brust und/oder flasche

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kerstinwhmho 18.03.06 - 14:29 Uhr

huhu,

hatte diese diskussion heute morgen schon einmal rein gestellt aber vielleicht unter dem falschen "betreff".

nun ist es hoffenltich auch bei mir bald soweit (et am dienstag 21.03.).

habe vor voll zu stillen, nun hat aber mein mann gesagt, dass das ja "voll doof" ist weil er da nur zugucken kann und unseren kleinen am anfang nie selbst füttern kann.

meine frage nun: kann ich/wir mit brust und flasche füttern (überwiegend brust aber wenn mein mann abends oder am we da mit flasche)??? bekommen das so kleine gebacken oder ist es vielleicht sogar sinnvoll das die gewöhnung später an die flasche nicht so schwer ist?????

wenn mit beidem (flasche und brust) dann abpumpen und direkt füttern oder mit "eingefrorener" milch füttern??

doch etwas länger geworden sorry

euch allen schon mal danke für die antworten und ein schönes wochenende.

gruß

kerstin

Beitrag von mupfellucy 18.03.06 - 14:47 Uhr

Hi Kerstin,

du kannst beides parallel machen, aber ich würde dir empfehlen, erstmal das Stillen so richtig in den Griff zu bekommen bevor du die Mumi per #flasche gibst. Dein Mann hin oder her. Sorry, kann das zwar verstehen, aber das Baby sollte im Mittelpunkt stehen. Dein Mann kann eurem Zwerg ja das Löffeln in nem halben Jahr beibringen. #huepf

Du kannst die Milch abpumpen und frisch in die Flasche geben, auch einfrieren kannst sie. Aber wie bei allen Mahlzeiten: nur einmal aufwärmen und die Reste entsorgen. Bei einigen Babys führt der unregelmäßige Wechsel von Brust und Flasche zu Saugverwirrung, aber da muss jeder seine eigene Erfahrung machen. Schließlich ist ja auch jedes Baby anders.

Drücke dir auf jeden Fall für die Entbindung gaaanz feste die Daumen!

Liebe Grüße und #liebdrück

Lucy mit Anika (19.08.05)

Beitrag von mina_murray 18.03.06 - 19:05 Uhr

hallo kerstin,

ich würde dir auch - wenn es denn bei euch geht - dazu raten, erst mal das stillen voll in den griff zu bekommen, bevor du unnötige verwirrung mit der flasche reinbringst. auch ohne solche "komplikationen" kann der anfang am stillen durchaus eine herausforderung sein, die aber in den allermeisten fällen mit guter information und selbstvertrauen zu meistern ist.

bei einem baby, das auch mit flasche gefüttert wird, kann es zu einer sogenannten saugverwirrung kommen und eine flasche schreit auch nicht, wenn sie mal gebissen wird (da kommt es dann manchmal zu schlechten angewohnheiten.)

kann der vater des kindes nicht sonst ganz nah sein? vielleicht exklusiv das wickeln übernehmen z.b. damit er auch was ganz eigenes mit dem kind hat? oder irgendein anderes ritual? vielleicht schläft es ja gerne auf ihm ein?

die natur hat es nun mal als einzigartige bindung zwischen mutter und kind eingerichtet. ich persönlich würde da weder mit silikon noch mit latex dazwischenfunken wollen. auch nicht nach monaten. diese ansicht mag manchen extrem vorkommen aber vielleicht siehst du dein jetziges "anliegen" wenn das kind erst einmal da ist, auch ganz anders und du willst es nicht mehr an der flasche trinken lassen sondern nur stillen. ich habe mir auch vor der geburt so viele gedanken gemacht und als meine tocher dann vor mehr als 2 jahren da war, war so vieles ganz anders.

zu saugverwirrung findest du unter folgendem link wissenswertes - ein forum ist auch da für fragen, die vielleicht noch auf dich zukommen - ob nun über stillen, beikoststart, schlafen, tragen oder flaschennahrung. es kostet nichts und ich habe oft bedauert, das forum früher kennengelernt zu haben... dann hätte ich noch mehr auf mein gefühl gehört und nicht auf gängige tipps und verwandtenratschläge.

alles gute zur geburt!

lieber gruß
marie


www.stillclub.org

hier noch was zur saugverwirrung. auf den guten artikel unter www.alattiamo.it kann ich im moment nicht zugreifen- also was von: stillbetreuung.de - du kannst auch noch weiter unter dem begriff saugverwirrung suchen.

Saugverwirrung:
Wenn ein Kind schreit, dann greifen viele zu einem Beruhigungssauger. Das Kind hört auf zu schreien und alle atmen erleichtert auf! Dies ist eine Möglichkeit für das Kind sein Saugbedürfnis zu befriedigen.

Leider ist es oft so, dass Kinder, die noch nicht gelernt haben effektiv an der Brust zu trinken durch den Sauger irritiert werden. Es kommt zu einer sogenannten Saugverwirrung. Sie entsteht dadurch, dass die Kinder am Schnuller anders saugen müssen, als an der Brust.

Ursache einer Saugverwirrung kann auch das Füttern mit der Flasche sein. Gibt die Mutter die Flasche, so fließt dem Kind die Nahrung in den Mund. Besonders, wenn das Saugerloch groß ist, wird das Kind veranlasst die Zunge gegen den Gaumen zu pressen, um somit den Milchfluss zu stoppen. Versucht die Mutter anschließend zu stillen, so kann es passieren, dass das Kind die Brustwarze gegen den Gaumen presst. Dies kann sehr schmerzhaft für die Mutter sein.

Folgen einer Saugverwirrung können zum Beispiel wunde Brustwarzen bei der Mutter sein oder uneffizientes Entleeren der Brust.

Stillt eine Mutter ihr Kind, so wird die Brust vom Kind "gemolken", indem die Zunge eine wellenförmige Bewegungen von vorn nach hinten durchführt. Dabei bekommt das Kind nur soviel Milch, wie es tatsächlich schlucken kann.