Muss ich etwas zurückzahlen???

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von engel62 23.03.06 - 10:40 Uhr

Mein Vater gestand mir gestern, dass er seit Jahren eine Haushaltshilfe in der Steuererklärung angibt, die er aber nicht hat. Vorgestern wurde er v. Finanzamt gefragt, wer das sei und er hat mich angegeben. Im Jahr "zahlt" er 624 Euro an "mich". Jetzt meine Frage: ich habe bis Dezember Arbeitslosengeld von der ARGE bekommen und im Dezember einen Job angefangen, bei dem ich auch vereidigt wurde. Ich wurde gefragt, ob ich nebenbei was mache und habe verneint. Was ja auch stimmt! Kann die ARGE rückwirkend Geld zurückfordern und wie sieht das mit der Vereidigung aus???? Bin stinksauer auf meinen Vater!!!!!!!!!:-[

Beitrag von junimond.1969 23.03.06 - 12:26 Uhr

Dein Vater ist ein Arsch! Sorry, aber echt! Damit er ein bisschen was spart (und um seine Steuerhinterziehung zu decken), setzt er Dich der Gefahr aus, des Sozialbetruges verdächtig zu sein und scheinbar zu Unrecht erhaltene Leistungen zurückzahlen zu müssen. Klar kann die ARGE zurückfordern, spätestens beim nächsten Datenabgeleich kommt es ans Licht, dass Du "beschäftigt" warst. Das kann sogar ggf. eine Anzeige wg. Ordnungswidrigkeit oder aber eine Strafanzeige zur Folge haben. Keine Panik, bei solchen Beträgen in aller Regel nicht, aber dennoch solltest Du Deinem Vater deutlich klar machen, wessen er Dich da ausgesetzt hat!

Wehr Dich.

Gruß
Christine

Beitrag von engel62 23.03.06 - 13:27 Uhr

Danke, Christine. Weißt du, ich bin echt total enttäuscht von meinem Vater!!! Uns hat er mal als Versicherungsbetrüger hingestellt, als wir nen Haftpflicht-Schaden über einen Freund laufen lassen wollten. Aber selbst so was drehen!!! Bin total sauer. hab auch Angst vor dem, was evt. kommen wird.

Beitrag von schnuffikatze 23.03.06 - 14:05 Uhr

Hallo,

erstmal musst du klären in welchen Jahren dein Vater diese Haushalthilfe angegeben hat. Dann für welches Jahr hat das Finanzamt nach dem Empfänger gefragt? Hat dein Vater dich mündlich oder schriftlich beim FA benannt? Sollte dies mündlich geschehen sein, kann er sich ja versprochen haben. Dann sollte er den Fehler schriftlich berichtigen. Wenn es Jahre betrifft in denen du kein ALG bezogen hast, nicht so schlimm, dann wird evtl. deine Steuererklärung berichtigt. Du darfst jedoch bis € 410 steuerfrei hinzuverdienen, wenn du sonst nur Lohn/Gehalt bezogen hast, den Rest musst du versteuern und die Steuer soll dein Vater gleich mal zahlen. Außerdem ist fraglich, ob sich diese Haushalthilfe bei deinem Vater überhaupt steuerlich ausgewirkt hat, dass geht nur in seltenen Ausnahmefällen. Evtl. sollte er die Steuererklärung, die dir zum Verhängnis werden könnte nochmal korrigieren und die Ausgaben ganz herausnehmen. Wenn es die Erklärung für 2005 ist und die vorgestern erst angefragt haben, dann ist die Bearbeitung noch nicht abgeschlossen und somit noch alles offen.

Meld dich mal, wies ausgegangen ist.

Liebe Grüße

Annett

Beitrag von engel62 23.03.06 - 16:42 Uhr

Er meinte zu mir, er wurde noch nie gefragt, wer das macht. Als man ihn jetzt danach fragte, sei er so perplex gewesen, dass er spontan sagte: meine Tochter. Dann wurde er nach Namen und Adresse gefragt und er schrieb es ihnen auf. Ich vermute mal, dass er das schon seit einigen Jahren so angibt, denn seit 11 Jahren ist meine Mutter tot und er ist seitdem alleine. Ich habe seit Okt. 2003 ALG bezogen und wie oben schon erwähnt, seit Dez. 06 endlich Arbeit gefunden. Habe noch nie ne Steuererklärung abgegeben, weil ich immer zuhause bei den Kindern war, bis ich mich getrennt habe.