Druck nach unten - noch 5 Monate nach Geburt?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von khia26 21.03.06 - 23:55 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Die Geburt meiner Kleinen ist mittlerweile knapp 5,5 Monate her. Ich hatte einen Dammschnitt sowie Scheiden- und Schamlippenriss.

Es ist alles toll verheilt, was mir sowohl meine Nacnsorgehebamme als auch meine Frauenärztin bestätigte (Zitat: "Da war wohl ein Künstler beim Nähen am Werk!" #hicks).

Dennoch habe ich manchmal, z.B. wenn ich länger gesessen habe u. dann wieder aufstehe, einen Druck nach unten. Ist vllt. die falsche Beschreibung - natürlich fühlt es sich nicht wie bei der Geburt an - aber es ist so ein Druck da unten, als würde etwas auf den Beckenboden drücken...

Rückbildungsgymnastik habe ich gemacht...

Habt Ihr das auch?
Muss ich weiter - zu Hause - meinen Beckenboden trainieren, damit das weg geht?

Vielen Dank für eure Antworten!

LG
Khia

Beitrag von becca04 22.03.06 - 08:08 Uhr

Liebe Khia,

ja, das ist Dein Beckenboden, der immer noch nicht straff ist - sei froh, dass Du es nur am "Druck" spürst, ich war z.T. (wenn die Blase voll war) noch 4 Monate nach der Geburt inkontinent. Das war die schlechte Nachricht.

Die gute ist: Durch richtiges Beckenbodentraining (härter und vor allem regelmäßiger (= täglich) als die Rückbildungsgymnastik bekommst Du einen Beckenboden "so wie vorher". Das ist bei mir zumindest mittlerweile so: Ich bin zum 2. Mal schwanger (12. SSW) und spüre noch keine Beeinträchtigung des Beckenbodens (Druck), dennoch werde ich nun wieder mit regelmäßigem Training beginnen, denn die 2. Schwangerschaft wird ihn sicherlich mehr beanspruchen als die erste (er war ja schon einmal megagedehnt).

Empfehlen kann ich vom GU-Verlag (Gräfer und Unze) das Buch "Beckenboden. Das Training für mehr Energie mit CD", kostet bei Amazon 15,70 EUR und ist total super: Man hat 3 Programme auf der CD zur Wahl: eines zum "Finden" des Beckenbodens, eines als Mattentraining (habe ich ca. 2 Monate erst täglich, dann 2 Mal die Woche gemacht) und dann noch eines mit Übungen für den Alltag. Die CD macht das ganze unheimlich praktisch, weil man sich um nichts kümmern muss, sondern einfach die Musik hört und die Übungen mitmacht. Habe ich sehr genossen!

Ganz viel Spaß beim "Beckenbodenbuilding" und ich wünsche Dir, dass Du so wie ich bald beschwerdefrei bist!

Liebe Grüße,
Sabi.

Beitrag von hebigabi 22.03.06 - 08:39 Uhr

Der Beckenboden wird durch die SS und auch die erste Zeit nach der Geburt durch vermehrtes Tragen (und das tut man- lässt sich nämlich nicht vermeiden) stark beansprucht und in Mitleidenschaft gezogen.

Leider reicht es meist nicht aus wenn frau dann 8-10 x 1 x die Woche zu RüBi geht, sondern gerade in deinem Fall solltest du die BB-Übungen (Fahrstuhl-oder Hochziehübungen) mehrmals täglich machen, denn man kann sie wunderbar in den Alltag mit einbeziehen, z.B beim Spülen und Kartoffel schälen.

Kind aus dem Bett nehmen- nur mit voreinander gesetzten Füßen- was vom Boden hochholen- nur mit vorher angespanntem BB.

Liebe Grüße und viel Erfolg wünscht

Gabi