Probleme mit unserem Hund!

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von nicole179 17.03.06 - 21:10 Uhr

Hallo,

unser Mischling ist nun fast 3 Jahre und hat ein paar "Macken"!

Er wurde als Welpe von einigen Kindern geärgert, sie haben immer wenn er alleine zu Hause war gegen die Tür gehämmert und sein Gebelle nachgemacht!
Jetzt reagiert er auf Kinder und fremde Leute meistens sehr aggressiv und fängt fast immer sofort an zu bellen und zu beißen!

Bei unseren eigenen Kindern zum Glück nicht! Die beschützt er immer!

Auch wenn er andere Hunde sieht geht er sofort ab und fängt an zu ziehen und zu bellen! Gebissen hat er noch keinen Hund. Er hat einfach nur eine große Klappe! Vielleich angst?! Ich weiß es leider nicht!
Und sobald er merkt dass es Hündinnen sind, wird er richtig freundlich! Aber mit Rüden steht er auf Kriegsfuß!

Wir wollen ihn evtl. kastrieren lassen, weil uns einige Leute gesagt haben daß er dadurch ruhiger wird!
Stimmt das? Was meint ihr?

Wie könnte man das Problem mit den Kindern und Fremden in den Griff bekommen?

Wenn wir Besuch bekommen müssen wir ihn immer wegsperren, weil er einfach unberechenbar ist!
Das würde ich gerne ändern!Er gehört ja schließlich auch zur Familie!

Bin dankbar über jeden Tipp von Euch!

Liebe Grüße Nicole

Beitrag von hks2 18.03.06 - 15:34 Uhr

hallo,

eine kastration ist -gerade auch bei nicht so erfahrenen hundehaltern für alle beteiligten zu empfehlen.

die prägung im frühstadium des welpen ist sehr tief sitzend und nur mit viel geduld zu korrigieren.

ganz wird sich dieses problem nicht auflösen.

wichtig ist eine regelmäßige desensibilisierung. geh zum beispiel an eine grundschule kurz vor schulschluss.

setze dich in grösserem abstand auf eine bank oder mauer, den hund neben dir.

keine strenge und keine hektik darf zu spüren sein.

wenn kinder aus der schule kommen und er bellt, rufe ihn mit "sitz" und "aus" zur ordnung.

immer immer immer immer wieder. irgendwann wird er schlicht keine lust mehr zum bellen oder zum angehen haben.

das kann nach dem zehnten mal sein oder auch nach dem zwanzigsten mal. geduld ist nötig.

kommt nun ein kind vorbei und er bellt nicht -und nur dann- leckerchen reichen und belobigen!!!!

wenn du diese belobigung regelmäßig tätigst, wird er eine positive verknüpfung erhalten.

wunder werden vielleicht nicht passieren aber er wird deutlich ruhiger und stressfreier.

das ist mein tip als langjähriger verantwortungsbewusster hundehalter.

das thema andere rüden würde ich nach einer kastration und einer zweimonatigen wartezeit (hormonumstellung) genauso angehen.

parkausgang mit hundeverkehr .... belobigen ...usw.

kann aber sein das dieses problem sich mit der kastration erledigt.

stefan

hallo nicole!

habe jetzt mal meinen mann antworten lassen, weil er sich viel besser auskennt.
haben momentan ein problem mit dem e-mail ausgang, sobald sich das erledigt werde ich dir über visiten kate mailen. #freu

bis bald

hülya

Beitrag von nicole179 18.03.06 - 22:03 Uhr

Hallo Hülya, hallo Stefan!

Vielen Dank für die Tipps!
Ich werde es mal versuchen!

Ok, dann warte ich auf die Mail!
Liebe Grüße
Nicole

Beitrag von dore1977 19.03.06 - 08:05 Uhr

Guten Morgen,

ich muss zugeben ich stehe Hülya s Tipps ziemlich skeptisch gegenüber und glaube erlichgesagt nicht das es so funktioniert.

Ich will auch gern begründen warum:

Den Hund kastrieren zu lassen, er soll dann ruhiger werden? Sicher in machen Fällen mag das klappen. Aber Ihr hab ein Problem mit andren Rüden. Nun scheitet Ihr im die Eier ab und was dann?
Er wird weiter andre Rüden anmchen weil A weis er ja gar nicht das er kein "Mann" mehr ist. Er wird sich zu 99, 9 % weiter wie ein Matscho aufführen.
Ausserdem ist er für andre Hunde dann nicht mehr zuordbar. Die wissen gar nicht ob Rüde oder Hündin da auf sie zu kommt.
Mein Rüde neigt dazu kastraten für Hündinen zu halten, die wiederrum finden das erst recht nicht komisch.
Du schreibst wenn Ihr andre Hunde trefft fängt er an zu ziehen und zu bellen. Daraus schließe ich das ihr in an der Leine habt.
Ich glaube ihr habt das Problem grade weil er an der Leine ist. Natürlich kannst Du ihn nicht losmachen und auf andre Hunde zustürmen lassen.
Ich würde mit Leckerchen arbeiten. Nimm Leckerlies mit für die er alles machen würde.
Wenn nun ein andrer Hund kommt nimm ein Leckerie in die Hand und halte es ihm über die Nase. Gibt den Befehl Fuss. Kann er bei Fuss ?
Dann gehe an dem andren Hund vorbei wärend Du ihm das Leckerlie über "zeigst" Damit es am Anfang nicht zu schwirig ist versuche mit Abstand an dem andren Hund vorbei zu gehen.
Sobald der Hund sich auch nur Ansatzweise, vom dem Leckerlie, ablenken lässt sollte Du ihm dies auch geben. Damit er ein Erfolgserlebniss hat.
Ganz wichtig und der schwirigste Teil bei der ganzen Sache ist das richtige Timming. Belohnst Du eine Sek zu Früh oder zu spät Belohnst Du eventuell nicht das brave zum Leckerlie kucken sondern das "anmachen" zum andren Hund hin.

Wie Hülya schon schreibt ist es wichtig das Du möglischst weder angespannt, ängstlich oder nervös bist.
Wenn Du zitterst ohhhhh ein andrer Hund Hiiiiillllfeee kann es nur in die Hose gehen. Geh dort ran mit der Einstellung: Super ein andrer Hund jetzt wird geübt !
Suche Dir zum üben am besten Strecken an denen Du in verschiedenen Abständen an den andren Hunden vorbei gehen kannst und wo möglichst viele Hunde sind. Ausserdem übe täglich!!!! Immer !!! Es darf keine Ausnahmen mehr geben. Immer wenn ihr einen andren Hund trefft wird geübt. Konsequenz ist alles beim Hund.

Mit den Kindern würde ich es ähnlich machen wie Hülya es bescheibt. Geh zu einer Grundschule in der Pause und mache das gleich spiel mit dem Leckerlie wie bei den andren Hunden. Der Hund soll lernen Kinder = Leckerlie.
Ich würde mich aber auf keinen Fall auf eine Bank setzen und den Hund zwingen ins Sitz zu gehen. Er hat genug Stess mit den Kindern er wird kaum ins Sitz gehen das wiederrum müsstest Du dann durchsetzten meiner Meinung nach schauckelt sich das ganze dann noch Hoch und eskaliert.
Bleib in Bewegung. Geh an der Schule vorbei und dreh dann um und geh zurück das ganze dann eben mehrmals.
Für Hunde (und auch für mache Menschen) ist es leichter Spannung abzubauen wenn sie in Bewegung sind.
Überleg mal wenn Du Stress hast sitzt Du dann still auf dem Sofa ? Ich nicht ich renn duch die ganze Wohnung.

Du hast nicht geschrieben wie gross Euer Hund ist. Sollten meine Tipps nicht funktionieren könnte man auch noch mit einem Halti arbeiten. Dabei hast/kannst Du den Kopf des Hundes leichter führen.

Für Euer Besucheproblem: Wie reagiert er den bei Besuch ? Eventuell wäre eine Kiste eine Lösung aber da hätte ich gern noch mehr Informationen bevor ich Dir einen Rat geben kann.
Liebe Grüße und schönen Sonntag
dore

Beitrag von nicole179 21.03.06 - 21:28 Uhr

Hallo Dore,

er geht leider nicht bei Fuss!
Wenn er einen anderen Hund sieht, dann dreht er sofort ab und hört auf nichts mehr! Kein "Aus" oder "Nein" hilft da!

Aber ich werde es mal mit den Leckerlies ausprobieren.

Er ist nicht groß. So ca. 60 cm.

Erst mal bellt er wenn Besuch kommt, springt die Leute an und schnappt auch manchmal nach ihnen! Er lässt sich dann auch nicht beruhigen!

Wenn Du magst, kannst Du mir ja über meine VK schreiben!
Danke im Voraus!
Liebe Grüße
Nicole

Beitrag von cheyenne120 21.03.06 - 09:05 Uhr

hallo nicole,

leider ist es nicht sicher das dein rüde nach dem eingriff ruhiger wird.

und zu bedenken ist auch das ein eingriff immer ein risiko bedeutet.

das er nach einer gewissen zeit, für andere hunde, nicht klar als hündin oder rüde zu erkennen ist, entspricht den tatsachen. wenn er es eh schon nich mag, was meinst du wie er es findet objekt der begiere anderer rüden zu sein???

leider seid ihr schon ins meideverhalten übergegangen, das ist immer nicht so schön. daher würd ich euch raten euch professionelle hilfe zu holen!

aber eins noch...klar bekommt ihr das hin. er ist verunsichert, nicht jedoch böse. wenn er gelernt hat das diese situationen gar nicht bedrohlich sind, habt ihr bald viel spaß mit ihm.

LG

chey

Beitrag von nicole179 21.03.06 - 21:31 Uhr

Hallo Chey,

vielen Dank für Deinen Zuspruch!
Ich hoffe Du behälst recht!!

Liebe Grüße
Nicole