Väterrechte

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sweetvoxy 20.03.06 - 14:56 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht direkt,wo das hier hin gehört,aber vielleicht weiß ja eine von euch einen Rat!?
2Wochen nachdem ich wusste,dass ich schwanger bin,haben der biologische Vater und ich uns getrennt...seitdem meldet sich dieser auch nicht mehr bei mir und verlangt einen Vaterschaftstest von mir,da er meint,ich hätte ihn betrogen.Hab ich nicht,daher kann er den ruhig haben!Ich habe einen neuen Freund,der sich super lieb kümmert und den ich relativ gut einschätzen kann,da wir uns schon recht lang kennen.Trotzdem möchte ich,dass der biologische Vater die Vaterschaft anerkennt.
Jetzt zu meinen Fragen:
Wie regelt man das mit dem Vaterschaftstest am besten und kann ich meinem neuen Freund irgendwelche Rechte überschreiben?

Hoffentlich kann mir jemand helfen!

Liebe Grüße

Nina(22W+6T)

Beitrag von morielle 20.03.06 - 15:00 Uhr

Also Vaterschaftsanerkennung machste beim Jugendamt. Da müssen allerdings Mama und Papa zusammen hin (+ Personalausweise und Mutterpass). Den Vaterschaftstest kannste meines Wissens nach entweder direkt nach der Geburt (Blut aus der Nabelschnur) machen oder Du musst warten, bis das Baby 6 Monate alt ist (warum weiß ich auch nicht mehr).
Vielleicht kannste einfach ma das Jugendamt anrufen?! Wennde allerdings Vaterschaftsanerkennung machst, fragen se Dich auch, obde gemeinschaftliches Sorgerecht willst ...
LG A.

Beitrag von susischaefchen 20.03.06 - 15:02 Uhr

Hallo,

wenn Du Deinem Freund "Rechte" überschreiben willst, kannst Du von dem Erzeuger keine "Pflichten" verlangen.

Vaterschaftstest bzw. Anerkennung kannst Du über das Jugendamt regeln lassen. Die klären auch Unterhalts- zahlungen und Umgangsrecht.
Schöner für alle Beteiligten wäre es aber wenn Ihr Euch gütlich einigen würdet.

Liebe Grüße
Sabine + #babyHenry 35.ssw

Beitrag von birkae 20.03.06 - 15:02 Uhr

Hallo nina,

gehe am besten zum Jungendamt, dort wird dir genau gesagt, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, dass der biologische Vater als Vater eingetragen wird.

dein neuer Freund wird, soviel wie ich weiss, aber keine Rechte haben. Es sei denn ihr heiratet und er adoptiert das Kind, dann muss aber der eingetragene biologische Vater zur Adoption zustimmen und wird von sämtlichen Rechten und Pflichten entbunden. (Ich hoffe, es war jetzt alles so richtig!)

LG
Birgit

Beitrag von glacess 20.03.06 - 15:26 Uhr

... in dem Fall ist dein Kind aber auch nicht mehr erbberechtigt, wenn sein Erzeuger stirbt...

Beitrag von kaeseschnitte 20.03.06 - 15:47 Uhr

hallo nina
wie schon oben jemand ansatzweise erwähnt hat: pflicht und recht gehen hand in hand. sprich: wenn der biologische papa zahlen muss, hat er auch das recht, das kind zu sehen. dein freund könnte das kind adoptieren, wenn der biologische papa das kind zur adoption freigibt. damit würde dein freund alle pflichten und rechte eine biologischen papas erhalten (umgang, unterhalt, erbrecht etc.).
ich kann dir nur raten, das alleinige sorgerecht zu beantragen (wirst du auch kriegen) und den neuen freund da nicht mit ein zu beziehen, wenn eure beziehung so frisch ist. falls das anhält, der biologische vater kein interesse am kind zeigt, dein freund die vaterrolle übernimmt und ihr das amtlich haben wollt, ist eine adoption durch deinen freund immer noch möglich (mit zustimmung des vaters). ansonsten: sei vorsichtig mit dem überschreiben von rechten. das ist dann nicht mehr rückgänig zu machen.
alles gute
kaeseschnitte (diesbezüglich ein gebranntes kind...)