Wie war bei euch die zweite Geburt im Gegensatz zur Ersten?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von coolmum 26.03.06 - 21:42 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich bin eigentlich noch im Baby-Forum, aber ihr habt wahrscheinlich schon eher zwei oder mehrere Kinder.

Ich mach mir mittlerweile schon Gedanken über meine zweite Schwangerschaft und Geburt.

Mein Kleiner ist zwar erst 7 Monate alt, und ich möchte auch noch warten bis wir fürs zweite Kind üben, aber irgendwie denk ich halt schon drüber nach.

Es heißt ja oft, dass die zweite Geburt schneller geht als die erste. Wie war das bei euch? Gings wirklich schneller? Und hattet ihr irgendwelche Komplikationen im Gegensatz zur ersten Geburt?

Liebe Grüße
#coolmum

Beitrag von steffyh 26.03.06 - 21:51 Uhr

hallo!

aaalsooooooo,

die geburt von meiner tochter war schlimm. ich hatte am abend zuvor einen selbstgemixten wehencocktail getrunken. sind dann morgens mit 5 min. wehen ins kh. da sie aber ein sternengucker war, hat sich die geburt 6 std. hingezogen, 3 std. presswehen, pda und saugglocke. kurz vorm kaiserschnitt vorbei!

bei meinem sohn platzte nachts um halb eins die fruchtblase. wir ins kh, ist aber weiter nis passiert. morgens um 9.00 bekam ich einen richtigen wehencocktail, der auch gleich anschlug. um 10 bin ich in den kreissaal, mit hammerwehen. innerhalb einer std. öffnete sich der mumu von 0 auf 10 cm. ich dachte ich sterbe. schrie um 11 nach schmerzmiteln, nach der pda. meine hebi verzögerte aber geschickt mit der ausrede, der narkosearzt ist gerade zur pause, er käme gleich!!!! sie wußte, das ich sie nicht mehr bräuchte. um 11.36 war jonah nach 2 presswehen auf der welt!

zusammengefasst, die erste geburt war kompliziert und dauerte 6 stunden. bei der 2. wußte ich ja, was auf mich zukommt, deswegen war es viiiiiel schlimmer und schmerzhafter, aber definitiv schneller!!

viel spaß beim üben!!

lg steffy + gina-marie (*20.07.02) + jonah (*29.03.05)

Beitrag von manipani 26.03.06 - 21:46 Uhr

ich schließe mich der Frage an!
Bin gerade mit dem 2. Kind schwanger!
LG krissi!

Beitrag von misscatwalk 26.03.06 - 22:06 Uhr

oh ja, es ging schneller, viel zu schnell für meinen Geschmack, insgesamt 1 Std. war ich im KH, 45 min. davon lag ich am Ctg und niemand außer mein Mann hat sich um mich gekümmert (wohlgemerkt, ich bin privat vertsichert), das dauert ja noch ...#augen (dabei hat die erste Geburt auch nur 2,5 Std. gedauert). Ja und dann bin ich nachdem mich endlich mal die Hebamme untersucht hat ab ins Wasser gejumpt( mußte erst noch den Kreissaal wechseln) #schwitz, hab mal eben 3 Presswehen gehabt und Baby war da. Noch schneller und genauso unkompliziert wie beim ersten Mal aber nicht gerade besonders toll (hat auch ein dickes Donnerwetter gegeben im KH ;-))

Beitrag von tanita479 27.03.06 - 11:45 Uhr

Hallo,

bei mir war es genau anders rum. Die 1. Geburt meiner Tochter ging relativ schnell, um 7.00 ins Krankenhaus und um 11.36 war sie da. Mein Sohn war zwar etwas schwerer, aber die Geburt dauerte bei ihm ewig ... um 17 Uhr ins KH (schon heftige Wehen, alle 3 Minuten) und am nächsten Tag um 5.33 kam er erst zur Welt! Es gab dann auch Komplikationen, weil seine Herztöne immer wieder weg waren und er mit der Schulter feststeckte! Ich empfand die 2. Geburt viel schlimmer als die erste. Aber ich denke das ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Viele tun sich bei der 2. Geburt leichter, ich wünsche dir das du auch mal zu denen gehörst. Vielleicht hängt es ja auch damit zusammen wieviel Zeit dazwischen liegt. Keine Ahnung! Bei mir waren es ja doch 5 Jahre!

Viel Glück und liebe Grüße Tanja

Beitrag von isasm 27.03.06 - 15:32 Uhr

ja genau ... viel schlimmer, aber viel kürzer

Beitrag von bongo77 27.03.06 - 20:20 Uhr

Oh gott!#heul

Hätte ich hier mal nur nicht reingelesen. Meine erste Geburt war schrecklich. Bin gerissen und geschnitten worden und spüre immer noch manchmal schmerzen (meine Kleine ist 16 Monate!!).
Da wird das zweite dann wohl mit Kaiserschnitt kommen. Weil schlimmer halt ich nicht aus!!!! #schwitz

oder gibts hier irgendwen, der beim ersten mal schlimm kaputt gegangen ist und beim zweiten nicht????? #gruebel

schöne Grüße

Beitrag von karo_austria 28.03.06 - 03:21 Uhr

Hallo!

1. Geburt:
war ziemlich schlimm - Montag, 22 Uhr massiver Blasensprung - KH angerufen - Rettung angerufen (unbedingt liegender Transport notwenig!) - Rettungsmannschaft bringt die Heckklappe vom Auto nicht auf - zugefroren??? (im Juli!!!) - also trotzdem zu Fuß vom 1. Stock runter ins Auto uns sitzend!!! ab ins KH (40 min Fahrt) - dort natürlich das übliche Programm von Katheder über CTG, etc. - mein Mann wurde dann nach Hause geschickt (wird heute sowieso nix mehr!) Am Abend des 2. Tages habe ich dann wehenförderndes Zäpfchen bekommen (nach 20 Stunden liegen) - dabei hatte ich schon seit über 20 Stunden Wehen!!! Das Zäpfchen hilft natürlich nix! Weil gerade Vollmond war, ist eine Geburt nach der anderen und sämtlich Frauen, die mit mir im Wehenzimmer gehechelt haben, laufen bereits mit ihren Babys im Arm am Gang auf und ab! In der Nacht auf den 3. Tag darf ich dann noch für eine Stunde in die Wanne - bringt natürlich auch nix! In der Früh um 6 Uhr werde ich dann endlich in den Kreissaal gebracht - mein Mann nimmt sich noch schnell das Frühstück mit - wird ja sowieso noch nicht so schnell was - und dann ab an den Wehentropf und gleichzeitig Lachgas inhalieren! Da ich schon seit sicherlich 2 Tagen nichts gegessen habe, wird mir von dem Gas speiübel und kann nicht mal :-%! Ab da war ich eigentlich eher besinnungslos - bis auf einige wenige Augenblicke zB als die Hebamme meinen Mann mal raus geschickt hat zum "Frische-Luft-holen" und auch sie dann raus ist! Ich dachte echt, die lassen mich alleine sterben - was ich eigentlich auch nur wollte!
Die letzten Augenblicke musste ich dann auch noch live miterleben: mind. 5 Ärzte stehen rund ums Bett - auf einmal setzt einer davon an und zerschneidet mir den Damm (in der Wehenpause) - ein anderer Arzt wirft sich von hinten so fest auf meinen Bauch, dass ich denke meine Lunge zerreisst! und dann war sie auch "schon" da - nach 36 Stunden!!! Christina - unsere Große mit 3,77 kg und 51 cm.
Leider konnte ich mich nach dieser Geburt nicht so um sie kümmern, wie ich es mir zuvor vorgestellt habe. Außerdem habe ich ziemlich viel Blut verloren, und auch 2 Transfusionen bekommen!

2. Geburt - 20 Monate später (man vergisst/verdrängt das wirklich alles!!!!)
Als ich wusste, dass ich wieder schwanger war, habe ich mich nach einer Beleghebamme umgesehen und auch prompt unsere Lieblingshebamme (haben dort schon die 1. Geburtsvorbereitung gemacht) bekommen. Als es dann zum Termin hinging und alles schon ziemlich beschwerlich war und auch alle immer von einem Riesenbaby sprachen, habe ich iam 20.März 99 um 19:00 Uhr nach Absprache mit unserer Hebamme den berühmt-berüchtigten Hebammentrunk zu mir genommen. Um 21:00 Uhr gings dann los! Zuerst dachte ich, das seien Auswirkungen vom Rhizinusöl, aber bald wurde mir klar, dass das richtige Wehen sind. Um 00:00 Uhr also meinen Mann aufgeweckt, der dann die Hebamme anrief. Die war dann so ca. um 1:00 Uhr da. Und nach dem Befund meinte sie nur, dass wenn wir nicht sofort ins KH fahren würden, das Baby zu Hause zur Welt kommen würde. Wir also ab ins Auto (unsere Große hatten wir schon am Vorabend zu den Großeltern verfrachtet) und ab ins KH. Dort kam ich dann kurz ans CTG und nach einigen "Gymnastikübungen" rastete ich mich kurz im Bett aus, als mich die Hebamme fragte, ob ich denn schon pressen müsse! Ich hatte keine Ahnung - also runter wieder vom Bett auf den Gebärhocker - und währenddessen kam schon der Kopf raus!!! Noch einmal kurz drücken und schon war sie geboren - nach 6 1/2 Stunden mit 4,22 kg und 52 cm.
Ich erholte mich ziemlich schnell und alles lief zur vollsten Zufriedeheit aller Beteiligten!

3. Geburt - als ich dann 5 Jahre später wieder schwanger war, haben wir sofort wieder Kontakt zu "unserer" Hebamme aufgenommen. Für sie war von Anfang an klar, dass wir wie geschaffen für eine Hausgeburt sind - Komplikationen natürlich ausgeschlossen! Und auch wir freundeten uns immer mehr mit dem Gedanken Hausgeburt an. Als ich dann in der 30.SSW für 3 Tage ins KH musste (SS-Diabetes) war es dann beschlossene Sache - sollte nichts dazwischen kommen - wird es eine Hausgeburt (KH ist ca. 10 Minuten von uns entfernt). ET war für 29.1 angesetzt. Am 28.1. habe ich unsere Kinder von KiGa und Schule abgeholt und wollte dann noch gemütlich in der Stadt bummeln gehen, aber das Wetter war nicht entsprechend und irgendwie fühlte ich mich schlapp - also auf ins nächste Einkaufszentrum und Wochenendeinkauf für eine 4-köpfige Familie machen! Am Abend habe ich dann gemerkt, dass sich der Bauch immer wieder verhärtete (keine Schmerzen) - sicherlich Übungswehen, habe ich ja schon seit ca. 6 Wochen! Dann habe ich noch gelesen (bis 0:00 Uhr) und bin dann eingeschlafen. Um 1:45 dann bin ich wieder aufgewacht und dachte noch immer an Übungswehen, die aber immer stärker wurden - egal - hatte ich vor 2 Tagen auch schon und nach einer Stunde wars wieder vorbei! Um 2:00 Uhr ist dann mein Mann wach geworden - schaut mich an - und beschließt die Hebamme anzurufen - diese kommt um ca. 2:30-2:45 Uhr - ich mache ihr noch Kaffee und Butterbrot und dann setzen wir uns alle auf einen Kaffeeplausch! Immerhin kennt man sich ja schon ewig! Nach einiger Zeit muss ich dann schon aufstehen und die Wehen im Stehen veratmen - und nach einer weiteren Weile beschließt die Hebamme, dass es an der Zeit wäre, den genauen Geburtsort zu bestimmen! Wir entscheiden uns fürs Wohnzimmer im EG (im OG schlafen die beiden Großen!) - also Sofa ausziehen und mit wasserdichten Matten auslegen - so verbringe ich eine Wehe nach der anderen und plötzlich meint die Hebamme, dass sie in den Wagen geht um die Geräte für die Lungenabsaugung udgl. holt - ich denke was!!!, das dauert doch noch Stunden - ich werde das nicht schaffen! Die Wehen sind mittlerweile so stark, dass ich jedesmal kurz davor einen Schüttelfrost bekomme! Auf einmal sagt die Hebamme: "Ich würde mal andrücken und nicht dauernd veratmen!" Ich drücke an und im selben Augenblick platzt die Fruchtblase und die Kleine ist mit einem Schwups da. Mit den Maßen 3,40 kg und 50 cm wirklich unsere Kleinste! Nach nur 3,5 Stunden, um 5:15 Uhr hat auch sie das Licht der Welt erblickt - genau zum err. ET! Um 7:30 - nach dem gemeinsamen Frühstück fährt die Hebamme nach Hause und wir warten sehnlichst darauf, dass unsere beiden Großen wach werden - die haben natürlich alles verschlafen!

Na - hast du dich durch die 3 Geburtsberichte "durchgekämpft"???

Du siehst - jede Geburt ist anders - so wie auch jedes Kind anders ist! Für mich wurde es mit jedem Kind leichter! Sollte ich jemals noch ein Kind bekommen würde ich es wieder zu Hause bekommen - allerdings ist unsere Familienplanung in beiderseitigem Einvernehmen abgeschlossen!

Ich wünsche dir für die Zukunft alles Liebe!

Petra und 3-Mäderl-Haus