was haltet ihr davon??? (probleme mit KV)

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von littlewonder 22.03.06 - 13:21 Uhr

hey ihr lieben,

ich würd mal gerne eure meinung zu meiner situation hören, mir brennt die ganze sache schon ziemlich auf der seele...
:-(

aaalso (versuche mich kurz zu fassen):
ich war mit meinem ex 4 monate zusammen als ich ungeplant schwanger wurde. die beziehung lief von anfang an nicht so gut aber ich dachte mir, das wären halt "anfangsschwierigkeiten". nach 4 monaten, kurz bevor wir erfuhren dass ich ss war, zog er zu mir. von da an gings los. wir verstanden uns überhaupt nicht mehr, stritten fast täglich. dann kam auch noch dazu dass mein vater eine herz-op hatte als ich in der 18. ssw war. diese verlief mit komplikationen. die folge waren künstlicher tiefschlaf über 5 wochen, ich jeden tag ins kh gefahren, gearbeitet und nebenbei auch noch bischen haushalt. mein ex, zu der zeit arbeitslos, fand es nicht mal der mühe wert sich am haushalt zu beteiligen auch die miete zahlte er mir mit 5 monaten verspätung. wenn ich ihm sagte dass das und das zu machen wäre in der wohnung war ich auf einmal die böse frau die nur nörgelt. ich sagte ihm auch dass ich mich von ihm nicht genug unterstützt fühlte in der situation, seine aussage: er kann halt mit solchen sachen nicht gut umgehen. dann ist mein vater gestorben, er ist zwar aufs begräbnis aber das wars dann auch schon mit mitgefühl.
gut, ich dachte mir, vielleicht wirds anders wenn der kleine da is. er machte in der ss schon immer die andeutung dass, wenn der kleine dann da is, dass ich dann mehr oder weniger überflüssig sei. ich sollte dann arbeiten und das geld nach hause bringen. und das obwohl ich schon immer studieren wollte. hab das abi neben der arbeit nachgemacht.

muss dazu sagen dass ich dann am ende der ss wieder nachhause zu meiner mutter gezogen bin. in der ss gabs dann auch wochenenden wo er gar nich da war auch als ich ihn gebeten habe ich würde ihn brauchen is er nicht gekommen. als der kleine dann da war is er die ganze zeit bei mir.

im kh is er den ganzen tag mit dem kleinen in der anderen ecke des zimmers gesessen und hat nich mal mehr mit mir geredet.

und, und, und. nun siehts so aus dass ich mich von ihm getrennt habe weil ich das alles nicht mehr ertragen konnte. er hat mir dann gedroht mir den kleinen wegzunehmen, hat mich als schlechte mutter usw. bezeichnet.

nun, ich hab ihm oft angeboten er kann den kleinen sehen wann er will, ich will ihm auf KEINEN fall seinen vater vorenthalten.

gestern waren wir beide am JA wo ich dann meine forderung, 2-wöchtentlich mit besuchsbegleitung kann er den kleinen sehen. damit war er nich einverstanden, aber das würde jetz zu lang dauern das genauer auszuführen.

mein problem is jetzt, er versucht nich mal mit mir normal zu reden. er sagt nich mal hallo oder tschüs, und wenn er was sagt is es fast immer respektlos mir gegenüber. meine große angst is nun dass der kleine das mitbekommt später mal, ich mein das kann doch nich gut sein für ein kind das von anfang an solche umgangsformen sieht oder???

ich will doch nur dass mein kleiner vernünftig aufwächst. er beharrt darauf den kleinen zu sich nach hause, zu seiner familie mit zu nehmen die auch übel über mich sprechen. jetzt hat er sowieso keine chance, da er noch gestillt wird, aber was is mit später? soll der kleine lernen, dass menschen so böse mit anderen umgehen??? :-( #heul

ich hab echt angst vor der zukunft und um meinen sohn...

was haltet ihr von der ganzen geschichte?

#danke für ernst gemeinte antworten, mir is die sache ziemlich wichtig!

lg
lw + mäuserich*10.1.06

Beitrag von mica2406 22.03.06 - 17:55 Uhr

Hallo!
Also, dass er keinen "begleiteten" Umgang will, kann ich verstehen. Er ist der Vater und um eine ordentliche Vater-Kind-Beziehung aufzubauen ist begleiteter Umgang einfach nur kontraproduktiv. Und die anderen Großeltern sollte man dem Kind auch nicht vorenthalten. Also: vernünftig (egal wie alt Euer Sohn ist - ist ja noch ein Säugling) wäre: (sobald das mit dem Stillen, falls Du stillst, vereinbar ist) Er bekommt ihn jedes 2. WE zur freien Verfügung und darf ihn einmal unter der Woche bei Dir sehen. Ein Vater kann einem Kind alles an Versorgungsleistungen geben!

Was das schlecht über Dich reden angeht: Versuch ihm und seiner Familie klar zu machen, dass das gegenüber dem Kind nicht geht. Und zwar nicht, weil Du drunter leidest, sondern weil es nicht gut fürs Selbstbewußtsein Eures Kindes ist. Ein Kind kommt von Euch beiden und wenn man einem Kind erzählt, dass 50 % von dem, was es ausmacht Mist ist, dann leidet es. Aber Dein Sohn ist ja noch klein -da haben sie ja noch etwas Zeit sich in den Griff zu kriegen. Die Übergabesituation solltet ihr allerdings ganz schnell in den Griff kriegen. Ist doch nicht zuviel verlangt, wenn Du den Säugling ihm zur Übergabe zart und liebevoll in den Arm legst und umgekehrt.
LG und Kopf hoch!