Nackentranzparenz?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von rosi30.12 17.03.06 - 15:04 Uhr

Sorry, vielleicht findet ihr das komisch, aber ich habe noch nie was von dieser:

Nackentransparenz gehört.

Warum macht man das, und was kann man damit festellen.

LG Silke

Beitrag von sweetvoxy 17.03.06 - 15:08 Uhr

Hallo Silke,

soweit ich weiß,misst man die Dicke des Nackens und kann damit feststellen,ob das Kleine eine Chromosomenstörung wie z.B. Downsyndrom hat!

Liebe Grüße
Nina(22+3)

Beitrag von moni17 17.03.06 - 15:08 Uhr

mit der nackentranzparenzmessung kann man eine evtl. Trisomie 18/21??? feststellen/ausschließen...bin mir da aber irgendwie grad gar nicht sicher #kratz

Beitrag von glizza 17.03.06 - 15:21 Uhr

man kann durch die "blasengröße" der nackentransparenz (flüssigkeitsansammlung im nacken des fötus) eventuelle missbildungen (trisomie ect) sowie herzfehler feststellen .. ist eine US-untersuchung, die in verbindung mit einem serumscreening eine 90%ige diagnosesicherheit bieten KANN ... nicht MUSS!! ist invasiv, und daher für das kind ungefährlich ...

lg! simone

Beitrag von glizza 17.03.06 - 15:22 Uhr

*grummel* NICHTinvasiv meine ich ... *vor die stirn schlägt*

Beitrag von holidaylover 17.03.06 - 17:03 Uhr

hier wird´s bestens erklärt:
http://www.ukaachen.de/content/page/4041673

lg
claudia, paul (3) & #baby boy (27. ssw)

Beitrag von s_a_m 18.03.06 - 08:34 Uhr

Es ist ein Ultraschall, bei dem die Ausprägung einer Flüssigkeit im Nackenbereich eines ungeborenen Babys begutachtet wird.

Wofür? Um aus dem Wert eine Wahrscheinlichkeitsangabe abzuleitet, ob das Baby event. eine körperliche Felbilung (z.B. Herzfehler) oder eine chromosomale Besonderheit (z.B. Trisomie 13, 18, 21) haben könnte.

Wofür NICHT? Zur Diagnosestellung oder zum Ausschluss einer Diagnose dient die Nackentransparenzmessung NICHT. Erkannt wird die Ausprägung der Flüssigkeitsansammlung. Mehr als deren Dicke kann man nicht erkennen.

Mehr dazu kann man z.B. hier nachlesen: http://www.regenbogenzeiten.de/nt.html

Es ist KEINE diagnostische Untersuchung, sondern nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Man muss mit dem Ergebnis gucken, ob einem das reicht oder ob man größtmögliche Sicherheit haben will. Dann müsste man weiterführende Untersuchungen (z.B. Amniozentese ) in Anspruch nehmen, die teils nicht risikolos sind.

Ich persönlich bin nicht so ein großer Freund der Nackentransparenzmessung bzw. des First-Trimester-Screenings (Bluttest + Nackentransparenzmessung). Viel zu oft für meinen Geschmack werden werdende Eltern tief verunsichert durch vermeintlich schlechte Ergebnisse, lassen weitere Untersuchungen machen (auch oft mit viel Angst) und nach einigen stressreichen Wochen, in denen sich manche werdende Mami die Freude an der Schwangerschaft und die Vorfreude auf das Baby ziemlich verleidet durch die Angst, stellt sich die ganze Aufregung als falscher Alarm heraus. Viele schwören sich dann, diese Untersuchung in einer Folgeschwangerschaft nicht nochmal machen zu lassen, denn sie haben letztlich nur viel Geld für Sorge, Verunsicherung und Stress bezahlt ;-)

Dann gibt es diejenigen werdenden Mütter, die gute, unauffällige Werte bescheinigt bekommen, keine weiteren Untersuchungen machen lassen und ein Regelkind bekommen.

Bei anderen kommen ähnlich tolle Ergebnisse dabei heraus, aber ihr Kind ist dennoch kein Regelkind. Ein Beispiel ist Eric:

Die Nackentransparenz von Eric, dem Sohn einer Freundin, war vorbildlich im Normbereich, ebenso wie die Blutwerte seiner Mama. Im Sommer 2004 kam der kleine Fratz #liebe mit Freier Trisomie 21, einer der vier Formen von Down-Syndrom, zur Welt ( http://www.ericmagnus.de / bis zum 02.03.06 schon mehr als 10.700 Mal besucht #blume). Soviel zur Zuverlässigkeit; die ist nicht absolut, denn Eric ist nicht die eine große Ausnahme. Zur anderen Seite hin ist es ebenso möglich, dass die Falte auffällige Werte zeigt und das Kind trotzdem ein Regelkind ist.

Wer größtmögliche Sicherheit möchte über bestimmte körperliche Besonderheiten sollte sich meiner Meinung nach besser für den Feinultraschall entscheiden, wer größtmögliche Sicherheit bezüglich bestimmter Chromosomenbesonderheiten will, muss sich wohl oder übel in den Bauch pieksen lassen und die damit verbundenen Risiken (u.a. eventuell das einer Fehlgeburt) in Kauf nehmen. Auch weil es ohne eine anständige Diagnose, deren individuelle Tragweite es dann abzuwägen gilt, nicht erlaubt ist, eine Schwangerschaft abzubrechen.

Und eine Diagnose bekommt man bei der Nackenfaltenmessung (auch in Verbindung mit der Blutuntersuchung / = First-Trimester-Screening) nicht, sondern insbesondere was Chromosomenbesonderheiten angeht eben nur eine statistische Wahrscheinlichkeitsangabe. Sonst nichts, denn Chromosomen sind numal schlicht und einfach nicht im Ultraschall zu sehen und im Blut der Mutter sind sie (noch) nicht nachweisbar bzw. untersuchbar.

Alles, was bei der Nackentransparenzmessung bzw. beim First-Trimester-Screening herausgefunden wird, müsste im Grunde durch weitere Untersuchungen auf seine Richtigkeit hin überprüft werden. Und – wie das Beispiel von Eric zeigt – eben eigentlich auch, wenn die Werte unauffällig sind. Denn es sind halt nur Wahrscheinlichkeiten und keine Diagnosen oder Ausschlüsse von möglichen Diagnosen ;-)

Meinungen / Erfahrungen von werdenden Müttern:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=354982

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=310137

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http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=312786

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Auf meiner Website (erreichbar über meine Visitenkarte / Klick auf den Nicknamen s_a_m) habe ich u.a. ausführliche Texte zum Thema Pränataldiagnostik zusammengestellt. Eingegangen wird unter anderem auf einige der gängigsten derzeit möglichen Untersuchungen (Was wird gemacht? Was sind die Vorteile, wo liegen Risiken? Welche Konsequenzen könnten sich durch das Ergebnis ergeben?), die Untersuchungszeitpunkte sowie auf die Erkennbarkeit verschiedener Formen von Behinderung und Fehlbildungen. Die Texte sind auch für medizinische Laien gut verständlich; schwierige Begriffe werden z.B. erläutert. Die Texte geben nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern es sind Sachinfos, die allgemeine Informationen bieten, nach denen man selbst entscheiden kann, was für einen persönlich sinnvoll und langfristig tragfähig erscheint.

Liebe Grüße
Sabine (Mail- & Homepage-Kontakt über die Visitenkarte)