Wochenbettdepression-dringend!

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Beitrag von feofanja 17.03.06 - 14:45 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

habe letzte Woche entbunden, war eine ganz normale Geburt ohne Komplikationen.
Seit ein paar Tagen bekomme ich ständig Panikattacken. Habe dann das Gefühl das mir jemand den Hals zuschnürt und ich nicht mehr richtig atmen kann. Fühle mich dann nicht mehr wie ich selbst. Auch habe ich dann keinen Hunger mehr und mir ist nur noch schlecht.
War heut beim Hausarzt und der hat mir Antidepressiva verschrieben. Muß sagen das ich früher schon ein wenig unter Depresionen gelitten habe.
Meine Hebamme hat gemeint wir sollten es mal mit Johanniskraut probieren, was aber eben eventuell auch erst nach 2 Wochen anfängt zu wirken.
Was soll ich nur machen, habe Angst durchzudrehen?!
Kennt irgendjemand von Euch dieses Phänomen und kann mir vielleicht berichten ob Johanniskraut gewirkt hat?

Danke für Eure Antworten
-Feo

Beitrag von kruemel1212 17.03.06 - 15:07 Uhr

Hallo Feo!
Lass dich erst mal #liebdrueck !!!
Ich kenne das nur zu gut .Unsere Kleine ist jetzt 19. Wochen und ich habe auch lange mit diesen sch...Depresionen zu kämpfen gehabt.Meine Hebamme, mein Mann und meine Familie haben mir sehr geholfen. Nach so einer Geburt steht irgendwie alles Kopf und man muß erst mal seinen Weg finden und dann ist da ja auch noch ein kleines Wesen ,das dich braucht ,ja ist alles nicht so einfach. Einen Rat kann ich dir nicht geben , da ich selber nicht genau weiß,wie und wann ich aus diesem Loch gekommen bin. Ich wünsche dir viel viel Kraft !


P.S. Habe auch Johanniskraut genommen ,aber zusätzlich noch eine Bachblütenterapie gemacht.



Liebe Grüße Sabrina +Larissa 27.10.05

Beitrag von slotti12 17.03.06 - 15:36 Uhr

Hallo Feo

lass dich ma drücken. Auch ich habe diese wochenbett-depression. Bei mir hat es sich drei wochen nach der geburt bemerkbar gemacht. ich hatte auf einmal totale schlafstörungen, daduch tierische wutanfälle, bin richtig abgedreht. Mein problem war, dass ich so sehr an mein sohn geklammert habe, und mir mit nix hab helfen lassen oder überhaupt wollte. Bin sofort zum neurologen und nehme seit dem antidepressiva und ich muss sagen seit dem geht es mir viel besser. Die dosis ist bei mir recht hoch, hatte anfangs abends ne ganze genommen, mittlerweile nehm ich nur noch ne halbe, habe am 04.april wieder dort einen termin und hoffe das ich bald diese Tabletten gar nich mehr brauche, oder das mir eventuell pflanzliche tabletten erstmal reichen bis ich keine mehr benötige.
Für so etwas brauch man sich auch nicht schämen, sehr viele frauen haben soetwas.
lg
slotti und luca 13wochen

Beitrag von diejeanny75 17.03.06 - 16:03 Uhr

Von Brooke Shields ist jetzt das Buch "Ich möchte Dich so gerne lieben" erschienen. Es handelt von Wochenbett-Depressionen und beschreibt, wie man sich fühlt und v.a.: wie man da wieder rauskommt. Hut ab, dass sich eine Promifrau so ehrlich öffnet...

Beitrag von hen71 17.03.06 - 19:27 Uhr

Hallo,

meine solidarischen Grüße#blume.
Ich hatte auch nach der Geburt unsres ersten Kindes Depressionen-
was mir geholfen hatte, war eine Gesprächstherapie und der Kontakt zu anderen betroffenen Frauen in meiner Nähe (habe damals eine Selbsthilfegruppe mitgegründet)- Wende Dich doch an den Verein "Schatten und Licht"-dort gibt's Adressenlisten- von Selbsthilfegruppen in Deiner Gegend und Therapeuten.
Ob Johannsikraut (bei Dir) wirkt oder nicht, kann ich Dir nicht sagen, da ich keine Medikamente genommen habe-weder pflanzliche noch chemische. Ich weiß aber von vielen Frauen, die von einer deutlichen Verbesserung durch (chemische) Antidepressiva berichten.
Bei mir "schlich" sich die Depression so nach und nach aus- und ich hatte Glück und nach dem zweiten Kind nicht mehr damit zu kämpfen. Wie's im Juli nach dem dritten Kind wird? Ich weiß inzwischen jedenfalls erstens die Anzeichen richtig zu deuten (und vorher/vor der Geburt schon bewusst gegenzusteuern) und zweitens, dass und wo und wie ich möglichst schnell Hilfe bekomme- denn die braucht man/frau mit einer postnatalen Depression unbedingt- und je rascher und weniger "verschleppt", umso besser.

Ich wünsche Dir alles alles Gute und vor allem gute Besserung und noch einen kleinen Satz, der mir damals vor drei Jahren immer wieder Mut gemacht hat, dass dieser Zustand zeitlich begrenzt ist: "Die Depression geht vorbei, die Kinder bleiben Dir ein Lebenlang."

Liebe Grüße,
Caroline

(mit Konrad *28.05.2003, Arthur *08.12.2004 und "Terzinchen", 21.SSW)