will trennung-tut aber so weh!(bißchen länger)

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von maimonster 25.03.06 - 11:03 Uhr

hallo,
ich bin seit fast 11 jahren mit meinem freund zusammen. er ist meine erste feste beziehung.
wir verstehen uns auch sehr gut, da er ein sehr lieber typ ist.
leider ist er (wie ich auch) eher der introvertierte typ. ich wünsche mir aber jemand, der mich auch mal mitzieht. in unserer beziehung habe ich das gefühl, dass ich die alleinige verantwortung trage.fast alles muß von mir ausgehen(freunde besuchen, sex...)
auch ist der wunsch nach etwas neuem, aufregendem im letzten jahr stetig gewachsen.(ich weiß, dass alles irgendwann nicht mehr neu ist..)
ich glaube, dass eine trennung wahrscheinlich das beste wäre, aber wenn ich daran denke, könnte ich die ganze zeit nur heulen. ich kann mir nicht vorstellen, ihn nicht mehr an meiner seite zu haben!
ich wünschte, ich könnte etwas tun, damit ich mich wieder so glücklich mit ihm fühle wie früher!
ich verstehe einfach nicht, warum ich mich auf der einen seite trennen möchte, aber auf der anderen seite so unsäglich traurig darüber bin?!#heul
ich weiß, dass ich nur auf ihn zugehen müßte und sagen, dass alles wieder gut ist, aber irgendwas in mir wert sich dagegen. aber warum, bin ich dann so furchtbar traurig?
ich habe mir zum 1.4. eine eigene whg gesucht. aber es soll für's erste nur eine räumliche trennung sein...
aber irgendwie habe ich das gefühl, dass es dadurch nur eine halbe sache ist, und mich das total zermürbt.
ich möchte irgendwie ein "neues" leben anfangen, möcht aber das alte, das ja sicherheit verspricht, nicht aufgeben.#kratz
sicher kommt jetzt die frage nach der liebe, und ich muß sagen, das ich für ihn tatsächlich noch eine gewisse art der liebe empfinden, aber es ist mehr so eine art dankbarkeit für die viele gute zeit , die wir hatten und dafür, dass er immer für mich da war!
ich weiß einfach nicht, was passiert ist. wir waren immer ein gutes team (oder sieht man die vergangenheit doch etwas verklärt?)!
naja, ich weiß nicht, ob jemand einen tip für mich hat, aber zumindest habe ich mir den frust von der seele geschrieben. also#danke für's lesen!

Beitrag von gh1954 25.03.06 - 11:20 Uhr

Ich habe mal in deine VK geschaut.
Du bist mit 18 Jahren mit deinem Freund zusammen gekommen, jetzt bist du 29 und es ist doch ganz klar, dass du in diesen elf Jahren "erwachsener" geworden bist und eine andere Sicht der Dinge bekommen hast.
Das sind meiner Meinung nach ziemlich entscheidende Jahre, was die Persönlichkeitsentwicklung angeht.

Kann es sein, dass du in Panik ausbrichst, weil du bald 30 wirst?

Ich bin der Meinung, dass ihr eine recht gute Grundlage habt, aber dir ist es nur langweilig geworden, Alltagstrott eben.
Du möchtest mehr erleben, aber brauchst dafür jemanden, der dich mitzieht.

Wie wäre es, wenn du selbst mal die Initiative ergreifst?

Was wäre denn, wenn du plötzlich einen "Macher" an deiner Seite hättest, der dich ständig irgendwohin mitschleppen würde? Ist es das, was du dir wünschst?

Die Idee mit der eigenen Wohnung ist nicht schlecht, dann kannst du dir in Ruhe darüber klarwerden, was du dir für dein weiteres Leben vorstellst.

Gruß
geha

Beitrag von maimonster 25.03.06 - 11:42 Uhr

erstmal danke für deine antwort!
all das was du gesgt hast ist mir auch durch den kopf gegangen.
ja, das mit den 30 ist schon so ein ding. ich habe natürlich auch angst etwas zu verpassen, bzw. zu haben.
ich ergreife oft die initiative (ok im letten 1/2 jahr weniger - weil ich es einfach leid IMMER zu entscheiden zu müssen), aber es wäre eben auch mal schön, wenn ich das gefühl hätte , ich kann mich einfach treiben lassen, der partner wird es schon richten...
oder eben auch mal das gefühl zu haben, was besonderes zu sein, bzw. sexy etc. zu sein.
ich denke oft, für meinen freund bin ich halt da, aber er nimmt mich nicht wahr(zumindest nicht so, wie ich es mir wünsche). wir haben nätürlich auch schon sehr viel darüber geredet und er sagt, dass das nicht stimmt, aber ich empfinde es eben anders.
tja, ich hoffe du hast recht und ich werde mir in der neuen whg darüber klar, was ich will, denn im moment habe ich wirklich nicht so recht ahnung. (halt eben alles!;-))

Beitrag von rolliboy 26.03.06 - 13:46 Uhr

Hi,

ja ist nicht Einfach aber leider ein Teil des Lebens. Aber es kommt immer wieder ein Anfang und ein Sicher ein schöner. Man sollte nichtzu lange überlegen wie wo was sondern es machen sonst geht man kaputt dran. Drücke dir die Daumen das alles gut geht. Da du Plz.79 hast und es dir mal langweilig ist und du plaudern möchtest kannst mich ja über meine VK anschrieben kein mus nur falls du willst.



Grüssle#liebdrueck

Beitrag von luna812 25.03.06 - 12:11 Uhr

ich kann mir gut vorstellen, wie es dir geht. ich hab im moment nämlich auch das problem. einerseits sagt mir mein verstand, dass ich mich lieber von meinem freund trennen sollte ... in unserer beziehung kriselt es schon etwas länger, aber dann denke ich wieder an die schönen zeiten, die wir hatten. plötzlich bin ich mir dann nicht mehr sicher was ich tun soll ... irgendwie tut er mir auch total leid, weil ich angst habe, dass er mit der trennung nicht klar kommt. ob ich damit fertig, merke ich ja auch erst, wenn es wirklich mal soweit ist. wahrscheinlich geht es dir da genau wie mir ... hin und hergerissen zwischen den erinnerungen an die vergangenheit mit all den schönen momenten und andererseits die zukunftsängste ... und man wird ja auch nicht jünger. bei mir ist es halt auch der fall, dass es mein erster fester freund ist (mittlerweile seit fast 6 jahren), daher habe ich mich mit trennungen nie auseinandersetzen müssen.

manchmal könnt ich die menschen beneiden, die ihre entscheidungen einfach aus dem bauch heraus treffen und nicht lange drüber nachdenken.

ich wünsch dir auf alle fälle viel glück egal wie du dich entscheidest.

#blume

Beitrag von bluehorizon6 25.03.06 - 14:34 Uhr

Und so ist es das ganze Leben lang. Es wird immer weh tun wenn ich mich trennen muss. Und eine 11 jährige Beziehung zu ende zu bringen ist nicht leicht. Umso besser sollte man dann, wenn man begriffen hat, das man nach etwas anderem sucht, die Sache beenden.

Was du jetzt vorhast, ist ein Tod auf Raten. Du willst ihm noch eine Hoffnung geben es könne sich noch einmal reparieren lassen. Innerlich bist du aber schon durch mit dem Thema. Also sei konsequent, und sage Ja oder Nein, alles andere hilft euch beiden nicht.

Du willst ihm nicht weh tun weil es keinen Grund dafür gibt. Es war eine schöne Zeit. Eine Zeit die ihr beide nicht bereuen müßt. Mir kommt schon das Schlucken daran zu denken, es rührt mich mir vorzustellen wer ihr seid.

Du schiebst das ganze etwas auf die Seite der Introvertiertheit. Ich glaube aber der andere Aspekt, Neues empfinden und erleben zu wollen ist der Antrieb der für dich gilt. Wenn du dem nicht folgst, wirst du mehr zu bereuen haben als wenn du bei ihm bleibst.
Ich kann dich so gut verstehen. Ich will nicht sagen trenne dich von ihm, aber zu sagen: Lebe deine Neugier hat gleiches zur Folge.

Ich wünsche dir alles alles Liebe, und wartet nich so lange mit einer klaren Entscheidung.

BlueH6

Beitrag von mili21 27.03.06 - 12:01 Uhr

Hallo!
Kommt mir verdammt bekannt vor, aus Liebe wurde Freundschaft…trenn Dich, Du tust Euch beiden einen Gefallen.
Mach es mit Anstand, unterstützt Euch beim Neuanfang aber fangt neu an. Mir ging das so nach 12 Jahren Beziehung, wir waren ein A-Team, aber die Liebe ist irgendwann, ohne dass wir es gemerkt haben, verloren gegangen. Wir sind jetzt 3 1/2 Jahre später beide verheiratet und haben Kinder. Und wissen, auch wenn die Trennung verdammt wehtat (ich hatte das Gefühl, ich müßte wieder neu laufen lernen) es war genau das richtige, Wiederbelebungsversuche wären vergeblich gewesen.
Alles Gute und sei mutig!!
Mili21

Beitrag von zaubertroll1972 27.03.06 - 23:46 Uhr

Hallo,

so ging es mir auch mit meinem ersten Partner. Wir waren fast 10 Jahre zusammen und ich kenne all die Gefühle die Du beschreibst sehr gut. Wir hatten nachher so ein Bruder/Schwester Verhältnis...furchtbar!
Als wir endlich auseinander waren, war es eine solche Befreiung für mich! Wir waren auch verheiratet.
Dann hatte ich eine sehr lustige "Jungesellinenzeit" bis ich meinen jetzigen Mann kennenlernte. Wir haben jetzt einen Sohn von fast 3 Jahren und ich bin viiiiel glücklicher als damals.
Mach den Schritt...die Jahre vergehen viel zu schnell und kommen nicht zurück! Die Zeit ist zu kostbar um sie mit jemandem zu verschwenden mit dem Du nicht wirklich zusammen sein willst.

LG Z.