Trennungen weil man einfach zu schnell.... ??

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von scareface75 20.03.06 - 08:05 Uhr

...
Ich hab mich auch hier mal durchgelesen..

Und bekomme den eindruck, das viele Trennungen einfach deshalb passieren, weil man sich scheinbar nicht die Zeit nimmt, das gegenüber vielleicht besser kennen zu lernen ?

Weil viele sind ja noch nicht wirklich lange zusammen (unter 5 Jahre).

Was mir auch aufgefallen ist, viele Heiraten sehr schnell.. dieses kann natürlich ein Problem werden, denn unterbewusst.. ist eine Hochzeit ja schon etwas Grüßeres.

Wie seht Ihr das ?
Würd mich über Feedback freuen.

SCARE

PS: Nein ich bin nicht Verheiratet... und werde auch NIE Heiraten (hat aber was mit meiner Überzeugung zu tun).

Beitrag von smash79 20.03.06 - 10:15 Uhr

Hallo !!

Ich denke auch schon lange über dieses Thema nach, und - ich war auch immer derselben Meinung wie Du, dass viele Leute einfach zu schnell die Flinte ins Korn werfen, nicht richtig kämpfen, oder auch zu schnell heiraten #gruebel

Leider bin ich auch geschieden, auch wenn ich mir das nie hätte vorstellen können :-( Ich war knapp 6 Jahre mit meinem Exmann zusammen, bevor wir geheiratet haben. Gekannt hatten wir uns gut. Aber - wir waren noch jung (ich 23ig, er 25ig), und ich glaubte dass wenn man immer zusammenhält einem nichts passieren kann. Tja, und dann wurde ich bitter enttäuscht #schmoll, 1 Jahr nach der Hochzeit kam bereits die Trennung #heul

Du kannst nicht alle in einen Topf werfen, jeder hat seine eigene Geschichte, hinter jeder Scheidung steckt ein anderes Schicksal. Keiner lässt sich ohne Skrupel scheiden, da steckt immer ein Gefühls-Kampf dahinter.

Klar könnte man sagen, dann könnte man das Heiraten doch einfach abschaffen, dann gäbe es weniger Probleme #kratz

Trotzdem wünscht man sich doch eine Familie, eine Einheit zu sein, und das vor Gott, dem Staat und allen Mitmenschen #liebe

Und leider kann man nicht voraussehen, was die Zukunft bringt. Aber sicher, man könnte allgemein vielleicht etwas mehr miteinander reden #bla, selber etwas mehr zurückstecken um das Glück für immer festzuhalten...

Ist meine Meinung...

#blume


Beitrag von maukal 20.03.06 - 10:27 Uhr

Hallo Scare,

das Problem an Beziehungen glaube ich besteht in erster Linie darin, daß man am Anfang einfach immer seine beste Seite herauskehrt. Das gilt natürlich auch für den Partner. In solch einem Fall, ist es unheimlich schwierig festzustellen, wie der andere nun wirklich tickt. Ganz abgesehen davon, daß man sich in einer Partnerschaft selbst sehr gut kennenlernt, denn nirgendwo lebt man enger zusammen als in einer Beziehung oder Ehe. Da kommen Reibungspunkte auf - auch bei sich selbst - die man vorher nie erwartet hätte und dann kommt es darauf an, wie man sich damit auseinandersetzen kann. Können sich Beide immer wieder in der Mitte treffen oder gibt es absolut keine Komunikationsmöglichkeit? Und das ist natürlich von vielen Faktoren abhängig. Kindheit, Erziehung, Charakter und vieles mehr. Auch die eigene Entwicklung und die Toleranz die der Partner demgegenüber aufbringt spielen hier mit rein.

Wenn man das Gesamtbild betrachtet ist eine Partnerschaft auf der einen Seite eine unglaublich wichtige Geschichte um aneinander zu wachsen und auch selbst sich näher zu kommen, andererseits das Schwierigste Unterfangen das man sich denken kann.

Beides unter einen Hut zu kriegen ist eine Lebensaufgabe. Das krampfhafte Festhalten einer Beziehung heißt nicht unbedingt, daß sie auch erfolgreich ist. Eine gut Bewältigte Lebensaufgabe hat nichts mit Langfristigkeit zu tun, obwohl ein lange Ehe auch großes gemeinsames Wachstum bedeutet. Aber das ist eben von Fall zu Fall unterschiedlich.

Das ist meine Sicht der Dinge.

Liebe Grüße
Maukal

Beitrag von cracker 20.03.06 - 11:40 Uhr

Hallo an alle
Ich habe innerhalb der letzten 4 Jahre beziehungsmässig so viel erlebt, wie während der Zeit meiner ersten grossen Liebe (waren 17 Jahre zusammen, davon 10 verheiratet) zusammen nicht. Obwohl ich mir nicht das Recht anmasse, fehlerlos zu sein, bin ich geschockt über den Umstand, wie schwierig es heute offenbar ist, eine Beziehung zu führen. Für mich sind nach wie vor die Schlüsselpunkte "Vertrauen", "Toleranz", "Kompromissbereitschaft" die wichtigsten Punkte. Dies erleben zu können, ist offenbar nicht mehr möglich. Vor allem dann auch nicht, wenn die Partnerin Einflüsse Dritter ausgesetzt ist. Wie soll eine Partnerschaft noch funktionieren, wenn da so Hellseher und Besserwisser in irgendwelchen astrologischen Zeichnungen Anleitungen geben, wie man sich zu verhalten hat. Eine Beziehung erfordert Verstand und Willen, etwas gemeinsam zu schaffen. Dass dabei die Eigenständigkeit ihren Raum braucht, versteht sich von selbst. Aber diese Eigenständigkeit darf nicht 80% des Raumes einer Beziehung einnehmen. Ein Leben und Leben lassen, dass muss auch innerhalb der Beziehung stattfinden. So blüht die Beziehung ständig und droht nicht zu verwelken. Jemanden zu finden, der mit Vertrauen, echten Kompromissen und dem Wort "Verständnis" noch was anfangen kann, das ist offenbar praktisch nicht mehr möglich. Vermutlich auch der Preis an unsere heutige Zeit. Singles sind ja im Vormarsch und es bleibt auch mir heute nichts anderes übrig, als mich damit abzufinden. Ich habe in den vergangenen Wochen grosses Vertrauen an eine Partnerschaft verloren. Und es wird sehr lange dauern, bis ich mich wieder jemand öffnen kann. Doch geht schon irgendwie .... Grüsse an euch alle und schöne Woche.
C

Beitrag von summerangel 20.03.06 - 12:39 Uhr

hallo cracker,
zufällig habe ich gerade an dich gedacht, bevor ich deinen beitrag gelesen habe. ich habe deine geschichte ein wenig mitverfolgt.
hast du die trennung durchgehalten? falls ja - es ist sicherlich besser so (schwacher trost, ich weiss), aber das war eine sehr schlechte voraussetzung für eine zukunftsträchtige beziehung.
du machst einen wirklich sehr netten und liebevollen eindruck! eines tage findest du bestimmt die richtige (die nicht auf dein geld aus ist).
lg
#sonne

Beitrag von danni64 20.03.06 - 16:39 Uhr

Hallo Scare,

ich bin auch noch nicht wieder verheiratet und weiss auch nicht,ob ich es ändern möchte.

Auf der einen Seite denke ich,es wäre toll,weil man dann doch eher eine komplette Familie ist,aber auf der anderen Seite bin ich ein gebranntes Kind.

Ich habe in meiner Ehe gekämpft,heute denke ich manchmal,ich habe mehr gekämpft,als das ich verheiratet war.
Ich wollte mich auch nie scheiden lassen,weil ich selber ein Scheidungskind bin.

Nur müssen in einer Ehe beide kämpfen und nicht nur einer und so war es bei mir. Ich habe gekämpft und mein Exmann dachte,das gibt ihm den Freibrief. Mit der Alten kann ich ja alles machen,die bleibt sowieso.
Als ich dann ging,gab es bei ihm das böse erwachen.

Wir waren 17 Jahre zusammen und 14 Jahre davon verheiratet. Ich würde nicht wieder kämpfen,denn soviel habe ich daraus gelernt,einer ist immer der Dumme und in dem Fall war ich es.
Mein Ex ist sogar wieder verheiratet,also kann die Liebe zu mir nicht so gross gewesen sein,wie er ja immer beteuerte.

Bei mir sind viele Narben zurück geblieben und ich bin froh,dass ich wenigstens noch vertrauen kann.

Wie schon geschrieben,wenn beide kämpfen,um die Ehe wieder zu retten,dann lohnt es,wenn aber nur einer arbeitet und der andere ruht sich drauf aus,dann würde ich sofort gehen.

Manche Fehler macht man nur einmal im Leben.

LG Danni!!!

Beitrag von hefekuechlein 11.04.06 - 14:59 Uhr

hallo scarface

also da gehör ich überhaupt nicht dazu.. hab meinen mann nach 6 jahren geheiratet und nach nur 8 monaten ehe hab ich mich getrennt.. dafür hab ich ne freundin, die wurde nach 4monaten beziehung geplant schwanger und nun sind sie verheiratet und haben schon zwei kids..

ich hätte nie gedacht dass ich mich trennen würde, geschweige denn nach 8 monaten.. aber eben.. es ist wies ist und ich weiss dass mein weg alleine weiterführt...

lg hefeküchlein