Gewaltfrei erziehen: Sind klapse schädlich?

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Beitrag von bine1979 23.03.06 - 09:21 Uhr

Habe gerade den Newsletter überflogen..

Halte davon nix.. ich finde, dass wenn z.B. das Kind mal nach einem Elternteil schlägt, sollte man auch, (im Kleinkindalter nen Klapps) und wenns schon genau weiß, was es tut, ne Ohrfeige verpassen dürfen!!!

Ich bin auch groß geworden... habe nicht oft nen Klapps bekommen, aber wenn, dann wars richtig angebracht (meiner Meinung nach hätte mir damals öfter ne Ohrwatschen gehört)

Es hat auch meiner Meinung nach nix mit Überforderung zu tun, man darf doch nicht alles durchgehen lassen..
"Na Klar, man kann sich auch, wenns Kind was angestellt hat, sich mit diesem an einen Tisch setzen und es lang und breit erklären (am Besten noch schriftlich niederlegen (wie in Deutschland Üblich - scheiß Bürokratie!!))" und dann das Kind noch BITTEN und Betteln, dass es dieses doch bitte, bitte, bitte zu unterlassen hat.. BETTEL!?!
#kratz Ich glaube zwar nicht, dass mein Kind, wenns mal da ist, mal nach mir schlagen wird, aber diese Szenerie hatte ich vorgestern beobachtet.. die Mutter hat was gesagt, das Kind (ca. 6 Jahre alt) hat nach der Mutter geschlagen, die Mutter hat nix gemacht (nur verzweifelt geschaut) und das Kind hatte nen Grinsen im Gesicht....
da ist mir echt der "Kamm" hochgegangen..:-[ und die Kundin nach dieser hatte dann auch nur den Kopf geschüttelt und sagte "So ist das mit der Gewaltfreien Erziehung..."

Deutschland ist nicht gerade gewaltfreier geworden durch die sogenannte "gewaltfreie Erziehung".
In den Schulen spucken und treten teilweise die Kinder die Lehrer, und allen sind die Hände gebunden, weil "Gewaltfrei"!..
Und schlauer werden die Kinder so auch nicht (siehe Pisastudie)...

So, das musste ich jetzt mal loswerden.. hoffe ich stehe nicht so ganz alleine mit meiner Meinung da..

Liebes Grüßle.. und toi,toi,toi ... dass die Kinder sooo lieb seien oder werden, dass sie garkeine Ohrwatschen brauchen...;-)

Beitrag von octobergirl 23.03.06 - 09:29 Uhr

Also ins Gesicht schlagen finde ich absolut scheiße und erniedrigend, könnte mich auch überhaupt nicht "überwinden" dass jemals zu tun, finde ich voll schrecklich.
Aber nen Klaps auf den Hintern finde ich - wenn angebracht - nicht schlimm, habe ich früher auch bekommen und hat mir in keinster Weise geschadet.
Besonders bei kleinen Kindern denen man noch nicht wirklich was "erklären" kann, ist sowas manchmal doch nicht schlecht.
Das ist ja auch keine "Gewalt" in dem Sinne, es tut ja nicht weh, das Kidn erschreckt sich höchstens, und das soll es in dem Fall ja auch.
Also gegen Popo-Klapse hab ich nix, alles andere ist nix für mich, muss nicht sein.
Hoffe mein Kleiner wird so lieb wie mein Mann und ich es früher waren (wahrscheinlich weil wir beide so brave Kinder waren bekommen wir das Gegenteil) ;-)
Aber egal was wird, wir werden ihn mit ganz viel Liebe "erziehen".

Liebe Grüße
Denise & Babyboy (ET-4) :-)

Beitrag von knitschie 23.03.06 - 09:39 Uhr

also ich hab wo meine tochter klein war, ab und zu mal einen KLEINEN patsch auf die fingerchen oder auf den popo gegeben. z.b. wenn sie an den herd ging oder anderen gefahren ausgesetzt wurde die ich ihr in dem alter nicht richtig erklären konnte. aber wie gesagt einen kleinen patsch der ihr auch nicht wehtat. mir ist es vor einem jahr mal passiert, da war meine tochter 4, das ich ihr einen kleine ohrfeige auf die rechte wange gegeben habe, aber im reflex., weil sie mir eine richtig geknallt hatte. ich war so erschrocken und so rutschte mir die hand aus.#heul ich und sie waren total erschrocken und wir haben uns gegenseitig entschludigt, aber ich weiß das passiert mir nie wieder. ich erziehe meine tochter auch so, das gewalt keine lösung ist. denn wer zu hause "haue" einsteckt, der teilt woanders auch aus. und gerade das ist ja auch ein grund mit warum deutschland immer gewalttätiger wird in den schulen.
ich sehe es nicht so das deutschland gewaltfreier in den familien geworden ist. die wirklich "guten, ordentlichen" Familien, die ihren kindern konsequenzen lernen und viel liebe mit auf den weg geben, sich regelmäßig it ihren kindern beschäftigen, sind meiner meinung nach leider eine minderheit.

Beitrag von bine1979 23.03.06 - 09:46 Uhr

"...die wirklich "guten, ordentlichen" Familien, die ihren kindern konsequenzen lernen und viel liebe mit auf den weg geben, sich regelmäßig mit ihren kindern beschäftigen, sind meiner meinung nach leider eine minderheit..."

Beitrag von vonda31 23.03.06 - 09:27 Uhr

Entschuldige. Aber über diesen Beitrag kann ich gerade nur den Kopf schütteln...... #schock

Vonda

Beitrag von falkenyv 23.03.06 - 09:33 Uhr

Hi,

na ja, das ist eben Einstellungssache !
Ich kann die Mütter verstehen die Gewaltfrei erziehen und ich kenne Kinder die darunter sehr gut gelungen sind. Ich hingegen habe mehr als nur einmal eine Ohrfeige bekommen, ich wurde mit sehr viel Respekt erzogen und ich hätte nie gegen meine Eltern oder gegen irgendjemand sonst die Hand erhoben...und was soll ich sagen, ich bin auch gut gelungen und aus mir ist was geworden.

Wir ich nun bald mein Kind erziehen werde kann ich gar nicht sagen !
Generell möchte ich nie die Hand erheben aber wie sagt meine Oma so schön ? Ein Klaps auf den Hintern hat noch keinem geschadet ;-)

lg

Yvonne
17+6

Beitrag von oldma 23.03.06 - 09:47 Uhr

...... naja die grundlagen der "regeln" du darfst... du darfst nicht werden im alter zwischen null und drei jahren vermittelt. und hier genügt ein "hartes schafes" wort-nein. wer " du du" macht und dabei auch noch lächelt, hat schon verloren. ach ja und WORT und TAT muss immer eine einheit sein!! das merkt knirps schon im windelalter.
bsp. du darfst NIE wieder... fernsehen, bonbon..#bla#bla und abends gibts doch sandmännchen oder betthüpferl vorm zähneputzen... leider wieder verloren. usw.. wer hier wenig "versäumt" kommt in zunehmenden alter auch ohne "ohrbatschel" aus.zu den vornamen meiner kids gibt es jeweils eine kosekurzform. wenn ich den vollen namen ausspreche, wissen sie genau, das war jetzt falsch#schock. aber ja doch,am klaps auf einen windelpopo ist noch keiner untergegangen, aber wo ist dann die grenze??#kratz auf jeden fall lässt dein erlebnis klar erziehungsdefizite erkennen, aber dafür gibts ja genug beispiele bei der supernanny. vielleicht ist ein allzu antiautoritärer erziehungsstil nicht geeignet ausreichend werte , regeln und strukturen und benehmen zu vermitteln, aber gewaltfrei sollte es doch schon bleiben.l.g.c.

Beitrag von bine1979 23.03.06 - 09:43 Uhr

Dies war der Newsletter... Nur zur Info..
(dort wird nen Klaps auch als Gewalt bezeichnet..)

Gewaltfrei erziehen: Sind Klapse schädlich?

Ohrfeigen, Klapse und andere entwürdigende Maßnahmen gegenüber Kindern sind nicht nur ungeeignete Erziehungsmittel, sie sind seit fast sechs Jahren auch gesetzlich verboten. Immer mehr Eltern bekennen sich zu dem Vorsatz, in der Erziehung keinerlei Gewalt anzuwenden. Wenn sie dennoch schlagen, dann geschieht dies häufig nicht aus Überzeugung, sondern aus Überforderung. In unserem neuen Artikel geht es um die Frage, ob auch Klapse auf den Po schädlich sind, wie Eltern Überforderungsreaktionen vermeiden können und was sie tun sollten, wenn sie ihr Kind entgegen guter Vorsätze dennoch geschlagen haben.

PS.: Dass man seinem Kind viiiiel Liebe und Zuneigung gibt ist selbverständlich.. aber es sollte nicht das Gefühl haben, dass es tun und lassen kann was ihm grade beliebt..

Beitrag von szabog 23.03.06 - 09:43 Uhr

ich bin eine dieser mütter, die ihr kind gewaltfrei erziehen, mein sohn hat noch nie einen klaps auf den hintern bekommen und natürlich auch keinen schläge ins gesicht oder sonst wo hin!!

mein sohn ist sehr brav und er kommt gar nicht auf die idee auf mich hinzuhauen. woher denn auch??? kinder können nur das tun, was sie gelernt bekommen!

ich sage klar und deutlich was ich von meinem sohn will (ich diskutiere auch nicht rum) und er folgt mir.

ich schlage sonst niemanden unhd natürlich schlage ich auch nicht meine eigenen hilflosen kinder :-%!

geli
:-[

Beitrag von kathleen79 23.03.06 - 09:44 Uhr


Meine Tochter wird in einem Monat 4 Jahre und ich musste ihr bisher keinen Klaps geben. Und ich hoffe natürlich das bleibt auch weiterhin. Sie ist eine ganz liebe, testet aber natürlich auch mal ihre Grenzen.
Sie weiß dass sie nicht schlagen darf, weder Mama und Papa, noch andere Kinder ect. Klar hatte sie mal eine Phase in der sie wenn sie wütend war schlagen oder beißen wollte. Aber das konnte man ihr auch so ganz schnell abgewöhnen. Tatsächlich klappt das mit reden und erklären, aber auch mal mit Verbote die ich nicht so schlimm finde wie Schläge.
Meine Eltern haben mich auch nie geschlagen bzw. kann ich mich nur an einmal erinnern. Und ich finde es gut so. Die Kleinen bringen einen schon manchmal auf die Palme. Ich weiß noch wie es war als meine Tochter noch jünger war (so im Babyalter) und man konnte ihr nix erklären und sie schrie und schrie und meine Nerven waren am Ende. Dann musste ich manchmal wirklich in mich gehen damit sie keinen Klaps bekommt. Aber dann lass ich sie lieber ein paar Minuten allein im Zimmer schreien und gehe tief Luft holen und einen starken Kaffee kochen. ;-)
Bisher sagt uns jeder dass die Kleine wirklich gut erzogen ist und ein sehr liebes Mädel. Sie ist erst 4 und ich weiß nicht was noch so kommt, aber ich hoffe dass wir es weiterhin so gut schaffen wie bisher. Und ich liebe es, dass sie so gern kuscheln kommt und nicht eher Abstand hält weil sie Angst hat mal wieder einen Klaps zu bekommen.

Liebe Grüße
Kathleen 33.SSW

Beitrag von kleine1102 23.03.06 - 09:59 Uhr

Hallo bine!

Dein Posting ist leider ziemlich "schwarzweiss" und unreflektiert. Ein Kind gewaltfrei zu erziehen, bedeutet noch lange nicht, dass man entweder alles durchgehen bzw. sich gefallen lässt oder andererseits alles "am Tisch" (oder wo auch immer) ausdiskutiert und schriftlich festhält- um das Kind anschliessend lieb zu BITTEN, sich zu benehmen #augen. Regeln und deutliche Grenzen sind für Kinder absolut wichtig, damit sie eine Orientierung haben, "wohin es im Leben geht" und wissen, woran sie sind. Gewalt, egal ob physisch oder psychisch, ist absolut daneben und ein Zeichen von Schwäche seitens der Eltern! Wie tief muss ich denn als Mutter (oder Vater) sinken, damit ich meinem Kind halbwegs guten Gewissens eine Ohrfeige verpassen "darf", wenn es sich nicht "benimmt" #schock :-[ :-%?!?! Mit ein bißchen Einfühlungsvermögen und gesundem Menschenverstand sollte es Erwachsenen möglich sein, ihren Kindern von Geburt an so zu begegnen, dass Gewalt überhaupt keine Rolle spielt. Einen Zweijährigen zu schlagen (nein, ihm natürlich "nur" einen "Klaps" zu geben), weil er seine Grenzen testet und nach seiner Mutter haut? Werde ich hoffentlich nicht nötig haben (hatte ich in all' den Jahren mit Neffen, Nichten, Tageskindern und generell im Job nie), sondern über die erforderliche Kompetenz und das nötige Einfühlungsvermögen verfügen, meinem Kind auf andere Weise deutlich zu machen, was okay ist und was definitiv nicht. Bisher hat ein deutliches "NEIN!" als Signal für "Bis hierhin und nicht weiter" noch immer geholfen. Wenn ein 6jähriges Kind in der Öffentlichkeit nach seinen Eltern schlägt, hat nicht das Kind etwas falsch gemacht, sondern eindeutig die Eltern in den sechs Jahren Erziehung! Das zeigt doch allein das Verhalten der Mutter- die resigniert und nichts tut, wie wahrscheinlich schon so oft vorher. Wenn das Kind nicht "zur Abwechslung mal" eine Ohrfeige oder einen bedeutungslosen Klaps bekommen hat...

...bin immer wieder entsetzt, wie leichtfertig so viele Menschen mit dem Thema Kindesmisshandlung umgehen #schock #schmoll!

Viele Grüße von

Kathrin & #ei,

die Dir wünscht, dass Du Dein Kind sooo lieb haben wirst und Dich sooo gut in seine Lage versetzen kannst, dass Du nie auf die Idee kommst, ihm auch "nur" einen Klaps zu geben #blume! Toi,toi,toi #pro!

Beitrag von bine1979 23.03.06 - 10:12 Uhr

Danke...

ich glaube ich habe mit diesem Thema ein recht heißes Pflaster angesprochen...#kratz
..es ist ein sehr schmaler Pfad zwischen denen, die einen Klaps schon als Misshandlung ansehen und denen, die denken, dass ein Klaps (oder mal was auf die Finger) garantiert nicht schadet...

Nochmal zur Verdeutlichung meines Standpunktes:
...mich hatte die Erlebte Szenerie erschüttert.. und dann noch der Newsletter, der sagt, dass ein Klaps schon Misshandlung wäre.. Ich werde mein Kind nicht mit dem Vorsatz großziehen, Gewalt anwenden zu wollen... (Gewalt nenne ich Prügel o.ä.)
Die Klapse verursachen ja keine Schmerzen (sollten sie zumindest nicht) aber wirkungsvolle Schrecken...
...doch meist reicht wahrscheinlich wirklich schon ein strenger Ton und die passende Mimik.

Beitrag von skosi 23.03.06 - 10:40 Uhr

KATHRIN *FREU*

Was seh ich denn da???? Mensch das freut mich wahnsinnig für Euch. Hab immer mal nach Beiträgen von Dir gesucht, aber ich bin so selten online, dass ich die bestimmt verpasst habe.

Alles, alles Liebe und Gute für die Schwangerschaft. Ich drück Dich virtuell

LG
Simone mit Emily

Beitrag von kleine1102 24.03.06 - 14:19 Uhr

Hallo Simone!


Vielen Dank, ist total lieb von Dir #freu! Ja, es hat auch bei uns nach langem Warten endlich geklappt und wir sind natürlich total happy #huepf.

Wünsche Euch und Eurer kleinen Maus #baby auch alles Gute #blume!

Lieben Gruß #sonne,

Kathrin & #ei

PS: Kann mir gut vorstellen, dass Du nicht (mehr) so oft online bist #schrei #flasche ;-)!

Beitrag von glizza 23.03.06 - 09:47 Uhr

Sorry, aber dazu fällt mir absolut nichts mehr ein ...

Ich denke dass das Verhalten des Kindes zu großen Teilen aus meiner Erziehung resultiert, und wenn es zu einem Eklat kommt, so ist nicht das Kind daran Schuld, sondern ich muss überlegen wo vielleicht etwas schief gelaufen ist ...

Die erhobene Hand ist immer das Argument das angebracht wird wenn die Worte ausgehen ...

Vor allem wenn Du geschlagen wurdest ... wie hast Du Dich gefühlt???? Soll Dein Kind das auch fühlen .. ???

Beitrag von bine1979 23.03.06 - 09:59 Uhr

#kratz*pfff* Geschlagen... hört sich so Brutal an..

...mir ist nicht der Kopf weggeflogen... es war, wenn ich mich noch recht erinnere ein leichtes Ziehen und der Schreck... und es hat mir rechtmäßig gehört...#schmoll
Die Eltern können nicht immer was dafür (meistens, aber nicht immer)
... auch das Umfeld (z.B. im Kindergarten, Schule) spielt eine große Rolle.. die Kinder tauschen sich ja auch untereinander aus..

Beitrag von glizza 24.03.06 - 10:10 Uhr

aber dennoch bin ich der meinung dass es nicht nötig ist zu - nenn' es wie du willst - schlagen, klapsen oder ähnlich .. ich denke dass man mir reden und erklären viel mehr erreicht ...

ich glaube das selbst ein "klaps" den stolz und das selbstwertgefühl eines kindes schädigen kann .. abgesehen davon, dass es weh tut ... und schmerz (egal ob psychisch oder physisch) erklärt keine fehler ..

LG! simone

Beitrag von ilva_aruna 23.03.06 - 10:01 Uhr

wenn ich von jedem ne ohrfeige bekommen würde wenn ich mich mal daneben benehme dann prost mahlzeit.
dann hätte ich nichts mehr zum lachen ;-)

gruß, iva et+5

Beitrag von knitschie 23.03.06 - 10:24 Uhr

sorry katrin, so gut wie ich deine einstellung verstehe und auch vertrete übertreibst du leicht das wort kindesmisshandlung hier mit anzubringen. es ging in dieser disskussion doch hoffentlich nicht um schläge, sondern (so habe ich es zumindest verstanden, sonst wäre ich entsetzt) um einen klaps auf den pops. einen klaps definiere ich so, da man einen "leichten Stubs "auf den pops gibt ohne das das kind einen roten oder blauen felck bekommt und weinen muss. aber wie gesagt so definiere ich das. ich selbst bin auch komplett gegen gewalt in der familie. aber wie ich oben schon beschrieben habe, hat meine kind mit ca. 2 jahren auch so ca. 2-3 mal einen klaps bekommen "müssen", weil eben leider meinen "Nein" nicht ausgereicht hatte. das eine mal war ich beim kochen und laura fasste nach oben an den herd und beim 3. mal nein klappte es auch nicht also gab ich ihr einen klaps. sie liess vom herd ab, weinte nicht und war auch so nicht "geschädigt". ein anderes mal war es an einer strasse, wo sie auch nicht hörte auf mein klares deutliches energisches nein. mir tat es es sehr leid, aber trotz allem bin ich überzeugt davon in diesen situationen für mich und meine tochter richtig gehandelt zu haben. heute bespreche ich alles mit meiner tochter und erkläre ihr wenn mit etwas nicht gefält und wir haben klare grenzen. ich erziehe meine tochter heute nach dem motto "kinder lernen aus den <Folgen". Das ist zwar häufig zeitaufwenidig und manchmal könnt ich nachhelfen;-) aber auf dauer zahlt es sich aus.
aber wie gesagt gleich von kindesmisshandlung zu sprechen, finde ich hier vielen eltern unangebracht und übertrieben.

Beitrag von miromasa 23.03.06 - 10:33 Uhr

Huhu,
also ich bin ganz anderer Meinung. Auch Klapse können schaden. Sie bringen nämlich genau das zum Ausdruck, was z.B. an Schulen zu Gewalt führt, und nicht die gewaltfreie Erziehung. Die erleben nämlich nach wie vor nur sehr wenige Kinder.
Aber was lernt meint durch einen Klaps: ich habe was falsch gemacht, und er Stärkere( meine Eltern) wenden ihre Kraft und Macht an, wenn sie nicht weiter wissen. Das funktioniert ja prima, ich fühle mich Scheiße. Und damit geht es los, wenn aus den Kleinen größere werden, werden sie auch schnell jemand schwächeren findenn, an dem man das schon mal üben kann. Und nicht umsonst wenden Eltern, die so erzogen wurden, geanu diese Prinzipien an. Sie haben es ja selber nicht anders erfahren.
Ich bin nie geschlagen worden, auch kein klaps und auch in der Famile meines Mannes nie(5 Kinder). Und aus allen ist seeeehr ordentlich was geworden. Es hat also nicht geschadet, oder vielleicht gerade deshalb.
Wie soll ich sonst vermitteln, das niemand das Recht hat, jemand anderem weh zu tun, auch wenn der 20x stärker ist.
Wie will ich vermitteln, was Respekt ist.- Wir respektieren unsere Eltern sehr und haben nie unsere Eltern geschlagen und alle Kinder in der Verwandschaft genauso. Da schlägt auch kein Kind den Erwachsenen. Klar, kann man mnal die Fassung verlieren. Ich will da keinen verurteilen, aber es sollte eine extreme Ausnahme sein. Man macht es damit ja auch einfacher, man reagiert über, aber die klare ERziehung sollte nicht hintendran bleiben. Es ist schwieriger sic h was zu überlegen, nachzudenken, als drauflos zu agiern, manchmal in blinder Wut. Es ist in dem Augenblick schon Überforderung, sonst wüßte ich ja was besseres, als zu "Klapsen" oder mehr.
Und wo sind die Grenzen?
Und ich rede nicht vin Theorie, falls jezt die Gedanken kommen, die soll mal erst selber ihr KInd....
Wir haben kIinder, von meinem Mann, und die sind nicht einfach. Ihre Mutter ist total überfordert und gibt Klapse... Wir nicht. Tja, und wo klappt das mit dem Hören besser? Bei uns!
Das einem das ein oder andere Geschadet hat, wird mann nie selber beurteilen können, denn man hat es ja nicht anders erfahren. Aber das es an den Schulen und in Deutschland merh Gewalt gibt durch gewaltfreie ERziehung ist Quatsch. Dazu ngibt es viele Zahlen. Da haben andere Ursache viel zu suchen, aber nicht der Lehrer ohne Rohrstock.
Im Mitelalter wurden Kinder, die nicht parierten Hungern lasssen, ausgesetzt, totgeschlagen. War auch Jahrhunderte Lang die Methode der Wahl. Warum nicht zurück dazu, rechtlose KInder sind viel williger. Da kann man auch leichter Leibeigene draus machen... Und kann denken, hat ja mir nicht geschadet.#kratz

Denk mal nach....
LG, Sabine

Beitrag von mara299 23.03.06 - 10:22 Uhr

Sorry, aber dir hat man dann wohl schon einen "Klaps" zu viel verpasst und da ist nicht mehr genug Verstand übrig geblieben um zu sehen das es für das kind eine Erniedrigung ist ... egal ob Klaps, Ohrfeige oder einfach nur anschreien !
Und, das nur nebenbei, sogar mit einem Klaps macht man sich Strafbar ! Mit Recht !

Das die Kinder nicht schlauer werden, immer gewaltbereiter und einfach nur frech liegt an Menschen wie dir die sagen das solche Erniedrigungen ok sind !

Erziehung beginnt schon sehr früh und wenn man das versteht und weiß und sich darauf einstellt dem Kind von Anfang an feste Regeln zu zeigen und ihm die verständlich zu machen NICHT MIT / DURCH ERNIEDRIGUNG, dann würde es ganz anders aussehen.

Dein Kind tut mir jetzt schon leid.

Mara

Beitrag von skosi 23.03.06 - 10:34 Uhr

Hallo Bine,

ich schließe mich vollkommen an. Ich fands damals total übertrieben, als man Verona Pooth durch die Presse gezogen hat, weil sie zugibt ihrem San Diego mal einen Klapps zu geben wenn er nicht hört.

Ich finde das okay. Und wenn die Kiddies mal einen auf den Hintern bekommen, haben sie bis zu einem bestimmten Alter ja auch noch Windeln um und merken das eh nicht. Es soll ja der Schreck helfen und nicht, dass es weh tut. Und ins Gesicht schlagen würde ich auch nicht, aber ein Klapps auf die Finger find ich okay.

LG
Simone mit Emily (*10.01.06)

Beitrag von picard 23.03.06 - 10:42 Uhr

Hallo,
mit dem Klaps auf den Po gibt es ein ziemliches Problem. Beim ersten zweiten und dritten Mal erschrickt das Kind und reagiert entsprechend. Irgendwann merkt es dann, dass es eigentlich nicht weh tut und lacht dich aus. Und was machst Du dann? Fester zuschlagen?
Wenn du deinem Kind nicht ohne Schläge klarmachen kannst, dass es etwas nicht darf und Regeln und Grenzen einzuhalten sind, dann liegt der Fehler nicht beim Kind, sondern bei Dir.
In unserer Familie wurden alle Kinder gewaltfrei erzogen und keiner hat sich je über deren Benehmen beschwert im Gegenteil. Natürlich hatten alle ihre Trotzphasen und waren nicht immer nett, aber das ist doch wohl normal.
MfG
Claudia

Beitrag von tjock 23.03.06 - 10:41 Uhr

Hej!
Also - sorry - wenn ich sowas lese, geht mir die Hutschnur hoch.
Ich bin als Kind auch geschlagen worden und aus mir ist zum Glück trotzdem was geworden. Gerade deswegen (!!) werde ich meine Kinder nicht schlagen (es fällt nicht immer leicht, aber es klappt). Die Gefühle, die Schläge in mir erzeugt haben, will ich meinen Kindern nicht zumuten! Und das allerletzte ist für mich die althergebrachte Ohrfeige! Davon mal abgesehen, daß das auch zu ernsthaften Verletzungen führen kann.
Es gibt so viele vernünftige Methoden, Kinder ohne Schläge aber mit Konsequenz zu erziehen, die sollten auch genutzt werden. Auch ich bin nur ein Mensch und verliere schonmal die Beherrschung, aber nie, nie, nie würde ich eines meiner Kinder schlagen! Lieber gehe ich dann aus dem Zimmer und trete irgendwo gegen, als daß ich meine Kinder anrühre.
So, mußte mal raus!
Silke

Beitrag von darkness_diva 23.03.06 - 11:06 Uhr

Hallo,

ich finde es wird heutzutage viel Übertrieben,
jeder hat andere Erziehungsmethoden und ich finde
wie man es macht muss jeder selber wissen und verantworten können;-)


Allerdings finde ich das zwischen Klapps und verprügeln
Welten liegen ;-)Lasst doch jedem so wie er will :-D

JAAAAA bevor komische Antworten kommen,
ich halte nichts davon wenn Eltern Ihre Kinder Verprügeln oder sonstige Gewalt ausüben...aber nen Klaps?! ;-)

LG




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