Wieviel muss man "opfern" für's Familienleben?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von smash79 21.03.06 - 13:14 Uhr

Hallo ihr lieben Hausfrauen und Mamis !!

Hab da mal ne Frage an euch, die mich schon länger beschäftigt.

Ich bin zwar noch nicht lange mit meinem jetzigen Freund zusammen #liebe, aber wir werden bald zusammenziehen #huepf, und irgendwann - in ein paar Jahren, möchten wir dann sicher auch eine Familie gründen ;-)

Darum mache ich mir auch manchmal Gedanken, wie dann unser Leben aussehen wird. Denn das ist ja dann eine komplette Veränderung, mit der man erstmal fertig werden muss. Oder wie war das bei euch? #gruebel

Klar mache ich mir hier Gedanken über ungelegte Eier,
aber man kann ja auch nicht blau-äugig ein Kind in die Welt setzen, ohne vorher darüber zu reden #bla

Nun ist es so, dass wir unsere Freiheit im Moment wirklich sehr geniessen und dieses Leben wollen wir nun auch noch ein paar Jahre so weiterführen.
Wir haben unsere Hobbies, machen sehr viel Sport, wandern, ich spiele aktiv Volleyball, wir sind eigentlich dauernd auf Achse. Treffen Freunde, gehen in die Disco, ins Kino etc.

Nun meine Frage, wie sieht das dann mit Kindern aus?
Ist das "schöne" Leben dann vorbei? #kratz

Wie war das bei euch?

Ich möchte hier niemanden beleidigen, aber -
ich lese hier von so vielen Frauen, die "nur" Hausfrau und Mutter sind, keine Hobbies haben ausser Stricken und Putzen. Dann frage ich mich, ist das alles? #augen

Mir ist auch klar, dass wenn man Kinder hat, man gerade am Anfang zurückstecken muss, ich finde es schlimm wenn Mütter 100% arbeiten und ihre Kinder in Krippen abgeben, oder sie nur an die Grosseltern abschieben.
Sowas möchte ich bestimmt nicht :-%

Aber - Lebt man dann als Mutter nur noch für die Kinder und den Ehemann? Habt ihr eure damaligen Hobbies alle dafür an den Nagel ghängt? #kratz

Es wäre schön, wenn mir vielleicht jemand berichten kann, dass man Hobbies und Familie vielleicht auch verbinden kann, das wäre nämlich unser Ziel. Natürlich ohne dass die Kinder dabei zu kurz kommen, ist ja klar (ich denke da z. Bsp. an so einen Kinderanhänger fürs Fahrrad) ;-)

Wie denkt ihr darüber?
Wie habt ihr diese Veränderung erlebt?
Was habt ihr als Hausfrauen für Hobbies?

Sorry, ist etwas länger geworden, aber trotzdem
freue ich mich über je Antwort ;-)

#danke und liebe Grüsse

Smash79

#blume



Beitrag von ccflopi023 21.03.06 - 14:53 Uhr

Hi Smash79.

Bei dieser Frage mußte ich schmunzeln: "Ist das "schöne" Leben dann vorbei?" Ich sage Dir ganz ehrlich, die "schöne Seite des Lebens" begann bei uns an dem Tag an dem unsere Tochter geboren wurde. :-)

....."klar, mache ich mir hier Gedanken über ungelegte Eier, aber man kann ja auch nicht blauäugig ein Kind in die Welt setzen, ohne vorher darüber zu reden"....

Hierzu fällt mir nur das hier ein! Guckst Du hier: #freu

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=3&id=339041

Aber nun mal zu deinen ganzen Fragen:

Meine damaligen Hobbys hab ich nur für eine Zeit lang an den Nagel gehängt. Aber mittlerweile denke ich, daß man den Hobbys trotz Baby hätte nachkommen können. Damals war ich einfach nur zu kaputt, um noch meinen Hobbys nachgehen zu können. Ich war froh, wenn ich mich mal ausruhen konnte! :-)

Als Jasmin dann laufen konnte, sind wir dann öfters wieder mal wandern gegangen. Ich bin dann öfters auch wieder Inliner gefahren und Jasmin fuhr dann auf ihrem Bobbycar mit. Hobbys und Familie kann man unter einen Hut bringen, vorausgesetzt der Partner zieht mit und hat die gleichen Hobbys. Dein Beispiel mit dem Fahrrad ist schon mal super und ist umsetzbar. Für meinen Mann z.B. ist der Garten und Grillen sein größtes Hobby und im Sommer läßt sich das natürlich auch mit der Familie verbinden.....;-)

Klar, verändert sich vieles wenn mal Kinder da sind. Ich möchte das garnicht schönreden. Da ist man ab und zu auch froh, wenn man die Kinder zur Oma "abschieben" kann und darf und somit auch etwas Zeit NUR für sich hat. Es ist auch wichtig, daß man sich auch mal Zeit NUR für die Beziehung nimmt. Und nicht NUR als Eltern funktioniert.... Bei uns hat es sich mittlerweile auch so eingespielt, daß wir 1x im Monat nur alleine für uns was unternehmen (Kino, schön Essen gehen etc.). Hat zwar sehr lange gedauert, bis wir kapiert haben, daß das für unsere Ehe auch wichtig ist, aber wir haben es kapiert!;-)

Einiges bleibt auch mal auf der Strecke und muß "umorganisiert" werden:

- Früher hab ich es geliebt Klamotten für mich zu kaufen, heute kaufe ich für mich eher selten etwas. Dann schon eher für unsere Maus...

- Deckchen und kleine Wohnungsdeko´s (zu Ostern, Weihnachten etc) mußten aus der Wohnung weichen....mittlerweile werden nur noch Fenster und Haustür dekoriert.

- vieles "moderne" in unserer Wohnung hat für "praktisches" Platz machen müssen.

-Drei Mal im Monat essen gehen, ist nichtmehr drin.

- Freitags war bei uns Putztag und Samstags war Großeinkauf angesagt. Der feste Putztag wurde abgeschafft, es wird so saubergemacht, wie es gerade anfällt. Außer das Bad und die Küche, da bin ich immernoch sehr pingelig!;-) Großeinkauf gibt es nichtmehr, sondern es wird eingekauft, wenn die Sachen im Angebot sind oder wenn was ausgeht.

- die Waschmachiene läuft nichtmehr 1 x die Woche, sondern 3-4 mal die Woche.

- Sparen wird bei uns jetzt Großgeschrieben. Als wir zwei volle Gehälter hatten, war Sparen nicht so wichtig, weil wir sehr gut verdienten. Als Jasmin dann da war, mußte ich umdenken und es fiel mir sehr schwer. Mittlerweile hab ich mich damit abgefunden, weil ich weiß was auf dem Spiel steht, wenn ich mit dem Geld nicht richtig umgeh.

Ich könnte hier einen Roman mit Stichpunkten verfassen, aber ich lass es lieber!;-)

Zum Schluß möchte ich Dir noch sagen, daß unsere Tochter unser Leben erst bereichert hat. Und ich möchte das Leben, daß ich vor Ihrer Geburt hatte, nichtmehr leben. Trotzdem bin ich nicht nur Mutter und Hausfrau. Sondern auch Frau und Freundin. Ich denke, daß ist alles Einstellungssache. Man wächst in die neue Lebenssituation mit der Zeit hinein und man lernt einfach dazu. Mit Kindern kann man nicht planen, sondern man muß es auf sich zukommen lassen! Viel Spaß noch mit den weiteren Antworten und mach Dir nicht zuviele Gedanken, denn 1. kommt es anderst und 2. als man denkt! #freu

Liebe Grüße
Carina #blume

Beitrag von bubu76 21.03.06 - 14:03 Uhr

Ich möchte hier niemanden beleidigen, aber -
-----ich lese hier von so vielen Frauen, die "nur" Hausfrau und Mutter sind, keine Hobbies haben ausser Stricken und Putzen. Dann frage ich mich, ist das alles?

Mir ist auch klar, dass wenn man Kinder hat, man gerade am Anfang zurückstecken muss, ich finde es schlimm wenn Mütter 100% arbeiten und ihre Kinder in Krippen abgeben, oder sie nur an die Grosseltern abschieben.
Sowas möchte ich bestimmt nicht -----

also, wenn du niemanden beleidigen wolltest, dann hast du die frage irgendwie falsch rübergebracht.
So wird kaum jemand antworten. Bleiben ja nicht viele, die dir antworten sollten......

Beitrag von zicke250975 21.03.06 - 14:16 Uhr

Hallo Smash,

nein das ist natürlich nicht alles, aber Du mußt Dir halt Hobbies suchen, die auch mit einem kind möglich sind !
Das wird alles besser , wenn das Kind älter ist !
In den ersten Monaten wirst Du glücklich sein, nur Hausfrau und Mutter zu sein, weil da eine Menge an zusätzlicher Arbeit auf Dich zukommt ! Manchmal wirst Du abends versuchen, verzweifelt deinen haushalt auf die Reihe zu kriegen, und dann bist Du für jede Stunde schlaf dankbar. Denke daran, mehr als max. 2x ca. Std. schlaf mit jeweils ca. 30-60 Min. Unterbrechnung sind normal !Das legt sich spätestens wenn das Baby ca 6-12 monate alt ist. Dann schlafen Sie doch meist durch ! Dann muß ich dir noch sagen im ersten Jahr braucht Dich Dein Baby rnd um die Uhr, will essen, will spielen, muß gewickelt werden und wird gerne auf Mama´s Arm herum getragen. Zeit für hobbies bleibt dann in den Abendstunden, wenn Dein Freund oder die Oma mal aufpassen können.
Je älter und selbstständiger die kleinen werden, desto mehr Platz ist auch wieder für Sport, tanzen und Disco´s ect.

Fazit: Kinder kriegen und versorgen ist sehr zeitaufwendig und anstrengend, das eigene Leben muß oft zurückstehen ... aber es gibt nichts schöneres als Morgens in das lächelnde Gesicht Deines Baby´s zu schauen und Dir einen tollen Tag mit ihm zu machen !
Es kommen auch bessere zeiten, und dann hat mama auch wieder ein eigenes Leben

Gruss
Zicke ( die seit dem 4. Tag nach ET 30 Std. mit Baby arbeiten geht, und niemanden zu Oma oder in die Krippe abschiebt )

Beitrag von balneariali 21.03.06 - 14:29 Uhr

Hey Smash!
Also ich kann deine Fragen gut verstehen...ich erzähl dir einfach mal von mir und wie das bei mir war...
Kurzfassung ;-)
Seit ich 16 war bin ich jedes Jahr mind.3mal nach "Malle" geflogen mit meinem Freund...ich war in ganz Deutschland unterwegs auf irgendwelchen Partys.... (hab trotzdem Abi gemacht *lach*), war regelmäig beim Fitness und hab aktiv in ner Tanzgruppe mitgemacht Letztes Jahr bin ich ungeplant schwanger geworden...mein Freund (waren 2 Jahre zusammen) hat Schluß gemacht und ich stand allein da....Mitten im Studium, ohne Freund. Toll.
So..nach einigem Hin und Her hab ich mich für mein Kind entschieden...hab tolle Hilfe von meiner Familie und meinen Freunden und mittlerweile auch einen ganz ganz lieben Freund!!!
Natürlich erfordert ein Kind und ein "Familienleben" jeden Einzelnen und jeder muss Abstriche machen... ich gehe bis Oktober erstmal nicht an die Uni, lerne von zu Hause aus und scheibe trotzdem meine Klausuren mit... Ab Oktober kann ich wieder an die Uni und Celina geht jeden Tag von 7.30h-14.30h in eine Krippe.
Inmeiner Freizeit bin ich natürlich "Hausfrau"...das muss sein und es macht mir ehrlich gesagt auch Spaß.... ich gehe täglich ins Fitnessstudio, da gibt es eine Kinderbetreuung.... und shoppen kann ich auch noch gehen... zwar mit Kinderwagen..aber klappt alles ;-)
Meine Tochter hat mein Leben total verändert... und absolut zum Positiven... Mir macht es absolut nichts aus, abends daheim zu "hocken"... Hätt mir das vor nem Jahr einer gesagt, hätte ich ihn wohl ausgelacht....
Ich hab neue Freunde gefunden, die auch Kinder haben.... und so Spieleabend mit meinen "mummys" will ich gar nicht mehr missen....

Ganz liebe Grüße,

Lisa und Celina (7.10.05)

Beitrag von tekelek 21.03.06 - 21:14 Uhr

Hallo !
Putzt Du etwa Deine Wohnung nicht ? Und falls Du putzt, ist das Dein Hobby ?
Ich bin Hausfrau und Mutter, putzen mußte ich vorher schon, mache ich jetzt eher weniger, da mich meine Tochter ständig auf Trab hält. Gestrickt habe ich das letzte Mal in der Grundschule ...
Und ich finde, mein Leben ist um einiges schöner und reicher an schönen Erfahrungen als vorher :-)
Ein Kind ist der größte Schatz den es gibt, vor allem wenn man es aus Liebe gezeugt hat und nicht "weil es dazugehört" !
Dann geht der Schuß bestimmt nach hinten los.
Als ich meinen jetzigen Mann kennengelernt habe stand nach 3 Monaten Beziehung bereits fest, daß wir gemeinsame Kinder wollen und das sehr bald (warum ? Einfach weil wir es uns aus ganzem Herzen gewünscht haben, ohne rationale Gründe ...) - damals war ich so alt wie Du.
3 Monate später hat er mir einen Heiratsantrag gemacht, eineinhalb Jahre später haben wir geheiratet, wieder ein Jahr später wurde ich schwanger und ich war überglücklich.
Wenn Du nicht wirklich den starken Wunsch in Dir verspürst, Kinder zu bekommen, dann bekomm besser auch keine, denn Kinder, die nur gezeugt werden, weil sie eben dazugehören, sind arme Schweine meiner Meinung nach.
Klar verläuft das Leben total anders, wenn man ein Kind hat, aber deswegen ist es nicht weniger schön.
Ich muß so oft mit und über meine kleine Süße lachen, habe gelernt, viel geduldiger zu sein und wieder mehr kleine Details im Leben zu sehen, habe einen neuen Freundeskreis (Menschen ohne Kinder werden nie Menschen mit Kindern wirklich verstehen !) und habe das Privileg, uneingeschränkt geliebt zu werden von einem kleinen Menschen, der mir sein gesamtes Vertrauen schenkt und sein Leben in meine Hände gelegt hat :-)
Kurz gesagt, das Leben mit Kind ist einerseits sehr viel anstrengender und zeitraubender als ein Leben ohne Kind, aber wesentlich sinnvoller, fröhlicher und einfach schön.
So schön, daß ich wieder schwanger bin und in 5 Monaten mein zweites Kind bekomme #freu
Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (*05.01.05) und #ei (ET 02.09.06)

P.s.: Meine Hobbies: Inlineskaten (wozu gibt es Skater-Kinderwägen ?), Fahrradfahren (Kindersitz), Wandern (Rückentrage), Kochen (vor der Zeit mit Kind und jetzt umso mehr :-)), Schwimmen (Schwimmflügel fürs Kind), Skifahren (wenn ich mal nicht schwanger bin oder stille ;-)), Kino (wozu gibt es Papas ?)

Beitrag von kati543 22.03.06 - 08:38 Uhr

Du MUSST überhaupt nichts. Wenn du willst, kannst du dein Kind einer Tagesmutter übergebn und hast so überhaupt keinen extra Stress. Nur fragt es sich dann, warum man überhaupt ein Kind will. Du kannst natürlich auch Vollzeitmutter werden. Kind und Haushalt zu versorgen ist anstrengend genug. Ich stricke auch nicht, um irgendwelchen Klischees gerecht zu werden, sondern weil es ein Hobby ist. Allerdings werden sich viele Dinge automatisch mit Kind ändern. Ein Kind kann man nicht so einfach abstellen. Falls ihr mal gerne ins Kino geht, Restaurant, Freunde besuchen, bowlen,... wird das mit Kind schwierig. Da brauchst du dann immer jemanden, der auf dein Kind aufpasst. Und so oft auch die werdenden Großeltern das sagen, dass sie dich immer unterstützen werden - was sie sicherlich auch tun, aber sie nehmen Junior sicher nicht jedes Wochenende, damit ihr mal gut ausgehen könnt. Mit Kind ändert sich sehr viel. Und die Meisten kleinen Dinge - die einem sehr wichtig sind - stellt man erst hinterher fest. Allerdings hat ein Kind auch viel Positives. Wichtig ist nur, dass du weißt, dass ein Kind nicht das ewig lächelnde, schnell zufrieden seiende Wesen aus der Werbung ist.

Beitrag von bobbycar02 22.03.06 - 13:26 Uhr

Klar das Leben verändert sich mit kInd aber ich muss sagen, dass ich mit kInd mehr freiheit habe als ohne. Ohne Kind geht man jeden Tag von bis in die Arbeit, kommt abneds müde nach Hause.

Mit Kind kann man sich seine Zeit mal mehr mal weniger frei einteilen. Ich kann bestimmen wann ich raus gehe wann ich esse mal ne Pause mache.

Ich war 3 Jahre voll Zu Hause und Kind und Hobby liesen sich gut vereinbaren, ich mache selber genre musik und das geht mit Kind sehr gut. Auch sind wir früher viel gewandert geht immer noch, die erste Zeit hat man dann zwar einige mehr an "Gepäck aber möglich ist es.

OK KIno und Disco vermisse ich nicht hab ich voher schon gemieden und nicht vermisst. Aber abneds mal Essen gehen mit Mann und kInd ist gut möglich.

Mein kInd liebt es z.B. shoppen zu gehen. sie war von anfagn an dabei.

Beitrag von wirdvater 22.03.06 - 16:03 Uhr

ich schreib dir mal als papa,
auch wenn ich nicht gefragt wurde...*g*

in erster linie ist man am anfang recht gefordert, weil ja auch alles "neu" ist und man sich an die neue situation und die neuen aufgaben gewöhnen muss.

leider bleiben da am anfang die hobbys und freunde erst einmal auf der "strecke".
vielleicht nicht alle aber es kommt halt alles ein wenig zu kurz.

wenn sich dann aber alles eingespielt hat findet man immer möglichkeiten mal wieder seinen hobbys nachzugehen.

leider machen die meisten frauen sport nicht aus leidenschaft, sondern aus "figur-technischer-sicht".

sind dann kinder da ist es ja recht bequem ausreden zu finden. "figur ist halt nach der schwangerschaft nicht mehr hinzukriegen". oder " ich habe einfach keine zeit mehr dafür".

leider alles ausreden, meist auch für sich selbst.

wenn man sich ein wenig gedanken um lösungen macht, kann man nach kurzer zeit schon wieder allen dingen nachgehen, die man vorher auch gerne gemacht hat.
nur die zeit ist halt etwas weniger da, weil der nachwuchs ja auch zu seinem recht kommen soll.

der verzicht selbst macht einem nicht aus, weil es nichts schöneres im leben kann als das hobby "nachwuchs".



Beitrag von maren04 22.03.06 - 22:33 Uhr

Hallo Smash,

es haben dir ja schon ein paar geantwortet, aber ich möchte doch gerne meinen Senf noch dazu geben.
Natürlich verändert sich ein Leben mit der Ankunft eines Kindes, aber das muß ja nicht negativ sein!
In der ersten Zeit ist man (Frau) einfach zu müde und kaputt, aber das legt sich im Laufe der Monate. Je nachdem welches Temperament dein Kind hat natürlich.
Als mein erstes Kind kam hab ich leider viel zu viel aufgeben müssen. Aber das lag damals an der finanziellen Situation. Mein Ex hat sehr schlecht verdient und einen Haufen Schulden mit in die Beziehung gebracht. Als dann meine Tochter geboren wurde, war für nichts mehr Geld da. Erst als ich für ein paar Stunden wieder gearbeitet habe wurde es besser. Meine Mama hat dann auf das Kind aufgepaßt. Dann wurde ich allein erziehend. Da wars dann noch schwieriger als vorher. Aber mittlerweile bin ich wieder glücklich verheiratet und habe vor 6 Monaten einen Sohn bekommen. Nun hab ich einen Mann, eine Tochter von 6 Jahren und ein Baby. Und es geht mir gut!
Zweimal die Woche gehe ich zum Sport um endlich meine Figur wieder zu bekommen UND weil es mir Spaß macht (könnte mich sehr über den Beitrag des Papas vor mir aufregen!!!!)
Einmal im Monat ist Stammtisch vom Kindergarten, da geh ich auch auch hin. Mein Mann geht dafür zweimal im Monat zum Fußball und regelmäßig zum kegeln. Und wann immer es geht, nehmen wir unseren Babysitter in Anspruch und machen mal einen Abend nur was für uns.
Der Sonntag ist Familientag. Da unternehmen wir was mit den Kindern. Gehen schwimmen oder in den Zoo..manchmal auch "nur" spazieren oder machen einen Kuscheltag zu Hause. Natürlich fällt auch mal was flach wenn ein Kind krank ist oder der Partner. Aber das ist ja kein Beinbruch.
Niemand sagt, das man mit Kind zu Hause gefesselt ist. Allerdings bin ich auch erst mit dem zweiten Kind gelassener geworden in vielen Dingen. Aber das ist wohl ganz normal.
Außerdem kann ich nur bestätigen, das ein Kind (oder zwei oder drei oder noch mehr) den Horizont enorm erweitern und es eigentlich nichts schöneres gibt, als wenn dein Kind dich anlächelt und sagt"Mama, ich hab dich ganz doll lieb"!!!!! Dagegen kommt anderes Lob der Welt an ( zum Beispiel vom Chef)

Also, nur Mut zur Familie, wenn ihr soweit bereit seid.

Alles Gute
Tina

Beitrag von max_guevera 23.03.06 - 11:51 Uhr

- Es ist anstrengend
- Es ist schön
- Es ist Einstellungssache
- Man gibt viel
- Man bekommt so viel mehr zurück
- Dinge, die vorher unendlich wichtig schienen, werden uninteressant

Gewohnheiten ändern sich ständig, ich habe Hobbies schon wegen lapidareren Dingen als Familie sausen lassen. Wenn du dich darauf einlässt und wenn du zu deiner Entscheidung stehst, ergibt sich alles andere von selbst.
Gruß
Max


Beitrag von smily23 23.03.06 - 14:47 Uhr

Hi Smash...

Du hast schon viele gute Antworten bekommen, die ich Dir auch geschrieben hätte. Dennoch muß ich was hinzufügen.

Im Vergleich von berufstätiger Frau zur Hausfrau und Mutter ist folgendes, und dessen solltest Du dir bewußt sein:

Eine berufstätige kinderlose Frau hat:
- teilweise eine 40 Std.-Woche
- einen Gehalt für den sie arbeitet
- Feierabend, wenn sie zu Hause ist
- Urlaub
- Wochenende
- Lob vom Chef oder nicht

Eine Hausfrau/Mutter:
- hat einen 24 Std.-Job ohne Gehalt
- hat Feierabend erst, wenn die Kinder schlafen.
- Am Wochenende und im Urlaub geht der "Job" weiter.
- ist der "Familien-Chef"....;-)

Auf deine Frage:"Wieviel muss man "opfern" für´s Familienleben" fällt mir nur eine Antwort ein: Müssen mußt du garnichts, aber wenn man sich für das Familienleben entscheidet, "opfert" man vieles ganz einfach und gerne! Denn man bekommt es durch ein Lächeln oder eine liebe Geste vom Kind tausendmal honoriert!

LG Smily #cool

P.S.: Könntest ja vielleicht mal Antworten, was du von deinen ganzen Antworten hier hälst......;-)

Beitrag von smash79 23.03.06 - 16:44 Uhr

Hallo zusammen !!

Erstmals #liebe-lichen Dank für eure lieben Antworten. Die erste davon war zwar nicht so freundlich, aber wenigstens haben alle anderen verstanden wie ich meine Frage gemeint habe.

Es tat gut zu hören, dass es scheinbar eine Frage des Willens und der Organisation ist. Ich bin überhaupt nicht karrieregeil, und möchte Kinder nicht nur deshalb in die Welt setzen, weil sie "halt dazugehören" #augen Ich wünsche mir für die Zukunft eine Familie, und bin dann auch bereit mein Leben dafür komplett auf den Kopf zu stellen. Trotzdem möchte ich (soweit dies geht) meinen Hobbies weiterhin nachgehen, und dafür wird es bestimmt auch Möglichkeiten geben. Ohne Sport kann ich nun mal nicht leben, aber da gibt es ja viele Varianten, das mit dem Kind zu verbinden, und der Papa ist ja auch noch da ;-)

Kommt Zeit, kommt Rat, und mein Freund und ich werden dann alles schon so hinkriegen, dass alle dabei glücklich und zufrieden sind :-)

Jedenfalls werden wir unser jetziges Leben noch so geniessen wie es jetzt ist,
und freuen uns aber trotzdem auf das, was danach noch alles kommt #freu

Liebe Grüsse
Smash79

#blume

Beitrag von lanzaroteu 24.03.06 - 16:32 Uhr

hallo! mein kleiner mann ist zwar erst 7 monate und bis jetzt mach ich noch nicht allzuviel, ausser mich ums kind kuemmern und eben den haushalt.

aber mir macht das spass und das ist so schoen, wenn dein baby wieder was neues kann, dich anlacht, langsam groesser wird usw

spass gehabt, also weggehn, party freunde, reisen hab ich vorher eigentlich genug, ich hab aufjeden fall nicht das gefuehl, dass ich was verpasse und je aelter und selbststaendiger er wird, desto mehr konzentrieren wir uns dann wieder auf uns, denk ich mal #kratz

lg ute

Beitrag von sternchen30890 24.03.06 - 23:10 Uhr

hallo Du,
ich finde es erst jetzt anstrengend. gerade die ersten wochen nach der GEburt hat mein sohn so viel geschlafen, da war mir oft langweilig.
Jetzt mit 6 monaten schlaeft er schlechter, also ich finde es ist genau umgekehrt. Jetzt kommen die Zaehne etc und da schlaeft er schlecht, vorher hat er durchgeschlafen.

Ich arbeite jetzt von zu Hause und bin ganz froh, weil mir kind und haushalt irgendwie nicht reicht.
EIN kind sehe ich auc nicht als Vollzeitjob, man muss es ja auch nicht uebertreiben und von frueh bis spaet ums kind rumspringen.
hat man einen Babysitter hier und da kann man auch mal alleine weggegehen mit seinem mann.
Insgesamt ist ein Kind auf jeden FAlle ine Bereicherung und ich moechte nicht mehr darauf verzichten.
viel glueck
bonnie