Fruchtwasser Untersuchung...Gefahr fürs Baby ?????

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von thiare29 24.03.06 - 13:17 Uhr

hallo ihr lieben mit#schwanger

ich hab da mal eine frage, bin heute 11+2 und mein FA hat mir vor 2 woche gefragt ob ich die fruchtwasser untersuchung machen möchte (Downsymdrom risiko feststellen etc.) ich muss mich bis am 04.04. entscheiden,da habe ich mein 3ten termin beim FA.

gestern habe ich mit mein freund gesprochen und wollte wiessen was er davon haltet, ob ich es machen soll oder nicht.

er meinte wenn kein risiko besteht für das baby dann soll ich es machen lassen !
er hat schon eine 4 jährige tochter mit seine ex, er hat gesagt dass sie damal die untersuchung nicht gemacht hat weil sein FA gesagt hat dass es eine gefahr besteht dass das baby ein schaden davon bekommen könnte !

Meine Frage:
Stimmt das ? kann das baby durch diese Fruchtwasser untersuchung gefährdet sein, dass es mit eine behinderung auf die welt kommen kann ?????? #kratz
so hat es mein freund mir gesagt #augen

vielen dank für eure antworten #blume

liebe grüsse
thiare + würmlein 11+2 #huepf

Beitrag von bine3002 24.03.06 - 13:23 Uhr

Bei der Fruchtwasseruntersuchung wird eine Kanüle durch die Bauchdecke eingeführt und Fruchtwasser entnommen. Du mußt dir vorstellen, dass die Fruchtblase dein Baby rundum vor Einflüssen von aussen schützt, also auch vor Infektionen. Die Kanüle zerstört diese schützende Hülle. Es ist zwar nur ein kleines Loch, aber es ist ein Loch. Und durch dieses Loch können nun Keime eindringen, die dein Baby schädigen können.

Außerdem muss der Arzt vor der Punktion feststellen wie dein Baby liegt. Liegt es sehr ungünstig und trifft der Arzt dann auch nur einen Millimeter daneben, kann er das Baby mit der Nadel verletzen und auch das kann dein Baby schädigen oder sogar töten (wenn er beispielsweise das Gehirn trifft).

Die dritte Gefahr ist, dass es zu einem Hämatom kommen kann. Das ist ein Bluterguss im Bauchraum oder in der Gebärmutter und auch das kann eine Gefahr für das Baby darstellen.

Also ja, die Fruchtwasserunteruchung kann dein Baby schädigen und ich finde es nicht OK, dass der Arzt dich nicht VOR der Entscheidung darüber aufklärt.

Beitrag von orcanamu 24.03.06 - 13:43 Uhr

Ja, das stimmt. Google mal ein bißchen danach.

Ich war auch 30, als ich schwanger war, puh, schlag mich, aber ich glaube, das Risiko für´s Down-Syndrom lag bei 1:800 und das Risiko fürs Baby bei einer Fruchtwasseruntersuchung bei 1:300, ich hoffe, die Zahlen stimmen, ist ja schon 2 Jahre her ;-).

Daher habe ich natürlich keine Fruchtwasseruntersuchung gemacht (abgesehen davon musst Du Dir natürlich darüber im klaren sein: Willst Du dann wirklich abtreiben? Und was ist, wenn es andere Behinderungen hat, die vielleicht auftauchen wegen Geburtsproblemen?).

Hast Du von Deinem FA keine Info-Materialien erhalten? Da steht auch vieles drin!

Gruß
Simone

Beitrag von thiare29 24.03.06 - 14:09 Uhr


#danke für die viele Infos !

mein FA hat mir keine Info-Materialien gegeben, er hat mir nur gesagt ich soll mir überlegen ob ich diese untersuchung machen möchte...beim nächsten Termin würde er mir konkretes sagen (risikos etc.)

Ehrlich gesagt habe ich mich gegen die FWU entschieden!

habe gestern über das thema mit mein freund gesprochen, er ist dafür, aber eben, nur wenn es keine risiken bestehen.
er hat da eine krasse meinung, ich hab ihn gefragt was passieren würde wenn ich die FWU machen würde und was nicht stimmen würde...test positiv ?
er sagte, es sei härt aber er an meine stelle würde es abtreiben #schmoll, das kind werde sich später immer fragen warum es nicht sei wie die andern kinder und wird merken dass es anderst ist!

mir ist es egal was er machen würde, ich wird die FWU nicht machen...mein kind wird mit behinderung oder ohne von mir geliebt #liebe und so akzeptiert !!!

Liebe Grüsse
Thiare

Beitrag von orcanamu 24.03.06 - 14:15 Uhr

Hallo Thiare,

eine (finde ich) gute Entscheidung.
Dein Freund sollte sich wirklich damit auseinandersetzen, dass Euer Kind immer behindert sein kann. Um Himmels willen, natürlich wünscht sich das niemand, aber vielleicht ist es "nur" eine Fußfehlstellung oder schielen, aber das ist bestimmt genauso lebenswert wie mit Down-Syndrom.

Aber das ist immer eine schwierige Sache. Ich hätte auch kein DS-Kind abtreiben können und damit war die Entscheidung schon gefallen. Hoffen wir einfach, dass unsere Kinder gesund sind! #liebdrueck

Simone mit Alexander (21 Monate) und #ei (40. SSW)

Beitrag von elfe1303 24.03.06 - 13:29 Uhr

Hallo Du,

ich war vergangene Woche bei der FWU.
Wir haben uns aufgrund meines Alters (38) dafür entschieden.
Mein FA hat mich im Vorfeld über die evtl. Risiken aufgeklärt. Das Risiko einer Fehlgeburt liegt bei 0,5-1%.
Er hat mich zu einer erfahrenen Ärztin geschickt, die diese Punktion mehrmals täglich durchführt und somit Routine hat.
Eine Gefahr für das Baby besteht nur dann, wenn die Nadel während der Punktion das Kind trifft.

In meinem Fall ging alles problemlos. Unser Baby (mittlerweile wissen wir, dass es ein Mädchen ist) lag ganz weit entfernt von der Nadel.
Die Punktion selbst dauerte nicht mal eine Minute.
Ich habe mich hinterher drei Tage geschont, bin wirklich fast die ganze Zeit im Bett gelegen.

Durch den durchgeführten Schnelltest (bezahlt die Krankenkasse nicht) haben wir bereits am nächsten Tag Nachricht bekommen, dass alle altersbedingten Defekte (Trisomie 13,18 und 21) ausgeschlossen werden können.

Ich bin froh, diese Untersuchung durchgeführt zu haben, denn nun kann ich meine SW geniessen.

Hoffe für Dich, dass Du die richtige Entscheidung triffst.

Gruss Elfe und #baby Celine (17. SSW)

Beitrag von s_a_m 24.03.06 - 13:29 Uhr

Es kommt vor (aber nur sehr selten, weil man mit Ultraschall die Lage des Kindes kontrolliert), dass das Kind durch die Nadel verletzt wird. Bei einer Bekannten hat die Nadel den Po getroffen und das hat man nach der Geburt auch noch gesehen. Behindert ist das Kind deswegen aber nicht ;-). Es kommt immer auch auf die Stelle an. Im Auge wäre es sicher schlimmer gewesen.

Das größte Risiko, was man bei der Amniozentese eingeht, ist das einer Fehlgeburt. Auch dieses Risiko ist relativ niedrig, aber es ist eben nicht auszuschließen.

Bei näherem Interesse zum Untersuchungsverfahren:

http://www.regenbogenzeiten.de/amnio.html

Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von kessy16 24.03.06 - 13:34 Uhr

Hallo,

ich war gestern zur FWU.

Habe heut morgen "meinen Bericht" dazu geschrieben. Wenn es Dich interessiert:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&id=382106&pid=2525132

LG

Kerstin

Beitrag von sbp72 24.03.06 - 13:51 Uhr

hallo

ich habe schon 2 fruchtwasseruntersuchungen hinter mir und beide sind gut verlaufen.
die letzte ist ca. 8 wochen her und nicht der arzt hat das baby getroffen, sondern das baby hat mit den füssen an die nadel geschlagen. war lustig zu zu schauen.

nach der ersten fruchtwasseruntersuchung habe ich an einer studie für schwangerschaftsdiagnostik teilgenommen. die chance von komplikationen liegt ca. bei 0,5-2%.
und zwar liegt die gefahr nicht gross dabei, dass das kind von der nadel getroffen wird, sondern, dass sich keime einschleichen oder sich das loch nicht mehr richtig verschliesst und desshalb fruchtwasser ausläuft!

ausserdem muss einem bewusst sein, dass nur genetische "fehler" entdeckt werden können und ein "guter" fruchtwassertest nicht garantiert, ein gesundes kind zu bekommen. stoffwechselkrankheiten etc. gibt es ja so oft!

zum eingriff selbst, kann ich sagen, dass es bei mir überhaupt nicht weh getan hat. etwa so wie ein blut abnehmen am arm!

so, für alle, die eine solche untersuchung noch vor sich haben "viel viel viel glück"!

bienchen




Beitrag von frido2004 24.03.06 - 13:57 Uhr

Hallo Thiare,

mal ne Frage vorne weg-wie alt bist Du??
Ich bin 27 Jahre alt und mein FA hat mich zwar auch gefragt wegen der Fruchtwasseruntersuchung, hat aber gleichzeitig auch gesagt das ich nicht zu den spätgebärenden zähle und daher eigendlich nichts sein kann (soweit nichts in der Familie ist).
Zudem kann eine Fruchtwasseruntersuchung nicht alles ausschliesen,ob dein Kind etwas hat oder nicht.
So eine Untersuchung ist auf alle Fälle nicht ungefährlich. Wir haben Bekannte die es machen lassen haben und das Baby war 3 Tage später tot, da der Arzt mit der Kanüle irgendetwas getroffen hat und es kam mit dem Fruchtwasser auch ein wenig Blut.
Ausserdem musst Du bzw. Ihr Euch fragen ob Ihr dann das Baby abtreiben möchtet, falls man etwas feststellt!!!Mein FA sagte auch das man nicht 100% sagen kann wie und was der grad der Behinderung ist.Bei meiner Kollegin Ihrer Freundin war die "behinderung" nur ein kleiner Zeh der über den anderen lag!! Also, ich hoffe wir konnten Euch ein wenig weiterhelfen, die Entscheidung bleibt allerdings bei Euch.

Liebe Grüsse

Ines und "?" (37.SSW)

Beitrag von thiare29 24.03.06 - 14:19 Uhr

Hallo Ines,

bin 30 jahre alt :-)

wie ich vorhin geschrieben habe, werde den test nicht machen, egal ob es gesund oder nicht auf die welt kommen werde ich es lieben #liebe

Liebe Grüsse
Thiare 11+2

Beitrag von virgillia 24.03.06 - 14:52 Uhr

Hallo,
also ich habe meine Tochter auch mit 30 bekommen, ich wäre niemals auf die Idee gekommen das mein Kind nicht gesund sein könnte, geschweige denn eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen. Ich bin jetzt 36 und bekomme mein 2.tes Kind (6.SSW). ich würde auch diesesmal keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Ne, also ich weiß nicht, manchmal denke ich das ist alles nur Verrücktmacherei. Wenn die Familie gesund ist, und man selber auch, was bitte soll dann sein? Ne, also auf solche Gedanken käme ich im Leben nicht.

LG Virg.

Beitrag von whitevampy 24.03.06 - 19:14 Uhr

Endlich mal jemand,der mir aus dem Herzen und aus der Seele spricht.Ich bin 34 Jahre und werde zum ersten mal Mama.Ausser den normalen Vorsorgeuntersuchungen habe ich mich gegen sämtliche Extrauntersuchungen entschieden.

Ich habe meinem Baby im Bauch versprochen,dass wir das ganze Geld,welches wir dabei sparen,nur für Spielzeug ausgeben....

LG Vampy (26 SSW)

Beitrag von anne69 24.03.06 - 15:19 Uhr

Hallo Thiare,

die Entscheidung zu einer FWU solltest du ganz alleine mit deinem Freund treffen, allerdings würde ich an deiner Stelle alle Pro und Kontra´s dazu mal aufschreiben und dann entscheiden was euch wirklich wichtig ist. Und diese Entscheidung müsst ihr ganz alleine treffen und verantworten.

Wir haben diese Untersuchung machen lassen, weil ich 36 Jahre alt bin und wir wissen wollten ob unser Kind gesund sein wird oder nicht. Ich hatte keine Angst oder Bedenken da das für uns klar war. Erst hatten wir ein Beratungsgespräch was alles über diese Untersuchung festzustellen ist, welche Risiken die Untersuchung haben kann usw. Dann würde ein umfangreicher Ulltraschall gemacht. Danach wurde unter Ulltraschall die Punktion durchgeführt, allerdings hat man mich vorher noch gefragt ob ich das jetzt wirklich will, also wenn im letzen Moment noch Zweifel sind kann man auch Nein sagen.
Aber es war alles harmlos, wie Blutabnehmen.
Ein Pieks und das wars. Noch ein paar Tage schonen.
Jetzt haben wir Gewissheit, mit unserem Jungen ist alles ok und er ist gesund und munter.

Das diese Untersuchung ein Risiko (Fehlgeburt) mit sich bringt ist klar, aber das das Kind zu schaden kommen kann ist sehr unwahrscheinlich, da die Punktion unter Ulltraschallkontrolle durchgeführt wird. Es gibt super qualifizierte Fachkliniken und Ärzte die diese Untersuchung täglich durchführen und da würde ich mich an deiner Stelle informieren.



Lieben Gruss Anne + #baby (25 SSW.)