Neurodermitis und Homoöpathie?!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von xaverl2002 22.03.06 - 14:20 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Mein Kleiner war schon immer sehr empfindlich mit seiner Haut (sehr trocken). War auch schon beim Hautarzt etc. War mal besser, mal schlechter.
Im Winter war die Haut natürlich sehr anfällig und es wurde auch etwas schlechter. Da hat mich das ewige hin und her doch genervt und ich wollte bzw. will das einfach in den Griff kriegen. Ging dann zu einem Homoöpathen. Na ja, ist ja scheinbar nicht so einfach die richtige Indikation zu finden. Jedenfalls wurde es echt heftig und es ging halt los mit Juckreiz etc. Gestern bekamen wir was anderes und müssen halt abwarten.
Mein KiArzt war fast schockiert wie schlimm der Kleine aussieht (seine Arme) und hätte ihm gleich Cortison bzw. Antibotika verschrieben. Er würde auch gern einen Allergietest machen. Mein Mann war als Kind allergisch auf Konservierungsstoffe und mit 15,16 kam Heuschnupfen. Die Allergie hat sie allerdings "verwachsen".

Kann mich jemand aufbauen, wer hat es geschafft die Neurodermitis mit Homoöpathie in den Griff zu kriegen. Mein Mann ist noch dazu nicht so überzeugt davon. Aber Cortison#schock!!!!! Nein Danke!

Wie lange kann es denn noch dauern?

Hoffe, dass es bald besser wird. Momentan geht es auch wieder etwas besser, scheinbar ist der Juckreiz nicht mehr so enorm.

VLG aus Bayern
Rosina + Maximilian (*23.12.2004)

Beitrag von katzeleonie 22.03.06 - 14:32 Uhr

Hallo Rosina,

unsere Tochter hat seit ihrem 3. LJ ND (jetzt ist sie 7).

Wir haben viel versucht. Antroposophische Medizin (ähnlich der Homöopathie), kein Erfolg. Homöopath über 1 Jahr, kein Erfolg. Nahrungsmittel weggelassen, nix usw.usw.

Ich glaube fest an die Kraft der Homöopathie, leider hat sie warum auch immer bei uns nicht angeschlagen.

Ich benutze wenns ganz arg ist Cortison, da ich Bedenken habe, wenn es sich zu arg auf der Haut ausartet, besteht ja die Gefahr, daß es nach innen geht, sprich Asthma. Deswegen finde ich es dann doch das kleinere Übel gelegentlich Cortison einzusetzen.

Vielleicht habt Ihr ja aber mehr Glück.

Alles Liebe
Leonie

Beitrag von mupfel0703 22.03.06 - 14:47 Uhr

Hallo,

mein Sohn leidet unter Neurodermitis seit dem 3 Lebensmonat.

Er leidet zudem an verschiedenen Allergien wie Nüsse, Kartoffeln, Sellerie, Hausstaubmilben.

Ausserdem hat er Asthma bekommen. Er muss Kortisonspray nehmen.

Wenn seine Haut ganz rot ist weil er mal wieder auf irgendwas reagiert und sich kratzen muss und da dann nicht schlafen kann bzw davon aufwacht, bin ich froh das wir Hydrokortison Salbe haben.

Wenn es nicht akut bzw leicht gerötet haben wir die Protopic Salb. Ohne Kortison getestet bei Kinder ab 2 Jahre. Mein KiA ist auch begeistert von der Douglan Salbe ebenfalls ohne Kortison.

Zur normalen Hautpflege nehmen wir entweder Vaseline oder Calinda Olive Creme.


Gruss Mupfel

Beitrag von zwillima 22.03.06 - 22:27 Uhr

Hallo,

Du schreibst entsetzt "Cortison!!!!! Nein Danke!"

Das heutige Hydrocortison ist so niedrig dosiert und gut verträglich, daß man es ohne Bedenken geben kann.

Wenn ein Kind dermaßen von Ausschlag und Ekzemen geplagt ist, daß es sich blutig kratzt, verstehe ich nicht, daß es Leute gibt, die selbst in diesem Fall kein Cortison geben möchten.

Mein Sohn ist nun drei Jahre alt und leidet an ND. Ich habe fast alles ausprobiert...auch homöopathische Mittel etc.
Letztendlich konnte nur der Hautarzt helfen, bei akuten Schüben auch nur mit Cortison.
Weit verbreitet ist der Irrglaube, daß es nach einer Cortisonbehandlung nur noch schlimmer wird. Das ist Quatsch und stimmt definitiv nicht. Meist handelt es sich dabei um Anwendungsfehler, weil die Behandlung nach einigen Tagen wegen gutem Ergebnis einfach abgebrochen wird.

Den letzten Schub mit Cortisonbehandlung hatten wir letztes Jahr im August. Seit dem kommen wir allein mit der Basispflege gut zurecht, mein Sohn hat eine schöne Haut...man sieht nicht, daß er ND hat.

Das war wahrscheinlich jetzt nicht die Antwort, die Du gerne haben wolltest. Aber ich mußte das jetzt mal loswerden, weil hier so oft eine Cortisonpanik verbreitet wird und man den Kindern in schlimmen Fällen doch so gut und problemlos helfen kann.

Übrigens ist auch nichts verwerfliches an Antibiotika.Wenn die Haut zerkratzt und offen ist, können gerade bei so kleinen Kindern ganz schnell schwere Entzündungen entstehen.

Wünsche Euch gute Besserung und daß Ihr das richtige für Euren Schatz findet

zwillima

Beitrag von katzeleonie 23.03.06 - 11:30 Uhr

Hallo,

das sehe ich genauso wie Du. Wenn es zu arg wird, sind wir froh, daß es Cortison gibt, es lindert wenigstens für kurze Zeit.
lg