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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ronja_one 24.03.06 - 07:36 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

gestern war ich bei dem schönen Wetter in der Stadt spazieren.
Es ist kaum zu glauben, wieviele Kinderwagen einem da begegnen ;-)

Aber oft werde ich auch ganz traurig, weil viele Kinderwagen von den Omas geschoben werden. Meine Mutter wird den Kinderwagen nie schieben können, weil sie vor fast zwei Jahren gestorben ist. Sie wollte so gerne Oma werden...
Ich habe ja gewusst, dass durch die Schwangerschaft und die Geburt vieles an Trauer wieder hochkommen wird, aber manchmal ist es nicht auszuhalten. Könnt Ihr Euch vorstellen wie neidisch ich auf die Mutter-/Tochter-Gespanne schaue und die Tränen manchmal nicht zurückhalten kann? Beim Einkaufen für´s Baby habe ich oft ähnliches erlebt. Was hätten wir beide für einen Spass gehabt...
Ich versuche mir gerade einzureden, dass meine Mom den Kinderwagen immer schieben wird, weil sie in meinem Herzen ist. Aber trösten tut das nicht wirklich...

Danke für´s Zuhören.

Ronja (37. SSW)

Beitrag von babyonboard2 24.03.06 - 07:42 Uhr

Oh man Engel lass dich mal ganz ganz fest#liebdrueck !

Mein Vater ist vor ein paar Jahren auch gestorben und erst vor ein paar Tagen hatte ich das Thema auch. Er wird nie sein Enkelkind sehen und hat auch nicht seinen Schwiegersohn kennengelernt. Ich finde das so traurig und könnte in letzter Zeit ständig heulen wenn ich nur daran denke.
Ich vermisse meinen Vater auch so und mein größter Wunsch wäre es ihn nocheinmal zu sehen bzw. ihn zu hören und das er mir nochmal sagt das alles okay ist.
Oh man und das am frühen morgen! Jetzt sitz ich da und heule. Aber ich weiß was du meinst und versteh dich da total.

Lass den Kopf nicht hängen. Mach ich auch nicht.

Alles alles liebe und wisch dir die Tränen weg !

Corinna 30. SSW

Beitrag von ronja_one 24.03.06 - 07:54 Uhr

Hallo Corinna,

wenn das mit dem Wegwischen was bringen würde!
Die Tränen kommen immer wieder :-(

Na, ich habe wenigstens den Vorteil, dass meine Mom ihren Schwiegersohn lange kennen durfte und bei ihrem Tod wusste, dass er immer für mich da sein wird. Ich lass den Kopf ganz bestimmt nicht hängen, aber manchmal wird man einfach davon überrollt. Das kennst Du selber bestimmt nur zu gut. Ich darf gar nicht daran denken, dass mein Papa den Kleinen gucken kommt - ohne Mom...

Es tut mir sehr leid, dass Du mich nur zu gut verstehen kannst. Ich wünsch Dir viel Kraft.

Danke!

Ronja

Beitrag von babyonboard2 24.03.06 - 08:01 Uhr

Ich weiß, mir kommen bei dem Thema immer die Tränen und sie sind schwer zum wegwischen, doch es wird auch nicht besser. Schlimm ist es wenn du denkst er läuft vor dir und da steht er! Wenn du denkst vielleicht ist ja doch noch da. Am liebsten würde man die Zeit nochmal zurückdrehen.
Meine Schwester heiratet an meinem ET und ich denke da wird bestimmt nur geheuelt. Ich finde es so schlimm das er bei unseren größten Ereignissen im Leben nicht dabei sein kann. Doch ich weiß das er mich sehr geliebt hat und das er meinen Freund bestimmt gemocht hätte, denn er ist wie mein Vater. Das ist manchmal richtig schlimm. Wenn ich sehe wie er ne Zigarette hält oder wie er riecht.
Ich bedauer es so sehr das er ihn nie kennenlernen wird. Oh man ist das alles scheiße.

Beitrag von bloomy 24.03.06 - 07:51 Uhr

Hallo,

ich bin zwar noch gar nicht schwanger, aber kann durchaus verstehen, was du fühlst.

Mein Vater ist vor einem Jahr gestorben, nach einer langen Krankheit. Ich hatte mir immer gewünscht, dass er mich bei meiner Hochzeit noch zum Altar bringen kann und dass er seine Enkelkinder noch kennen lernt. Wenigstens hat er seinen Urenkel noch kennen gelernt. UNd dieses Leuchten in seinen Augen, wenn Luca da war, das hätte ich so gerne bei ihm gesehen, wenn ich mal Mutter bin.

Meiner Mutter ist auch nicht mehr die Jüngste und sie wünscht sich so sehr noch ein Enkelkind (meine beiden Nichten sind genauso alt wie ich, weil ich ein Nachzügler war).
Ich bete fast schon, dass ich nun wenigstens ihr noch schnell die Freude bereiten kann, noch einmal ein kleines Enkelchen und eine Aufgabe zu haben, da sie nun ja auch alleine ist.

Fühl dich mal ordentlich durchgeflauscht von mir.

Liebe Grüße

Vanessa

Beitrag von ronja_one 24.03.06 - 07:58 Uhr

Hallo Vanessa,

auch meine Mom ist nach langer Krankheit (Krebs) gestorben. Fünf Jahre Quälerei umsonst. Sie war erst 52 Jahre alt.
Sie hätte sicher noch vieles mit Ihrem Enkel unternommen und mit ihm jede Menge Spass gehabt (*träum*).

Danke für´s "Durchflauschen" ;-)

Ronja

Beitrag von xxmiaxx 24.03.06 - 08:08 Uhr

Hallo Ronja,

deine Nachricht hat mich sehr bewegt und mir stehen Tränen in den Augen. Laß dich mal ganz fest drücken #liebdrueck

Ich möchte dir sagen, daß deine Mutter wirklich noch bei dir ist, auch wenn du sie nicht sehen kannst. Sie weiß, daß du schwanger bist und freut sich bestimmt mit dir! Vor ein paar Monaten ist meine Oma gestorben und am nächsten Tag hatte meine Mutter ein Erlebnis, das wirlich nur darauf schließen läßt, daß mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Ein Buch fiel vor ihren Augen aus dem Regal - sie stand etwa 2 m davon entfernt. Das Buch war nicht irgendwo wackelig am Anfang, nein es stand richtig zwischen den anderen Büchern und kann von alleine gar nicht rausfallen. Sie bückte sich dann danach und der Titel des Buches lautet: "Trotz allem glücklich sein" Das hat uns allen gezeigt, daß Oma wirklich noch unter uns ist, daß sie alles mitbekommt, unsere Trauer, unsere Freude. Bisher hatte ich immer nur gehofft, daß es nach dem Tod irgendwie weitergeht, war mir aber nie sicher und hatte ehrlichgesagt auch manchmal Zweifel. Aber jetzt kann ich wirklich 100%ig sagen, daß da noch was ist, und daß wir unsere Lieben nicht verlieren, daß sie trotzdem noch bei uns sind. Das war das bisher schönste und bedeutenste Ereignis in meinem Leben und ich bin meiner Oma so dankbar dafür.
Ich würde mich freuen, wenn dir das ein klein wenig hilft. #blume

Sei ganz lieb gegrüßt
Mia (ET + 2)

Beitrag von engel.73 24.03.06 - 08:13 Uhr

hallo Ronja,
Mir geht es wie Dir.
Mein vater ist vor 2 Jahren (mit 59 Jahren) ganz plötzlich gestorben #heul.
Ich habe schon eine Tochter die jetzt 10 ist und sie war für ihn das ein und alles. Er hat ihr jeden Wunsch von den Augen abgelesen und wenn er sie mal nicht sehen konnte dann hat er sie angerufen.
Jetzt bekomme ich im Oktober mein zweites Baby und es tut so sehr weh das er es nicht mit erlebt!
Als mein Schwangerschafsttest postiv war bin ich gleich zu ihm ans Grab gegangen und habe ihm das als erstes erzählt.
Ich rede mir auch immer ein das er es mitbekommt da er im Herzen weiter lebt.

Beitrag von whiteangel288 24.03.06 - 08:16 Uhr

Liebe Ronja,

ich habe -zum Glück- noch meinen Papa und auch noch meine Mama, aber meinen Opa habe ich auch nie kennen gelernt.
Er starb 3 Jahre bevor ich geboren wurde. aber soll ich dir was sagen? Er ist mein Schutzengel!!
Vor ein paar Jahren hatte ich einen seltsamen Traum. Ich hatte grade eine schwierige Phase und mein Opa ist mir im Traum erschienen. So richtig aus dem weißen Licht getreten und hat zu mir gesagt: "Hallo mein Schatz, auch wenn du mich nicht sehen kannst, ich bin immer für dich da!" Er sah genauso aus wie auf Bildern und auf Videos.
Ich habe eine sehr starke Bindung zu ihm, auch wenn ich ihn nie kennen gelernt habe und der Traum hat mir bewiesen das es etwas zwischen Himmel und Erde gibt was wir einfach nicht verstehen sollen, aber es ist trotzdem da.

Deine Mama ist immer bei dir!! IMMER
und sie wird so stolz auf dich und ihr Enkelkind sein!
Auch wenn du sie nicht mehr sehen kannst, sie ist immer da!

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute #liebe

Beitrag von badmouse 24.03.06 - 08:16 Uhr

ach lass dich mal fest knuddeln ...

wir haben hier leider auch so ein problem. allerdings die mutter meines mannes.
sie hat mich nie kennengelernt und wird ihr erstes enkelkind auch nicht kennenlernen.
noch dazu ist seine ganze familie mittlerweile zerstritten. seine eigene schwester redet aus sturheit nicht mit ihm usw.
ich hoffe, dass vielleicht durch das kleine ein annährungsversuch leichter wird.

Aber deinen Gedanken finde ich toll - sie wird immer dabei sein! IMMER.

So denke ich mirs auch, ich kannte seine Mum zwar nie, aber trotzdem ist sie für mich irgendwie da.

Alles liebe für Euch

Beitrag von wichtelchen 24.03.06 - 09:00 Uhr

Guten Morgen!

Ich kann dich auch sehr gut verstehen. Mein Vater ist vor 2 1/2 Jahren nach sehr kurzer Krankheit gestorben und das macht mir, nachdem ich glaubte ich hab es halbwegs überwunden, doch wieder sehr zu schaffen. Denn unser Baby wird nie einen Großvater haben, da der Vater meines Mannes auch nicht mehr lebt. Aber ich weiß eines, dass er sicher immer bei mir ist. Komisch ist auch, dass der ET einem Tag nach seinem Todestag und 5 Tage vor seinem Geburtstag liegt. Es war für mich, als ich erfahren habe, dass wir Nachwuchs bekommen, schon irgendwie ein Zeichen.

LG Wichtel + #baby Zwerg (16+2)

Beitrag von pethead 24.03.06 - 09:25 Uhr

Liebe Ronja,

ich kann dich sooo gut verstehen! Im Juli 2004, nur sechs Wochen vor unserer Hochzeit, starb ganz plötzlich und völlig unerwartet mein Papa. Das war einfach unglaublich und total traumatisch für alle von uns. Er hatte sich so sehr Enkelkinder gewünscht und hatte eigentlich auch schon damit abgeschlossen, sagte meine Mutter mir letztens noch. Er hatte auch schon fast damit abgeschlossen, eines seiner Kinder heiraten zu sehen. Und so ist es dann letztendlich auch gekommen... Das ist so schrecklich!

Und als wäre das nicht schon schlimm genug ist meine Oma vor zwei Wochen nach kurzer Krankheit auch relativ plötzlich gestorben. Sieben Wochen vor der Geburt ihres ersten Urenkels, auf den sie sich so sehr gefreut hatte.

Mir geht es auch nicht so gut im Moment und ich denke auch, dass nach der Geburt das alles so richtig nochmal hochkommen wird. Irgendwie liegen die schlimmen und die schönen Dinge in den letzten Jahren bei uns nah beeinander: Hochzeiten, Geburten, Todesfälle...

Ich tröste mich aber auch mit dem Gedanken, dass mein Papa und meine Oma immer bei mir sind und auf mich und das Baby aufpassen.

Ganz liebe Grüße,
Julia (35+0)