spritzen lassen kann :-(

Beitrag von maeuschen06 16.03.06 - 16:09 Uhr

Hallo,

ich würde Cortison nicht mal unschwanger nehmen, das ist ein richtiges Teufelszeug. Da müsste ich schon halbtod sein. Und gegen Heuschnupfen gibt es wirklich andere, viel harmlosere Sachen.

Solange ich keinen positiven SST in der Hand halte, verhalte ich mich so, als ob ich nicht ss wäre. Das Kind ist noch nicht mit dem Blutkreislauf verbunden, so bekommt es auch zB. eine Kopfschmerztablette nicht mit. Bei Cortison mit seinen Langzeitwirkungen wäre ich vorsichtig.

Leb einfach ganz normal und prüfe unabhängig davon gut, welche Medikament du einnimmst.

lg

Beitrag von silkesommer 16.03.06 - 17:31 Uhr

schau doch mal hier, meine postings:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=24&id=373207

das problem bei mir ich musste gestern wieder etwas einnehmen an corti, 10mg.......

mein doc in der MHH sieht das aber etwas anders als meine vorrednerin, sicher ist corti ein teufelszeug, aber leider komme ich nicht drumherum

lg

silke

Beitrag von gewitterhexchen 16.03.06 - 18:05 Uhr

Hallo du

also falls es dich beruhigt, ich nehme täglich cortison, zwar als DosierAerosol, aber halt cortison. Und kinderwunsch habe ich ebenfalls. Habe es abklären lassen. Und es ist überhaupt kein problem. cortison ist ein nierennebenprodukt und kommt von daher sowieso im körper vor.
Aber nur wegen eines heuschnupfens würde ich auch nicht auf cortison zurückgreifen. Da gibt es doch sooo viel bessere mittel.

Beitrag von silke321 17.03.06 - 05:41 Uhr

Guten Morgen meine Liebe#gaehn#tasse

Also ich nehme ein Schmerzmittel incl. Entzündungshemmer, dafür eine Magenschutztablette, u.U. zus. Schmerzmittel nach Bedarf und für die Haut kortisonhaltige Salben. Bei Erkältung versuche ich es mit Hausmitteln.

Solange ich noch nicht von einer #schwanger weiß, werde ich das auch weiterhin tun. Sonst könnte ich mich direkt nur noch ins Bett legen...

Man muß den Nutzen abschätzen, der sich durch das Medikament ergibt. Selbst wenn ein Medikament in der #schwanger schaden könnte, so ist dies immer nur eine Wahrscheinlichkeit und nicht sicher.
Wenn Du natürlich ein definitiv stark umstrittenes Präperat nehmen mußt, würde ich schon verhüten.

Falls Du chronisch erkrankt bist, rate ich Dir zu einem Besuch bei einem/r Humangenetiker/in. Die schauen nicht nur auf den Stammbaum, sondern helfen Dir auch bei der Medikamentenwahl im Falle einer #schwanger.

Sorry, für meine Geschwätzigkeit am frühen Morgen.#bla
Wünsche Dir viel Glück.

#liebdrueck
Silke + #stern

Beitrag von maranoelle 17.03.06 - 09:52 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

danke für Eure schnellen Antworten!

All die "harmlosen Sachen" (inkl. 5 Jahre Desensibilisierung) habe ich leider schon durch und nachdem ich mich jahrelang im Frühjahr mit den verschiedensten Mitteln vollgestopft habe ohne wirkliche Linderung zu erfahren, habe ich vor ein paar Jahren Cortison für mich als sinnvolle Alternative entdeckt.

Dieses "Teufelszeug" ist nach Meinung vieler Ärzte und Apotheker - entsprechend indiziert und dosiert - deutlich weniger schädlich als monatelange Belastung durch verschiedenste Mittelchen, Schlafmangel, Bronchitis, Atemnot etc.

Der "Heuschnupfen" würde mich unmedikamentiert nämlich nicht nur 3 Monate im Jahr quasi arbeitsunfähig machen, sondern auch langfristig zu chronischer Bronchitis und Asthma führen.

Aber eigentlich wollte ich nicht mit Euch über die Indizierung von Cortison sprechen ;) ... sondern über den allgemeinen Umgang mit Medikamenten.

Zusätzlich nehme ich nämlich auch hin und wieder Triptane gegen heftige Migräneanfälle - sicher auch contraindiziert bei einer möglichen Schwangerschaft.

Aber was ich eigentlich wissen wollte, und Ihr mir ja auch schon zum Teil beantwortet habt, ist, ob Ihr bei Medikamenteneinnahme darauf Rücksicht nehmt, daß Ihr theoretisch schwanger sein könntet.

Ich meinte nämlich auch, daß ich, solange ich nicht weiß, daß ich schwanger bin, mein Leben ganz normal weiterleben kann - mit Medikamenten, wenn nötig.

Klar, daß ich mich bei einer tatsächlichen Schwangerschaft lieber unmedikamentiert ins Haus / Bett verkrieche und leide, als meinem Kind evtl. zu schaden.

Aber ich kann ja nicht monate- oder evtl. jahrelang ständig auf eine mögliche Schwangerschaft Rücksicht nehmen, nur weil ich nicht verhüte ... mal abgesehen von der Lebensqualität, würde sich auch mein Arbeitgaber bedanken.

Nun verunsicherte mich aber neulich mein Gyn mit der Empfehlung, ich sollte auf Cortison verzichten oder verhüten und meine Freundin (selber bereits Mutter) meinte auch, daß man bei Kinderwunsch eben darauf Rücksicht nehmen muss.

Für weitere Meinungen / Erfahrungen hierzu wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße
mara