Schlechte Erziehung wenn Kind nicht am Tisch essen will?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von tanja25x 22.03.06 - 12:24 Uhr

Hallo

Also Meine Tochter (14 Monate)ist eine Schlechte esserin. Schon immer gewesen.
Wenn unser Papa mit daheim ist, dann sitzt sie meist schon mit am Frühstückstisch, aber sobald ich mit ihr alleine essen will, hat sie keine Zeit und Lust sich in ihrem Hochstuhl zu setzen.
Meist setzte ich mich dann an den Wohnzimmertisch, und sie hohlt sich immer wieder einen Happen von Mams Teller.
Abends wenn wir zusammen essen, da bleibt sie schön sitzen.

Nicht dass mich das nicht Aufregen würde, aber ich bin froh wenn sie mal ein paar Happen ißt. Das ist für mich schon erfolgserlebenis.
Doch nun hab ich eben schon gehört, und auch hier im Forum gelesen, das so schon die schlechte erziehung anfangen würde.

Nun die Kinder haben doch alle mal so komische Phasen, die sich nach ner Zeit wieder legen, oder?

Wer hat das selbe Problem, und kann mir einen Tipp geben dass ich mein Kind wieder gut erziehen kann, und sie wieder mit mir am Tisch sitzen will?

Lg Tanja

Beitrag von barbara77 22.03.06 - 12:46 Uhr

Hallo Tanja!

Also, als schlechte Erziehung würde ich das jetzt sicher nicht bezeichnen wollen, vielleicht eher als etwas inkonsequent.

Du hast schon recht, Kinder haben solche Phasen und in der Regel vergehen die wieder. Nur... wenn Deine Tochter jetzt merkt das sie damit durchkommt, dann wird es schnell zu einer Gewohnheit, und die wieder abzustellen ist dann bedeutend schwieriger.
Ich habe selber so einen hibbeligen Sohn (2,5 Jahre inzwischen) und genau in dem Alter wie jetzt Deine Tochter ist hatten wir diese Kämpfe auch. Aber für mich war schon immer die Regel das nur am Esstisch gegessen wird (zumal wir keinen anderen haben #;-)) und das ich ihm kein Essen nachtrage. Das hört sich vielleicht hart an, aber an einem gedeckten Tisch ist noch kein Kind verhungert, und sie holen sich wirklich was sie brauchen! Wir haben damals eingeführt das Lucas beim Essen ein Buch anschauen darf (übrigens auf Anraten unseres Kinderarztes), und ich helfe ihm wenn er nicht mehr selber essen mag. Aber es wird am Tisch gegessen. Wenn er aufsteht stelle ich seinen Teller beiseite. Einmal darf er wiederkommen und bekommt ihn wieder, danach wird er abgeräumt. Und wenn ich fertig bin, bzw. wir, dann wird abgeräumt, auch sein Teller, egal ob er nun fertig ist oder nicht.
Zugegeben, ich hatte in der ersten Woche ein paar unruhige Nächte weil er dann Hunger bekam, wir ihm aber natürlich nichts geben sollten. Aber seither funktioniert es gut und er ißt am Tisch! Wechselnd viel, nicht immer ohne Protest, aber letztlich setze ich mich durch.
Als wichtig empfinde ich übrigens auch geregelte Essenszeiten wenn man daheim ist, weil die Kleinen sich da wirklich sehr drauf einstellen.

Vielleicht können Dir diese Erfahrungen nützen, aber im Grunde muß wirklich jeder seinen Weg finden. Und solange das für Dich so okay ist, und sie die restlichen Mahlzeiten ordentlich am Tisch mitißt finde ich es jetzt auch nicht so wahnsinnig dramatisch!

Liebe Grüße
Barbara

Beitrag von danni64 22.03.06 - 12:55 Uhr

Hallo Tanja,

meine Kleine ist 2 Jahre jung und ich sage immer,sie ist keine Esserin,sondern eine Nascherin.

Mal sitzt sie super am Tisch und isst prima mit uns und mal wird nur gepatscht.
Sie nascht den ganzen Tag über gerne. Brot,Brötchen und solche Kleinigkeiten. Wenn es Nudeln gibt,dann sitzt sie artig und futtert,was das Zeug hält,auch bei bestimmten Gemüsesorten.

Sie ist ein zartes Wesen und ich lasse sie,essen wie sie mag,Hauptsache sie isst.

Ich bin der Meinung,sie müssen dann noch nicht lieb und brav am Tisch sitzen,das kommt von selbst.

Wichtig für mich ist,dass sie isst und zunimmt,alles andere finde ich nicht so wichtig.

LG Danni !!!!

Beitrag von blucki 22.03.06 - 13:02 Uhr

hallo tanja,

also ich seh das anders als meine vorrednerin.

unser sohn (22 monate) isst seit ein paar monaten sein frühstück (besteht eh nur aus einer vanillemilch und einem stück milchbrötchen, er ist nämlich auch nicht der beste esser) irgendwo im wohnzimmer beim spielen.

wenn wir aufstehen machen wir uns erstmal frühstücksfertig im bad, dann wird frühstück gemacht, die katzen versorgt und dann hat das kind einfach keine lust mehr auch noch still am frühstückstisch zu sitzen.

ich stelle ihm dann seine milch und sein brötchen an seinen kleinen kindertisch und dann darf er machen was er will. zum mittagessen und abendessen sitzt er ganz normal in seinem hochstuhl mit am tisch.

ich glaube, man sollte das nicht zu eng sehen. mit falscher erziehung hat das sicher nichts zu tun.

mach dich nicht so verrückt. ich glaube, wenn die kleinen in den kiga gehen essen sie auch wieder gerne am frühstückstisch mit.

lg
anja

Beitrag von cajabi 22.03.06 - 13:22 Uhr

Hallo Tanja,

Jarik (17 Monate) ist eigentlich ein guter Esser, aber es gibt auch Tage, an denen ich mich frage, ob er denn überhupt satt geworden ist, weil er so wenig oder zu einigen Mahlzeiten gar nichts gegessen hat.

Bei uns gibt es folgende "Regeln": Wir haben feste Essenszeiten für Frühstück, Mittag und Abendbrot, das Essen nehmen wir am Tisch ein und wenn Jarik aufstehen will, dann darf er aufstehen, allerdings bleibt sein Teller dann auf dem Tisch stehen und er darf vorbeikommen, um sich hin und wieder einen Happen abzuholen.

Mein Freund und ich sitzen gerne lange am Tisch und unterhalten uns, da kann ich es gut verstehen, daß es einem Kleinkind auf Dauer zu langweilig wird, die ganze Zeit sitzen zu bleiben. Jarik hat bei uns in der Küche seinen kleinen Hozherd stehen, mit dem er gerne und viel spielt, während wir uns unterhalten.

Wenn wir abgedeckt haben, dann gibts halt nichts mehr, ich laufe Jarik nie mit dem Löffel hinterher, er hat ja genügend Möglichkeiten, sich sattzuessen und ich will das Essen nicht zum Reizthema werden lassen.

Wenn ich allerdings den Eindrück habe, daß er zum Mittag nur wenig gegessen hat, dann gibt es Nachmittags statt dem Apfel halt eher einen Joghurt und einen Vollkornbutterkeks zwischendurch.

Beitrag von bmstern 22.03.06 - 19:48 Uhr

Hallo,

du sprichst mir aus der Seele #:-)

Schöne Grüße
Birthe
#blume

Beitrag von woodgo 22.03.06 - 13:19 Uhr

Hallo Tanja!

Wir haben diese Phase schon des Öfteren durch, und ich muß sagen, daß man da unbedingt konsequent sein muß. Wenn Mia nix gegessen hatte, dann gab´s eben auch nix mehr, das ganze ging im Höchstfall mal ne Woche, dann hat es wieder geklappt. Die Phasen kommen auch immer wieder. Vor 14 Tagen wollte Mia Abends auch nix essen, dann haben wir 3 Tage den Sandmann gestrichen, am 4. Tag hat sie wieder gegessen. Sicher, es gab ein riesen Theater, aber dann war auch wieder gut. Ich dachte auch immer, ich hab ne schlechte Esserin, aber wenn man das ganze wirklich mal konsequent durchzieht, kommt man aus dem Staunen garnicht mehr raus.
Viel Glück und LG
Chris und Mia (fast 2 Jahre)

Beitrag von gwodelino 22.03.06 - 13:27 Uhr


Hallo!

Also, da ich einfach mal drauf vertraue, dass kein Kind freiwillig verhungert, gibts bei uns nur am Tisch essen.

Nachdem ich zum zweiten mal meinem hungrigen Kind den Teller abgeräumt hab, weil er nicht sitzengeblieben ist, hat er es sich anders überlegt und ist sich erst satt, bevor er wieder zum spieleln abdampft...


LG Sarah
die das gleiche Problem hatte und es mit Konsequenz gelöst hat.

Beitrag von visilo 22.03.06 - 13:57 Uhr

Hallo Tanja,

ich finde es nicht richtig dem Kind sein Essen hinterherzutragen. Entweder wird am Tisch gegessen oder garnicht, sicher im Moment ist es einfacher für dich aber denkst du das es in einigen Monaten oder Jahren einfacher wird deiner Kleinen klar zu machen warum sie nun plötzlich ordentlich am Tisch essen soll? Lukas ist auch ein sehr unruhiges Kind aber Essen gibt es einfach nur am Tisch und wenn er nicht sitzenbleiben will wird er angebunden, wenn das auch nichts bringt ist das Essen für ihn beendet und er muß bis zur nächsten Mahlzeit warten. Ich denke ein Kind verhungert nicht gleich wenn es mal eine Mahlzeit ausläßt wenn sie wirklich Hunger haben essen sie auch zu den Essenszeiten. Wir haben auch Tage wo er nur einen Apfel und sonst nichts ißt, egal dafür ißt er irgendwann dann mal wieder fast so viel wie wir, das gleicht sich schon aus. Versuche konsequent zu bleiben und das nicht nur beim Essen ich denke unsere Kleinen merken sehr schnell was sie tuen müssen um ihren Willen durchzusetzten und ich glaube in diesem Alter ist es noch einfacher dem Kind etwas beizubringen wie später wenn es schon feste Gewohnheiten hat.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von cosmicgrrl 22.03.06 - 14:00 Uhr

Hallo Tanja,

also ich glaube, keine(r) hier sollte sich anmaßen, über "gute" oder "schlechte" Erziehung zu urteilen. Das ist nämlich alles relativ.

Wichtig, ist was du erreichen willst und das tust du einfach am Besten mit Konsequenz.

Ich für mich habe enschieden, dass bei uns am Tisch gegessen wird. Und zwar alle zusammen. Ich habe keine Lust meinem Kind das Essen hinterher zu tragen oder Essensreste in der ganzen Wohnung aufzusammeln. Wenn Jasper (26 Mon.) nicht essen möchte, keine Zeit dazu hat oder lieber spielt und manscht, statt zu essen, wird das Essen eben wieder abgeräumt, wenn alle fertig sind, und es gibt erst zur nächsten Mahlzeit wieder was. Was glaubst du, wie er auf einmal toll essen kann, wenn er wirklich Hunger hat!

Ich glaube, kein Kind verhungert von alleine. Und ich glaube auch das Kinder irgendwann das tun, was sie gewohnt sind. Und bei uns ist das einfach eine gemeinsame Mahlzeit am Tisch.

Ich halte nicht viel davon, meinem Kind irgendetwas zu verbieten, nur weil es nicht essen wollte. Es gibt dann allerdings keine Kekse o.ä. zwischendurch.

Mahlzeit :-)!

LG,
Susanne

Beitrag von tanja25x 22.03.06 - 15:00 Uhr

Also erst mal Vielen Dank für euren Antworten!

Klar ist Konzeqenz in der Erziehung sehr wichtig. Ich möchte fast behaupten, dass ich mit ihr auch dementsprechend umgehe.
Ausser eben beim Essen.
Nele ist so zierlich und Zart, das ich anfangs oft dachte irgendwann verhungert mein Kind. Mittlerweile bin ich zwar nicht mehr so eingestellt, doch wenn sie Tagsüber nicht anständig isst, kommt sie mir Nachts. Nicht dass ich nicht gerne aufstehe, um ihr eine Flasche zu machen, doch ich bin schwanger 16 ssw, und bin meist sehr müde. Und dazu noch dass sie bereits 8 Zähne hat, denen es nicht gututut wenn sie Nachts nach dem Zähneputzen noch ne Flasche bekommt.

Deswegen renne ich ihr mit dem Löffel hinterher.

Aber ich werde es einfach mal versuchen konsequenter zu sein, und sehen was passiert.

Doch anbinden, nein, das bringe ich nicht übers Herz. Das hat meine Mutter mit meinen Bruder immer machen müssen, der tat mir dann da immer Leid. Denn das ist in meinen Augen gesehen ja schon fast zum Essen zwingen, und das kommt für uns nicht in frage.
Lieber isst sie dann nichts bis zum nächsten essen.

Vielen lieben Dank euch allen, ich berichte dann von einen Vielleicht Erfolgserlebnis :-) !?

Liebe Grüße

Tanja+Nele 14 Monate+ Boy 16 ssw

Beitrag von barbara77 22.03.06 - 18:56 Uhr

Hallo Tanja!

Also, gerade wenn Du schwanger bist solltest Du das Problem wirklich schnell klären! Ich kenne das ziemlich genau, ich war zu der Zeit nämlich auch wieder schwanger (meine Jungs sind 18 Monate auseinander) und hatte auch keine Lust dann nachts dauernd zu rennen!
Anbinden finde ich persönlich auch nicht gut und habe es nie gemacht, denn dann entsteht ein Zwangsgefühl und Essen sollte kein Zwang werden.
Ganz sicher, verhungern wird Nele nicht, auch wenn sie mal ne Weile weniger ißt, aber sie wird irgendwann lernen das es eben Regeln gibt.

Übrigens, Lucas frühstückt z.B. bis heute nicht richtig, sondern trinkt nur einen Kakao, aber auch den bei mir am Tisch. Er ist immer noch sehr schmal (14kg bei 98cm), aber es geht ihm super. Und sein Bruder ist das glatte Gegenteil!

Viele Grüße und alles Gute!
Barbara

Beitrag von alias 22.03.06 - 19:28 Uhr

mein sohn ist jetzt drei und es gibt auch bei uns die regel, dass nur am tisch gegessen wird. wir haben es ebenso gemacht, dass sein teller abgeräumt wird sobald er aufsteht, weil er eben vor kurzem die phase hatte, dass er ständig zu seinen spielsachen wollte. wie das mit 14 monaten war, weiß ich jetzt gar nicht mehr, aber nachgelaufen bin ich ihm nie mit dem essen.

ich denke, solange es für dich in ordnung ist und deine tochter noch so klein ist, musst du es sowieso so halten wies für dich passt. villeicht wird es dich selber mal nerven, denke ich zumindest und dann solltest du schon konsequent sein. wenn ich das richtig verstehe möchte sie ja nur zu mittag mit dir allein nicht am tisch sitzen bleiben? vielleicht möchtest du ihr einen zusätzlichen anreiz bieten, z.B. eine kassette anhören beim essen.

mir ist das deswegen wichtig, weil ich in meiner familie so ein negativbeispiel habe, was mich total nervt, wenn ich es mitkriege: der bub ist 5 und hat die angewohnheit, dass er sich kaum vom kindergarten daheim vor den fernseher setzt, seine mutter ruft ihn dann zum essen, was natürlich nicht immer klappt und damit er überhaupt was isst, bringt sie ihm sein teller ohne diskussion ins wohnzimmer und füttert ihn sogar wenns sein muss. wenn sie die ganze verwandtschaft zum essen eingeladen hat, darf der bub ohne weiteres währenddessen fernsehen oder playstation spielen und wenn er dann nach dem essen ankommt, dass er doch hunger hat, na dann wird halt schnell noch was warmgemacht. naschzeug steht übrigens sowieso immer herum. also für diese familie ist das in ordnung und ich würd mich da nie einmischen, aber ich wusste immer, dass ich das mit meinem kind nie machen würde!

Beitrag von kruemel_77 22.03.06 - 19:40 Uhr

Huhu Tanja,

Lina-Marie ist fast 13 Monate alt und ich habe ein ähnliches Problem.

Im KiGa mit den anderen Kindern zusammen, sitzt sie brav und ißt. Sind wir zuhause und essen zusammen mit Papa (kommt leider sehr selten vor #schmoll) oder Oma und Opa klappt das auch hervorragend.

Nur mit mir will sie nicht alleine am Tisch sitzen. Dann zappelt sie rum, mantscht das Essen usw. Für mich selbst habe ich einen Kompromiß gefunden. Wir essen beide zusammen an ihrem Kindertisch. Das klappt erstaunlich gut.

Klar bin ich in dem Moment auch inkonsequent, denn ich weiß ja, dass es auch anders geht. Aber so ist mir das allemal lieber.

VLG
Alex & Lina-Marie (*28.02.2005)

Beitrag von bmstern 22.03.06 - 20:18 Uhr

Hallo Tanja,

das Thema ist ziemlich umstritten - du musst für dich selber überlegen, was dir wichtig ist und was du mit welchen Mitteln unbedingt durchdrücken willst und wo du Kompromisse eingehen kannst ...

Simon ist mittlerwele 2 3/4 Jahre alt und wir handhaben es so:
Gegessen wird am Tisch, und das gilt zunächst auch für Simon. Er muss sich auf jeden Fall dazusetzen. Allerdings ist er ein relativ langsamer Esser und meiner Meinung nach kann ich von einem Kleinkind nicht verlangen, dass er eine ganze halbe Stunde ruhig und still auf seinem Stuhl sitzt. (Was nicht heißen soll, dass das nicht auch vorkommt.)
Wenn er kein Sitzfleisch mehr hat, das ist i. d. R. nach etwa einer Viertelstunde der Fall, dann darf er aufstehen, wenn er immer wieder "zum Tanken" vorbeikommt. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht und auch keinen Stress. Für manche mag sich das jetzt irgendwie hibbelig oder unruhig anhören - das ist es aber nicht, im Gegenteil: die Situation ist friedlich und entspannt.

Wenn ich Simon das Essen wegnehmen würde, sobald er aufsteht, hätte er sich nicht satt gegessen und hätte schon bald wieder Hunger. Und ich habe keine Lust, ihm nach 1 Std. oder weniger wieder etwas zu Essen zu machen!
Andere sagen jetzt natürlich, dass er dann erst zur nächsten Mahlzeit wieder etwas bekommen sollte. Das finde ich persönlich nicht in Ordnung. Wie soll denn bitte ein 2-jähriges bzw. in deinem Fall ein gut 1-jähriges Kind die Zeitspanne bis zur nächsten Mahlzeit abschätzen können?!? #kratz

Und ich finde schon, dass mein Kind das Recht hat, sich bei einer Mahlzeit satt zu essen - und wenn sein Sitzfleisch nicht so lange andauert, wie er braucht, um sich sattzuessen (wie gesagt, er ist ein eher langsamer Esser, und kein Schlinger, was ja schließlich nicht so verkehrt ist), dann ist das für mich ok.
Es gibt ja auch sooo vieles, was interessanter ist als ruhig am Tisch zu sitzen.

Ich denke, dass man mit zunehmendem Alter auch mehr verlangen kann. Von einem Schulkind würde ich durchaus verlangen, dass es während des Essens am Tisch sitzen bleibt und falls nötig die schon genannten Maßnahmen ergreifen, um mich durchzusetzen. Aber die können die Zeit bis zu nächsten Mahlzeit auch eher abschätzen.
Und wenn man es genau betrachtet: Auch in der Schule verlangt man von den 1.-Klässlern nicht, dass sie eine halbe Stunde am Stück ruhig auf ihrem Hintern sitzen bleiben, sondern schafft Gelegenheiten zur Bewegung ...

Schöne Grüße
Birthe
#blume

Beitrag von zaubertroll1972 22.03.06 - 21:09 Uhr

Hallo Tanja,

in einem Jahr wirst Du sehen daß Du Dir unnötig Sorgen gemacht hast und das eine Phase ist die wieder vorbei geht, vorausgesetzt Du paßt den Zeitpunkt ab Dein Kind an den Tisch zu gewöhnen.
Mit 14 Monaten haben viele Kinder nch nicht viel Lust und Geduld am Tisch zu sitzen und ich kenne es wie Du daß man froh ist daß das Kind mal etwas ißt. Von daher mach Dir keinen Kopf aber behalt im Hinterkopf daß es so nicht immer gehen kann.
Ist meine Meinung...LG Z.

Beitrag von schnapischnap 23.03.06 - 10:38 Uhr

Hallo Tanja,

bei uns gibt es feste Essenzeiten, die auch möglichst genau eingehalten werden (außer natürlich bei Arnulf, der darf noch essen wann er will). Es gibt es auch nur am Tisch. Wenn sie satt sind dürfen sie aufstehen, aber dann ist auch das Essen beendet. Es ist doch nicht schlimm, wenn deine Kleine mal 1 oder 2 Tage zum Mittag nichts isst, vielleicht hat sie nicht so einen Hunger.

Ich will das meine Kinder das Essen bewußt wahrnehmen und nicht den ganzen Tag immer wieder was essen. Bei uns gibt es zu den Hauptmahlzeiten richtig was zu essen und zwischendurch einen Apfel oder Keks.

Später essen dann viele Kinder dann immer noch den ganzen Tag hier und da mal einen Happen und werden immer dicker.

Außerdem müsste ich dann später ja den ganzen Tag hinter den 3 Kids herlaufen. Dann würde ich aber nichts anderes schaffen.


LG
Laura mit Gina, Tommy und Arnulf