muss man ein baby kirchlich taufen lassen????

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von schutzengel 16.03.06 - 18:28 Uhr

würde mich nur mal so interessieren. ich lege darauf nämlich nicht so viel wert....
oder kann man sich das ganze auch sparen???

Beitrag von itzibitzispider 16.03.06 - 18:34 Uhr

Natürlich MUSS man ein Kind NICHT taufen lassen, daß liegt bei einem selber, wie man glaubt oder was man für Vorstellungen hat.

Wenn das Kind sich selbst irgendwann entscheidet, daß es aber z.b. Kirchlich heiraten will, dann muß es den ganzen Ramsch nachholen und es ist ein ewiger Papierkrieg (einige kath. Pastöre achten arg darauf, daß man das auch wegen dem Glauben tut #bla).

Ich werde mein Kind taufen lassen, auch wenn es meinem Mann nicht wichtig ist, mir aber schon. Wenn es irgendwann sagt "Nee, datt sacht mir nüscht", gut, soll es machen wie es will.

Simone 24+1SSW

Beitrag von bumble_bee 16.03.06 - 22:18 Uhr

Hallo Simone,

sorry, dass ich Dich direkt danach frage, aber Deine Antwort klingt, als kennst Du Dich da gut aus mit?! #hicks
Ich brauche nämlich diesbezüglichmal Rat... #gruebel

Ich wurde in den neuen Bundesländern geboren und meine Eltern haben mich niemals getauft. Mein Schatz ist katholisch und ich selbst möchte nun auch dem katholischen Glauben beitreten. Kannst Du mir vielleicht sagen, wohin ich mich wenden muss und was da alles zu erledigen ist? #freu

Vielen vielen Dank schon einmal im Voraus! #danke

#liebe Grüße

Bumblebee & little Boxer (30+6 SSW)

Beitrag von anyca 17.03.06 - 08:12 Uhr

Wenn ich mal antworten darf: Wende Dich einfach an den Pfarrer Deiner nächsten katholischen Gemeinde, der erklärt Dir dann alles. Du wirst wahrscheinlich irgend eine Form von Taufunterricht machen müssen, bevor dann die Erwachsenentaufe + Firmung stattfindet.

Beitrag von bumble_bee 20.03.06 - 19:05 Uhr

Liebe Dank für diese Info!
Das werde ich tun, mal schauen, was der so sagt.
#danke

Beitrag von mrs.ivanisevic 16.03.06 - 18:35 Uhr

Ich bin schon seit ich 8 war ausgetreten, bin aber selber getauft worden. Mein Mann auch, er aber Katholisch, ich Evangelisch. Wir haben nicht kirchlich geheiratet, da wir nie in die kirche gehen und nicht an die Prinzipien der Kirche festhalten. Nun kommt bei mir auch manchmal der Frage: taufen oder nicht?

Ich werde mein Kind mit der Kinderbibel "schlau" machen und selber entscheiden lassen, ob er getauft werden will und in welche Richtung er gehen möchte. Man kann sich ja auch später (Teenie oder Twennie) im Leben taufen lassen, und dann ist es wenigstens bewusst und voller Überzeugung.

Wenn das Taufen der einzige Weg in der Himmel ist, wäre Gott wohl ein ziemlich gruseliger Kinderhasser wenn er Kinder ausschliesst, nur weil sie noch nicht getauft worden sind, oder?

Ciao,

Margrieta + #ei Leonard (34.SSW)

Beitrag von anyca 16.03.06 - 18:39 Uhr

Kleiner Hinweis: Im frühen Christentum sind grundsätzlich nur Erwachsene getauft worden, die das selber wollten. Und es gibt auch heute christliche Konfessionen (z.B. Baptisten) die die Kindertaufe ablehnen, weil eben jeder selbst entscheiden soll.

Das mit dem "ungetauft kommt man in die Hölle" haut theologisch nicht hin, vertritt das denn eigentlich noch irgend jemand ernsthaft?#kratz

Beitrag von mrs.ivanisevic 16.03.06 - 18:57 Uhr

na siehste... ich weiss nicht, ob jemand das noch behaupten kann... wie schon gesagt: für mich ist "Gott" eine Form der Liebe, und Gott ist ganz sicher ein Kinderfreund. Jetzt klinge ich ja ganz arg cchristlich, bin ich aber gar nicht. Nenne mich immer zur Spaß die "ketscherische Holländerin".

Beitrag von anyca 16.03.06 - 18:32 Uhr

Wer sollte Dich denn dazu zwingen?#kratz Wir haben in Deutschland Religionsfreiheit, Du kannst machen, was Du willst. Und mit 14 wird Dein Kind religionsmündig, wenn es dann getauft werden will, kann es ja selber zum Pfarrer gehen.

Beitrag von annalisaxxxx 16.03.06 - 18:35 Uhr

Natürlich kannst du dir das Ganze "SPAREN"! #augen Wenn man nicht gläubig ist, macht es wohl keinen Sinn. Kann mich echt immer aufregen über Leute, die den ganzen Tag über Kirche herziehen bzw. nie eine Kirche betreten, dann aber weil´s ein chiques Event ist kirchlich heiraten, Kinder taufen lassen oder Kinder zur Kinderkommunion schicken.
Echt eine überflüssige Frage!
Anna

Beitrag von ma7schi 16.03.06 - 18:33 Uhr

Nein, wenn du dein Kind nicht taufen lässt, dann kommt direkt aus dem Himmel ein Blitz auf dich nieder.

Und der Benedikt kommt höchstpersönlich schimpfen.

;-)

M.

Beitrag von brumselbeer 16.03.06 - 18:34 Uhr

sehe ich genauso, ist jedem selber überlassen...

Liebe Grüße

brumselbeer #ei17.SSW

Beitrag von ego 16.03.06 - 18:37 Uhr

Niemand kann dich zwingen ein Kind in der Kirche Taufen zu lassen, aber da die Taufe ein Christliches Ritual ist wird es keine Nicht Kirchliche geben ;-) .
Sorry, konnte mir den Seitenhieb nicht verkneifen :-)

Beitrag von anyca 16.03.06 - 18:42 Uhr

... es sei denn, man schmückt die Anmeldung des Kindes auf dem Standesamt zur "standesamtlichen Taufe" aus mit Omas, Opas und Kuchenessen hinterher ... natürlich gegen eine entsprechende Gebühr, irgendwie muß der Staatshaushalt ja saniert werden!#huepf

Beitrag von bine3002 16.03.06 - 18:45 Uhr

Ich bin 30 Jahre alt und nicht getauft. Ich fand das prima und hatte immer die Wahl, ob ich am Religionsunterricht teilnehmen möchte oder nicht. Später gab es dann "Werte und Normen", da musste ich mitmachen, aber bis dahin hatte ich immer Freistunden ;-)

Mein Mann ist 37 Jahre alt und ebenfalls nicht getauft.

Wir beide haben nie Probleme gehabt, leben allerdings auch in einer nicht besonders religiösen Gegend. Hier werden die meisten Kinder nur getaut und konfirmiert, weil "man" das eben so macht. Das finde ich ziemlich beknackt. Wenn man sein Kind tauft, dann sollte man auch gläubig sein, sonst ist das sinnlos.

Um das Problem zu umgehen, dass Kinder sich taufen und konfirmieren lassen, um an die Kohle zu kommen, wurde in unserer Familie eine Ersatz-Feier eingeführt, einmal zur Geburt und einmal zum Konfirmationsalter mit 14.

Beitrag von schutzengel 16.03.06 - 18:48 Uhr

ok war ne blöde frage

sorry #hicks

trotzdem danke
ich wusste das echt nicht #hicks#hicks

Beitrag von ae74 16.03.06 - 19:21 Uhr

Hallo,

also über die Frage hab ich mich vor 2 Tagen noch mit meinem Freund unterhalten.
Ich bin selbst seit 7 Jahren aus der kath. Kirche ausgetreten, obwohl ich gläubig bin, aber ich kann mich mit dem Bodenpersonal hier nicht so ganz identifizieren.
Und nun überlege ich halt, was sollen wir mit dem Kind machen? Katholisch taufen lassen, oder sich erstmal mit dem evangelischen Glauben auseinandersetzen (die sind, so wie man hört, etwas lockerer) oder das Kind später selbst entscheiden lassen. Eigentlich bin ich für die dritte Variante, mein Freund ist da auch ganz offen (er ist noch zahlender Gläubiger), aber er hat halt Bedenken, weil wir ländlich wohnen. Er sieht das Problem auf uns zukommen, wenn andere Kinder in den Kommunionsunterricht gehen, dann die heilige Kommunion empfangen und natürlich die viiiiiielen Geschenke kriegen, dass unser Kind dann fragt, wieso es dort nicht mitgehen kann und keine Geschenke kriegt... dass es quasi als Außenseiter dasteht. Und Kinder unter sich können da ja auch ganz grausam sein....
Mir persönlich widerstrebt der ganze Zwangskram ziemlich.... aber ich möchte auch nicht, dass mein Kind nachher gehänselt wird..... ach, das ist alles nicht so einfach.

LG, Andrea + #baby ET + 2

Beitrag von backofen2 16.03.06 - 21:43 Uhr

Ich würde Dir eine Taufe unbedingt ans Herz legen.

Studien der Universität Kopenhagen haben ergeben, dass nicht getaufte Kinder durchschnittlich bis zum 7. Lebensjahr gewindelt werden müssen. Im Gegensatz dazu sind getaufte Kinder spätesten mit 18 Monaten in der Lage Autobahntoiletten selbständig zu benutzen.