Probleme beim Abstillen- kann mir jemand helfen?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von maleli 24.03.06 - 17:09 Uhr

Hallo,

bin zwar im Babyforum, aber ich dachte ich schreibe eher hier rein. Mein Kleiner wird morgen 9 Monate. Ich möchte ihn schon seit einiger Zeit abstillen. Er ist komplett umgestellt, gestillt wird er noch nachts. Ich erhoffe mir an erster Stelle, dass mein Kleiner vielleicht endlich mal durchschläft und ich natürlich auch, denn ich bin schon völlig fertig ohne Schlaf. Er wir zwischen 3-5 mal wach. Flasche nimmt er nicht, habe ihn mit ach und krach an eine Trinkhalmflsche gewöhnt. Schnabeltasse nimmt er nur mäßig, mit der habe ich schon probiert ihm nachts Folgemilch zu geben, trinkt er kaum. Auch wenn ich ihn versuche so wieder einschlafen zu lassen, er schläft solange nicht, bis eran die Brust kann. Er hängt auch in letzter Zeit sehr lange dran, bis 45 Min., wenn ich ihn vorher abdocke weint er total. Ich habe die Woche mal mit meiner Hebamme telefoniert. Sie hat mir geraten, dass mein Mann die Wachen in der Nacht übernimmt und dass ich am Besten auf dem Sofa schlafe, damit Ener sieht Mama, also auch die Brust ist nicht da. Es wäre kein Hunger mehr, der ihn wach werden ließe, es wäre wohl so schön an Mamas Brust einfach und wenn er keine Brust mehr bekäme würde er eher durchschlafen. Ich weiß nicht, ob ich das so durchziehen kann. Sie meinte, es würde lange dauern bis man da durch ist. Gibt`s Mamas unter Euch, die auch Schwierigkeiten hatten beim Abstillen und wie habt ihr es letztendlich geschafft? Brauche echt einpaar Ratschläge bin nämlich echt fertig und brauche dringend mal Schlaf.

Gruß Hülya & Ener 25.6.05

Beitrag von caro7 24.03.06 - 19:42 Uhr

hallo hülya,

für mich stellt sich da erstmal die frage wo schläft euer Kind? im eigenen zimmer oder im schlafzimmer?

schläft er im schlafzimmer wäre für mich der erste schritt raus in sein zimmer,- er hört euch und riecht euch- (ich hatte immer das gefühl wir wecken uns gegenseitig) meldet er sich nachts nicht sofort hingehen erstmal abwarten und erst wenn es ernst wird hingehen und stillen aber auch nur eine begrenzte zeit. und so gehst du nach und nach immer später hin und stillst gleichzeitig immer weniger - so haben wir es gemacht irgendwann hat er nachts nur noch genöttert und ist wieder eingeschlafen :-) wichtig ist natürlich konsequent zu sein und nicht irgendwelche halben sachen zu machen. mitlerweile schläft er seit seinem 10. lebensmonat jede nacht durch von 20:oo bis 6:3o manchmal sogar bis 7:3o

probiers mal also bei uns hat es geklappt und es ist nicht so radikal wie zb ferbermethode sondern sanft aber bestimmt.

lg caro

Beitrag von muriel347 24.03.06 - 21:23 Uhr

ich würde auch sagen, falls er noch bei euch schläft: ganz dringend raus mit ihm.

ich habe das nächtliche abstillen leider ganz ohne die hilfe meines mannes schaffen müssen. ich habe es mit herumtragen und schnuller probiert. erst wenn es gar nicht ging, habe ich sie gestillt. es dauerte, aber es funktionierte. nach 1-2 monaten war das thema durch. genau weiß ich das nicht mehr, ist schon etwas her. trotzdem haben wir morgens und am tage weiter gestillt. anna wollte das so.

und was das fläschchen betrifft, so kann ich dir nur empfehlen, dran zu bleiben. aber es gibt solche totalverweigerer. da hast du am ende nur mit einem glas erfolg. anna war auch so. irgendwann konnte ich sie von den trinklernbechern von avent überzeugen.

#liebdrück Muriel mit Anna (3 Jahre) und Julia (9 Monate)

Beitrag von simi1311 24.03.06 - 22:37 Uhr

Hallo,
unser Sohn wird bald 18 Mon.und ich stille ihn noch,bis vor kurzem nur in der Nacht oder Morgens, doch nachdem er jetzt häufig krank war auch wieder am Tag.

Er liebt es und es fällt mir schwerr, nein zu sagen.
Im Moment bringt mein Mann ihn wieder ins Bett und tagsüber lenke ich ihn so gut ich kann ab.

So versuche ich das Stillen zu reduzieren.
Aber wenn ich ganz ehrlich bin, muß ich zu geben, dass ich es Liebe ihn zu stillen auch jetzt noch.
Ja, es ist oft etwas anstrengend gerade Nachts und doch ist es auch sehr schön.

Wenn du das aber nicht so empfindest must du sicher ein paar Tage sehr hart sein und versuchen nicht in allzugroßer Nähe zu deinem Kind zu schlafen.

Ich glaube ich werde meinen Sohn noch eine kleine Zeit
weiter stillen .



Beitrag von muttiistdiebeste2 25.03.06 - 09:34 Uhr

Hallo Hülya,

ich stille meinen Kleinen auch noch mit 17 Monaten und er will auch vor allem nachts gestillt werden. Ich kann mich überhaupt nicht der ersten Rednerin anschließen, denn das Abstillen und das Schlafen des Kindes in einem anderen Zimmer garantiert dir gar nicht, dass es dann durchschläft. Ganz im Gegenteil, es kann sein dass es noch schlimmer wird, weil dich dein Kind dann noch mehr vermisst. Vielleicht muss du dann sogar ständig aufstehen und ins andere Zimmer rennen, so ist es einer Freundin von mir ergangen.

Ich kann dir nur das Buch "Schlafen und Wachen" von William Sears empfehlen, erhältlich bei der www.lalecheliga.de Darin beschreibt der Autor, selbst Vater von 6 Kindern, dass das Familienbett, also das Schlafen zusammen in einem Bett, für Kleine Kinder am Besten ist. Oder hast du schon mal ein Säugetier gesehen, was seine Kinder zum Schlafen woanders hinlegt? Ist doch klar, dass die Kleinen da unruhig werden, das ist ihr Instinkt.

Ich selber mache es so, dass ich unseren Kleinen, wenn wir ins Bett gehen, in unsere Mitte hole und er schläft dort gut (es sei denn er ist krank oder zahnt ganz schlimm) und dann stille ich ihn nach Bedarf. Wenn ich ihn sofoft anlege ohne ihn schreien zu lassen, beruhigt er sich auch sofort und schläft danach wieder friedlich ein.

Ich weiß, es ist sehr anstrengend, nie durchzuschlafen, aber für die Kinder ist es die Sache wert. Sie profitieren ein Leben lang von dieser liebevollen Behandlung.

lg Ellen