Zurück zum Job?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von pebbles73 17.03.06 - 17:09 Uhr

Hi,

mein Kleiner wird nächste Woche 11 Monate alt. Bis er ca. ein halbes Jahr alt war, war ich im Oberglück, aber nun merke ich, dass ich gerne wieder etwas arbeiten würde.

Habe mich auch schon so umgeschaut und auch was ausprobiert. War aber noch nichts so rechtes.

Bevor ich in Mutterschutz ging war ich Sekretärin. Und davor hatte ich einen Traumjob, der mich total ausgefüllt hat. Ich MUSSTE damals den Job wechseln, sonst wäre ich dann arbeitslos gewesen (Chef eine linke Ba...., aber was solls). Nachdem mir der Sekretariatsjob erwartungsgemäß nicht sehr viel Freude bereitet hat, haben mein Mann und ich unsere Familienplanung nach vorne verschoben. Nicht dass das einer falsch versteht, ich stehe voll und ganz hinter der Entscheidung und ich möchte meinen kleinen Zwerg auf keinen Fall missen.

Aber ich bin nun mal nicht der Typ Frau, der in Haus, Kind und Garten aufgeht. Naja. Mein Mann meinte auch, dann schau Dich halt um. Hauptsache Du bist zufrieden, dann ist es der Kleine auch.

Sooo, jetzt habe ich eben vom Kollegen gehört, dass meine Traumjob-Stelle wieder frei wird. Bei mir fing es sofort wieder an zu rattern und ich bekam Herzklopfen usw.. Allerdings müsste ich da dann mindestens Halbtags gehen, wenn nicht sogar Ganztags. Das hieße ich müsste den Kleinen dann zur Tagsmutti geben. Hätte ich auch bei einem anderen Job, aber ich dachte halt eher so an zwei halbe Tage oder so.... #kratz.
Irgendwie bekomme ich jetzt schon schiß vor der eigenen courage, obwohl ich ja erst vor 1h davon gehört habe.

Und wenn das klappen würde, meint ihr es ist besser jeden Tag halbtags zu kommen oder 2 komplette Tage und einen halben Tag? Was kostet eigentlich so eine Tagesmutti? Hat mich mein kleiner dann noch so lieb wie vorher? Ich habe tatsächlich Angst, dass er sich von mir entfernt #heul. Jetzt wo tatsächlich so was anstehen könnte, krieg ich es echt mit der Angst zu tun! Berechtig?

Vielleicht kann mir jemand seine ERfahrungen schreiben?

Grüße
Marion

Beitrag von 3blade3 17.03.06 - 18:43 Uhr

Hallo. Tja das ist eine schwierige Entscheidung, die du letztendlich selbst mit deinem Herzen treffen mußt. Ich kann dir nur sagen, wie ich es persönlich sehe: Wir haben uns bewußt spät fürs Kind entschieden. Mein Mann ist kein Großverdiener, wir kommen mit dem wenigen Geld klar, es könnte besser, aber auch schlechter sein. Für mich war von Anfang an klar, daß ich zumindest die ersten 3 Jahre nur für meinen Sohn da sein will. Ich bin aber nicht die geborene Hausfrau und Mutter, sondern liebe meine Arbeit und Freizeit. Als unser Sohn dann 2 war, bin ich auf 400 Euro arbeiten gegangen, wenn mein Mann dann zu Hause war. Jetzt hab ich das Glück von zu Hause aus arbeiten zu können, aber er ist eh im Kiga. Ich denke du mußt es mit deinem Gewissen vereinbaren, was du willst. Kannst du damit leben, kann es dein Kind auch. Ich bin der Meinung, auch wenn man nur anderweitige Meinungen diesbezüglich hört (die Kinder brauchen andere Kinder, die Kinder werden schneller selbständig-na klar müssen sie ja auch oder-, bei uns war das früher auch so etc), daß man zuviel verpaßt in den ersten 3 Jahren. Mein Mann schimpft heute noch, daß unser Sohn schon gehen konnte, reden konnte etc. und er nur wenig mitbekommen hatte von der Entwicklung. Wie gesagt ist eine persönliche Einstellung. Du wirst die richtige Entscheidung treffen. Alles Gute!

Beitrag von kraxy 17.03.06 - 21:19 Uhr

hallo marion,
probier es aus - du wirst merken, ob es dir guttut (und auch wie dein kleiner reagiert) aufhören kannst du immer noch!
zu deinen fragen:

wenn es mit fahrerei etc. hinkommt, würde ich fünf halbe tage arbeiten gehen - dann hast du jeden tag etwas von allem: arbeit und kind...
tagesmutterkosten sind unterschiedlich. frag beim jugendamt oder der zuständigen stelle nach oder inserier mal - dann bekommst du die besten informationen.
dein kleiner wird dich immer lieb haben - klar wird er natürlich auch andere personen an seiner entwicklung teilhaben lassen, aber du bist und bleibst seine mami. ich habe sogar die erfahrung gemacht, dass eine tagesmutter sehr bereichernd sein kann, da man endlich jemanden hat, der auch mal alltag erlebt und mit dem man zusammen über das kind schwärmen kann!! ;-)

die angst ist nachvollziehbar und da es ja für dich eine neue situation ist - natürlich berechtigt. aber ich habe auch recht schnell nach den geburten wieder gearbeitet und habe es nicht bereut - gerade jetzt, wo die kids älter sind, bin ich froh, dass ich "noch was anderes habe".

also - wie ist dein motto: neuer tag - neues glück ! #herz

ermutigende grüße von kraxy #cool

Beitrag von gh1954 18.03.06 - 00:07 Uhr

>>> Hat mich mein kleiner dann noch so lieb wie vorher? <<<

Ich habe als Kinderfrau ein Kind betreut, angefangen habe ich, als die Kleine 11 Monate alt war.
Die Mutter war ab halb zwei wieder da.
Ich habe mich mit der Kleinen sehr gut verstanden, aber wenn die Mama kam, war ich abgemeldet. So Kleine wissen schon, was die Mama bedeutet.
Und ganz besonders hat sie sich gefreut, wenn Papa mal zu Hause war, den hat sie ja noch seltener gesehen.
Da mach dir mal keine Sorgen.
Wenn du den Job kriegen kannst, greif zu.
Ich habe das Kind in der elterlichen Wohnung betreut und dementsprechend auch Haushaltsarbeiten übernommen. (Aufräumen, Putzen, Küchenschränke sauberhalten etc). Dafür habe ich 7 Euro pro Stunde bekommen.

Gruß
geha