Beikost mit 12 Wochen

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von taro1310 19.03.06 - 15:05 Uhr

Hallo

Habe meinem Kleinen am Dienstag zum ersten mal Karottenbrei zum Mittag gegeben. Wollte mal gucken ob er es will (3 Löffel). Hat ihm geschmeckt. Am nächsten Tag wollte er dann mehr hab ihm dann 5 Löffel gegeben. Heute nach 5 Tagen hat er schon ein halbes Glas verputzt. Muss ich ihm jetzt Tee zum trinken geben nach dem Mittag?

Für alle die mir sagen wollen das man damit erst nachdem 4. Monat anfangen soll. Das weiß ich auch, aber ich weiß auch das jedes Kind anders ist und wenn es ihm doch schmeckt dann kriegt er es auch.

lg Angy mit Pablo (nach Monaten) heute genau 3 Monate alt

Beitrag von chica_chico 19.03.06 - 15:16 Uhr

Hi Angy,
nochmal ich.
Ich habe bei Damian auch früh angefangen, da es mir die KÄ auch empfohlen hatte. Ich habe die Menge allerdings etwas langsamer gesteigert. Ich habe nur etwa alle 2 Tage 1-2TL mehr gegeben und die Milchmenge hinterher entsprechend reduziert. Jetzt hat sich sein Verdauungstrakt auch gut an die neue Nahrung gewöhnt und jetzt 3 Wochen nach Start isst er ein 2/3 Glas.
Ich gebe Damian nach dem Brei immer 150ml verdünnten Saft. Tee oder Wasser wäre natürlich besser, aber das mag er absolut nicht...schmeckt ja auch nicht süß!! Mittlerweile bekommt er ja auch keine Milch mehr hinterher zum Mittagessen...
Falls er mal Verstopfung hat, bekommt er auch nachmittags nochmal ein Fläschchen Saft oder Tee...wenn ich ihn dann ab und zu dazu bringen kann den Tee doch zu trinken!
LG,
Connie+Damian *14.11.05

Beitrag von casi8171 19.03.06 - 15:17 Uhr

Hallo!

Du weißt schon, das du hier jetzt bald gesteinigt wirst? ;-)

lg

Melli

Beitrag von taro1310 19.03.06 - 15:22 Uhr

Hi Melli

ja das weiß ich. Aber es steht doch nirgends geschrieben das es verboten ist den kleinen früher was zu geben oder?

:-p ;-)

lg Angy

Beitrag von sonja09 19.03.06 - 19:49 Uhr

Hallo Angy!

"...wenn es ihm schmeckt dann kriegt er es auch" - probier es doch mal mit Schokoeis, schmeckt ihm sicher auch! ;-)

Wenn du doch selber weißt dass man nicht vor dem vollendeten 4. Monat mit Beikost anfangen soll, warum machst Du es dann?
Klar ist jedes Kind anders, aber dass die Verdauungssysteme bei einem 12 Wochen alten Baby noch nicht auf Beikost eingestellt sind ist eben die Regel. Vom Allergie-Risiko mal ganz zu schweigen. Ich habe immer eher das Gefühl dass die Muttis es nicht abwarten können bis ihr Baby groß ist.
Aber es ist Dein Sohn, du wirst wissen was du ihm zumuten kannst und was nicht. Hoffe nur dass jetzt nicht andere Mütter durch dieses Posting dazu ermutigt werden ihrem Kind (was übrigens i.d.R. am besten 6Mo. voll gestillt werden soll!) mit 12 Wochen Beikost zu geben.
Hattest du denn vorher dass Gefühl dass Pablo mit der Milch allein nicht zufrieden ist?

Sonja mit Maxim 01.11.03 und Luis 06.12.05

Beitrag von taro1310 19.03.06 - 23:39 Uhr

Hallo Sonja

Also als erstes wollte ich dir sagen das bei uns keine Allergiegefährdung besteht. Wir beide haben keine und außerdem wohnen wir nicht in der Stadt. Und als zweites:Die Verdauung klappt bei ihm wie immer. Ich konnte leider nur 4 wochen stillen dann kam nichts mehr.

Angy

Beitrag von lexie 19.03.06 - 19:43 Uhr

Hallo Angy!
Mein kleiner war am Mittwoch 3 monate alt und am Donnerstag hat er seine ertsen 3 Löffel Karotten bekommen. Auch ihm hat es geschmeckt. Wie Du schon geschrieben hast, ist jedes Kind anders. Uns hat beispielsweise die KÄ empfohlen schön langsam mit Gläschen anzufangen, da dem kleinen seine Nahrung einfach nicht mehr reicht. Da nützt es mir bzw. ihm nix, wenn ich mit Gewalt warte, bis nach dem 4.Monat. Ich denke, daß jede Mama ihr Kind am besten kennt und instinktiv weiß, was gut für das Kind ist und was nicht.
Liebe grüße Lexie mit Tyler *15.12.2005

Beitrag von bibabutzefrau 19.03.06 - 20:30 Uhr

mal abgesehen davon dasses schon einen Grund hat warum man die ersten 4 Monate warten sollte frage ich mich:Was ist so toll dran seinem 3 Monate altem Kind ne Löffel in den Hals zu schieben?#kratz

Mensch-ich sehne mich danach zurück als Ida nur am Busen oder an der Flasche hing.
Das war einfach!!!!Ich hatte keine schmuddllätzchen und war selbst nicht orange weil meine Tochter es vorzog beim Löffel reinschieben zu niesen.
Keiner pattkerte in seinem orangrotem Gesicht rum und verteilze die ganze Pampe...


Mach es doch wenn du es für richtig hälst aber wunder dich nicht wenn es nicht alle soooo süss finden.


Übrigens:Versuch mal Schokoladenmousse.Wetten dass er es liebt?-ironieoff

Tina

Beitrag von deinemudder 19.03.06 - 20:48 Uhr

"ich weiß auch das jedes Kind anders ist und wenn es ihm doch schmeckt dann kriegt er es auch."

#augen

Alex

Beitrag von 9605paja 19.03.06 - 20:55 Uhr

Hallo Angie,

"Wenn es ihm schmeckt bekommt er es auch..."

Dazu fällt#schock#schock#schock#schock#schock gar nicht ein...

Beitrag von 240164 19.03.06 - 21:02 Uhr

Hallo,


als ich Deinen Bericht las, dachte ich das darf doch
wohl nicht wahr sein. Wie kann man seinem Kind gegenüber nur so unverantwortlich sein und
es mit 3 Monaten mit Dingen abfüttern für
das sein Körper noch gar nicht reif ist.
Man kann deinem kleinen Pablo bloss wünschen,
dass du sonst mehr Verantwotungsgefühl besitzt.
Wunder dich nicht wenn Dein kleiner plötzlich beim
Essen streikt.

Sonja mit Laurin (geb.1.10.2005) der noch voll gestillt wird!!!!!

Beitrag von mrswilliams77 19.03.06 - 21:26 Uhr

Hallo Angy!

Meine Kleine ist jetzt 4,5 Monate alt und kriegt seit 3 Wochen Beikost. Ich hab die Menge ungefähr genauso gesteigert wie Du, bis sie nach ca. 1 Woche fast ein ganzes Gläschen gegessen hat. Zuerst hab ich immer noch Milch danach gegeben, hab halt die Menge entsprechend reduziert. Sobald dein Pablo ein ganzes Gläschen ist, braucht er normalerweise keine Milch danach mehr, sondern biete ihm Tee an. Ich geb ihr den Apfel-Melissen-Tee von Milupa, der schmeckt ihr prima und sie verträgt ihn auch gut.

Nun einmal zu den bösen Antworten der anderen.
Das kann man doch auch ein bisschen netter sagen, wenn man findet, dass es mit 12 Wochen noch zu früh zum Zufüttern ist. Da muss man doch nicht immer gleich mit so blöden Kommentaren kommen wie "dann gib ihm doch Schokoeis" usw.
Das Forum ist doch dazu da, anderen Müttern einen Rat zu geben und nicht um seine Frustration oder sonstiges an der Fragestellerin auszulassen. Diejenige wird schon wissen, was sie macht. Ihr wißt doch gar nicht, ob sie sich vielleicht das OK vom Kinderarzt oder der Hebamme geholt hat. Und 6 Monate voll stillen klappt halt leider auch nicht bei jedem.
Bitte seid etwas netter zu einander! Man traut sich ja wirklich kaum noch, irgendwelche Fragen zu stellen, ohne dass man gleich voll die bösen Antworten bekommt.

Liebe Angy, lass dir nix einreden.
Gruß, Michaela mit Romy

Beitrag von odalina 19.03.06 - 22:16 Uhr

mir stehen die haare zu berge, wenn ich so was lese. es ist verantwortungslos und man kann auch nicht sagen, egal, ist ja ihr kind.
aber gut, hier mal ein wenig text.

In der Ernährung im 1. Lebensjahr werden 3 Abschnitte unterschieden.

In den ersten 4 bis 6 Lebensmonaten ist ausschließliche Milchernährung (Muttermilch, industrielle Säuglingsmilchnahrung) empfehlenswert. Beikostgabe vor dem 5. Lebensmonat und Vielfalt der Lebensmittel in der Beikost erhöhen das Risiko für die Entwicklung einer Allergie. Ab dem 5. bis spätestens 7. Lebensmonat kann der wachsende Energie- und Nährstoffbedarf des Säuglings mit Milch allein nicht mehr gedeckt werden. In diesem Alter erlischt der Saug- und Schluckreflex. Der Säugling kann mit Unterstützung aufrecht sitzen und seine Kopfhaltung kontrollieren, d. h. er kann vom Löffel essen.

Ab dem 5. bis 7. Monat wird mit der Einführung von Beikost begonnen. Monat für Monat wird eine Milchmahlzeit durch eine Breimahlzeit abgelöst. Nacheinander werden eingeführt: ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, ein Milch-Getreide-Brei und ein Getreide-Obst-Brei. Die Reihenfolge und Zusammensetzung der Beikostmahlzeiten ist unabhängig davon, in welchem Lebensmonat mit der Beikost begonnen wird. Mit 6 bis 8 Monaten beginnt die Entwicklung von Kaubewegungen beim Säugling. Die Beikostbreie können dann in gröberer Struktur gegeben werden. Gegen Ende des 1. Lebensjahres kann das Kind selbständig Nahrung zum Munde führen und eine Tasse halten.

Gegen Ende des 1. Lebensjahres sollte der Säuglings nach und nach an leicht kaubare Familienkost gewöhnt werden. Nach dem 1. Lebensjahr bieten spezielle Säuglings- oder Kleinkindernahrungsmittel keine Vorteile mehr für das Kind.


dies ist die empfehlung des forschungsinstituts f kinderernährung und hier die webseite.
http://kunden.interface-medien.de/fke/content.php?seite=seiten/inhalt.php&details=117

Beitrag von mina_murray 19.03.06 - 22:54 Uhr

hallo angy,

hoffentlich hast du deinem kind nicht geschadet. du warst doch besser informiert.

mich ärgert das auch sehr, wenn ich so was lese.

gruß
marie

Beitrag von mina_murray 19.03.06 - 23:00 Uhr

und noch was zu kinderärzten: die meisten kennen sich mit altersgerechter nahrung bei babies nicht aus. ich schreibe das hier dazu, weil so viele hier von kiä geraten bekommen haben, früher zuzufüttern. diese ärzte kennen sichtlich NICHT die offizielle empfehlung der who (weltgesundheitsorganisation)

viele tappen auch, was das stillen und stillbeziehungen betrifft im dunkeln.

hier noch was zum thema - von www.stillclub.org

Autor: Dr. Jack Newman MD FRCPC
Originaltitel: "How to know a health professional is not supportive of breastfeeding "


Alle Aerzte sagen, dass sie das Stillen unterstuetzen, aber viele unterstuetzen es nur solange alles glatt geht und einige nicht einmal dann. Sobald das Stillen oder irgendetwas im Leben der neugebackenen Mutter nicht perfekt ist, raten zu viele zum Abstillen oder Zufuettern. Es folgt eine Liste von Hinweisen anhand denen man erkennen kann, ob dein Arzt das Stillen ausreichend unterstuetzt, und Dir im Fall von Schwierigkeiten beim Weiterstillen hilft.

Woran man erkennt, ob ein Arzt das Stillen nicht unterstuetzt

Er/sie gibt dir waehrend der Schwangerschaft oder nach der Entbindung Proben oder Werbebroschueren der Flaschenmilchindustrie. Diese Proben und Werbebroschueren sind eine Aufmunterung zur Verwendung dieser Produkte und ihre Verteilung heisst Marketing. Es gibt keinen Beweis, dass eine bestimmte Flaschenmilchmarke fuer ein normales Baby besser oder schlechter ist als eine andere. Die Broschueren oder Videokassetten, die man zusammen mit den Proben erhaelt sind mehr oder weniger versteckte Mittel um das Stillen zu unterminieren und die Flaschenmilch zu verherrlichen. Wer das nicht glaubt, der frage sich, warum die Flaschenmilchindustrie halsabschneiderische Taktiken anwendet um sicherzugehen, dass es die Aerzte oder die Krankenhaeuser sind, die Werbematerial und Proben austeilen und sich dafuer nicht an andere Firmen wendet? Solltest du dich nicht auch darueber wundern, dass dein(e) Arzt/Aerztin nicht stattdessen das Stillen foerdert?


Er/sie sagt, dass Stillen und Flaschenfuettern im wesentlichen gleich sind. Die meisten flaschengefuetterten Babys wachsen gesund und sicher auf und nicht alle gestillten Babys wachsen gesund und sicher auf. Aber das bedeutet nicht, dass Stillen und Flaschenfuettern im wesentlichen gleich sind. Die Pulvermilch ist eine grobe Annaeherung an eine Substanz, in die wir erst jetzt langsam beginnen einen Einblick zu bekommen und die uns laufend aufs Neue ueberrascht. Die Unterschiede haben schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit. Gewisse Stoffe der Muttermilch fehlen im kuenstlich hergestellten Muttermilchersatz, trotzdem ihre Wichtigkeit fuer das Baby seit vielen Jahren erkannt wurde, wie zum Beispiel die Antikoerper und Zellen zum Schutz des Babys vor Infektionen, die mehrfach ungesaettigten Fettsaeuren, die fuer eine optimale Entwicklung der Sehorgane und des Gehirns wichtig sind. Stillen selbst ist nicht das gleiche wie das Fuettern mit einer Flasche, es handelt sich dabei um eine voellig unterschiedliche zwischenmenschliche Beziehung. Wenn es dir nicht moeglich war, dein Baby zu stillen, so ist das sehr schade (wobei gesagt werden muss, dass die Probleme in den meisten Faellen vermieden werden koennen), aber anzudeuten, dass das keine Wichtigkeit habe, ist schlicht und einfach falsch. Ein Baby braucht nicht gestillt zu werden, um gesund, gluecklich und sicher aufzuwachsen, aber Stillen ist ein Vorteil.


Er/sie sagt, dass die Flaschenmilch Marke X am Besten sei. Das bedeutet gewoehnlich, dass er/sie zu oft einem bestimmten Vertreter das Ohr schenkt. Es kann auch bedeuten, dass seine/ihre Kinder eben diese Marke besser vertragen haben als andere. Es bedeutet, dass er/sie unbegruendete Vorurteile hat.


Er/sie sagt, dass es nicht notwendig sei, das Baby gleich nach der Geburt anzulegen, da du muede bist (sein wirst) und da Babys ohnehin oft nicht daran interessiert sind. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber sehr hilfreich. Babys koennen gestillt werden waehrend die Mutter liegt oder schlaeft, aber die meisten Muetter haben nicht das Beduerfnis in so einem Moment zu schlafen. Nicht immer zeigen Babys sofort Interesse am Saugen, aber das ist kein Grund, ihnen diese Moeglichkeit vorzuenthalten. Viele Babys nehmen die Brust in der ersten oder zweiten Stunde nach der Geburt und diese Zeitspanne ist sehr wichtig fuer einen guten Stillbeginn, aber wenn sie von der Mutter getrennt werden, wird ihnen diese Moeglichkeit genommen. Wenn du den Eindruck hast, dass das Wiegen des Babys, die Behandlung mit Augentropfen und die Vitamin-K-Spritzen den Vorrang gegenueber dem Sillen haben, solltest du dich ueber das Interesse am Stillen gewisser Personen fragen.


Er/sie sagt, dass es keine Saugverwirrung gibt und dass du bald damit beginnen sollst, dein Baby an die Flasche zu gewoehnen um sicherzugehen, dass es dieses akzeptiert. Warum solltest du bald die Flasche geben, wenn es keine Saugverwirrung gibt? Wenn jemand sagt, dass es keine Beweise fuer die Existenz von Saugverwirrung gibt, dann spannt er den Ochsen hinter den Karren. Es ist der Sauger, den kein Saeugetier je benutzt hat, einschliesslich dem Menschen, (bei diesem letztgenannten zumindest war der Gebrauch nicht ueblich bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts) von dem bewiesen werden muss, dass er unschaedlich ist. Es wurde jedoch nie bewiesen, dass der Sauger keine schaedlichen Auswirkungen aufs Stillen hat. Aerzte, die behaupten, dass Sauger unschaedlich sind, sehen die Welt unter dem Gesichtspunkt, dass das Fuettern mit der Flasche, nicht das Stillen, die normale physiologische Methode ist Babys zu ernaehren. Nur weil nicht alle, oder vielleicht nicht einmal der Grossteil der Babys durch den Gebrauch von Saugern Schwierigkeiten beim Stillen haben, bedeutet das nicht, dass dessen fruehe Verwendung bei einigen Babys zu keinen Problemen fuehren kann. Es treffen dabei haeufig viele Faktoren zusammen, von denen einer die Verwendung eines Saugers ist, wodurch das Problem verschlimmert wird.


Er/sie raet dir zum Aufgeben des Stillens, weil du ein Medikament einnehmen oder dich einer medizinischen Untersuchung unterziehen musst. Es gibt selten Situationen, wo das Stillen nicht fortgesetzt werden kann, aber oft glauben Aerzte nur, dass eine Mutter nicht weiterstillen kann, und oft haben sie unrecht. Ein Arzt, der das Stillen unterstuetzt, wird sich bemuehen, die Unterbrechung des Stillens zu vermeiden (die Informationen der Weissen Seiten des "blue Compendium of Pharmaceutical Specialities" sind keine gute Informationsquelle - dort ist kein Medikament mit dem Stillen vereinbar, da die pharmazeutische Industrie mehr an ihre Haftpflicht denkt als an das Wohlergehen von Mutter und Kind.) Wenn die Mutter ein Medikament einnehmen muss, dann sollte sich der Arzt bemuehen eines zu verschreiben, das keine Stillunterbrechung notwendig macht. (Tatsache ist, dass sehr wenige Medikamente mit dem Stillen nicht zu vereinbaren sind). Es ist auch sehr ungewoehnlich, dass es fuer ein bestimmtes Problem nur eine einzige medizinische Behandlungsmoeglichkeit gibt. Wenn die erste Wahl deines Arztes auf eine Behandlung faellt, die eine Stillunterbrechnung verlangt, dann kannst du mit Recht daran zweifeln, dass er/sie ueber die Wichtigkeit des Stillens nachgedacht hat.


Er/sie ist ueberrascht zu erfahren, dass dein sechs Monate altes Baby noch gestillt wird. Viele Aerzte glauben, dass Babys bis mindestens zum neunten und sogar bis zum zwoelften Lebensmonat mit Flaschenmilch weiter ernaehrt werden sollen, aber gleichzeitig denken sie, dass die Muttermilch und das Stillen nach dem sechsten Lebensmonat unnoetig oder sogar schaedlich sei. Warum ist die Imitation besser als das Original? Solltest du dich nicht fragen, was so eine Einstellung verraet? In den meisten Laendern der Welt ist Stillen bis zum Alter von zwei oder drei Jahren ueblich und normal.


Er/sie sagt, dass die Muttermilch nach dem sechsten Lebensmonat des Babys wertlos wird. Auch wenn es so waere, so hat das Stillen trotzdem noch einen Wert. Stillen ist eine einzigartige Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich lieben, auch ohne die Komponente Milch. Aber es stimmt eben nicht. Die Muttermilch ist immer noch Milch und enthaelt Fett, Proteine, Kalorien, Vitamine etc. und die Antikoerper und anderen Stoffe, die das Baby vor Infektionen schuetzen, sind immer noch vorhanden, einige in groesseren Mengen als zu der Zeit als das Baby kleiner war.


Er/sie sagt, du sollst nie zulassen, dass das Baby an deiner Brust einschlaeft. Warum nicht? Es ist recht, wenn ein Baby auch ohne Stillen einschlaeft, aber einer der Vorteile des Stillens ist, dass man ein praktisches Mittel hat, um sein muedes Baby zum Einschlafen zu bringen. Muetter der ganzen Welt haben genau das gemacht, seit es Saeugetiere gibt. Eine der schoensten Freuden des Elternseins ist zu erleben, wenn ein Baby in unseren Armen einschlaeft, die Waerme zu spueren, die es ausstrahlt, wenn es vom Schlaf ueberwaeltigt wird. Es ist einer der schoensten Momente des Stillens, sowohl fuer die Mutter als auch wahrscheinlich fuer das Baby, wenn dieses an der Brust einschlaeft.


Er/sie sagt, du solltest nicht im Krankenhaus bleiben, um dein krankes Kind zu stillen, weil es wichtig ist zu Hause auszuruhen. Es ist wichtig, dass du dich ausruhst und ein Krankenhaus, das das Stillen unterstuetzt wird es so einrichten, dass du dich entspannen kannst, waehrend du im Krankenhaus bist um dein Baby zu stillen. Kranke Babys brauchen das Stillen nicht weniger als gesunde, sie brauchen es mehr.
Letzter Stand: Jaenner 98

Copyright Jack Newman MD FRCPC
Dieser Artikel kann fuer den persoenlichen Gebrauch ohne weitere Genehmigung ausgedruckt und unbegrenzt ausgeteilt werden; Fuer die Verwendung in anderen Publikationen setze man sich bitte mit dem Autoren in Verbindung: newman@globalserve.net

Uebersetzung von Ulrike Schmidleithner


Beitrag von maggiecat 19.03.06 - 23:31 Uhr

#augen

...und wieder ein "Löffeling" mehr...


Gruß

Kirstin mit Lucie (29.02.04) und Benno (01.11.05 der auch noch voll gestillt wird, da er ein SÄUGLING ist!!!)

Beitrag von oldma 20.03.06 - 14:21 Uhr

.... ich frage mich immer, wer den scheiss mit dem vollendeten 4. monat rausgehauen hat.ich kenne es gar nicht anders, als das kids mit vollendetem 3. monat breikost erhalten(eine mahlzeit und mit jedem monat + eine weitere). und meinen kids ist es sehr wohl bekommen. mein sohn hat schon mit 10 wochen um 22.oo uhr ein teelöffelchen voll zwiebackbrei bekommen. wenn nämlich die zeiten zwischen dem stillen immer kürzer werden, hat das kind hunger !! und mein kräftiger knabe war auch mit knapp 300 ml mumi nur 3 stunden satt. ich habe dann die mumi mit stärke verdickt. ich kenne auch noch viele "hausrezepte" von meiner oma, die examinierte säuglingsschwester war. und ich kannte ernährungsstörungen bei meinen kindern nicht.gib deinem kind mal, was du für richtig hälst und was ihm bekommt, dann ist alles in bester ordnung. und wenn er ein ganzes glas verträgt, dann gib ihm das auch. ich bin übrigens auch der meinung, dass ein kind mit zähnen kauen sollte und nicht mehr an muttis brust gehört, oder fläschchen kriegt. so und nu mal her mit de steine von den ganz schlauen. #freu l.g.c.

Beitrag von bibabutzefrau 20.03.06 - 21:27 Uhr

#kratz


mich wundert hier gar nix mehr


#gruebel

Beitrag von sternenmond1975 20.03.06 - 23:05 Uhr

...ja genau. Lauter Idioten bei der Weltgesundheitsorganisation und der Verbraucherzentrale..........*irony off*

Wie kann man sich denn nur fundierten ökotropholigischen Erkenntnissen nur so verschließen?Deine Oma examinierte Säuglingsschwester? Ja, da waren ihre Blütezeiten in den Zeiten, wo diese "Verbrechen an Babies" quasi erfunden wurden.

Nur weil Schlagen damals die gänginge Erziehungsmethode war, macht man es doch heute auch nicht mehr. Wir sind ja Menschen und entwickeln uns gerne weiter.

ABer bei Dir habe ich den Eindruck: immer hübsch Stillstand im Kopf, gell? Bloß immer schön die Scheuklappen an und mal irgendwie machen.

"Meinen Kindern hat's geschmeckt", Ja sauber! Du musst echt Prachtexemplare haben, dass sie Dir das schon mit 3 Monaten so explizit kommunizieren konnten.

Wie schon eine Mutter hier schrieb: wo zum Henker ist der Vorteil, so früh Beikost einzuführen? Schmutzige Lätzchen, Zeitaufwand und von der Kostenfrage mal ganz zu schweigen.

Und wie kommt es, dass mein Sohn und so viele viele andere BAbies OHNE Beikost 6 Monate prächtig gewachsen sind und mehr als gesund? Fragen über Fragen.

sternenmond1975