Meine Tochter (2 J.) ist "milchsüchtig", wer weiß Rat?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von larimar 19.03.06 - 10:09 Uhr

Meine Tochter (2 Jahre) würde sich am liebsten von Milch, Apfelsaft, Butter, Nutella und Sonnenblumenkernen ernähren. Am Abend isst sie praktisch gar nichts und schreit dann nach ihrer Milch. Wir haben ihr, als sie klein war, immer vor dem Schlafengehen noch die Flasche gegeben, wie man das eben so macht in dem Alter, nur, bei ihr hat es nie den Übergang zur normalen Kost gegeben. Sie isst eigentlich auch nicht, was wir essen, obwohl mein Mann ein hervorragender Koch ist, sondern eher nur Breie oder Nudeln. Ich versuche auch ihr etwas zu geben, was sie mag, obwohl es eigentlich nicht richtig ist mit den Extrawürsten, aber nun ja, man versucht ja alles. Nun ist ihr Bruder 9 Monate alt und sie orientiert sich auch an ihm und will immer, was er kriegt. Das spielt sicher auch eine Rolle. Aber trotzdem, ich kenne sonst niemanden, der dieses Milchproblem hat. Ich habe schon versucht, die Milchportionen zu reduzieren, aber es hat alles bisher nichts genützt. Der Arzt hat mir ganz klar gesagt, daß das mit der Milch nicht richtig ist und ich soll sie entziehen (wegen dem vielen Eiweiß), aber was soll ich denn machen, wenn sie dann nachts aufwacht und vor Hunger weint? Natürlich gebe ich ihr dann Milch. Wir haben seit Monaten das Problem und es wird nicht besser. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und weiß Rat?

Danke für Eure Antworten, LG, Maren

Beitrag von frida67 19.03.06 - 11:54 Uhr

Hallo Maren,

meine Tochter wird jetzt 3 Jahre alt und verlangt sowohl morgens als auch abends noch nach der Milchflasche. Ansonsten isst sie auch eher mäßig.

Also, die Flasche nachts habe ich ihr konsequent verweigert. Sie muss mit an den Abendbrottisch, dort biete ich ihr Butterbrot, etc. an. Vor dem Schlafengehen dann noch die Flasche. Da sie inzwischen weiß, dass es nachts auf keinen Fall etwas gibt, isst sie jetzt meist ihr Brot und dann ist auch Ruhe. Hat mich in den ersten Nächten Nerven gekostet, hat aber funktioniert.

Morgens auch eine Milch, Frühstück dann in der Kita. Dort bekommt sie auch normales Mittagessen - und siehe da, Madame isst, was auf den Tisch kommt.

Zuhause auch keine Extrawürste mehr. Sie kann essen, was wir alle essen - oder sie lässt es, dann muss sie eben Hunger schieben. Sie muss niemals aufessen, aber wenigstens probieren, darauf bestehe ich. Und mehr als die Morgen- und die Abendmilch gibt es einfach nicht, da kann sie sich auf den Kopf stellen.

Also, reduziere die Milch konsequent und lass sie ruhig mal brüllen. Solange sie ihren Kopf immer durchsetzen kann, wird sich nichts ändern. Und glaube mir, verhungern wird sie garantiert nicht ;-)

Liebe Grüße
Frida

Beitrag von didda79 19.03.06 - 12:56 Uhr

Hi,

also ich finde das nicht schlimm.
Ganz im Gegenteil. Meine Kleine ist 17 Monate jung und trinkt täglich ca. 1/2 Liter Kakao.
Milch pur mag sie nicht, also eben Kakao. Morgens nach dem Aufwachen ca. 200ml dann entweder Nachmittags wenn wir Kaffee trinken oder Abends wenn sie nicht viel gegessen hat noch ne Flasche.
Ich finde in diesem Alter ist die Milch auch kein Lebensmittel direkt, für mich zb. ist Milch ein hervorragender Durstlöscher. Viel besser und gesünder als das süsse Saftzeugs.
Da geb ich ihr lieber Milch oder Kakao als sowas.
Ich selber hab als ich klein war auch viel Milch getrunken und immer gut gegessen, also ich sehe da kein Problem.
Liebe Grüsse Birgit

Beitrag von anja1968bonn 19.03.06 - 14:13 Uhr

Mein Sohn hat auch sehr lange recht viel Milch getrunken und sonst eher mäßig gegessen. Wir haben dann irgendwann begonnen, die Milch mit Wasser zu verdünnen, weil er sich sonst wirklich an der Milch sattegetrunken hat und so auch kein richtiger Hunger auf andere Sache da war. Das hat eigentlich ganz gut geklappt, irgendwann fiel die Abendflasche weg und morgens haben wir da auf Milch/Kakao aus der Tasse umgestellt . den liebt mein Sohn auch heute (mit über 3) noch ...

LG

Anja

Beitrag von rosi26 19.03.06 - 15:07 Uhr

Huhu,

mein Sohn (27 Monate) ist auch so eine kleine Milchnase und trinkt pro Tag ca. 300 - 350 ml. Ich achte drauf, dass er nicht mehr trinkt wg. des vielen Eiweiß (er würde sich auch locker 1 Liter reindrehen - aber da bleib ich dann konsequent und geb sie ihm nicht). Wenn deine Tochter mehr Milch trinkt, würde ich sie mit Wasser verdünnen! Mein Sohn hat auch 2 Jahre lang nachts Milch #flasche getrunken (160 ml) - erst seit knapp 3 Monaten nehmen die Nächte zu, in denen er komplett durchschläft. Im Moment ist es 50:50. Natürlich hätten wir konsequent sein können und vielleicht hätte er nach ein paar durchgeheulten Nächten nicht mehr nach Milch gebrüllt, aber wir wollten, dass er von selbst nachts auf die Milch verzichtet und so langsam zeichnet sich ab, dass wir bald ohne auskommen und das ganz ohne Stress (auch wenn man es so nicht machen soll #hicks...). Dein Kinderarzt meint doch bestimmt nicht, dass du ihr Milch ganz entziehen sollst, oder?

Mein Sohn isst auch noch sehr gerne Gläschen, da hab ich nichts gegen - wenn er unbedingt möchte. Immerhin isst er da ohne zu Murren das Gemüse mit, während er beim normalen Essen drum rum isst. Ansonsten isst er allerdings normal bei uns mit. Und Nutella & Co. gibt's bei uns eh nur, wenn Besuch zum Frühstück da ist. Finde sein Frühstücks-Fruchtzwerg ist schon süß genug.

Gut sind immer "Vorbilder" für die Kids. Hat sie eine kleine Freundin in ihrem Alter? Meistens wollen ja Kinder das essen, was andere Kinder auch essen - so kann man sie vielleicht auf den Geschmack bringen!

LG Rosi