Bitte helft mir - ich fühle mich wie eine total Versagerin und bin nur noch traurig

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von schlumpfine113 22.03.06 - 19:22 Uhr

Guten Abend liebe Urbianerinnen!

Ich bin fix und fertig. Ich weiss einfach nicht, was los ist. Seit gestern bekommt mein Kleiner (2 Wochen) irgendwie zuwenig Muttermilch ab. Noch vor wenigen Tagen, haben meine Brüste förmlich getrieft und sind manchmal total übergelaufen und jetzt scheint irgendwie Ebbe zu sein. Mein Kleiner will alle 1.5 h trinken und ich komme einfach nicht mehr zum nachfüllen. Dann liegt er mir im Arm, nuckelt 1-2 Minuten und wird sogleich total unruhig. Er fängt an wie wild an meinen Brustwarzen zu rütteln und kämpft um jeden Schluck Milch. Bis heute Abend habe ich versucht, meine innere Ruhe wieder herzustellen und immer gehofft, dass meine Brüste plötzlich wieder prall sind und ich den Kleinen voll sättigen kann. Aber nun haben mein Mann und ich beschlossen, ihm heute Abend einmal eine Flaschenmahlzeit zu geben (125 ml) damit er satt zu Bett gehen kann und auch, damit ich ohne Druck wieder Milch nachproduzieren kann....

Doch jetzt fühle ich mich so mies! Ich bin so unglücklich, habe das Gefühl, meinem Felix keine gute Mama zu sein...ich könnte einfach nur weinen und wenn ich meinem Kleinen in die vertrauensvollen Äuglein schaue, wird mir so traurig zumute - habe das Gefühl, mir wächst hier alles über den Kopf! #heul :-(

Kennt Ihr solche Gefühle? Und hattet Ihr auch schon mal keine Milch mehr? Kann ich nachher "normal" weiterstillen? Ich bin froh, um jedes aufmunternde Wort!

#liebe Grüsse
Schlumpfine & Felix (2 Wochen) #snowy

Beitrag von fluffyxxs 22.03.06 - 19:37 Uhr

Hallo Schlumpfine,

hab Geduld, das dauert eine Zeit bis dein Körper die richtige Milchmenge produziert. Erst wars zu viel, dann zu wenig...
Bei mir ist das jetzt (5. Monat) immernoch so. Wenn die kleinen Wachstumsschübe haben, reicht sie nicht mehr aus und wenn dieser dann rum ist, bist du wieder am platzen hi hi hi. Im Normalfall dauert es um die 2 Tage bis wieder mehr Milch da ist... bis dahin mußt Du einfach viel Geduld haben.
Mein Zwerg trinkt tagsüber auch alle 2-3 Stunden, dafür aber nacht inzwischen weniger. Als er 8 Wochen alt war, hat er sogar durchgeschlafen bis vor ca. 3 Wochen. Seitdem kommt er nachts auch wieder alle 3-4 Stunden. Auch da ist es so das der Körper sich erst wieder umstellen muß auch wieder nachts zu produzieren...
Wenn es auch manchmal anstrengend ist, den Zwerg ständig anzulegen, aber ist mir lieber als Fläschchen füttern...herrichten, auskochen und bla bla bla.

Ich habe bisher noch keine Milch zugefüttert, gelegentlich bekommt er mal Tee oder jetzt auch Saft mit vieeeel Wasser gemischt, da ich seit fast 2 Wochen mit Brei angefangen habe.

Also Kopfhoch

Gruß Fluffyxxs;-)

Beitrag von kundera2009 22.03.06 - 19:31 Uhr

hallo!

dieses gefühl kenne ich. in den ersten paar wochen mit baby ist es eine totale umstellung - für euch drei!
der kleine mann muss sich an die welt gewöhnen, und ihr seid rund um die uhr damit beschäftigt, den kleinen zu freiden zu stellen.
ich habe mich am anfang oft überfordert gefühlt.
aber ich bin mir sicher, dass deine milch ausreicht. ind er anfangszeit wird halt die produktion angekurbelt. und das geht nur, wenn dein körper weiß, dass auch nachfrage besteht.
also vielleicht einfach die flaschen weglassen. wenn ihr doch dann mal ein fläschchen gebt, damit der kleine einschlafen kann und satt und zufrieden ist, dann versuche, diese mahlzeit abzupumpen, damit du den "rückstand" wieder reinholen kannst.
sei nicht verunsichert, wenn beim pumpen nicht so viel kommt. das ist meist nicht so aussagekräftig.

aber vor allem: du bist keine versagerin! es ist halt nur nicht immer so perfekt am anfng, wie man es sich vorgestellt hat.
das wird besser. die ersten vier bis sechs wochen sind hart, dann wird es besser.

kundera#pro

Beitrag von niq 22.03.06 - 19:34 Uhr

Hallo Schlumpfine und #schrei Felix

Ich war auch erst nach ca. 5 Wochen über den Berg. Die Kinder haben Wachstumsschübe, bei denen sie häufiger an der Brust hängen.
Für mich war es auch keine leichte Anfangszeit.

Bei euch muss sich die Milchmenge und der Trinkmenge noch einpendeln. Eine Milchflasche ist dabei nicht förderlich. Trotzdem brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben!!!

Es ist normal, dass du manchmal denkst, nicht richtig gehandelt zu haben. Ihr müsst euch auch erst mal kennen lernen. Viele tanzen den berühmten Babyblues. Es ist hormonell bedingt.

Versuche weiterhin, ausschließlich zu stillen. Gib ihm immer die Brust, wenn er will.
Irgendwann werden die Stillabstände größer. Es dauert nicht mehr lang, dann ist es geschafft.

Vielleicht wendest du die auch an die www.lalechliga.de?



Alles Gute für Euch !

Beitrag von dawn79 22.03.06 - 19:31 Uhr

Hallo,

es ist nicht ungewöhnlich dass man am Anfang auch mal jede Stunde stillt und das heißt nicht, dass Du zu wenig Milch hast! Mit 2 Wochen kommt der erste Wachstumsschub und da trinken die kleinen mehr/öfter, sind unruhiger. Aber nicht weil sie hungern! Und es normal, dass Du nicht mehr übergehst vor Milch, die Menge hat sich auf den Bedarf Deines Babys eingestellt. Am besten ist es, Du stillst einfach weiter, lass die Flasche weg. Nur wenn Du immer anlegst, wenn der Kleine trinken will, kannst Du so viel Milch haben, wie er braucht. Ein schlechtes Gewissen brauchst Du aber echt nicht sagen, am Anfang ist man unsicher und möchte alles richtig machen. Aber das wird besser. Und nochmal: Die Brust wird jetzt nie mehr soooo voll sein wie am Anfang nach dem Milcheinschuss, aber das ist normal! Du hast jetzt so viel Milch wie der Kleine braucht!

Beitrag von kascha912 22.03.06 - 19:51 Uhr

Hallo,
laß Dich erst mal drücken! #liebdrueck
Ich kann mir vorstellen, wie verwirrend und frustrierend das gerade ist. Hab das schließlich auch hinter mir. Aber zum Glück hatte ich vorher in einem Stillbuch von dieser Wachstumsphase nach ungefähr 2 Wochen (so was ähnliches kommt noch mal nach 6 Wochen und nach 3 Monaten) gelesen. Darum konnte ich ein bißchen gelassener bleiben.

Die Babys "tunen" unsere Brüste dabei auf mehr Milchproduktion. Und da ist es eben deutlich effektiver, wenn sie ganz oft und dafür nur kurz trinken, als wenn soe in größerem Abstand mehr trinken.

Ich hatte Hannah nahezu permanent an der Brust hängen. Ich schwör´s, manchmal war sie noch nicht mal 20 Minuten ohne Brust und kam dann schon wieder. Das hat mich an einem Tag fast irre gemacht. Aber der Zauber hält zum Glück nur 2 Tage oder so an! Also HALTE DUCH!

Die Sorge, daß Felix zuwenig Milch kriegen könnte, verstehe ich. Aber, wenn er etwa alle 4 Stunden eine volle Windel Urin und/ oder Stuhl hat und die Fontanelle auf dem Kopf nicht eingesunken ist - bekommt der Gute genug. Also 6 "schwere" Windeln am Tag.

Beziehe mich hier übrigens auf ein Stillbuch der LaLeche-Liga und auf "Die ersten Wochen mit dem Baby" von Mähler und Osenbrügge. Sauge mir das nicht aus den Fingern ;-)

Liebe Schlumpfine, daß Du fertig mit den Nerven bist, kann ich voll und ganz verstehen. Und die Sorge um dieses kleine Dir anvertraute Leben auch. Aber ich möchte Dir ein "Kopf hoch!" mitgeben und Dir sagen, daß das Ganze in einem Tag oder so schon wieder anders aussehen wird. Ehrlich.
Wenn Ihr heute abend die Flasche gebt, aknn es sein, daß Felix trotzdem nach Kurzem zu trinken aufhört. (sein genetisches Programm verlangt ja nach häufigem kurzem Trinken) Und die Gefahr ist zu so einem frühen Zeitpunkt einfach, daß er eine sogenannte Saugverwirrung bekommt. Nicht mehr an die Brust zurückwill, weil die Milch aus der Flasche weniger Abreit beim Saugen erfordert.

So, das war´s! Ich wünsch Euch alles Gute!
- Katja mit Hannah, die 6 Monate voll gestillt wurde.

Beitrag von engelchen_13 22.03.06 - 21:33 Uhr

Hallo Schlumpfine,

ich denke auch, dass Felix einen Wachstumsschub hat.

Du musst deinen Brüsten nicht Zeit zum "nachfüllen" geben. Die Milchproduktion funktioniert nicht wie bei Milchflaschen. Die Brust produziert den Großteil der Milch während der Mahlzeiten.

Bei meinem ersten Sohn hatte ich drei Monate lang prallel Brüste und habe total getrieft. Jetzt bei meinem zweiten ließ das auch schon nach einer Woche nach und ich habe jede Menge Milch und bin einfach nur froh, dass dieses pralle Gefühl diesmal nicht so lange angehalten hat, denn so kann ich wieder auf dem Bauch schlummern ;-)

Wenn du normal weiterstillen willst, gib Felix um Himmels Willen keine Flasche mehr, dadurch verringert sich deine Milch, denn je weniger er bei dir trinkt, desto weniger produzierst du (die Nachfrage bestimmt das Angebot). Stille ihn einfach nach Bedarf, auch wenn es in einem Stillmarathon ausartet. Nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei und deine Milchproduktion hat sich seinem neuen gesteigerten Bedarf angeglichen.

Kopf hoch, das wird schon!

LG
Angela

Beitrag von sparrow1967 22.03.06 - 22:30 Uhr

Schau mal bitte hier:
http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/mebboard.php3?step=0&range=20&action=showMessage&message_id=63534&forum=129


Deine Brust ist nie leer!
Dein Kleines könnte den allerersten Wachstumsschub haben ( zwischen dem 10. und 14. Lebenstag)

Brüste müssen nicht prall sein. Das ist kein zeichen von voll oer leer. Mit der zeit werden die Brüste weicher und wieder kleiner...und die babys werden trotzdem satt ;-)

Laß die Flasche weg... und besorge dir eine erfahrene Stillberaterin.
Auf der Seite die ich dir gepostet habe, kannst du auch nachfragen und dir ne Adresse von einer Beraterin in deiner Nähe geben lassen!


sparrow

Beitrag von missimaus 23.03.06 - 10:46 Uhr

hey schnecke!!

nicht gleich aufgeben!!
ich hatte auch mal gedacht,das ick keine oder zu wenig milch habe,weil er dann auch immer an der brust unruhig geworden ist,aber imnachhinein weiß ick das es bei meinem mit dem rumbezappel war weil er satt war und nuckeln wollte und trotzdem wat raus kam!!

mein kleiner wird jetzt am 10.04.2006 6 monate alt und vor kurzem hatte ich wieder das problem,ich hab dann drei tage jeden tag ein malzbier getrunken und jetzt laufen die dinger wieder über!!

nach ca 6 wochen ist die brust eigendlich auch nicht mehr so schlimm groß und voll weil sich das stillen langsam einpegelt!!

mein kleiner will jetzt sogar manchmal alle halbe stunde nen schluck haben,die kleinen fühlen sich ja auch wohl an der brust!!

man darf nicht gleich aufgeben und vor allem sich nicht unter druck setzten und vieleicht um die produktion mehr an zu regen einfach noch nebenbei etwas apumpen!!

ne bekannte von mir hatte milchstau und auf einmal keine miclh mehr,dann hatt sie sich akupunktieren lassen und siehe da alles wieder in ordnung!!

hoffe ich konnte ein klein wenig helfen !!#schmoll

liebe grüße missi+tyl#baby

Beitrag von bobbycar02 23.03.06 - 10:53 Uhr

eskann mehrer Urasachen haben entweder der Kleien wäscht btraucht mehr milch und die Brüste brauchen etwas Zeit um sich daruaf ein zu stellen oder es ist wie bei mir.

Ich hatte die ersten 3 Wochen gut milch und dann wurde es imemr weniger und nach 6 Wochen kam kein Tropfen mehr raus.


Aber mach dir keien Vorwürfe du hast es versucht und mit ewas Glück klappt es wieder und wenn nicht, dann hat es einfach nciht sollen sein und trotzdem bis du für dein Kind die Beste Mama.