Wieviel wert?

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Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von farideh 18.03.06 - 09:48 Uhr

Wir ziehen jetzt im Juli um.
In der Wohnung wohnt noch jemand,die jetzt zu ihrem Freund zieht.
Ihre Küche ist 2 Jahre alt und sie möchte diese gerne mit verkaufen. Sie möchte dafür gerne 2000 Euro mind haben, da sie neu 2900 Euro gekostet.

Die Küche sieht wirklich noch top aus.Es ist ein Ceranfeld dabei, eine Küchenfront mit einem Hochschrank,einem Doppelhängeschrank und drei Schränken,die auf dem Boden stehen (wie heißen die doch gleich*grübel*)

Gibt es irgendwie eine Tabelle im Internet wo man sieht wieviel eine Küche nach zwei Jahren noch wert sind bzw. ist der Preis dafür angemessen oder ist der Preis dafür zu hoch angesetzt?

Beitrag von cassiopeia04 18.03.06 - 09:55 Uhr

Geh in ein Möbelgeschäft und stell dir eine vergleichbare Küche zusammen, dann siehst du wo ungefähr der Preis liegt und kannst es abschätzen.


lg cassi

Beitrag von farideh 18.03.06 - 10:08 Uhr

Ja gut -dann weiß ich dennoch nicht wieviel man für eine zwei Jahre alte Küche noch nehmen kann.

Beitrag von cassiopeia04 18.03.06 - 10:12 Uhr

Wenn du siehst, dass eine Küche ( die so ist wie die dort vorhandene) auf 4000 Euro kommt, dann siehst du, dass die 2 Jahre alte Küche sehr billig ist.


Wenn du siehst, dass die dort Küchen im Geschäft haben, die vergleichbar mit der 2 Jahre alten K. sind, aber nur 2000 Euro kosten, dann siehst du, dass du ein schlechtes Geschäft machst.


Ich würde das ganze auch nicht unbedingt am Alter sondern am Zustand der Küche messen.


lg cassi

Beitrag von cephir 18.03.06 - 10:15 Uhr

Was für geräte sind denn da drim??
Miele?
Siemens oder no name????

Beitrag von sunset.chill 18.03.06 - 12:23 Uhr

Hi!

Erstmal freu ich mich, dass Das mit Eurer Wohnung geklappt hat :-) !!!

Zur Küche:
KEINE Spülmaschine?
KEINE Mikrowelle?
EDELSTAHLGERÄTE?
Dunstabzughsaube vorhanden?

Das ist heute Standard bei Neuküchen, und mit etwas Suchen findest Du heute spuer Schnäppchen-Angebote für unter 2 TEUR, wo das alles mit drin ist.

Mir hat mal ein vereidigter Sachverständiger gesagt:
Küchen sind Gebrauchsmöbel und unterliegen wie alle Gebruachsgegestände einer Wertminderung von 50% pro Jahr.
In Eurem Falll bei einem NP von 2900 EUR komme ich da auf max. 800 EUR!
Und auch bei ebay oder im privaten Schnäppchenhandel per Zeitung wird sie nicht viel mehr dafür bekommen, ganz ehrlich.

Folgende Dinge sind wertsteigernd:
- Marken-E-Geräte (Siemens, AEG, Miele, Whirlpool, Electrolux, ....was hab ich vergessen #gruebel)
- Geschirrspüler! braucht ihr unbedingt, gerade mit Baby
- Turm- oder Kamin-Abzuhshaube (nicht die altmodischen Unterbau-Dinger)
- Zustand der Arbeitsplatte (manche Leute wüten wie die Schweine, sodass man die wirklich nicht gerne übernehmen will und sie erneuern muss)
- Ist eine Kühl-Gefrier-Kombi mit dabei? Die sind RICHTIG teuer! Und da auch auf die Energieeffizienzklasse achten.

- Apotherkerschranke- diese hohe zum Ausziehen

Wenn wenigstens ein paar der Werttreiber vorhanden sind, dann würde ich auch nicht mehr wie 1500 EUR dafür zahlen.

Du kannst gerne auch mal bei ebay schauen, wie Küchen dort gehandelt werden, dann wird dir klar, dass sie nicht viel mehr dafür bekommen wird.

Habe mich letztes Jahr wirklich intensiv mit Küchen beschäftigt, da wir in der gleichne SItuation waren :-)
Unsere Vormieter wollten auch einen utopischen Preis für ihre (häßliche blaue) Küche haben, nun haben wir eine viel schönere und bessere für viel weniger Geld über ebay und mit vielen eigenen guten Ideen #huepf


Beitrag von junimond.1969 18.03.06 - 13:03 Uhr

Das kann man doch so von hier aus nicht sagen!

Kommt auf die Marke der Möbel an, eine Billig-Küche aus dem Baumarkt sieht vielleicht auf den ersten Blick ähnlich aus, ist aber trotzdem monetär und qualitativ einiges billiger als eine Markenküche.

Wir haben z.B. eine maßgenau eingepasste IKEA-Einbauküche mit Echtholzfurnier Birke, Arbeitsplatte anthrazit meliert. Eine "normale" (also nicht Kamin oder so) Abzugshaube, Spülmaschine (mit Schnickschnack wie Startzeitvorwahl und Restlaufzeitanzeige und Automatikprogram, dass anhand der Wassertrübung erkennt, wie hoch die Temp. und Spüldauer sein muss), Herd, Eckspüle, alle Unterschränke (die, die auf dem Boden stehen) mit Zügen, auf der Arbeitsplatte ein silberner Jalousieschrank, die Oberschränke sind Vitrinen, die nach oben aufgehen. Der Herd hat ein Ceranfeld mit Facettenschliff statt Metallkante, der Backofen hat versenkbare Knöpfe und allerlei techn. Raffinessen wie Start- und Endzeitprogrammierung (d.h. Du kannst ihn Stunden vorher programieren, wann er an und wieder aus gehen soll) und verschiedene besondere Backstufen, die Spüle ist eine Marken-Eckspüle, NP 250,- € und die Arbeitsplatte kostete insgesamt wegen der Ecklösung allein 350,- €.

Warum ich das alles aufzähle?
Die Küche insgesamt kostete im Anschaffungswert also mit Möbeln und Kleinkram wie Abschlussleisten, Beleuchtung der Oberschränke und Spültischarmatur (die allein deswegen schon teurer war, weil sie für einen Untertischheißwasserboiler geignet sein musste) von rund 4.000,- €, ist zwei Jahre alt. Müsste man unsere Arbeitsleistung beim Einbau noch bezahlen, wären wir bei bestimmt 5.000 € Anschaffungswert. Wir haben sie sehr gepflegt und wenn wir bald ausziehen, will ich eigentlich mind. 3.000,- € bis 3.500,- € dafür haben. Argumentieren werde ich mit der Markenqualität, denn dadurch hat die Küche noch eine lange Lebensdauer zu erwarten, mit der maßgenauen Einpassung, denn das ist in diesem Raum wegen dem Schnitt auch ein Problem und mit den techn. Raffinessen der E-Geräte.

Fazit: Guck genau hin. Ist es echtes Holz, wer ist der Hersteller, was sind es für Geräte, gibt es außergewöhnlichen Schnickschnack, der den Wert steigert?

Du siehst, es kommt auf ein bisschen mehr Faktoren an als nur das Alter.

Gruß
Christine

Beitrag von farideh 18.03.06 - 14:17 Uhr

Danke für eure Antworten, dann werd ich gleich mal rüberlaufen *fg* (Wir ziehen von Hausnummer 1 in die Hausnummer 8) und sie fragen ob ich mir die Küche nochmal anschauen kann!

Beitrag von sunset.chill 18.03.06 - 14:25 Uhr

Hi!

Hoffe dass Du das noch liest

Wichtig, hatte ich eben vergessen:
Lass Dir bitte alle Kaufbelege zur Küche zeigen!
Schon alleine wegen einer evtl. Restgarantie!!

Beitrag von manavgat 18.03.06 - 19:11 Uhr

Man gibt maximal 50 % vom Neupreis.

Gruß

Manavgat

Beitrag von junimond.1969 18.03.06 - 22:30 Uhr

Nö. Nicht wenn man MEIIIIIIINE Küche kaufen will! :-p

;-)

Beitrag von bezzi 19.03.06 - 20:58 Uhr

...dann nimmse doch mit !

Das ist ja das Problem, das ein Mieter hat. Kauft der Nachmieter die Küche nicht, musst Du sie sogar noch fachgerecht ausbauen und mitnehmen.

Gruß

Martin

Beitrag von junimond.1969 19.03.06 - 22:59 Uhr

*grmpf* Weiß ich doch. Und ein Nachmieter von mir wird das auch wissen... Dat Dingen is', dass die sich nicht ohne viel Aufhebens ausbauen lässt. Zwar schon spurlos, aber die Küche an sich wäre zum Teil ruiniert. Durch die speziell einbaute Eck-Konstruktion und die maßgenau um einen Schornsteinvorsprung in der Ecke eingebaute Arbeitsplatte ist diese Ecke (schweiiiiineteuer gewesen #schock und eine Heidenarbeit dazu) nirgendwo anders verwendbar. Ich bin heute noch erstaunt, wieviel Stauraum und Arbeitsfläche wir in diese 8 m² gepackt haben, bis zur letzten Raumecke.

Ich hoffe, dieses Argument wird ziehen - also der Maßeinbau und das Schildern, wie teuer das wird, würde ein Küchenplaner und -bauer das machen. Ansonsten nehm' ich sie wirklich mit und wünsche dem Nachmieter, dem Geizkragen, mindestens einen blauen Daumen und ein versägtes Arbeitsplattenstück beim Einbau. Inkl. quellender Arbeitsplatte nach sechs Monaten, weil er die Silikonabdichtung vergessen hat. So. ;-)

Gruß
Christine