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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von andrea_right_back 20.03.06 - 10:10 Uhr

hallo leuts...

hab letztens den beitrag bei urbia gelesen betreffen klappse und schlagen...

mich würde da mal was interessieren, ganz neutral versteht sich:

ist es wirklich so, das 80 % aller eltern ihr kind in keinster weise mehr "anrühren"?

kein auch nur kleinster klapps auf den popo wenn das kind was gefährliches oder schlimmes macht?

und..... sind nicht seelische grausamkeiten viel schlimmer als ein "klaps"?

wenn es denn klappt ganz ohne, WIE macht ihr das dann?

geht es tatsächlich absolut ohne klapse, schreien und schimpfen?

wie seht ihr das?

ist ein sehr schwieriges thema, und würde gerne mal die ansicht anderer kennen, denn ich höre in meinem bekannten/freundes/verwandtenkreis eigentlich fast nur eine meinung, und die stimmt mit der angeblichen statistik absolut nicht überein!!!

wünschen würde ich mir absolut ehrliche antworten von leuten die zu ihrer meinung stehen, und nicht leute die den anderen aus angst angeprangert zu werden nach dem mund reden..... traut sich das wer? #gruebel

meine meinung dazu schreibe ich später noch ;-)

so, nun bin ich mal gespannt #freu

Beitrag von cajamarca 20.03.06 - 10:27 Uhr

Hallo Andrea

Ich weiss noch nicht, wie wir das mal machen werden. Ich habe als Kind ganz selten mal einen leichten Klaps bekommen, und habe das als weniger schlimm in Erinnerung, als die Auszeiten im Zimmer. Der Klaps war immer eine unmittelbare Folge einer Tat, und es gab eine Vorwarnung. Bei einer Auszeit fühlte ich mich abgestossen und ungeliebt (ich hatte auch ein Talent, mich in so etwas hineinzusteigern), bei einem Klaps fühlte ich viel stärker den Bezug zu der Dummheit, die ich gerade gemacht hatte.

Ich bin theoretisch gegen Kläpse, es war bisher auch nie nötig. Wenn man allerdings weiss, das bei einem kleinen Kind die Bestrafung innerhalb von wenigen Sekunden eintreffen muss, damit das Kind den Bezug zur Tat begreift, dann bin ich mir nicht sicher, ob mir schnell genug etwas anderes einfallen wird. Und ein leichter symbolischer Klaps hat für mich auch absolut nichts mit Schlägen oder körperlicher Mishandlung zu tun. Das Kind hochheben und wegsetzen, oder dem Kind etwas aus der Hand nehmen, oder seinen Arm festhalten, wenn es etwas nicht anfassen soll, ist im Grunde genauso ein Ausspielen meiner körperlichen Überlegenheit wie ein leichter Klaps. Und trotzdem noch lange keine körperliche Gewalt.

LG Anke

Beitrag von itzepoeken 21.03.06 - 22:30 Uhr

Sehr, sehr treffend, was Du schreibst. Hat mich jetzt spontan sehr angesprochen. Finde Deine Einstellung total super und gesund! Dein Kind hat es gut!

Liebe Grüße von Itzepoeken

Beitrag von sternenzauber24 20.03.06 - 11:07 Uhr


Hi du:-),

Also ich bin absolut gegen Gewalt in jeglicher Hinsicht.

Ich finde das man ein Vorbild für sein Kind/Kinder sein muß.Besonders in der heutigen Zeit wo das garnicht mehr so im Vordergrund steht(leider).

Aber ich finde man muß Unterschiede zwischen "reflex" bzw. einer Grenzsituation machen,oder denen die sagen "na ich erziehe mit schlägen"!

Ich denke das Mütter auch nur Menschen sind und im Alltag mit Kindern passieren ebend nicht nur Friede,Freude Eierkuchen Situationen.Das heißt wenn einem wirklich mal der Geduldspfaden reißt und es ist "passiert"(Klaps) dann würde ich das nicht direkt misshandlung nennen.Aber,man muß dann auch die Größe haben sich bei seinem Kind dafür zu entschuldigen(gilt auch für das anschreien)und versprechen das dies nicht nochmal vorkommt.Nur so lernen Kinder das man zwar Fehler macht(die AUCH eine Mama hat,oder Papa).Aber das man sich dafür von Herzen entschuldigt.Und Kinder können sehr wohl durch feine antennen spüren das es dies wirklich tut.

Ich kann mich erinnern an ein letztes Telefonat mit meiner Mutter.Sie erzählte mir das meine Schwester sie als Kind 1xgehauhen hat um grenzen zu testen.Sie sagte dann sie habe zurückgehauhen und würde es immer wieder so tun.

Das finde ich z.B. total daneben.Ich möchte doch in diesem moment dem Kind als Mutter vermitteln das man nicht hauht.Wenn man dann zurückhaut was ergibt das für einen Sinn???Ein Kind lernt durch Vorbilder,sie hat in der Situation einiges zerstört.

Ich finde einfach Kinder haben ein recht auf Erziehung ohne Gewalt aber mit Respekt.Auch ein Kind muß ernstgenommen werden.

Ich fragte meine Mutter dann wie sie so meiner Schwester habe vermitteln wollen das man nicht hauht,darauf meinte sie:"Ich darf das,ich bin Erwachsen,Kinder haben sich zu fügen"!
Und genau da liegt das Problem.Ich kann nicht mich selbst über ein Kind hinwegsetzen mit der Aussage ich sei erwachsen.Dann muß ich mich auch so benehmen.Ich finde diese Handlung falsch und nicht in Ordnung.

Das mein Kind meine regeln aktzeptieren soll,oder darauf hören soll was ich als Mama sage ist natürlich Klar.Aber,nicht weil ich "Überlegen" bin,sondern weil es mich respektiert.Und nur durch Vorbild und dadurch das ich auch die Kinder respektiere kann das klappen.Ich muß auch ernst nehmen was sie mir zu sagen haben,auch ihre perpektive sehen.Nur dann habe ich eine gute Basis für ein gutes Verhältnis zum Kind.

Wenn ich z.B. zu meiner Tochter sage sie möge bitte ihr Zimmer aufräumen weil man momentan nirgends durchkommt(Beispiel),und sie sagt dann aber:Das sie das gern noch stehen lassen würde weil sie später damit weiterspielt und so wäre es dann ja kaputt.Dann sage ich in Ordnung,aber wenn du zuende gespielt hast möchte ich,das es wieder eingeräumt wird damit wir wieder Platz am Boden haben.

Würde ich reingehen wie ein Feldwebel(oft in der Nanny zu sehen) "aufräumen" sofort!!!Und übergehen was sie mir sagen möchte muß ich mich nicht wundern wenn dann ein Gewitter entsteht.

Das meinte ich mit Respekt und einander zuhören.Ich finde das ganz wichtig.

Es gibt natürlich Situationen da kann man nicht diskutieren,z.B. an einer stark befahrenen Straße muß es klar sein,das ein Kind auf dem Bürgersteig bleibt,oder am Tisch wird nicht gehampelt u.s.w.
Dann kann man 1x sagen bitte bleib still sitzen,am Tisch wird nicht gehampelt.Sollte das nichts bringen ist das essen für das Kind beendet.Dann ißt es ebend seine Portion zur nächsten Mahlzeit,das wäre dann logische Konsequenz.

Zu deiner Frage wie es ohne schlagen u.s.w. geht.
Ganz einfach,logische Konsequenzen.

Beispiel:

Meine Tochter hat gebastelt und will ihre Bastelschnipsel trotz aufforderung dazu nicht wegräumen,wir haben aber abgemacht gleich ein Buch zusammen zu lesen.Dann würde ich zu ihr sagen das wir das mit dem Buch leider ausfallen lassen müssen denn sie räumt ja nichts weg und wenn eine Sache nicht beendet wurde,können wir keine neue anfangen.
Also muß ich es wegräumen und habe dafür jetzt nicht die Zeit für das Buch.Oder was auch immer;-).

Es geht,man muß einfach nur ein bißchen in sich gehen.

Oder wenn meine Tochter wütend ist und trotzen will dann schicke ich sie auf ihr Zimmer.Wen sie dann vor Wut Sachen herum wirft muß sie das später auch alles wieder einräumen.Ich erkläre ihr dann das man wütend sein darf,aber das man in diesem moment nicht miteinander reden kann.Danach reden wir darüber.

Ich weiß leider wie schlimm es ist mit Schlägen groß zu werden.Daher möchte ich das meinen Mäusen niemals antun.Ich habe mich sehr früh von meiner Familie abgekapselt,weil ich so nicht werden wollte.Habe das schon als Kind abgelehnt mich zu wehren wenn man mich verhauhen hat.Und man kann nicht immer sagen das ist alles meine Kindheit schuld.Das hat meine Mutter auch immer gesagt,aber ich denke mir das man doch gerade dann weiß wie das ist.Aber ich glaube da sind wir Menschen zu verschieden,und mehr als sich von solchen Menschen zu distanzieren oder es anders machen kann man nicht.

Ich kann nur immer wieder sagen das Kinder das wertvollste sind was man hat,und man merkt es sehr oft zu spät.Ich habe dadurch kaum Beziehung zu meiner Mutter,und das bereut sie heute.Aber jetzt ist es zu spät,der Grundstein wurde gelegt.

Machen wir es alle besser!!!!

Sorry,war etwas lang,aber das lg mir so auf der Seele.

LG
Sternenzauber#stern+#babyInside(7SSW)

Beitrag von stehvieh 20.03.06 - 10:36 Uhr

Hallo!

"geht es tatsächlich absolut ohne klapse, schreien und schimpfen? "

Hm, nach bisher 23 Monaten Erziehungserfahrung würde ich die Frage in 3 Teilen beantworten.

Es geht absolut ohne Klapse. Punkt.

Schreien: Oh, wäre das schön, wenn es ohne ging - ich krieg's jedenfalls nicht immer hin. Wenn ich mich dazu aber mal hinreißen lasse (zum Glück sehr selten), stelle ich immer fest, dass es nichts bringt! Danach stellt sich das Kind nur noch querer als sonst, wenn ich es schaffe, das Schreien zu verhindern.

Schimpfen: Das ist manchmal nötig. Wenn mein Kind sich von mir losreißt oder nicht auf mich hört, dass es warten soll, während ich z. B. das Auto aufschließe, und auf die Straße rennt, dann hab ich keine Zeit für freundliche Erklärungen! Dann hole ich mein Kind zurück, gehe in die Hocke, wenn nötig halte ich sie an den Armen fest, damit sie da bleibt, und schimpfe, dass sie mir Angst gemacht hat, dass sie nicht auf die Straße weglaufen darf, weil es zu gefährlich ist und dass ich sehr sehr böse werde, wenn das noch mal passiert. In solchen Fällen setze ich durchaus drauf, dass sie sich auch erschreckt vor meiner Reaktion.

Ansonsten ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Gelassenheit und Konsequenz völlig ausreichend für den Alltag und führt am ehesten zu einem ausgeglichenen Kind, das die Eltern auch nicht zur Weißglut reizt.

Beim Festhalten nutze ich auch aus, dass ich die Stärkere von uns beiden bin - aber das bedeutet ja nicht, dass ich sie brutal festhalten muss, deswegen ist das nicht das selbe für mich wie Gewalt. Und wer sagt, dass das Weglassen von körperlicher Gewalt automatisch zu seelischen Grausamkeiten führt? So wie du es geschrieben hast, scheint es für dich nur die zwei Möglichkeiten zu geben. Vielleicht nur seltsam formuliert? #;-)

LG
Steffi + Caroline Johanna (23 Monate) + #baby girl inside (23. SSW)

Beitrag von mausi_86 20.03.06 - 10:36 Uhr

Ich würde meinen sonnenschein #sonne #baby#sonne #liebe NIEMALS anrüren das ist kindermishandlung und ist verboten!!!!!!! Ich KÖNNTE das auch gahr nicht ich werde ihn NIEMALS schlagen wenn ich mir das nur vorstelle meine hand auf ihn zu heben!!!!!! NIE NIE NIE NIE!!!!!!!! Er ist mein ein und alles und wer sein kind schlegt gehöhrt eingesperrt!!!!!!!!!! Und das ist meine meinung und dazu stehe ich!!!!!!!!!!!

LG Sandy

Beitrag von bubu76 20.03.06 - 13:05 Uhr

sorry aber ich muss etwas lachen :)
du auch, wenn du das nochmal liest ?

Gruß
Bianca

Beitrag von ma7schi 20.03.06 - 13:10 Uhr

Nein, sie meint es wirklich so. Sie schreibt immer sovon ihrem Sonnenschein. Sie legt ihn auch nicht hin, sondern trägt ihn immer herum, weil er ihre Nähe braucht. Den ganzen Tag #schock

Mal sehen, wie es in 10 Jahren aussieht.

M.

Beitrag von kruemlschen 20.03.06 - 13:52 Uhr

das könnte dann vermutlich ganz schön schwer werden, aber zumindest würde sie sich das Fitnesstudio sparen ;-) :-p

LG Krüml #mampf

Beitrag von mausi_86 20.03.06 - 14:10 Uhr

#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla#bla :-% :-%
Lester du nur ich weiss was für mein kind gut ist weil ich halt noch an mutterinstienkt glaube!!!!!! Aber das ist ja für die meisten hier ein fremdword das habe ich schon gemerkt. Zum glück gibt es auh ein paar Mütter die noch so denken wie ich #liebe #liebe #liebe

Beitrag von ma7schi 20.03.06 - 14:13 Uhr

Für dich ist anscheinend die ganze deutsche Sprache ein "Fremdwort".

Eimer und Lappen gefällig?

M.

Beitrag von verdamp_lang_her 20.03.06 - 14:32 Uhr

#freu#heul#freu#heul#freu Klasse, Manuela. #hicks

#liebdrueck
Patsy

Beitrag von smily23 20.03.06 - 15:08 Uhr


#freu Spitze Antwort! Danke! #freu

Beitrag von lbunny 20.03.06 - 14:49 Uhr

du...also ich verstehe ja wie du das meinst..denn ich war auch immer eine sehr *instinktive* säuglingsmama...
ich habe ewig meine kinder gestillt..sie haben bei mir im bett geschlafen...ich hab sie viel getragen ( mein rücken ist jetzt allerdings ganz schön mitgenommen)ich hab sie nie schreien gelassen...sie waren immer bei mir und man mußte sie mir zum spazieren gehen, fast entführen...
aber irgdendwann, muß man loslassen....gut deiner ist jetzt 11 monate, hast ja noch was zeit...aber vergiss es nicht!
es ist so wichtig für sie, dass sie nicht ewig begluckt werden...denn das macht sie ebenso lebensunfähig...extreme sind einfach nie gesund...
du bist wie ich damals 19, man hat permanent das gefühl, alles richtig machen zu müssen...man hat einen sehr hohen anspruch an sich...man will so gut sein, wie die älteren mamis...dem kind soll es an nicht fehlen...statt 100 % will man 215 % geben...man hat auch das gefühl, dass pingelig auf einen geschaut wird, ob man auch alles richtig macht....und hast das gefühl dich ständig wehren zu müssen...
versuch mal ein bisschen lockerer zu lassen....du mußt nicht gegen die ganze welt kämpfen( dein kind muß in dieser welt leben, mach sie ihm nicht madig)...denn jedes posting von dir, dass ich gelesen habe, hört sich wie eine kampfansage an...deine beiträge schreien einen immer so an....
versuch auch mal, den anderen müttern eine ebenso große liebe zu ihren babys zu lassen, wie du sie zu deinem kind hast....auch wenn sie mit ihrem baby anders umgehen...ich unterstelle erstmal immer, dass sie das beste für ihre kinder wollen...sie haben die gleichen ziele wie du, das die kinder, glückliche und geliebte kinder sind...
wenn du nicht schon so feindsellig schreibst, werden sie auch deine art der erziehung akzeptieren können....

mich hat man damals nie dumm angemacht....oder sich über mich lustig gemacht... es war wie es war...
ich wollte meine art aber auch niemandem aufdrängen..oder meine art war auch nie die einzig richtige für mich und den rest der welt...sondern nur die einzig richtige für mich und meine tochter....und später dann für meine beiden anderen kinder....

bleib locker!

Beitrag von mausi_86 20.03.06 - 15:07 Uhr

Danke #liebe
Ich verstehe einfach nicht warum alle immer so auf mir rumhaken wo ich doch nur das beste für mein kind will. Und ich WEISS das ich es richtig mache und danke das du mich verstehst #liebe #danke #liebe

Beitrag von danni64 20.03.06 - 15:34 Uhr

Hallo Mausi,

möchtest du damit sagen,dass die Mamas,die es nicht so machen,wie du,falsch machen #kratz?

Dann habe ich Rabenmutter alles falsch gemacht und mache es immer noch.

Ein Baby den ganzen Tag mit sich rumzutragen kann nicht richtig sein.
Es ist nicht dein Siamesischer Zwilling sondern ein kleiner eigenständiger Erdenbürger.
Wann möchtest du dein Kind denn frei geben. Hast du ihn nicht lange genug im Bauch mit dir getragen?

Nun kann dein Kind selbständig atmen und muss sich weiter entwickeln,aber das kann es nicht,wenn du es einengst und das tust du.

Darf es denn mal in den Kiga und in die Schule gehen oder gehst du da auch mit und hälst es an deiner Seite?

Sorry,aber ich sehe in diesem Verhalten mehr Schaden als Nutzen :-(.

Was du machst,tut dir vielleicht gut,aber nicht deinem Kind.

Und noch eins: SAG NIEMALS NIE!!!

LG Danni,die sich eigentlich aus dieser Diskussion raushalten wollte und wieder nicht geschafft hat :-(.

Beitrag von lbunny 20.03.06 - 16:15 Uhr

ja ich verstehe dich....aber ich sehe auch eine große gefahr, wenn du daran festhälst...säuglinge können meiner meinung nach nicht genug umhegt werden....aber das hat auch irgend wann mal ein ende...
ich denke du mußt bald lockerer werden...in kleinen schritten los lassen..bzw deinem sohn raum geben in die welt los zulaufen...ihn nicht festzuhalten...
denn wie danni sagte, und das halte ich für sehr richtig...ist es für dein kind gut...oder für dich....? das sollstest du dich auf jedenfall fragen....

meine tochter(13) ist eine 1er schülerin auf dem gymnasium...sehr selbstständig, vernünftig, aufgeweckt und zuverlässig....offen, rücksichtsvoll und läßt sich nicht beeinflussen....
bei meinen söhnen sieht das ganze spiel schon anders aus...
der mittlere (8) hat große schwierigkeiten in mathe....außerdem wurde als er klein war adhs von 2 ärzten diagnstiziert...wobei ich das im nachinein nicht wirklich glauben kann...er ist ein kind mit viel herz..fühlt sich aber ständig zurückgesetzt ...er ist recht mopsig..also hat auch das stillen nichts im sinne von übergewichtigkeit gebracht...
der kleine (6)hat wahrnehmungsstörungen und wird jetzt auf die förderschule ( ehemalige sonderschule) gehen.
er ist super fit im technischen bereich und in körperlichen abläufen...den schließlich will er seit 2 jahren : kinderarzt, forscher und chef werden....;-)

was ich damit sagen will ..selbst das insinktive verhalten dem kind gegeüber ist kein garant für eine wunschgemäße entwicklung...

ich will dir deine einstellung nicht nehmen..verstehe mich da nicht falsch...
und damit kommen wir zu deiner frage:
du weißt nicht warum alle auf dir rumhacken?
das hatte ich ja versucht dir zu erklären....
du kannst nicht an den fähigkeiten anderer lautstark zweifeln und erwarten, dass sie das so schlucken...
um es noch genauer zu sagen...
du hast kein recht dazu deine erziehung als die ultimativ richtige darzustellen und andere mütter mangelnde liebe ihren kindern gegenüber zu unterstellen...

du brauchst dich nicht immer rechtfertigen...aber die anderen eben auch nicht....respekt ist das zauberwort in diesem falle.....
oder wie es in den wald reinruft , so schallt es auch wieder raus....
du greifst an und wirst angegriffen....
das ist der grund warum du oft so nieder gemacht wirst und dich kaum jemand ernst nimmt...


noch eins....meine freundin und ich, waren in erziehungsfragen immer einer meinung...wir haben unsere ersten und zweiten kinder zusammen bekommen...
beim ersten kind waren wir so dermaßen anmaßend ....
wir waren die besten mütter überhaupt...haben andere verachtet..wir waren völlig verklärt und verträumt...
nie schreien, nie schlagen, nie nie nie.......niemals!
aber mit EINEM säugling läßt sich sowas leicht sagen....
bei meinen jungs ist es mir dennoch passiert, dass mir mal die hand ausgerutscht ist...und ich habe auch schon mal so gebrüllt, dass mir stimme versagte....( es ist nicht meine
erziehungsmethode! und ich finde es auch nicht richtig...aber menschlich, wenn man einfach nicht mehr kann)
denn drei mobile und aktive kinder können auch mal zu einer grenzerfahrung werden, wo alle stricke reißen....
trotzdem : wir lieben uns alle sehr und wir sind ein gutes team....mit viel sonnenschein und ab und zu ein wenig
gewitter!
heute wundern meine freundin und ich uns darüber, wie wir damals so denken konnten...
sei einfach ein wenig vorsichtiger in deinem urteil und laß andere gelten....dann lassen sie dich auch in ruhe....

Beitrag von danni64 20.03.06 - 20:12 Uhr

Hallo Ibunny,

genauso ist es bei uns auch.

Meine Kinder und ich sind ein Team und in jedem Team gibt es mal Zoff und Ärger.
Ich habe keines meiner Kinder gestillt,was immer seine Gründe hatte.
1. Bin ich eine zarte Person und mit Busen nicht reichlich bestückt.
Nach der Geburt meines ersten Sohnes hatte ich zwei Op s und bin bald verblutet. Dann bekam ich Antibiotika,weil ich Entzündungen hatte und wollte nicht stillen. Die Ärzte damals machten mir die Hölle heiss,weil ich es ablehnte und meinten,dass das Antibiotika nicht schaden würde. Ein paar Monate später lag mein Sohn in einer Kinderklinik und ich erzählte es so,da sagten die Ärzte mir,gut dass sie es nicht gemacht haben,denn sie glauben nicht,was für Schäden die Babys davon tragen können.
Mein Mittlerer wollte nicht gestillt werden,er drückte mich weg und schrie wie am Spiess. Ich war echt traurig,konnte es aber nicht ändern,also gab es Fläschchen. 7 Wochen nach seiner Geburt stellte sich raus,er hatte einen Magenpförtnerkrampf und das kann ein Grund gewesen sein,dass er Schmerzen hatte,wenn man ihn auf die Seite legte,damit er gestillt werden kann.
Bei meiner Kleinen lehnte ich es gleich ab,weil sie so leicht war bei der Geburt und ich wollte,dass sie genug Nahrung bekommt.

Trotz allem habe ich eine super Beziehung zu allen meinen Kindern. Sie bekamen auch so alle ihre Schmuseeinheiten und Liebe die sie brauchen.

Wenn man nur ein Kind hat,dann ist alles leichter,denn dann braucht auch nur einer die Aufmerksamkeit.

Drei Kinder können einen echt an den Rand des Wahnsinns bringen,besonders wenn einer in der Pupertät und zwei in der Trotzphase sind ;-).

Aber auch in einem Team gibt einer den Ton an und hat das letzte Wort,denn sonst gebe es ein Durcheinander.
Ich sage immer,so lange meine Kinder mit strahlenen Augen und einem Lächeln auf den Lippen durch die Gegend laufen,mache ich es richtig.

Mausi muss man echt zugute halten,dass sie noch so jung ist,denn da will man nicht auf das hören,was die Erfahrenen sagen. Wir waren ja nicht anders ;-).

Das Wort "Nie" sollte man niemals benutzen,denn es kommt so schnell anders,als man denkt.

Mir kam auch schon der Gedanke,dass Mausi es nicht leicht hatte im Leben und in ihrer Familie,weil sie es so hart und grob schreibt,vielleicht lese auch nur ich es so #hicks.

LG Danni !!!!

Beitrag von lbunny 20.03.06 - 20:59 Uhr

letztendlich gibt man das was man eben geben kann...und alle geben 100%....


es ist verständlich, dass junge mamis, wie auch ich damals, instinktiver handeln und vielleicht auch aus dem bauch heraus manche sachen einfach natürlicher machen und empfinden....
z.b. stillschwierigkeiten leichter überwinden( wobei man bei dir ja wirklich von einer notwenigkeit des abstillens reden muß)...sich selbst mehr aufgeben, gerade weil sie nicht so kopflastig sind....denn auf was sollen sie zurückgreifen, auf lebenserfahrung bestimmt nicht...
sie müssen viel mehr auf ihren bauch hören....es bleibt ihnen nichts anderes übrig...
und die "kratzbürstigkeit" verstehe ich sogar....als erstlingsjungmami hat man immer das gefühl angegriffen zu werden..und sich extremer durchsetzten zu müssen...

aus heutiger sicht , denke ich...ich habs gut gemacht und bin sehr stolz auf meine tochter und mich...
aber mir hat eine bestimmte weitsicht ( für gott und die welt) gefehlt...die mir erst nach dem dritten kind bewußt wurde...
Es hat vor und nachteile jung mama zu werden...

heute würde ich beides sicher viel besser kombinieren können....

aber was solls und du hast recht:*Ich sage immer,so lange meine Kinder mit strahlenen Augen und einem Lächeln auf den Lippen durch die Gegend laufen,mache ich es richtig.*

wir wollen doch alle nur das beste für unsere kinder und handeln auch eben nach besten wissen und gewissen!

lg zurück

Beitrag von bubu76 20.03.06 - 16:47 Uhr

zum glück denken nicht alle so wie du, sonst hättest du bald kein Geld mehr, denn wir arbeitenden zahlen ja schliesslich für dich.
Also sag doch mal einfach ein herzliches: Danke
an all die arbeitenden Rabenmütter, die dich von Herzen gern weiter unterstützen, damit du Dein Leben so 'RICHTIG' weiterführen kannst wie bisher.
Aber für Deine 'tragende Rolle' hast du dir das auch verdient!

liebe Grüße

Bianca

Beitrag von serefina 20.03.06 - 18:59 Uhr

19 jahre und .... naja spar ich mir lieber......!#augen

Beitrag von smilysmile 24.03.06 - 01:50 Uhr

#schock du warst doch selber mal 19 und hattest ein Kind......

da braucht man wirklich nix mehr zu zu sagen #kratz#bla

Beitrag von lena820 20.03.06 - 10:43 Uhr

Hallo!

Also ich behaupte mal, dass ich ohne körperliche Gewalt (Klapse,...) auskomme. Und ohne seelische auch, die finde ich übrigens viel viel schlimmer!

Als ich noch keine Kinder hatte, konnte ich mir nicht im entferntesten vorstellen, wie sehr einen so ein kleiner Zwerg provizieren kann, wenn er rumspinnt und trotzt. Vor allem, wenn sie größer werden und einen bewußt austesten wollen...;-)

Also, was machen wir?
Mein Sohn ist 4. Von Fernsehverbot und so Sachen halte ich nichts, erstens beeindruckt ihn das nicht besonders und 2. kann er das meistens nicht mit seiner "Tat" in Verbindung bringen...
Meine Devise lautet, RRRRuuuuhhhiiiig bleiben (versuchen), Provokationen von ihm zu ignorieren und wenn er es gar zu weit treibt, kommt er rauf in sein Zimmer. So ca. 3 Minuten. Da wartet er erstaunlich brav, bis ich ihn wieder hole und dann gehts wieder...
Ich geb zu, ich bin nicht grade mit Geduld gesegnet und wenn er versucht, mich auf die Palme zu bringen, braucht er sich da nicht sonderlich anzustrengen...#hicks
Meine schlechte Eigenschaft ist die, dass ich dazu neige, schnell mal laut zu werden. Obwohl ich weiß, dass ihn das nicht im mindesten beeindruckt...naja, ich arbeite dran!
Mein Fazit nach 4 Jahren mit einem sehr temperamentvollen Lauser, das wichtigste ist, dass man sich nicht provizieren lässt. Je ruhiger und gelassener man selber bleibt, umso schneller kommt das Kind auch wieder runter! (leicht gesagt...;-) )

SO, jetzt bin ich auf andere Meinungen gespannt!

Lena

Beitrag von verdamp_lang_her 20.03.06 - 10:44 Uhr

Hallo Andrea,

dieses Thema ist hier ja äußerst beliebt.;-)

Ich würde mal sagen, dass man erstmal klarstellen sollte, wo für jeden Gewalt anfängt. Wie Anke schon schrieb, auch den Arm festzuhalten ist Ausüben der körperlichen Überlegenheit. Doch ist das Ausüben körperlicher Überlegenheit gleich Gewalt?

Ich bin eigentlich gegen Klapse. Ich habe beiden Jungs schon ein paar auf den Hintern gegeben, aber eher, weil ich die Kontrolle verlor und nicht, weil sie es verdient hätten. Schmerzen hat keiner verdient. Ich habe meinem Großen auch zweimal eine Ohrfeige gegeben. Ich stehe dazu und ich weiß, dass es ein Fehler war. Es ist auch keine Lösung. Dies ist meine Ansicht. Wenn ich mich allerdings in meinem unmittelbaren Umkreis so umschaue, muss ich sagen, dass unsere Erziehungsmethoden, trotz der Ausrutscher, extrem gewaltfrei sind. Ich kenne komischerweise nur Familien, bei denen Gewalt als Erziehungsmethode an der Tagesordnung steht. Und nein, ich wohne nicht in einem sozialen Randgebiet, sondern mitten auf dem Dorf.;-)

Aber Urbia ist halt ein Forum, welches größtenteils aus "Gutmenschen" besteht.

LG,
Patsy

Beitrag von c.l.e.o. 20.03.06 - 10:59 Uhr

Hallo Andrea,
ich kann zwar noch nicht mitreden, weil mein Sohn erst 14 Monate alt ist und sich noch nichts geleistet hat, was meine Reaktion erfordert hätte. Ich habe mir aber fest vorgenommen, ihn nicht zu schlagen. Ob man es tatsächlich später im Konfliktfall einhalten kann, steht noch auf einem leeren Blatt.
Ich finde Klapse nicht in Ordnung. Nicht nur weil sie gesetzlich verboten sind, sondern auch weil ich es in meiner eigenen Kindheit schlimm fand, von meinen Eltern verhauen zu werden. Sie haben sich Sorgen gemacht - das ist mir jetzt klar - aber mit den Schlägen haben sie nur erreicht, dass ich mich als Opfer ihrer Willkür gefühlt habe. Mir wurde weh getan und ich konnte mich nicht dagegen wehren. Und dann geschah das auch noch durch meine eigenen Eltern - den Menschen, denen ich doch vertraue, die mich lieben und beschützen sollen. Ich erinnere mich wirklich noch an bestimmte Szenen, als ich verhauen wurde.
Gerade diese Erinnerungen und das damit verbundene Gefühl ungeliebt und allein gelassen zu sein bestärkt mich in meinem Wunsch, mein Kind gewaltfrei erziehen zu wollen.
Schreien finde ich selbst auch nicht toll, aber immernoch besser als Schläge.
Gegen Schimpfen spricht m.E. gar nichts. Das gehört für mich zur Erziehung dazu. Wie sonst soll ich meinem Kind vermitteln, dass sein verhalten nicht angebracht war.
Ich finde, das A und O in jeder Erziehung sollte die Beherrschung sein. Wenn ich als Mutter gedudig und sachlich meinem Kind sein Fehlverhalten aufzeigen kann, dann bringt es beiden Seiten was: das Kind lernt soziales Verhalten und ich als Mutter habe das beruhigende Gefühl, dass mein Kihnd verstanden hat und sich in Zukunft richtig verhält.

Lieben Gruß,
Cleo