Stillen und Arbeiten - geht das zusammen?

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von jomii 16.03.06 - 20:48 Uhr

Hallo an alle die bereits entbunden haben,
habe zwar noch ein bissel Zeit, aber wie ihr selber wisst, gibts ne Menge zu organisieren und zu planen.
Aus mehreren Gründen planen wir gemeinsame Elternzeit. Wir beide wollen/müssen/können nach der Geburt Teilzeit weiter arbeiten gehen.
Grundsätzlich finde ich diese Lösung auch für den Papa toll. Nun aber zu meiner eigentlichen Frage:Ich möchte, sofern es funktioniert, auf jeden Fall stillen.Unser Wohnort liegt allerdings 40 km von meiner Arbeitsstelle entfernt. Wie kann ich dann das Kind stillen? Funktioniert das dann z.B. mit MuMi abpumpen?
Wie sind da Eure Erfahrungen?

Ich hoffe auf zahlreiche Antworten von Euch!!!

LG Jomi

Beitrag von aniina 16.03.06 - 21:06 Uhr

40 kilometer? das ist ja nicht gerade ien katzensprung. versuchen würde ich es mit abpumpen, du hast ja laut MuSchu Gesetz Anspruch auf Stillpausen, in denen Du ja dann auch abpumpen kannst

Beitrag von sternschnuppe2006 16.03.06 - 21:12 Uhr

Hallo!

Wann ist es denn soweit??

Ja, dann musst du wohl abpumpen, bisschen weit, um dir den kleinen Engel vorbeizubringen;-)

Dein Arbeitgeber muss dir dafür die Pausen und auch einen geeigneten Raum/Platz zur Verfügung stellen, soweit ich weiss.

Musst die milch dann einfrieren oder nur kühlen, dann ist sie aber nach 24h nicht mehr zu füttern. Nun ja, so kann der Papa auch mit Fläschchen geben. Hauptsache, euer Baby bekommt beides gut geregelt.

Mein Sonnenschein kann das ganz super und macht uns viel Freude#freu
Alles Liebe für euch,
Nancy und Amelie 16.1.2006

Beitrag von orcanamu 16.03.06 - 22:28 Uhr

Hallo Jomi,

ja, das klappt, musst halt abpumpen. Dein Arbeitgeber stellt Dir dafür jeden Tag 1 Stunde oder 2x 1/2 Stunde zur Verfügung. In dieser Zeit kannst Du Dich zurückziehen und abpumpen.
Die abgepumpte Milch kommt in einen Kühlschrank oder eine Kühltasche und kann dann abends daheim eingefroren werden (oder wird am nächsten Tag verfüttert).

Ich habe das in 2004 mit meinem Sohn auch so gemacht und auch beim nächsten Kind werde ich wohl wieder Teilzeit arbeiten müssen (es sei denn, das klappt mit dem eben abgegebenen Lottoschein#fest).
Ich benutze die Avent Milchpumpe mit dem Set "Für ein aktives Leben". Der Ladenpreis ist sehr teuer, bei Ebay bekommt man aber auch Neuware günstiger, z.B. hier:
http://cgi.ebay.de/Avent-ISIS-Milchpumpe-fuer-ein-aktives-Leben-NEU-OVP_W0QQitemZ7399117534QQcategoryZ23591QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

Liebe Grüße
Simone + Alexander (21 Monate) und #ei (38. SSW)

Beitrag von oldma 17.03.06 - 08:48 Uhr

.... danke für den tipp, werde ich gleich ordern. kind darf ich auch auf arbeit mitbringen, geht dann ab 4. monat in die krippe. ag stellt eine stunde frei zum stillen. die hänge ich "hinten" an und brauche dann nur 7 stunden arbeiten gehen #freu. l.g.c.

Beitrag von cat_t 17.03.06 - 11:28 Uhr

Hallo Jomi #blume

ja, das klappt. Dir stehen Stillpausen zu. Mit ner ordentlichen Pumpe (erst auf Rezept vom FA, später mußte evtl die Ausleihgebühr selbst zahlen, da arbeiten gehen kein Grund für eine Pumpe auf Rezept ist#kratz) und der richtigen Einstellung funktioniert das.

Ich arbeitete Vollzeit und habe das 1 Kind 4, das 2. 6 Monate voll gestillt, danach noch teilwiese bis es dann zum Abstillen kam.

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von monique_15 17.03.06 - 11:52 Uhr

Hallo Jomi,

wir hatten auch geteilte Elternzeit, und ich habe abgepumpt. Das klappt gut. Ich hatte die Avent-Pumpe mit Kühltäschchen und hab die Milch immer im Büro-Kühlschrank zwischengeparkt. Daheim wurde sie dann beschriftet und eingefroren (Menge und Datum draufschreiben).

Ich fand es aber ehrlich gesagt eher nervig, das Abpumpen im Büro. Du brauchst schon den Willen zum Durchhalten, um dich zweimal täglich in einen meist nicht eben romantischen Raum zu setzen (bei mir wars das WC...) und vor dich hin zu pumpen. Als meine Kleine dann Beikost bekam und ich nur noch einmal pro Arbeitstag abgepumpt habe, war ich echt erleichtert.

Aber: Für Papa und Kind war es toll! Es hat ihr Verhältnis zueinander auf jeden Fall sehr gestärkt. Mein Süßer hat am ersten Tag ganz alleine mit seiner Tochter Blut und Wasser geschwitzt und mich etliche Male im Büro angerufen. Auch hat es ein bisschen gedauert, bis sich Routine einstellte mit dem Auftauen von Milch (wann und wieviel), so dass unsere Tochter nicht frustriert vor Hunger schreien musste, aber die zwei haben das super schnell gelernt. Meine Tochter ist heute ein totales Papakind... ;-)

Lieben Gruß, Monique

Beitrag von elenam 18.03.06 - 22:42 Uhr

Ich bin nach 8 Wochen wieder arbeiten gegangen..... du hast anspruch auf Stillzeiten(ich nehme sie am Ende der Arbeitszeit - es sind 90 Minuten - oder 2 mal täglich 45...Wegezeiten können noch dazu gerechnet werden) und ansonsten klappt es mit der Milchpumpe ganz gut - nur auf dauer wird es seeeeeeeeeeeeeeehr nervig! Wenn du das vorhast, vergiss die Kühltasche nicht, damit du die abgepumpte Milch hinterher einfrieren kannst!

Liebe Grüße
Elena

Beitrag von jomii 19.03.06 - 20:12 Uhr

Ich danke allen nochmal ganz lieb für die Hinweise und Erfahrungen.

Wenn man so könnte, wie man wollte, müsste man sich dem Stress ja nicht unbedingt aussetzen.
Nun bin ich aber froh, dass ich nach dem Studium relativ schnell einen Job gefunden habe, wenn auch nur befristet + nicht unbedingt der Traumjob. Finanziell ist es auch nicht der Hit, aber besser als Zuhause bleiben allemal.
Das will ich nun nicht aufs Spiel setzen. Vielleicht sagt mein Chef aufgrund dieser Entscheidung dann ja zu einer Verlängerung. Bleibt nur zu hoffen.

Also nochma besten Dank an Euch und viel Spass mit Euren Kleinen!!!