Bekomme alleine kein Beratungsgespräch beim Jugendamt - nur zusammen mit KV

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von timsmama2 26.03.06 - 19:40 Uhr

Hallo...

Ich möchte hier einfach nochmal fragen, was ich tun soll...
Ich bin seit Okt. 2005 von meinem Ex-Partner getrennt. Meine Tochter ist 10 Monate alt und ihr Vater hat sie im Dezember das letzte Mal gesehen. Er hat immer verlangt, daß ich mit der Kleinen zu ihm komme - ich habe ihm vorgeschlagen, sie hier zu besuchen, aber das wollte er nicht. Jetzt will er einen Termin beim Jugendamt um den Umgang zu regeln (er will die Kleine abholen - und das will ich nicht). Ich habe auch schon einen Termin gemacht und nach einem Termin gefragt, bei dem ich vorher mit der Dame vom JA alleine reden kann. Die hat das aber ABGELEHNT! Sie meinte, es wäre zwecklos...
Ich möchte aber gerne vorher alleine mit ihr reden, um ihr erklären zu können, was im Vorfeld alles passiert ist (das er sich noch nie um sie gekümmert hat und daß ich ihm schon angeboten habe, sie hier zu besuchen usw...)

Was soll ich jetzt tun? Soll ich das einfach so hinnehmen und nur den Termin mit dem KV gemeinsam wahrnehmen?
Ich hab ein ganz ungutes Gefühl dabei...

Ich danke euch für eure Hilfe...

Beitrag von bambolina 26.03.06 - 21:34 Uhr

Hallo, warum hast du ein ungutes Gefühl dabei? Warum möchtest du zuerst ein alleiniges Gespräch mit dem JA? Wenn du gute Gründe hast sollte sie eigentlich nicht mehr dagegen sein. Erkläre das der zuständigen Sachbearbeiterin. Wenn sie denoch abblockt, bitte sie darum, dich mit ihrem Vorgesetzten zu verbinden. Vielleicht hilft das.

lg bambolina

Beitrag von donravello 26.03.06 - 22:32 Uhr

hi
timsmama,

kann bamo nur beipflichten.
sollte die SB weiterhin mit dir nicht kooperieren, aufsichtsbeschwerde direkt an den
JA- leiter.

grüßle
alles gute
wolf

Beitrag von manavgat 27.03.06 - 08:01 Uhr

Schreib das JA an und teile mit, dass Du einen Termin möchtest um Dich beraten zu lassen. Teil weiterhin mit, dass Du ein Zusammentreffen mit dem KV ablehnst und die Gründe dafür im Gespräch erläutern wirst.

Das JA führt sich manchmal auf wie die Stasi. Faktisch haben sie keine Macht Dir irgendetwas aufzudrücken und sie haben auch keine Entscheidungsgewalt.

Lass Dich nicht unterbuttern.

Gruß

Manavgat

Beitrag von anja676 27.03.06 - 08:12 Uhr

Hallo,

ein ähnliches Problem hatte ich auch, da ich mich nach meiner Trennung beim Jugendamt einfach nur beraten lassen wollte. Es war mir auch einfach nicht möglich, einen Termin zu vereinbaren, weil sie entweder nicht wollten oder nicht konnten oder sonstwas. Ich habe dann irgendwann ein Schreiben aufgesetzt an die Leiterin vom Jugendamt und den Landrat. Innerhalb von zwei Wochen waren die Leiterin und meine Sachbearbeiterin bei mir. Anders gehts anscheinend manchmal nicht.

LG Anja

Beitrag von maeuschen06 27.03.06 - 08:45 Uhr

Hallo,

ich verstehe nicht, warum du ihm den Umgang verweigerst? Er hat ein Recht darauf, sein Kind zu sehen und es bei dir abzuholen. Etwas anderes wird dir das JA auch nicht sagen. Oder hast du einen berechtigten Grund, ihm das Kind nicht mitzugeben?

lg

Beitrag von donravello 27.03.06 - 09:12 Uhr

moin
annalena,
so wie es verstanden habe, hatte sie ja dem KV die möglichkeit eines besuches bei sich eingeräumt, doch der KV will diese art des besuchrecht nicht wahrnehmen.

das kind ist 10 monate alt.

grüßle
wolf

Beitrag von maeuschen06 27.03.06 - 09:36 Uhr

Hallo,

muß er ja auch nicht. Ich kann die Mütter einfach nicht verstehen, die dem Vater den Umgang alleine nicht zutrauen. Hätten sie sich vorher überlegen müssen. Jedenfalls hat der Vater das Recht, sein Kind alleine zu sehen, auch wenn es erst 10 Monate alt ist.

lg

Beitrag von donravello 27.03.06 - 10:00 Uhr

jain
annalena,

es kommt wirklich auf das verhalten des KV an.
ich möchte ihm ja nichts absprechen, doch wir wissen nicht genau was im vorfeld geschehen ist.

habe ja auch einige zeit das umgangsrecht der KM zu den kids verweigert, allerding mit absprachen des JA.
auch das hatte seine gründe.

grüßle
wolf

Beitrag von timolino 27.03.06 - 12:48 Uhr

Hallo,ich bin neu hier und bin gerad bissl am schnuppern.Ich kann das überhaupt nicht verstehen warum timsmama2 kein Einzelgespräch bekommt.Ich weiß nicht wie es bei ihr in der Stadt ist aber wir haben hier einen Dienst der mit dem JA zusammenarbeitet,der nennt sich "Städtischer Sozialdienst".An die kann man sich wenden wenn man zb.mit dem JA direkt Probleme hat oder mit den Kindern usw....Wenn es sowas bei Dir,timsmama2,auch gibt,wende dich doch mal an die oder erkundige dich mal ob es sowas gibt,die stehen eigentlich immer hinter einem,erst recht wenn es um das Wohl des Kindes geht!!Viell.konnte ich dir ja helfen.
Liebe Grüße,Timolino :-)

Beitrag von nine26 28.03.06 - 08:19 Uhr

Hallöchen und Guten Morgen.

Wie Wolf schon geschrieben hat, das Kind ist erst 10 Monate alt.
Nur weil sie den KV mal öfter besucht hat heißt das nicht dass er auch in der Lage ist sich um ein 10 Monate altes Kind alleine zu kümmern.

Vielleicht macht sie es ganz einfach aus diesem Grund nicht.
Verstehen kann ich Dich insofern das der KV natürlich das Recht hat auch mal allein mit seinem Kind was machen zu können,aber das geht auch wenn das Kind älter ist.

Wenn der KV sein Kind wirklich sehen will,
dann kann er mal auch vorbei kommen.
Verstehe den KV nicht.
Die KM kommt ihm schon entgegen,
darüber sollte er froh sein und nicht noch solche Dinger mit ihr abeziehen,schließlich sind die Beiden getrennt.

"Hätten sie sich vorher überlegen müssen."
Diesen Spruch schreibst Du nur all zu oft.

Aber bei all der Planung,vergiss bitte nicht,
zum 1 ten kann es immer anders kommen
und zum 2 ten anders als geplant ... ;-)

Beitrag von maeuschen06 28.03.06 - 09:03 Uhr

Hallo,

ein Vater lernt nur mit seinem Kind umzugehen, wenn man ihm auch die Chance dazu gibt. Woher kann es denn die Mutter? Natürlich nur, weil sie es durch den ständigen Umgang gelernt hat.

Wie würde sich denn die Mutter fühlen, wenn ihr ständig einer über die Schulter schaut? Beschissen, und so fühlt sich auch der Vater.

Selbstverständlich hat er das Recht, das Kind alleine zu sehen. Das kann sie ihm nur nehmen, wenn er das Kind nachweislich mißhandelt.

Wenn er mit dem Kind alleine ist, dann lernt er auch den Umgang, genau wie es die Mutter gelernt hat.

Eins sollten die Mütter nie vergessen, wenn sie das Kind nur alle zwei Wochen für ein paar Stunden sehen würden, wären sie auch nicht so geübt im Umgang, trotzdem wären sie keine schlechten Mütter! Wenn sie dem Vater nie eine Chance geben, wird er es nie lernen und das schadet dem Kind.

lg

Beitrag von nine26 28.03.06 - 20:28 Uhr

Hallo noch mal. :-)

Ich verstehe die Situation sogar Besser als Du denkst.

Wir haben die Situation das mein Mann seine Tochter noch nicht einmal in 4 Jahren nur mal allein um den Block schieben durfte. #schmoll

Von einem Entgegen kommen war/ist auch nicht die Rede.
Entweder musste mein Mann immer allein hinfahren (und es sind jedesmal 600 km) oder er musste halt darauf verzichten seine Tochter mal sehen zu dürfen.
Mittlerweile ist er abgeschrieben und nur noch der Zahlpapi und Biologische Erzeuger ihrer Meinung nach.
Weil sie mittlerweile einen neuen Partner hat
und er jetzt der richtige Papa ist.
(Ihre Worte)

Das ist auch nicht gerecht und schon gar nicht im Sinne oder zum Wohl des Kindes.
Aber in diesem Fall liegt es etwas anders.

Es nicht so einfach sein Kind mit 10 Monaten dem Vater in die Arme zu legen und zu sagen:"hier haste mal und dann sieh zu wie Du klar kommst,
ich musste es ja auch !"

Wenn der Mensch vielleicht dann noch nicht ein verantwortungsvoller Typ ist,kann man solche Experimente nämlich vergessen und es geht dann eher zu Lasten des Kindes.

Es geht doch auch nicht darum dem Vater sein Kind vor zu enthalten,
sondern dass sie einfach noch zu viel Angst hat ihr Kind dem KV an zu vertrauen und mit so einem Gefühl im Bauch sollte man es dann auch nicht tun.

Das muss langsam gehen,Schritt für Schritt.

Das Kind kennt es ja auch nicht anders,lebt und ist hauptsächlich mit der Mama zusammen
und so ein plötzliches Wandel auf einmal ist nur Jemand anderes da ist ist (auch wenns nur ein paar Stunden sind und es nur der eigene Papa ist),
würde dem Kind eventuell auch Angst machen.
Das schürt nur Verlustängste und das Kind würde noch mehr an Mama hängen.

Beide müssen den Punkt finden sich gemeinsam um das Kind zu kümmern.
Sie hat ja wenigstens den Schritt gemacht
und war wohl häufiger mal bei ihm zu Besuch.
Wenn sie es nicht tut,
meldet er sich scheinbar nicht mal mehr.
Warum sollte er den Weg zu seiner Tochter nicht machen müssen/sollen !?

Wenn er sie in ihrem Vertrauten Umgebung besuchen würde,würde es ihr vielleicht viel mehr helfen besseren Kontakt zu ihrem Vater zu bekommen und sie würde dann selbst mal allein mit dem Papa mit gehen wollen.

Das ist meine Meinung dazu
und wenn Du jetzt noch was dagegen zu schreiben hast... bitte bitte tue Dir keinen Zwang an ;-)

LG,Nine #sonne

#stern Julian (9), Sarah (6), Emilia Marie (8 Monate) #stern

Beitrag von manyatta 27.03.06 - 17:19 Uhr

Hallo!

Das kenne ich irgendwoher, war bei mir genau das gleiche. Der Vater hatte einen Termin gemacht (Anwälte haben ihm dazu geraten) und dort den größten Mist erzählt. Mist dewegen, weil ER mal hätte ganz stille sein sollen. Wenn jemand quasi das Recht gehabt hätte dort eine Vermittlung zu suchen, dann ICH! Aber egal.

Jedenfalls bat ich die Bearbeiterin damals auch um ein Einzelgespräch vorher, weil ich einfach erstmal klarstellen wollte wie die Situation ist. Schließlich kannte sie uns auch überhaupt nicht und der Vater meines Sohnes hatte schon bei der Bitte um ein Gespräch den größten Mist erzählt.

Auch bei mir wurde es abgelehnt!!
Bei der Leitung hab ich mich auch beschwert, sie stimmte mir zu dass es Einzelgespräch durchaus erwünschenswert ist und ich darauf bestehen hätte können!!! Wenn ich keinen Termin bekommen hätte dann riet sie mir einfach so dort zu erscheinen, egal ob in der Sprechstunde oder nicht.

Bestehe einfach darauf, aber um die gemeinsamen GEspräche kommst du nicht drumrum. Aber es erleichtert schon ein wenig, wenn man vorher schonmal alleine sprechen kann....

Viel Glück!!

Beitrag von manavgat 27.03.06 - 18:36 Uhr

Es ist nicht wahr, dass sie um gemeinsame Gespräche "nicht herumkommt".

Lt. Grundgesetz sind wir alle selbstbestimmt. Nur ein Gericht oder die Polizei kann eine Vorladung aussprechen der Folge zu leisten ist.

Das Jugendamt kann das definitiv nicht!

Gruß

Manavgat

Beitrag von donravello 27.03.06 - 19:35 Uhr

oh herr im himmel mana,

es geht doch hier nicht um eine gesetzliche vorladung#augen

weshalb sollte beide elternteile kein gemeinsames gespräch beim JA benatragen?

grüßle
wolf

Beitrag von manyatta 28.03.06 - 16:12 Uhr

Ich war/bin ja auch der Meinung dass ich nicht unbedingt zu einem gemeinsamen Gespräch muss, sondern mir auch eine Einzelberatung erstmal zusteht. Aber was soll man machen wenn die SB sich sturstellt?!? Ich bin leider auch so dumm dass ich nicht immer auf die Barrikaden gehe sondern mich abwimmeln lasse.

Beitrag von timsmama2 28.03.06 - 22:03 Uhr

Hallo..

Ich möchte euch für eure Antworten danken und euch auf dem Laufendem halten:
Ich habe gestern nochmal mit der SB vom JA gesprochen und tatsächlich einen Termin für ein Einzelgespräch bekommen... Der ist zwar 15 Minuten bevor das Gespräch zusammen mit dem KV beginnt, aber besser als nichts...
Ich hoffe, daß ich ihr so die Situation erklären kann und sie mein Verhalten versteht.
Dann gehts nur noch darum beim gemeinsamen Gespräch ruhig zu bleiben... und das wird nicht leicht.

Liebe Grüße