Ich dachte die Trotzphase wäre vorbei.....was ist los mit ihr?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von smily23 16.03.06 - 17:51 Uhr

Hallo ihr Lieben. :-)

Momentan weiß ich echt nichtmehr weiter, ich hab das Gefühl meiner Kleinen (wird jetzt 2 Jahre alt) nichts recht machen zu können. Als sie 16 Monate alt war, dachte ich "ok, es ist die Trotzphase, da mußt du durch". Die Phase hielt ca. 3 Monate an, da war der Spuk auch schon vorbei.

Vor ca. 1 Woche begann es gerade wieder von vorne. Sie schreit, wenn sie das was sie haben mag, nicht bekommt. Sie wirft sich auf den Boden, heult, schreit und zickt. Wenn sie was gefragt wird und sie mit Ja antwortet und wir das dann auch so machen, dann heißt es 1 min. später "Neiiiiiiiiin!" Dabei zieht sie das "i" in ein so wiederliches Stimmenhoch, daß es im Trommelfell schon Schmerzen verursacht. Mittlerweile verrenkt sie auch schon ihre Ärmchen vor der Brust und schaut mich mit großen treudoofen Augen an und dabei drückt sie dann die Unterlippe nach vorne, so daß man meint, sie würde gleich abfallen....(da muß ich auch manchmal schmunzeln, weil es trotzallem Übel noch goldig aussieht dazu). Ich versuche auch schon nicht viel zu verbieten, daß ich nicht so oft Nein sagen muß. Aber bei einigen Sachen geht es halt nicht anderst, vorallem wenn sie sich dabei verletzen kann.

Da ich z.Zt. nicht berufstätig bin, habe ich die Zeit um mich mit ihr zu beschäftigen und die nehme ich mir auch. Wir malen, kneten und spielen zusammen. Wir gehen oft raus, sogar Fußball spielen wir zusammen. Dabei lacht sie auch sehr oft und ich merke, daß es ihr Spaß macht. Wenn ich mit dem Haushalt beschäftigt bin, wuselt sie auch immer bei mir rum und "hilft" mir auch dabei. Ich dachte bislang, es wäre alles ok.

Vorgestern hab ich ihr nach dem Frühstück gesagt, daß ich ihr jetzt die Windeln wechsel und sie anzieh, daß wir zur Oma fahren können. Sie nickte auch und kam zu mir. Doch als ich ihr den Pulli anziehen wollte, fing sie aus heiterem Himmel an, mich anzuschreien und dabei lief sie ganz rot an. Als ich sie fragte, was daß soll, fing sie an mit den Füßen zu strampfen und schaute mich wütend an. Da wußte ich z.B. nicht, was ich getan hatte. Aber eines war mir klar, sie war stinkesauer auf mich. :-(

Seit 2 Tagen hab ich das Gefühl, als Mutter total versagt zu haben. Mir geht nur noch die Frage im Kopf herum, was ich falsch gemacht habe! Bei anderen Leuten (sei es Oma, Bekannte mit Kindern etc.) verhält sie sich total brav und lieb. Gestern z.B. war ich mit meiner Schwiegermutter beim Optiker, weil sie einen Fahrer brauchte. Meine Schwägerin (die mit im Haus wohnt) fragte, ob sie in dieser Zeit die Kleine nehmen könnte. Da ihre beiden Kinder in der Schule sind, hätte sie jetzt die Gelegenheit auch mal Zeit mit ihrer Nichte alleine zu verbringen. Ich hatte nichts dagegen und ich fragte Jasmin, ob sie bei der Tante bleiben wollte, bis ich mit der Oma wieder zurück sei. Ohne mit der Wimper zu zucken, ist sie gleich zu ihr und hat sich noch nicht einmal verabschiedet. Ich sagte noch Tschüß, aber es kam keine Antwort. Mir schossen die Tränen in die Augen, denn es tat verdammt weh. #schmoll Als wir dann wieder zurückwaren, wollte sie garnicht mehr heim. Meine Schwägerin betonte, daß sie richtig brav gewesen wäre und lieb. Ich blieb dann noch etwas und als sie dann anfing, sich die Augen zu reiben, sagte ich ihr, daß wir jetzt heimfahren würden, so daß sie ihr Mittagsschläfchen halten könnte. Sie ließ sich auch ohne weiteres anziehen und hat sich von Oma und Tante verabschiedet. Als wir am Auto angelangt waren, sagte sie dann wieder "Neiiiiin!" ich sagte ihr, daß wir schon ins Auto steigen müßten, um nach Hause zu kommen. Sie wieder "Neiiiiin!" und versteckte sich hinter einem anderen Auto. Als ich sie dann hochnahm und sie ins Auto setzte, fing sie an zu weinen. Ich versuchte noch im ruhigen Ton, sie zu beruhigen. Doch dann fing sie wieder an zu schreien und ich hielt dann einfach nur den Mund und sagte garnichtsmehr. Aber auch das tat weh. Wenn ich wenigstens wüßte, was ich falsch mache.....dann könnt ich es besser machen. Aber ich weiß nicht was zur Zeit schief läuft!

Mein Mann kommt gegen 18.00 Uhr nach Hause und gestern abend nach dem gemeinsamen Abendessen, ging ich ins OG bügeln und der Papa spielte mit ihr. Irgendwann hörte ich wie sie schrie (so schrie sie immer nur, wenn sie hingefallen war und sich weh gemacht hatte). Ich lief die Treppen runter und sah nur, wie mein Mann ihr im ruhigen Ton erklärte, daß sie die Töpfe nicht bekommt, weil sie in ihrer Spielküche genug Töpfe hätte. Als Schlußsatz kam dann noch: "Der Schrank bleibt zu!" Als sie mich sah, kam sie zu mir und weinte.

Ich versteh es nicht. Was läuft schief? Ich dachte die Trotzphase wäre vorbei, aber scheinbar doch nicht! Kann mir jemand Tips oder Ratschläge geben, was ich versuchen könnte? Was habt ihr in der Trotzphase gemacht? Was hat bei Euch geholfen?

#danke fürs Lesen und Sorry, daß es so lang wurde. Aber ich bin echt am Ende!

LG Carina #blume

Beitrag von sally1701 16.03.06 - 19:21 Uhr

Hallo !

Ich kann Dir da wirklich nicht helfen, denn wir haben seid einigen Wochen auch solche Probleme.
Sonst hat Sophie nur kurz "protestiert" wenn es nicht nach ihrem Willen ging oder sie nicht das bekam was sie wollte (z. B. Schokolade zum Frühstück), aber mitlerweile kriegt sie richtig hysterische Anfälle. Egal wo wir grade sind. Sie liegt dann auf dem Boden, schlägt und tritt um sich und schreit und weint, als wenn sie jemand grade übels verprügeln würde. (bei uns gibts übrigens keine Schläge) Das ganze kann dann schon mal eine halbe Stunde dauern. In dieser Zeit ist sie aber auch nicht ansprechbar, jede Ansprache verschlimmert diese "Anfälle" nur noch. Danach kann man ihr die Situation noch mal erklären, und dann ist es eigentlich auch gut. Das kostet aber ganz schön Nerven...
Bin echt auf die Antworten und Tipps gespannt !

Viel Kraft für Dich !

LG Sally
#blume

Beitrag von lena820 16.03.06 - 19:43 Uhr

Hallo!

Die Trotzphase ist bestimmt auch vorbei! Das hier ist schon wieder eine neue. und wenn die weg ist, kommt wieder eine neue...#augen

Mein Sohn ist 4 und war auch seit seinem 1. Geb. so ein Trotzkopf. Ich war oft richtig verzweifelt. Aber es ist normal, es ist wichtig, es geht vorbei und das wichtigste: Nur Kinder, sie eine gute Bindung zur Mutter haben, sich aufgehoben und geborgen fühlen können so schlimm trotzen. weiß ich nach einigen Vorträgen und aus ganz schlauen Büchern...;-) drum sind sie bei Omas und Co immer besonders brav. is eben nich die mama.
Kleiner Trost, seit einem halben Jahr ungefähr, ist mein Sohn wieder auf´m Teppich...was nicht heißt, dass es jetzt leichter ist. anders halt...jetzt hat er wieder andere Macken...aber was solls? Ich glaub das hört sowieso nicht auf...Macken haben wir schließlich auch noch...;-)

Meine Tochter ist jetzt 1,5 und legt seit ein paar Wochen auch so richtig los...Ich trags mit Fassung, schließlich hat mich mein Sohn auf einiges vorbereitet!

LG und viele gute Nerven
Lena