Wie kommt man an eine Psychotherapie?

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Beitrag von engelchen_13 25.03.06 - 17:11 Uhr

Hallo!

Seit meiner zweiten Schwangerschaft habe ich ein psychisches Problem. Ich hatte gehofft, dass es durch die Hormone kommt und nach der Geburt verschwindet, aber dem ist nicht so. Die Geburt ist ein paar Monate her, und jetzt habe ich den Eindruck, es wird schlimmer. Was es ist, möchte ich hier nicht erwähnen. Ich schäme mich zu sehr. Ich möchte, dass es möglichst schnell aufhört und denke, eine Therapie wäre nicht schlecht. Meine Brüder haben auch schon eine Therapie hinter sich und das führt bei mir zur Annahme, dass der Hund in unserer Kindheit im Elternhaus begraben liegt.

Wie komme ich an eine Therapie? Muss ich zu meinem Hausarzt gehen und ihm mein Problem schildern und er überweist mich zu einem Therapeuten? Ich möchte niemandem (auch nicht meinem Hausarzt) davon erzählen. Ich kann mir schon kaum vorstellen, mich einem Therapeuten anzuvertrauen.

Kann mir jemand von euch weiterhelfen?

LG
Engelchen

Beitrag von sunflower17677 25.03.06 - 17:18 Uhr


Hallo Engelchen,

vielleicht hilft Dir dieser Link etwas!?

http://www.kvhessen.de/

und dann links auf Ärzte / Psychotherapeuten klicken.

Wünsche Dir alles Gute !

LG
sunflower

Beitrag von abeille 25.03.06 - 18:14 Uhr

Liebes Engelchen,

ich bin ein Jahr vor meiner SS wegen schwerer und später noch mittelgradiger Depression in Psychotherapie gewesen.
Bei mir war es allerdings so, dass ich überwiesen werden musste.
Zuerst hat mich meine Hausärztin an eine Neurologin und Psychotherapeutin überwiesen.
Als sich aber rausstellte, dass diese eher die klinischen Fälle behandelt und keine Therapiesitzungen macht (weil sie einfach keine Zeit dafür hat), wurde ich wiederum von ihr an eine Psychotherapeutin (Dipl.-Psychologin, also keine Ärztin) überwiesen.
Es ist eine Menge Papierkram entstanden, da die Therapeutin erst von der Neurologin einen Konsiliarbericht anfordern musste, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt.
Es war ein Formular mit mehreren Durchschlägen, von der Diagnose bekam die Krankenkasse daher nichts zu sehen!
Ich weiß nicht, ob es ohne Überweisung geht. Man kann ja auch eine Therapie ohne Kostenübernahme der Krankenkasse machen, das wäre bei mir allerdings so um die 50 Euro pro Sitzung (à 45 Min.) gewesen.
Ich würde einfach mal bei einem Therapeuten anrufen und ihm Deine Bedenken schildern. Ich kann mir schon vorstellen, dass man nicht erst zu hundert Ärzten rennen und jedem alles haarklein darlegen möchte!
Die erste Sitzung war bei mir nur eine Art Informationssitzung und auch dazu gedacht, dass die Therapeutin herausfindet, ob die Therapie angezeigt ist. Der Therapievertrag wurde dann erst später geschlossen.
In jedem Fall ist es sicherlich der richtige Weg, eine Therapie zu durchlaufen, da Du schon selber soweit bist zu sagen, dass Du eine Therapie benötigst. Soweit muss man erst einmal kommen!

Ich wünsche Dir von Herzen alles, alles Gute
Gesine

Beitrag von flocke123 27.03.06 - 12:20 Uhr

Hallo,

meine Mutter geht wegen psychischer Probleme ebenfalls zur Psychotherapie.

Sie ist bei einer Fachärztin für Neurologie/Psychiatrie in Behandlung, die ist aber nur für die Medikamente, Krankschreibungen, etc. zuständig. Dort bekommt sie dann das Rezept für die Therapeutin.

Soweit ich das mitbekommen habe, kann der Hausarzt meiner Mutter keine Überweisungen für die Psychotherapie ausstellen.

VG
Susi