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Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von ursusarctos 17.03.06 - 16:48 Uhr

Frage steht oben, bitte schreibt mir Eure Erfahrungen, gern auch über VK, wenn es Euch lieber ist.

Danke,

Barbara

Beitrag von hannifant 17.03.06 - 20:59 Uhr

Hallo Barbara,

habe Die eine Info über die VK gesendet.

Liebe Grüße

Hanni

Beitrag von s_a_m 18.03.06 - 08:06 Uhr

Ich habe vor sechs Jahren als Integrationsbegleiterin ein damals vierjähriges Mädchen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) und schwerem Herzfehler (inoperabler kompletter AV-Kanal mit Eisenmenger-Reaktion) in einen Regekindergarten begleitet. Sie war das einige Kind mit Behinderung in der gesamten Einrichtung, keine der Erzieherinnen hatte Erfahrung mit Kindern mit Down-Syndrom, daher hat der Kindergarten gesagt, dass in der Anfangszeit eine zusätzliche Begleitung mitkommen muss, die der Gruppe und dem Mädchen bei der Gewöhnung hilft. Die Integrationsphase dauerte 6 Monate (erstmal zwei Tage / Woche, dann drei Tage / Woche) und schon ziemlich schnell war meine Anwesenheit gar nicht mehr nötig (veranschlagt waren deutlich mehr als 6 Monate Integrationphase).

Probleme (Ausgrenzung, Hänselei usw.) von Seiten der Regelkinder gab es nicht, manches war erstmal ungewohnt und somit schwer zu verstehen (z.B. hat das Mädchen lange Zeit schlecht gehört und hatte die dadurch entstandenen Schwierigkeiten mit der Lautsprache noch nicht ausgleichen können; sie benutzte sprachbegleitende Gebärden nach dem Prinzip der Gebärden-unterstützten Kommunikation / GuK). Alles eine Frage der Zeit und Gewöhnung :-)

Für die Kinder der Regeleltern wurde ein besonderer Elternabend veranstaltet, um das Vorhaben vorzustellen und um das Thema Down-Syndrom zu behandeln. Es wurde von der großen Mehrzahl der Eltern gut aufgenommen und sogar für gut befunden, solch ein "Projekt" zu starten.

Mir hat es als Integrationsbegleiterin viel Spaß gemacht und die Bezahlung war auch ok ;-) Das ganze Lief bei mir über den Familienunterstützenden Dienst (FuD) der Lebenshilfe e.V. .

Liebe Grüße
Sabine


Beitrag von ursusarctos 18.03.06 - 15:27 Uhr

Wie wurde das finanziert? Über die Sozialhilfe? Danke für die Info übrigens.

Beitrag von s_a_m 18.03.06 - 17:41 Uhr

Darum habe ich mich nicht gekümmert. Ich war damals beim Familienunterstützenden Dienst (FuD) der Lebenshilfe "angestellt". Frag vielleicht mal bei der Lebenshilfe nach oder wende dich an euer zuständiges Jugendamt. Oder frage bei Kindergärten nach, die schon mal Kinder einzelintegriert haben.

Liebe Grüße
Sabine