Meine Freundin packt ihr Baby in einen Glaskasten...

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Beitrag von lili78 27.03.06 - 11:00 Uhr

hallo,

seit langem schreib ich nun auch mal wieder einen beitrag. es fehlt meist die zeit, aber im moment spielt der kleine grad so schön.

mein anliegen steht ja schon im betreff. das kind meiner freundin ist 2 tage älter als mein zwerg (9 monate), sie hat mit mir zusammen auf der wochenstation gelegen. seitdem treffen wir uns regelmäßig einmal in der woche und lassen die beiden kleinen zusammen rumkullern. leider schont und schützt sie ihren kleinen wo sie nur kann. er liegt nur da und guckt, dreht sich nicht auf den bauch und macht irgendwie gar nix. mein kleener gianni dagegen ist extrem mobil, zieht sich inzwischen überall hoch und man muss ihm eigentlich überall hinterher sein#schwitz. es ist schwierig für mich. mein kleiner kann so viel und ist so mobil im gegensatz zu dem kleinen meiner freundin. sie setzt ihn immer hin und polstert dahinter alles gut ab, damit er sich nicht den kopf aufschlägt, falls er umfällt. mensch, wenn die mal anfangen mit laufen oder hochziehen wie gianni gerade, fallen sie so oft hin, da liegen doch auch nie kissen da! auf der straße geht sie keine holperwege/kopfsteinpflaster lang, weil er da ja so durchgeschüttelt wird. wasser für brei, tee etc. kocht sie immer noch gründlich ab. mit 9 monaten! ich versuche manchmal sie vorsichtig von ihrem sicherheitstrip runter zu kriegen, will ihr dabei aber auch nicht zu nahe treten. hab ihr schon mal gesagt, ob sie nicht mal mit ihrer KÄ reden möchte, dass sie ihr mal kinderturnen oder so was verschreibt. denn der kleine liegt oder sitzt wirklich nur da. er bkeommt ja auch schon normal alle breie, wird nur noch morgens gestillt. wenn er sich da so gar nicht bewegt, kann er ja auch ganz schön zulegen. er ist übrigens schon ein ganz schöner "brocken" ;-). naja, da hat sie nix weiter dazu gesagt.

ich meine, ich vergleiche es mit gianni. aber mit 9 monaten nur da liegen und nix bewegen. kennt ihr auch solche kinder? gebt mir einen tipp, wie ich damit besser umgehen kann. wenn ich erzähle, was gianni wieder alles so gemacht und gelernt hat, komme ich mir immer so angeberisch vor ihr vor. weil sie halt immer kaum was erzählen kann, was er so macht. dabei bin ich doch nur stolz!!

kennt ihr solche situationen? wäre für antworten echt dankbar!

vielen dank und liebe grüße
LILI & GIANNI (9Monate)

PS: oh oh, so viel geworden, sorry! und danke fürs lesen!

Beitrag von kleineute1975 27.03.06 - 11:08 Uhr

Hi

ich kenne sowas mein Neffe ist 4 Wochen jünger als mein Kleiner er liegt auch nur da und macht nichts....gar nichts auch nicht drehen nichts....aber nicht, weil sie ihn behütet sondern ich bin der Meinung das sie sich nicht genug mit ihm beschäftigt...(sie hat noch einen 3 jährigen Jungen und der hat ihre ganze Aufmerksamkeit) leider...habe sie auch mitlerweile überredet mit ihm doch mal zum Krankengymnast zu gehen, was sie jetzt auch macht....sie muß ejtzt Übungen machen...und warum?? Weil sie sich nicht selber kümmert, meiner Meinung...

ja sowas ist traurig finde ich auch aber naja es sind nicht unsere Kinder was sollen wir machen...ich versuche immer gut zuzureden sie geht auch nicht oft mit ihm spazieren, weil ihr 3jähriger wohl zu faul zum laufen ist..naja egal darüber daraf ich gar nicht nachdenken ich finde es alles sehr traurig....

Ich bin froh das meiner mobil ist und auch shcon viel gelernt hat#freu

LG Ute mit Jonas 8 Monate

Beitrag von schneutzerfrau 27.03.06 - 11:12 Uhr

Hallo

naja, erstmal glaube ich sind Kinder unterschiedlich und vielleicht wäre er genauso faul wenn sie nicht so wäre. Man weiss es nicht.

Aber ich glaube schon das man es nicht übertreiben sollt. Ok das Wasser für Milch koche ich ab ( aber nur aus dem Grund weil sie die Milch mit Fenchel bekommt , verträgt es sonst nicht). Ins Fläschchen so bekommt sie auch unabgekochtes.

Ich lasse sie versuche aber doch wenn die Aktionen zu groß und gefährlich werden dabei zu sein. Normal ist sie aber auf der Krabbeldecke oder verfolgt mich auf Schritt und Tritt ;-) da kann man sie garnicht polstern.

Ich kenne es aber auch aus dem Bekanntenkreis, da ist das Kind aber nicht aus sorge so abgepolster, sondern es wird in den Wagen gelegt damit die Mutter alles sauber machen kann. Wenn der kleine dann den ganzen Tag so gelegen hat ohne das mal mit ihm gespielt wird oder ähnliches dann will er sich natürlich auch nicht bewegen (keine anreize). Sie meint er ist so Pflegeleicht, ich denke unterfordert wäre der bessere Ausdruck.

Also ich glaube ein gutes zwischen Ding aus übervorsicht und absoluter Gleichgültigkeit ist der beste Weg! So wie es wahrscheinlich bei euch, bei uns und den meisten ist!

Gruß Sabrina

Beitrag von lili78 27.03.06 - 11:30 Uhr

ja, eine mischung aus übervorsicht, gleichgültigkeit und froh-darüber-sein, dass das kind so bequem ist und man wenig arbeit hat...

habe auch das gefühl, dass sie sich zu wenig beschäftigt. ich singe immer total viel mit gianni. mache das natürlich auch, wenn sie da ist. ich glaube, sie findet das ziemlich blöde. klar, ich kann nicht toll singen, aber für die kinder ist es okay und gianni findet es gut! in die krabbelgruppe geht sie auch nicht mehr mit. als ich ihr letztens erzählt habe, dass wir nun dort immer singen, hat sie mich ziemlich schräg angeschaut :-(

danke für deine antwort und LG!

Beitrag von schneutzerfrau 27.03.06 - 11:33 Uhr

Hallo

ich tue das auch den ganzen Tag, singen, spielen ................. und es gefällt ihr sobald ich vom Fähnchen singe oder von den Regenwürmchen dann reist sie die Arme hoch und winkt wie verrückt. Scheint ihr also nicht zu schaden ;-)

Manche meinen eben kinder müßen still , praktisch und immer lieb sein

Gruß Sabrina

Beitrag von lili78 27.03.06 - 11:36 Uhr

aber schade eigentlich, oder !?

Beitrag von eule123 27.03.06 - 11:14 Uhr

Halo Lili
Also, ich koche auch noch das Wasser ab, meine Tochter ist ebenfalls 9 Monate.
Das der Sohn Deiner Freundin sich nicht so viel bewegt wird, denke ich mal, nicht daran liegen das sie ihn in einen "Glaskasten" packt sondern vielleicht einfach nur daran das er ein etwas ruhigeres Kind ist. Vielleicht reichts ihm ja auch im sitzten zu spielen?! Vielleicht ist Dein Sohn ja auch in seiner Entwicklung etwas weiter?! Also, ich an Deiner Stelle würd ihr da nicht zu sehr reinreden, es sei denn Du hast den begründeten Verdacht das der Kleine Deiner Freundin vielleicht krank ist.
Gruß, Steffi

Beitrag von lili78 27.03.06 - 11:36 Uhr

hi,
also meine ärztin meinte, ab einem halben jahr sollte man nix mehr sterilisieren oder abkochen, damit die kleinen abwehrkräfte entwickeln. sie nehmen ja jetzt eh alles in den mund. aber gut, sollte jeder so machen, wie er es für richtig hält.

ich glaube, ich hab etwas durcheinander geschrieben;-). dass er sich nicht bewegt, liegt natürlich nicht daran, dass er in glas gepackt wird. dass er sich nicht bewegt, denke ich, liegt daran, dass sie ihn nicht genug fördert. so ein ruhiges kind ist ja auch sehr bequem... sicher ist er insgesamt ruhiger als gianni, aber es beunruhigte mich doch, dass er sich mit seinen 9 mon. kein bissl dreht oder bewegt.

danke trotzdem für deine antwort!

Beitrag von janti 27.03.06 - 11:36 Uhr

hallo Lili,

habe auch so eine Freundin, die Ihr Kind in Watte packt. Ist 6 Wochen älter als mein Sohn, der auch quicklebendig ist.

Ich denke, das muss man akzeptieren, habe sie früher 1x die Woche gesehen und in der SS fast täglich, da wir im selben Betrieb gearbeitet haben.

Ich habe fast jeglichen Kontakt abgebrochen, da ich mir ihre Methoden zu Ernährung und Kindererziehung gar nicht mehr anhören kann. Ihre Tochter ist jetzt 16 Monate und bekommt noch immer extra selbstgekochte Mahlzeiten. Mein Sohn isst mit uns mit. Ihre Tochter schläft noch immer in ihrem Bett, der Vater muss im Wohnzimmer schlafen und das andere Kind von ihr 8 jahre wird dauernd gemassregelt.

Es gibt eben die Übermütter (und dazu zähle ich meine (EX) Freundin ) und die Normalen.

lg
Janti

Beitrag von edda69 27.03.06 - 13:24 Uhr

Hallo Lili,

dass sich der Kleine deiner Freundin noch nicht dreht etc., liegt bestimmt nicht daran, dass sie ihn nicht genug fördert. Es gibt eben Kinder, die sind sehr spät dran. Mein Kleiner ist auch immer sehr spät mit Drehen, Robben und so gewesen, aber am Ende lernen die Kleinen es auch. Und es lag nicht daran, dass er nicht genug Möglichkeiten hatte. In einem halben Jahr ist der Unterschied zwischen euren beiden sicher nicht mehr so groß und sie können dann bestimmt toll zusammen spielen. Und ich glaube auch nicht, dass das Kind einfach so dasitzt oder liegt. Schau mal genauer hin. Vielleicht beobachtet das Kind sehr viel oder spielt mehr mit den Händen, ist also feinmototisch schneller.

Wenn mein Kind noch nicht alleine Sitzen kann, würde ich es auch nicht einfach so hinsetzen und warten bis es mit dem Kopf auf den Boden knallt. Mein Kleiner ist knapp 10 Monate alt und kann sich auch noch nicht hinsetzen, aber was soll's, das lernt er auch noch. Aber wenn ich ihn hinsetzen würde, dann würde ich ihn auch abpolstern.

Man kann in so vielen Dingen unterschiedlicher Meinung sein. Manche Mütter sind übervorsichtig, manche zu leichtsinnig, manche halten alles total sauber und passen auf, dass das Kind nichts schmutziges in den Mund steckt....Ich halte mich in solchen Fällen zurück. Nur wenn ich etwas sehr falsch oder gefährlich finde, dann sage ich etwas oder wenn mich jemand fragt.

Ich finde, du solltest etwas toleranter sein! Aber warum solltest du nicht voll Stolz von den Fortschritten deines Kleinen berichten? Solange du nicht dabei den Eindruck erweckst, es wäre dein Verdienst, ist doch nichts dagegen einzuwenden. Sicher freut sich deine Freundin mit dir.

Also, freut euch an den Kleinen und vergleich die beiden doch nicht immer, denn damit wirst du den Kindern nicht gerecht.

Liebe Grüße, Edda

Beitrag von hen71 27.03.06 - 14:28 Uhr

Hallo Lili,

lass doch Deiner Freundin (!) und deren Sohn ihr eigenes Tempo und ihren eigenen Umgang miteinander-
es kann Dir doch eigentlich egal sein, wenn und dass ihr Sohn halt ein anderes Temperament hat als Deiner; und wer weiß: Vielleicht ergänzen sich Eure beiden eines Tages prima- der eine mehr der "Tonangeber" oder "Quirligere" (vermutlich Deiner) und der andere der etwas "Bequemere" oder "Ruhigere" (ich vermute der Deiner Freundin), der sich gern vom andern mitreißen lässt.
Beim ersten Kind war ich selbst übrigens auch viel ängstlicher- und selbstverständlich unsicherer- und habe mehr Tamtam und mir zugleich mehr Sorgen gemacht (z.B. was das Essen, das Sterilisieren oder Dinge-in-den-Mund-Schieben angeht)- gestehe Deiner Freundin doch auch diesen "Erste-Kind-Bonus" zu. Sie macht's halt so, wie sie's für richtig hält (genau wie Du ja auch).
Ich glaube auch nicht, dass es unbedingt eine Frage der Förderung sein muss, dass sich ihr Sohn so verhält, wie Du's beschreibst- es könnte einfach am unterschiedlichen Temperament liegen, das Eure Kinder schon von Geburt an mitgebracht haben- denn nicht alles am Verhalten der Kleinen ist der Verdienst oder die Schuld der Mutter;-)...
Unser Großer z.B. bekam ja auch meine Ängstlichkeit oder mein zweitweises "in-Watte-packen" ab- und war aber von Anfang an ein totales Energiebündel. Unser zweiter, bei dem ich deutlich weniger Ängste ausstand, ist selbst aber eher ein etwas weniger unabhängigerer Typ- er versichert sich gern seiner Mama/seinem Papa; und war dann doch plötzlich sehr mobil einfach durch den Umstand, dass er viel von seinem älteren Bruder kopiert hat.

Nimm Deine Freundin und ihren Sohn, so wie sie sind, und ich hoffe für Euch, dass sich die Kinder mal gut verstehen werden- das wäre doch toll, oder?

Liebe Grüße,
Caroline