Trennungsjahr, wenn man nur 1 Jahr verheiratet war?

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von honey74 24.03.06 - 10:18 Uhr

Hallo,

nach 1 Jahr Ehe hat mir mein "Noch-Ehemann" verkündet, dass er mich nicht mehr liebt und seit 3 Monaten ein Verhältnis zu ner anderen Frau hat und sie auch so sehr liebt, dass es für unsere Familie und Ehe kein Zurück mehr gibt. Also bin ich mit Kind aus unserem Haus ausgezogen und dennoch (was mir kaum einer glaubt), verstehen wir uns mittlerweile wieder ganz gut, der Kleinen zu Liebe. Nun wollen wir uns auch nur einen Scheidungsanwalt nehmen, weil wir uns mit Unterhalt /Haus usw. einig sind und keinen Rosenkrieg veranstalten möchten. Jetzt hat mir jemand gesagt, dass man das Trennungsjahr gar nicht einhalten muss, wenn man weniger als 2 Jahre verheiratet war. Stimmt das? Weiß das jemand von euch?

LG ANJA

Beitrag von evers001 24.03.06 - 10:50 Uhr

Moin, moin

da hat der jemand recht. Wenn man weniger als 2 Jahre verheiratet ist, braucht man kein Trennungsjahr einzuhalten. Ihr könnt also direkt zum Anwalt gehen und die Scheidung einreichen.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass alles gut geht.

Beitrag von maeuschen06 24.03.06 - 11:00 Uhr

Hallo,

entschuldige, aber das ist totaler Blödsinn. Jeder muss das Trennungsjahr einhalten, Ausnahmen gibt es nur sehr wenige (Mordversuch, massivste Gewalt).

Du musst das Jahr abwarten. Aber wenn ihr euch einigermaßen versteht, dann ist das doch auch ok.

lg

Beitrag von mikuhase 24.03.06 - 14:56 Uhr

"da hat der jemand recht. Wenn man weniger als 2 Jahre verheiratet ist, braucht man kein Trennungsjahr einzuhalten."

Ein Blick ins Gesetz beseitigt manchen Zweifel. evers001, ich würde Ihnen dringend raten, sich einmal den § 1565 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches näher anzusehen. Vielleicht werden Sie danach einsehen, daß Ihre Informationen schlichtweg Blödsinn sind.

§ 1565 Absatz 2 BGB:
"Leben die Ehegatten noch nicht ein Jahr getrennt, so kann die Ehe nur geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller aus Gründen, die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellen würde."

Jetzt kommen Sie aber bitte nicht mit dem Argument, hier würde eine unzumutbare Härte vorliegen.

Beitrag von livia_bln 25.03.06 - 01:34 Uhr

hallo anja....

das mit dem gemeinsamen anwalt würde ich mir sehr genau überlegen...

oft wird das von den ehemännern vorgeschlagen und es hört sich ja auch vernüftig an... eien umfassende beratung die alle deine rechte wahrnimmt, kann aber nur ein anwalt gewähren, der nur deine partei vertritt...

es liegt quasi in der natur der sache, dass er nicht beide seiten optimal beraten kann...

grüße

livia

Beitrag von honey74 27.03.06 - 08:03 Uhr

Danke für die Antwort. Keine Angst, wir brauchen wirklich nur 1 Anwalt. Darauf haben wir uns BEIDE geeinigt. Sobald du 2 nimmst, kostet das Erstens viel viel mehr und es liegt in der NATUR d. Anwälte, die jeweilig andere Partei zu zerfleischen. Habe ich persönlich in Familie und BEkanntenkreis erlebt. Um das finanzielle muss ich mir keine Gedanken machen, weil ich in der BEziehung mehr bekomme als mir eigentl. zustehen würde.

LG ANJA

Beitrag von pusteblume41 27.03.06 - 09:33 Uhr

Hallo,

ich wurde letzte Woche geschieden und wir hatten nur 1 Anwalt.

D. h. nur mein Ex hatte einen Anwalt. Ich selber nicht. Dieser Anwalt hat natürlich auch nur die Interessen meines Ex vertreten.

Da es aber nach anfänglichem Rosenkrieg und vielen Verletzungen nach drei Jahren des Getrenntlebens nichts mehr zu regeln gab, war das völlig o.k. Die Scheidung war nur noch Formsache. Mein Vorteil ist, dass ich nun lediglich die Gerichtskosten zu zahlen habe. Ansonsten wäre finanziell ganz schön was auf mich zugekommen.

Es kommt also immer auf den Einzelfall an, ob die anwaltliche Vertretung beider Parteien notwendig ist.

LG

Pusteblume

Beitrag von timolino 27.03.06 - 12:57 Uhr

Hi Anja,also ich hatte das gleiche Problem,wir haben geheiratet und kurz danach bekam er kalte füße und war weg.Aber,wir mußten das trennundsjahr einhalten!!!Obwohl wir noch nicht mal zusammen gewohnt hatten.Das Trennungsjahr hatte dann halt gleich begonnen und wir waren 8 Wochen nach dem 1.Jahr Ehe geschieden.

LG,Timolino;-)

Beitrag von 19jasmin80 29.03.06 - 14:03 Uhr

Hallo Anja!

Mein Exmann und ich waren bei der Trennung (im Jahr 2004) gerade einmal 7 Monate verheiratet und mussten gemäß Gesetz das Trennungsjahr einhalten, obwohl mein Mann und ich sofort die Scheidung wollten.

Das Trennungsjahr muss eingehalten werden!!!

Gruß
Jasmin

Beitrag von hefekuechlein 11.04.06 - 15:02 Uhr

komisch, in der CH muss man das nicht.. wenn beide einverstanden ist kann man die Scheidung sofort einleiten und nach ca. 8 monaten ist dann alles durch. Trennungsjahr gibts bei uns nur wenn sich einer von beiden sträubt.

ist das in Deutschland wirklich so kompliziert?? finde ich unfair, wo ist da der sinn...?

Beitrag von susannip75 23.04.14 - 07:29 Uhr

Trennungsjahr einhalten

Also dein Beitrag ist ja schon sehr lange her und du hast ja die Trennung und wahrscheinlich auch die Scheidung schon hinter dir. Aber das Trennungsjahr nicht einhalten geht auch nach so kurzer Ehedauer nicht. Das Trennungsjahr muss eingehalten werden. http://scheidung-online-kanzlei.de/trennungsjahr-nicht-einhalten.html. Außer es liegen besondere Umstände wie eine Härtefallscheidung vor.

Schnelle Scheidung

Um eine Scheidung schnell durchzuführen, gibt es aber schon einige Tipps. Tipps, um eine schnelle Scheidung zu erlangen findet man unter http://scheidung-online-kanzlei.de/schnelle-scheidung.html. Heute würde die Scheidung schnneller durchgeführt in eurem Fall. Denn seit der Familienrechtsreform vor einigen Jahren gehen die Scheidungen schnell, die unter 3 Jahre verheiratet waren. Es wird der Versorgungsausgleich nur noch auf Antrag durchgeführt.

Scheidungsdauer

Die Scheidungsdauer hätte sich in diesem Fall hier auch erheblich verkürzt. http://scheidung-online-kanzlei.de/scheidungsdauer.html. Denn der Versorgungsausgleich beansprucht die meiste Dauer für eine Scheidung.