war's das jetzt? (lang, sinnlos?)

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von lieber schwarz 23.03.06 - 10:22 Uhr

Hallo,

ich glaub, meine Ehe endet gerade. :(

Mal ein kurzer Steckbrief:
* Zusammen seit 1997
* Zusammengezogen 2000 (beide aus den Elternhäusern)
* Geheiratet 2002
* Kind 2004 #freu
* Es hat immer mal wieder gehakt, weil ich mich irgendwann zurückgezogen habe (bin etwas introvertiert) und mich nicht genug um meine Frau gekümmert habe. Sie hat vorher wohl kleine Andeutungen gemacht, aber ich hab's nicht gemerkt. Als es (fast) zu spät war, hat sie die große Keule rausgeholt... #kratz Ich hab sie bisher immer wieder überzeugt, weiterzumachen. Mir würde es allerdings auch helfen, wenn sie mal Alarm schlägt, bevor es (fast) zu spät ist.
* Seit einiger Zeit will sie via Inet nen Seitensprung (meint aber, sie hat sowieso keinen mum dazu) :-[, wg. der sexuelle erfahrung, weil wir beide wenig haben - ich hab ihr gesagt, wenn es wirklich soweit kommt, weiß ich nicht wie ich reagieren werde. Bei freenet kann man übrigens im Profil angeben, ob man einen einen Seitensprung sucht! #schock - einfacher geht's nimmer!
* wir gehen beide arbeiten (ich vollzeit, sie 24h)
* wir sind ende feb umgezogen, seitdem schläft sie im wohnzimmer. ich dachte zunächst, weil ich schnarche und der sohn krank ist und im ehebett schläft, aber inzwischen wohl auch, weil sie nicht mehr bei mir sein mag

Aktuelle Anklagepunkte sind:
* Ich kümmere mich nur um unseren Sohn, nicht um sie, also was soll sie noch hier
* sie ist eine schlechte mutter, "sagen ja alle" (häh???)
* wenn sie mit dem kleinen allein ist, packt sie trotzdem den haushalt, ich aber nicht

bis auf 2. stimmt das momentan leider (2. ist quatsch, auch wenn ich wohl momentan die größere bezugsperson für ihn bin), aber 1. kann ich ja ändern und an 3. arbeiten

aber leider ist 1. ja unser alt bekanntes muster. und sie meint, das bringt nichts mehr. heute schreibt sie mir eine sms, dass sie schon "vor einiger zeit" alles aufgegeben hätte. vielleicht hat sie ja schon einen anderen... ansonsten zieht sie sooo einen flunsch, wenn ich da bin, antwortet kaum, es sei denn es geht um die wohnung oder den kleinen, oder mit aggressivem unterton...

und ich? ich weiß nicht, ob ich noch will oder nicht. ob ich sie noch liebe. ist es besser zu kämpfen oder mit 30 nochmal neu anzufangen? ist sie überhaupt noch zu zurückzugewinnen? Wie soll es weitergehen?

sie fragt, was es bringen soll, es ändere sich ja doch nichts. was soll ich ihr nur antworten? (eher retorische frage)

wer kennt ähnliches?

Beitrag von anyca 23.03.06 - 10:32 Uhr

Leider läuft das oft so - Mann nimmt die Beschwerden der Frau erst ernst, wenn sie sich trennen will. Was für Dich "kleine Andeutungen" waren, die Du "nicht bemerkt" hast, war für sie vermutlich ein jahrelanger zermürbender Kampf, den sie jetzt aufgegeben hat.

Du könntest ihr evtl. eine Paartherapie vorschlagen - aber wenn sie wirklich schon aufgegeben hat, ist auch das wohl zu spät ... :-(

Beitrag von lieber schwarz 23.03.06 - 10:43 Uhr

Hilfe von außen wollte sie früher auch nicht. glaube kaum, dass sie sie jetzt will.

ansonsten: zu sowas gehören immer 2. ich möchte meinen part hier nicht runterspielen, aber so einfach ist es ja auch nicht. Ich fände es z.B. gut, wenn statt bei einer Bemerkung einem 3. gegenüber "der sagt ja nix" lieber ein direktes "hör mal, Du bist so ruhig und redest so wenig mit mir. Ich fühle mich nicht genügend beachtet! Ich mach das nicht mehr lange mit" und dabei in die Augen schauen - ist doch eindeutig verständlicher - auch für einen doofen mann, oder? vorallem wenn man weiß, dass die gefahr besteht...

wie gesagt, dass soll jetzt kein schuld verteilen sein...

Beitrag von kenn ich 23.03.06 - 11:43 Uhr

Ich wills kurz halten.
Erst habe ich gar nichts gesagt.
Nach Jahren Andeutungen gemacht.
Dann wurde ich deutlich, sehr deutlich.
Es waren nur wenige Sachen, die mich gestört haben, die aber immer unerträglicher wurden und das habe ich auch so gesagt.
Nach wiederum einigen Jahren kam ich an einen Punkt, da wollte und konnte ich nicht mehr. Ich hab gesagt, ich mache Schluß, endgültig.
Da kam "Ach, ich habe das alles nicht so ernst genommen"
Ich habe jahrelang gelitten und der Herr hats einfach nicht ernst genommen!
Da wollte er noch eine Chance, dabei hatte er jahrelang immer wieder Chancen bekommen, was zu ändern.
Zu dem Zeitpunkt war ich aber soweit, dass keine positiven Gefühle mehr da waren, ich hätte nicht mehr zurück gekonnt, selbst wenn ich gewollt hätte.
Kann es sein, dass du deine Frau und ihre Signale auch nicht ernst genug genommen hast?
Wenn ja, dann kann es gut sein, dass du vor dem Aus stehst.